BEITRÄGE ZUR KALORIMETRISCHEN HUMUSBESTIMMUNG IM BODEN Eugen Barkoff Landwirtschaftliche Versuchsanstalt, Abteilung für Agrikulturchemie und -physik, Tikkurila Eingegangen am 22. 10. 1954 Für die Humusbestimmung durch nasse Verbrennung mittels Chromschwefel- säure sind in der agrikulturchemischen und bodenkundlichen Literatur viele ver- schiedene Methoden vorgeschlagen worden. Sie gründen sich alle darauf, dass der Humuskohlenstoff zu Kohlendioxyd oxydiert wird, während das sechswertige Chrom gleichzeitig nach der folgenden Formel zu dreiwertigem reduziert wird; 2Cr20 7 " - + 16H+ +3C -> 4Cr+++ + BH,O + 3C02 . Aus dieser Formel geht hervor, dass 2 Moleküle oder 12 Äqu Dichromat 3 Kohlenstoffatome und demnach 1 mg-Äqu Dichromat 3 mg Kohlenstoff oxydieren können. Der Humus enthält durchschnittlich 58 % Kohlenstoff und 1 mg Kohlen- stoff entspricht somit 1.724 mg Humus, so dass 1 mg-Äqu Dichromat 5.172 mg Humus oxydieren kann. Anfangs hat man die bei der Oxydation unverbrauchte Dichromatmenge entweder durch die jodometrische oder ferrometrische Titration bestimmt und daraus die dem Humusgehalt entsprechende Menge des verbrauchten Dichromats berechnet. In der letzten Zeit haben dagegen viele Forscher die bei der Oxydation gebildete Chromimenge gemessen, was kolorimetrisch leicht durchführbar ist. Die Tabelle 1 zeigt, in welcher Beziehung sich die von verschiedenen Forschern angewendeten Methoden, den Humus in der Chromschwefelsäure zu bestimmen, voneinander unterscheiden. Daraus ersieht man, dass zur Analyse Bodenmengen verschiedener Grösse, 0,5—10 g, je nach dem Humusgehalt, gebraucht worden sind. Als Oxydationsmittel hat man verschiedene Mengen 1 oder 2 n Kaliumdichromatlö- sung benutzt. Konzentrierte Schwefelsäure hat man entweder direkt dem Boden, 5—40 ml, oder erst nach Zufügung der Dichromatlösung, 10—26 ml, zugesetzt. Die weitere Behandlung ist alternativ folgendermassen ausgeführt worden: https://www.c-info.fi/en/info/?token=UJD8MFB--sP6YK9S.5zQuFc5C9Tpt8B7-PNeRHg.Kax_DYt1THW9oI6eoEydrdzb9qzbr1B7bvbpCnG43ac2kakrN3EXjp-1KAbacYY5qMRelg_XYA9W3jr1yl426wNq_dJ3dmZ6G_FdvmfC_bDPomE3gQIpx8Darnxk_UlVFpSxrrwaRdclxrTCQbqQx3I2mhVKnLG2sk6t Tabelle 1. Die von verschiedenen Forschern angewendeten Methoden. t, j TT Konz. Stehen * n “ n Konz. Schluss- Bestim- Boden Humus Forscher Jahr r H„S0 4 bei 18° C K„Cr 2 07 H2 S0 4 Weitere Behandlung volumen mungs- ml min ml ml weise Alten, Wandrowsky, Knippenberg 1935 I —s 40 s—lo 25 1 y,, st im sied. Wasserbad 250 Titr. Tuorila, Tainio, Teräsvuori 1939 50— 80 25 25 10 min Kochen 250 Titr. Bondorff 1945 150 5 s—lo 25 3 st im sied. Wasserbad 250 Titr. Walkley 1947