ÜBER DEN ZUCKERGEHALT DER FUTTERWURZELFRÜCHTE Leo Yllö Zentrale für Landwirtschaftliche Forschung, Versuchsstation am Polarkreis, Rovaniemi Eingegangen am 23. 4. 1960 Futterwurzelfrüchte werden in Finnland verhältnismässig wenig angebaut. Die Anbaufläche betrug z.B. in den Jahren 1957—59 nur 0.7 % der Gesamtacker- fläche. Die wichtigsten Wurzelfrüchte waren Wasserrüben, 7 820 ha, Kohlrüben, 5 880 ha, und Futterzuckerrüben, 1 570 ha. Von der Wasserrübenanbaufläche entfielen 35 % auf Turnips und 65 % auf Blattrüben (12). Weil die Wurzelfrüchte hohe und wertvolle Erträge liefern, ist man bestrebt, ihren Anbau mit Hilfe von Forschungs- und Beratungsarbeit zu erweitern. An der Versuchsstation am Polarkreis ist der Anbau von Wurzelfrüchten in verschiedenen Versuchen erforscht worden (3). Im Zusammenhang mit den Feld- versuchen sind im Laboratorium auch Qualitätsbestimmungen der Ernte durch- geführt worden. So wurden für die Ernten der Jahre 1957—59 auch Zuckerbestim- mungen gemacht, derenErgebnisse imfolgenden aufgeführt werden. Die Bestimmun- gen wurden nach der Munson-Walker-Methode angestellt (1). Sowohl Invert- als auch Gesamtsucker des Futters wurden bestimmt. Durch Substraktion der Invertzucker- menge von der Gesamtzuckermenge ergibt sich die Rohrzuckermenge. Vom Stand- punkt der Fütterung aus sind beide Zuckerarten wertvolle Nahrungsmittel. Da die rationelle Planung der Futtergaben die Sicherstellung einer für das Vieh notwendigen Zuckermenge voraussetzt, ist die Kenntnis des Zuckergehalts der verschiedenen Futtermittel von Wichtigkeit. Vergleichsversuch mit Futterwurzelfrückten Der Versuch wurde auf sandigen Moräneboden angelegt. Versuchspflanzen waren Östersundom-Turnips, Tammisto-Kohlrübe und Ötoftes rote Futterzucker- rübe in den Jahren 1957—58, Daenp gelbe Futterzuckerrübe im Jahre 1959. Die Standweite betrug 45 x 20 cm. Der Versuch wurde wie gewöhnlich verhackt und verzogen. Pflanzenschädlinge traten auf, wurden aber mit Insektiziden be- https://www.c-info.fi/en/info/?token=_chHDMZskSHe_Vyd.4ciGa6ncp0Roh6lvCDDjbQ.xtaL0rWEts0wajsO8XfWxpBpSlLbv57ppUOxHQnKWjIfi-Am-mbye2tRboTwpurdRHi_hlYbpM9Gh2jhQt2fg6OCggOEle-In8TyPn-VDDTwfxVAo2tLUuq4Wac3Vg_a0zgq80DZS7mXxTqYPV2sG14vQklmVBZ7dedQ 119 kämpft. Die Düngeng war ziemlich stark, sie entsprach im Mittel 600 kg/ha Oulun- Salpeter (25 % N), 570 kg/ha Superphosphat sowie 410 kg/ha 50 %igem Kalisalz. Die Aussaat- und Erntebeträge sowie die Vegetationszeiten waren folgende: 1957 29.5. 7.10. = 132 Tage, 1958 16. 6. 26. 9. = 102 Tage und 1959 25. 5. 29. 9. = 117 Tage. Die Witterungsverhältnisse waren sehr verschieden. Die mittlere Temperatur von Juni—September war zwar nahezu gleich, 11.7—11.9° C (normal 12.2°C). Das Frühjc.hr 1958 war jedoch kalt, was die Aussaat verzögerte. Die Wachs- tumszeit 1959 wie’i wegen starker Nachtfröste von den übrigen ab. Die Nieder- schläge waren Juni—Sept. 1957 reichlicher als normal, im folgenden Jahr etwas geringer (normal 238 mm). Das Jahr 1959 war dagegen ausnahmweise trocken. Die Versuchseigebnisse sind in Tabelle 1 angeführt. An den Ernteerträgen kann man die Wirkung der Vegetationszeit und der Witterungsverhältnisse ziemlich klar erkennen. Die Erträge waren am besten in dem günstigen Jahre 1957, als die Tabelle 1. Anbauversuch mit Futterwurzfrüchten an der Versuchsstation am Polarkreis in den Jahren 1957-59. Frisch- Davon Tr.-subst.- Gesamtzucker Davon Versuchs- ertrag Blätter Ertrag % i.T. Insg. Invertz. pflanze Jahr t/ha % kg/ha Blatt Rübe kg/ha % Turnips 1957 117.2 43 12 630 14.2 48.4 4 160 74.2 -58 63.3 50 5 460 13.5 44.0 1 530 66.2 -59 87.8 28 9 340 17.0 34,7 2 840 62.5 im Mittel 89.4 40 9 140 14.9 42.4 2 840 67.6 Kohlrübe 1957 109.6 47 12 160 16,6 53.0 4.360 78.4 - 58 29.9 59 2 890 14.8 45.0 800 62.0 - 59 50.5 39 6 480 17.0 47.7 2 370 69.7 im Mittel 63.3 48 7 180 16.1 48.6 2 510 70.0 Futterzuckerrübe 1957 79.3 68 10 580 25.7 62.6 4 430 36.6 -58 55.6 67 6 150 19.0 66.2 2 490 39.6 -59 47.8 56 7 160 1 8.3 52.3 2 750 27.2 im Mittel 60.9 64 7 960 21.0 60.4 3 220 34.5 Gesicherte Diff. Frischertrag, P = 5%) 15.8 t/ha Grünmasse-Ertrag 2 auf 79.3—117.2 t/ha anstiegen. Die Futterzuckerrübe kon- kurrierte erfolgreich mit der Kohlrübe, was jedoch auf die verhältnismässig gün- stigen Witterungsverhältnisse zurückzuführen ist. Die Rüben enthielten bedeutend mehr Zucker als die Blätter. Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, betrug der Zucker- gehalt der Rüben 42.4—60.4 %, derjenige der Blätter dagegen 14.9—21.0 % i.T. Die Unterschiede zwischen den Versuchspflanzen waren ziemlich deutlich. Den niedrigsten Zuckergehalt sowohl in den Rüben als auch in den Blättern hatte Turnips, den höchsten die Futterzuckerrübe. Die Zuckererträge liefen sich auf 120 2 840—3 220 kg/ha. Vom Zucker waren bei Turnips und Kohlrübe 67.6—70.0 % Invertzucker und Rohrzucker entsprechend 32.4—30.0 %. Vom Gesamtzucker der Futterzuckerrübe waren nur 34.5 % Invertzucker. Das ist darauf zurückzuführen, dass in den Rüben der Futterzuckerrübe sehr reichlich Rohrzucker enthalten war nämlich 79.0 % der Gesamtzuckermenge. Das Blatt dagegen enthält etwas weniger Rohrzucker als die Blätter von Turnips und Kohlrübe. Versuche mit Blattrüben Die Ergebnisse der Zuckerbestimmungen der Blattrübenversuche sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Der Sortenversuch 1 wurde am 23. 6. 58. in ziemlich schlecht zersetztes Nieder- ungsmoor gesät. Die Düngung betrug 1 200 kg/ha Oulu Y-Dünger (12 % N, 9 % P 205 und 17 % K2 O). Das Wachstum litt unter Feuchtigkeit und starken Kohl- fliegenschaden, und die Rüben wurden halbausgewachsen am 18.8geerntet. Zucker- Tabelle 2. Anbauversuche mit Blattrübe an der Versuchsstation am Polarkreis in den Jahren 1958—59. Versuch J, Frisch- Tr.-subst.- Gesamtzucker Davon *|f a ertrag ertrag % i.T. Insg.~ ■S3«» c Ö Invert-w S J 3 H o .3 S g £ zucker Nr. Jahr n > 'S Üj t/ha Ct C 5 kg/ha Blatt Rübe kg/ha % 1 1958 6 57 30.2 82 2 700 8.610.4 240 51.8 2 1958 4 72 32.1 76 3 180 13.323.7 510 63.0 3 1959 3 85 39.1 48 3 950 16.236.2 1 040 75.2 4 1958 3 84 56.5 52 4 640 13.6 36,5 1 120 72.9 3 99 58.4 41 5 150 9.343.5 1 470 73.8 5 1959 2 73 51.0 59 4 510 14.037.2 1 060 78.4 2 105 53.3 35 6 070 14.837.5 1 690 72.7 6 1959 3 89 62.2 54 6 800 11.038.5 1 620 77.3 3 110 71.8 42 8 390 16.147.3 2 730 73.8 bestimmungen wurden für folgende Sorten gemacht; Teutoburger, Mommersteegs res., Bortfelder, Norfolk, Siloga und Trofee. Der niedrige Zuckergehalt, im Blatt 8.6 % und in den Rüben 10.4 %, ist ausser auf die vorzeitige Ernte auch darauf zurückzuführen, dass das Wachstum wegen der Wurzelbeschädigungen schon vor dem Ertezeitpunkt zum Stillstand gekommen war, so dass die Pflanzen einen Teil ihrer Reservestoffe verbraucht hatten. Zwischen den Sorten kamen Unterschiede im Zuckergehalt vor. Den höchsten Zuckergehalt hatte der Rübenertrag vonTeut- oburger mit 20.1 % i.T. Der Düngungsversuch 2 wurde neben dem vorigen Versuch am 26. 4. 58 aus- gesät. Die Düngermengen waren 500, 1 000, 1 500 und 2 000 kg/ha Oulu Y-Dünger. Die Versuchssorte war Teutoburger. Der Versuch wurde am 4.9 geerntet, so dass 121 die Vegetationszeit hier länger war als beim vorigen Versuch. Wegen der unvor- teilhaften Wachstumsbedingungen blieben die Erträge besonders bei schwacher Düngung gering. Im Blatt wurden im Mittel 13.3 % und in den Rüben 23.7 % Zucker festgestellt. Die steigende Düngung verringerte den Zuckergehalt sowohl im Blatt als auch n den Rüben, steigerte jedoch den Proteingehalt und den pro- zentualen Anteil des Blattes. Der Düngungsversuch 3 wurde am 10. 6. 59 in gut zersetztes Niederungsmoor gesät. Die Düngeimengen betrugen 500, 1 000, 1 500 kg/ha Oulunsalpeter, 500 kg/ha Superphosphat und 500 kg/ha 50 %ges Kalisalz. Die Versuchssorte war Teutoburger. Unkraut und wiedeholte Nachtfröste störten das Wachstum. Der Versuch wurde am 2.9 abgeerntet, die Vegetationsperiode betrug also 85 Tage. Im Blatt wurden im Mittel 16.2 % und in den Rüben 36.2 % Zucker festgestellt. Die ansteigende Stickstoffdüngung verringerte den Zuckergehalt in den Rüben von 39.4 % auf 35.7 %. Im Blatt jedoch waren die Veränderungen gering. Die den Eiweissgehall steigernde Wirkung der Stickstoffdüngung war besonders gross. Der Erntezeitversuch 4 wurde am 17. 6. 58 (die Sorten Teutoburger und öster- sundom) und 25. 6. 58 (Hasselhorster Rotkäppchen) in gut zersetztes Niederungs- moor gesät. Die Turnips östersundom ist zwar wegen schwachen Blattwuchses weniger für den blattrübenartigen Anbau geeignet, wurde jedoch zum Vergleich in den Versuch aufgenommen. Als Düngung wurden 1 200 kg/ha Oulu Y-Dünger gegeben. Der Versuch wurde am 12.9 und 27.9 abgeemtet. Wie aus Tabelle 2 her- vorgeht, verringeite die Verlängerung der Vegetationszeit den Zuckergehalt im Blatt von 13.6 % auf 9.3 %. In den Rüben dagegen stieg der Zuckergehalt von 31.5% auf 43.5%. Der Zuckergehalt der Teutoburger war etwas höher als der Turnips östersundom. Der Erntezeitversuch 5 wurde am 10. 6. 59 in gut zersetztes Niederungsmoor gesät. Die Versuchssorten waren Teutoburger und östersundom, die Düngung 1 500 kg/ha Oulu Y-Dünger. Die Ernte wurde am 21.8 und 22.9 vorgenommen. Die Verlängerung der Vegetationszeit erhöhte, wie auch im vorigen Versuch, die Grünmasse- und Trockensubstanzerträge, verringerte aber den Blattanteil. Die Veränderungen in Zuckergehalt blieben bei diesem Versuch gering. Das Blatt enthielt 14.0—14.8 % und die Rüben 37.2—37.5 % Zucker. Die Teutoburger Blatt- rübe enthielt mehr Zucker als Östersundom. Der Aussaat- und Erntezeitversuch 6 wurde im Jahre 1959 auf sandigen Moräne- boden gesät. Die Aussaatzeiten waren 25.5, 9.6 und 24.6, Düngung 1 500 kg/ha Oulu Y-Dünger, Versuchssorte Teutoburger. Die erste Ernte wurde 89 Tage und die zweite 110 Tage nach der Aussaat vorgenommen. Die Verlängerung der Wachs- tumszeit vermehrte die Ertragsmenge sehr beachtlich. Auch der Zuckergehalt stieg an. Er betrug bei der späteren Ernte beim Blatt im Mittel 16.1 % und bei den Rüben 47.3 % i.T. Die auf Mineralboden normal gewachsene Blattrübe enthielt demnach ebensoviel Zucker wie die Turnips im Rübenversuch (vgl. Tab. 1). Die Zuckererträge schwankten in den oben angeführten Blattrübenversuchen besonders stark. Das ist auf die grossen Schwankungen in denTrockensubstanzerträ- 4 122 gen, deren Zuckergehalt und auf den prozentualen Anteil der Blatterträge zurück- zuführen. Der Invertzucker betrug 51.8—78.4 % der Gesamtzuckermenge. Im allgemeinen enthielt das Blatt verhältnismässig weniger Invertzucker als die Rüben. Betrachtung der Ergebnisse Zum Vergleich ist es angebracht, einige Werte vom Zuckergehalt anderer Futterpflanzen zu erwähnen. In Schweden durchgeführte, umfassende Unter- suchungen haben nach Svanberg und Ekelund z.B. bei Lieschgras im Mittel einen Zuckergehalt von 11 % i.T. ergeben. Die Schwankungen waren ziemlich gross, 3.4 % 15.8 %. Der Zuckergehalt von Rotklee war um einiges geringer (10). Bei den von Kivimäe ebenfalls in Schweden mit verschiedenen Wiesenpflanzen durchgeführten Untersuchungen waren die Schwankungen gleichfalls sehr hoch, abhängig von Pflanzenart, Jahr, Entwicklungsstufe und sogar Tageszeit (5). Nach Oden und Sjöberg enthielten die Rüben ein Mehrfaches an Zucker als das Blatt. Der Zuckergehalt stieg im allgemeinen während des Wachstums, konnte aber im Herbst auch sinken. Der Zuckergehalt von Rotklee und Hafer war gering (8). An der Versuchsstation am Polarkreis wurde bei Lieschgras ein Zuckergehalt von 9.6 % i.T. im Mittel festgestellt. Der Zuckergehalt von verschiedenen Grünfutter- pflanzen war ebenfalls verhältnismässig niedrig, meist unter 15 % (14,15). Wie aus Obigen hervorgeht, enthielten die Rüben bedeutend mehr Zucker. Schon in das Blatt ging verhältnismässig viel Zucker ein. So waren z.B. im Blatt von Futterzuckerrüben 21.0 % Zucker enthalten. Bei Versuchen in Svalöf in den Jahren 1940—43 wurden nach Olsson im Blatt der Futterzuckerrübe Nova 10.3 % Rohrzucker festgestellt (9). An der Versuchsstation am Polarkreis war der ent- sprechende Wert 6.7 % (+ 14.3 % Invertzucker). Die Rübe Nova enthielt 63.8 % Rohrzucker. An der Versuchsstation am Polarkreis war der Rohrzuckergehalt der Futterzuckerrübe geringer, im Mittel 48.9 % (+ 11.5 % Invertzucker) (vgl. Tab. 1). In den Svalöfer Versuchen der Jahre 1909—20 war nach Sundelin der Zucker- gehalt von 7 Futterrübenstämmen ebenfalls hoch, bei der Rübe im Mittel 62 % i.T. Die Schwankungen zwischen den einzelnen Stämmen waren verhältnismässig gering (11). Auch in anderen Ländern ist in den Rüben besonders reichlich Zucker festgestellt worden. Bei in Dänemark schon im Jahre 1885 durchgeführten Unter- suchungen betrug der Zuckergehalt der Rübe von Barres Futterrüben 63. 0 % i.T. Nach einer von Kristensen veröffentlichen Untersuchung war bei dänischen Ver- suchen der Zuckergehalt verschiedener Rübenpflanzen wie folgt: Turnips 38.9 %, Kohlrübe 50.2 % und Futterrübe 64.8 %. Der Zucker von Turnips und Kohlrübe war hauptsächlich Invertzucker, der von Futterrüben dagegen Rohrzucker. In den Versuchen der Jahre 1931—33 enthielten Kohlrüben 55.7 %, Futterrüben 65.9 % und Zuckerrüben 71.6% Zucker (6). Betarüben enthalten demnach mehr Zucker als Brassicarüben (vgl. auch 2,4), was auch die Untersuchungen an der Versuchs- station am Polarkreis erwiesen. Bei in Deutschland in den Jahren 1924—25 ange- legten umfassenden Versuchen schwankte der mittlere Zuckergehalt von 9 ver- 123 schiedenen Futterrübenstämmen zwischen 57.1 und 69.0 %. Abhängig vom Stand- ort waren die Schwankungen ziemlich gross, z.B. bei der Eckendorfer gelben Fut- terrübe von 35.9 bis 83.0 % Zucker i.T. (7). Die oben erwähnten Beispiele aus der Literatur zeigen, dass die Rüben zuckerreiche Futterpflanzen sind, was auch in dieser Untersuchung festgestellt worden ist. Zusammenfassung Die an der Versuchsstation am Polarkreis für Futterwurzelfrüchte der Ernten 1957—59 Angestellten Zuckerbestimmungen zeigten folgendes: Die Rübe von Tumips enthielt 42.4 %, die von Kohlrübe 48.6 % und die der Futterzuckerrübe 60.4 % Zucker i.T. Beim Blatt schwankte der Zuckergehalt zwischen 14.9 unc. 21.0 %. Die normal gewachsene Blattrübe war etwa ebenso zuckerreich wie die Turnips, wie z.B. bei dem Versuch auf Mineralboden 1959. Bei Versuchen auf Moorboden war der Zuckergehalt der Blattrübe dagegen niedri- ger. Eine reichliche Stickstoffdüngung verringerte im allgemeinen den Zucker- gehalt, steigerte jedoch gleichzeitig beachtlich den Proteingehalt der Blattrüben. Eine Verlängerung der Wachstumszeit erhöhte den Zuckergehalt, besonders in der Rübe. Die Zuckererträge waren in den Vergleichsversuchen (Tab. 1) besonders hoch, bei Kohlrüben 2 MO kg/ha, bei Turnips 2 840 kg/ha und bei Futterzuckerrüben 3 220 kg/ha. In den meisten Blattrübenversuchen (Tab. 2) stiegen die Zucker- erträge ebenfalls über 1 000 kg/ha. Die grossen Unterschiede im Zuckerertrag sind auf die Schwankungen der Trockensubstanzerträge, des Blattanteils und des Zucker- gehalts zurückzuf ihren. Der Zucker von Turnips und Kohlrübe war hauptsächlich für industrielle Ver- arbeitung unbrauchbarer Invertzucker. Der Rübenertrag der Futterzuckerrübe enthielt dagegen reichlig Rohrzucker. Im Vergleich zu vielen anderen Futterpflanzen waren die Rüben besonders zuckerhaltig. LITERATUR: (1) AOAC. 1940. Official methods of analysis of the Association of Official Agricultural Chemists. (2) Hansson, N. 19)1. Har torrsubstansen i olika foderrotfrukter samma fodervärde? Kungl. landt- bruksakad. handl. o. tidskr. 50: 15—79. (3) Isotalo, A. 1959. Enemmän juurikasveja karjalle. Maaviesti 5: 16—17. (4) Juhlin-Dannfelt, H. & Söderbaum, H. G. 1904—1907. Undersökningar af i Sverige odlade rotfrukter. Kungl. landtbruksakad. handl. o. tidskr. 43: 42 95, 44: 81 104, 45: 16 47. 46: 81- 106. (5) Kivimäe, A. 19/i9. Chemical composition and digestibility of some grassland crops. Acta Agron. Scand. Suppl. 5: 1 142. 124 (6) Kristensen, R. K. 1938. Danske Aggrodeanalyser. 323 Beretning fra Statens Forsogsvirksomhed i Plantekultur, Tidsskr. f. Planteavl 43: 830 880. (7) Merkel, Fr. & Babowitz, K. 1927. Dreijährige Sorten-Vorprüfungsergebnisse mit Futterrüben. Versuchsjahre 1923-1925. Arb. d. D.L.G. 348: 1-99. (8) Od£n, S. & Sjöberg, K. 1931. Ämnesbildning och ämnes omsättning hos nägra kulturväxter. Kungl. landtbruksakad. handl. o. tidskr. 70:98—151. (9) Olsson, N. 1943. Ligger sockerbetan i särklass som foderproducent? Sver. Utsädesf. tidskr. 53: 351-363. (10) Svanberg, O. & Ekelund, S. 1943. Om höskördens sockerhalt och faktorer som inverkan därpä. Kungl. landtbruksakad. tidskr. 82: 240 259. (11) Sundelin, G. 1923. Foderrotfrukterna, deras förädling och odlingsvärde. Sver. utsädesf. tidskr. 33:20-48, 135-168, 206-238. (12) Suomen virallinen tilasto 111 50, 111 51, 111 52. (13) Yllö, L. 1959. Rehujuurikasvien sokeripitoisuudesta. Koetoim. ja käyt. 16: 17. (14) —1960. Vihantarehukasvien valkuais- ja sokeripitoisuudesta. Referat: Über den Eiweiss- und Zuckergehalt von Grünfutterpflanzen. Maatal. ja koetoim. 14: 148—155. (15) 1960. Rehukasvien sokeripitoisuudesta. Karjatalous 36. SELOSTUS: REHU JUURIKASVIEN SOKERIPITOISUUDESTA Leo Yllö Perä-Pohjolan koeasema, Rovaniemi Tutkimuksessa on esitetty tuloksia Perä-Pohjolan koeasemalla rehujuurikasveista ja naatti- nauriista suoritetuista sokerimäärityksistä. Tutkimus osoitti, että rehujuurikasvit, varsinkin niiden juurisato sisältävät sokeria huomatta- vasti enemmän kuin useammat muut rehukasvit. Niinpä oli sokeripitoisuus v. 1957—59 juurikasvien vertailukokeessa turnipsilla keskimäärin 42.4 %, lantulla 48.6 % ja rehusokerijuurikkaalla 60.4 % kuiva-aineesta (taul. 1). Kivennäismaalla kasvanut naattinauris sisälsi sokeria jokseenkin yhtä paljon kuin turnipsi (taul. 2). Turnipsin ja lantun sokerista oli suurin osa inverttisokeria, rehusokerijuurikas sitävastoin sisälsi pääasiallisesti ruokosokeria.