DER EINFLUSS VON CHLORCHOLINCHLORID (CCC) AUF WACHSTUM. ERTRAG UND NÄHRSTOFFAUFNAHME VON SOMMERWEIZEN IN EINEM FELDVERSUCH Antti Jaakkola Universität Helsinki, Institut für Agrikulturchemie Eingegangen am 20. 2. 1967 Versuche zur Ermittlung der Verwendung des Chlorcholinchlorids (CCC) zur Erhöhung der Standfestigkeit des Sommer- oder Winterweizens haben seit 1960 stattgefunden, als »Die Biologische Forschungsabteilung der österreichischen Stick- stoffwerke AG» ihren ersten Gefässversuch mit wechselnden Mengen des CCC durch- führte. Aufgrund der Ergebnisse dieses Versuches begann das Institut im Jahre 1961 eine Feldversuchsserie mit Winterweizen (Mayr, Primost und Rittmeyer 1962, Primost 1964). In diesen Versuchen wurde das CCC anfangs wie ein Dünge- mittel, später teils in gelöster Form verabreicht. Für die Verwendung des CCC als Spritzmittel sprechen die Ergebnisse von zwanzig in den Jahren 1962—63 in Deutschland durchgeführten Feldversuchen (Sturm und Jung 1964). In allen Feldversuchen in Finnland ist das CCC auf junge Pflanzen gespritzt worden (Mukula, Teittinen und Laaksonheimo 1965). In beinahe allen mit Weizen durchgeführten CCC-Versuchen ist eine deutliche Halmverkürzung hervorgerufen worden, was in den meisten Fällen zu einer Er- höhung der Standfestigkeit geführt hat. Von dem Einfluss des CCC auf den Ertrag und auf die NährstoffZusammensetzung des Ertrages hat man beträchtlich von- einander abweichende Ergebnisse. Im allgemeinen hat sich der Nährstoffgehalt des Ertrages erhöht, indem sich der Ertrag verringert hat. Um die Wirkungen des auf junge Pflanzen der Sommerweizensorte Norröna gespritzten CCC in den Verhältnissen Südfinnlands zu erforschen, wurde in Haus- järvi (60°46' nördl. Breite, 24°51' östl. Länge) ein Feldversuch durchgeführt, über den in diesem Aufsatz berichtet wird. https://www.c-info.fi/en/info/?token=YesQjkEetIuI91Uw.SoGaJKV6paw82zCoq-Ac3A.CbJTVZAm6pXoPF4-45cLIFvs17U0FDK7O4U6AMCt8W_xeY5yxTcu19eyJtRbHfaWpaK-dqCD9jFcqynTHGQKHljxJjvFOFz7jPD6NEThOlkCSXB-5BFvA2sXdUt8BnRbRtrwnm8q2jCASvQteRy4gXe5mVukZFPtdN_k4g 58 Versuchsmethodik Der Boden des Versuchsfeldes war lehmiger Sand. Der pH-Wert in 0,01-m CaCl 2 war in dem Oberboden pH 6,55 und im Unterboden pH 5,6. Der Oberboden war ziemlich humusreich (3.75 % org. C) und sein Stickstoffzustand mässig (2.18 °/ 00 tot. N und 52 mg/kg nachlieferbaren NO a-N). Der Kalivorrat des Bodens war gross, weswegen die zum Versuch als Versuchsfaktor gehörende Kalidüngung bei der Be- trachtung der Ergebnisse unberücksichtigt gelassen werden konnte. Ein zureichen- der Vorrat an Phosphor wurde mit 500 kg Superphosphat/ha besorgt. Der Versuch wurde als Polyfaktorversuch mit der Teilparzellenmethode aus- geführt. Zu den Teilparzellen gehörten die Stufen der CCC-Spritzung (c 0 = unbehan- delt, c x = gespritzt mit 3 kg CCC/ha), zu den Hauptparzellen die drei Stufen der Stickstoffdüngung (nx = 25 kg N/ha, n 2 = 50 kgN/ha, n 3 = 100 kg N/ha). Als Stickstoffdüngemittel wurde Kalkammonsalpeter (12.5 % NH 4-N, 12.5 % N03-N) verwendet. Zu dem Versuch gehörten vier vollständige Blocks. Die Grösse der Teil- parzelle war 2.05 X 28m, zu einer Hauptparzelle gehörten zwei nebeneinander liegende Teilparzellen. Der Versuch wurde am 15. 5. besät, wovor sowohl die Grunddüngung als die Stickstoffdüngung ausgeführt worden waren. Das Feld spross am 26. 5. auf. Die CCC-Spritzung der Cj-Parzellen wurde am 15. 6. ausgeführt, als die Pflanzen das 4-Blatt-Stadium und eine Höhe von 20 cm hatten. Pflanzenproben wurden am 27. 6., 21. 7. und 15. 8. gesammelt. Am 4. 8. wurde die Standfestigkeit geschätzt. Am 8. 9. wurden die Ährenproben gesammelt, um die Unterschiede im Reifen zu untersuchen. Der Versuch wurde am 18. 9. mit Mähdrescher abgeerntet, als das Korn vollreif war. Die wegen der Entwicklung der Versuchspflanze wichtigen Zeitpunkte werden in der Abbildung 1 angeführt, in der die klimatischen Verhältnisse der Ver- suchszeit mit den Temperaturen (um 20 Uhr, als Bruchstrich) und Niederschlägen (als Säulen) beschrieben werden. Ergebnisse Wachstum und Entwicklung. Der Einfluss des CCC auf das Län- genwachstum der Pflanze war schon zwölf Tage nach der Spritzung deutlich, was aus den unten stehenden Ziffern hervorgeht, mit denen die Länge der am 27.6. genommenen Pflanzenproben von der Bodenoberfläche bis zur Spitze des längsten Blattes in Zentimeter angeführt wird. Die Ergebnisse sind Mittelwerte von 240 Messungen. nl n 2 n 3 n c 0 32.735.9 37.735.4 c, 29.432.2 34.432.0 c 31.134.1 36.033.7 Die CCC-Spritzung hatte also zu dieser Zeit eine um 3.4cm** verkürzende Ein- wirkung (C = c x—c 0) auf die Pflanzen. Die lineare Wirkung der Stickstoffdüngung (N, = h3—n x ) war um 4.9 cm*** pflanzenverlängend. 59 Abb. 1. Die Tagestemperaturen und -niederschlage samt wichtigen Zeitpunkten in der Entwicklung der Versuchspflanze. S = Saat P = Sammeln der Pflanzenproben A = Aufspriessen St = Schätzen der Standfestigkeit C = CCC-Spritzung F = Bestimmung der Feuchtigkeit im Äa = Ährenschieben, Anfang Korn Äe = » Ende E = Ernte 60 Die Halmlänge wurde von den am 15. 8. genommenenPflanzenproben gemessen. Unten werden die Ergebnisse als Mittelwerte von 240 Messungen angeführt. Die Längen wurden von der Bodenoberfläche bis zum unteren Ende der Ähre in Zenti- meter gemessen. n x n 2 n 3 n c 0 65.268.0 72.6 68.6 c, 44.347.5 54.848.9 c 54.757.7 63.758.7 CCC veranlasste, dass der Halm durchschnittlich 19.7 cm*** oder ca. 29 % kürzer als bei den unbehandelten Pflanzen blieb. Die Stickstoffmenge von 100 kg/ha verursachte das Wachsen der Halme 9.0 cm*** länger als die Stickstoffmenge von 25 kg/ha. In der Tabelle 1 werden die Längen der Internodien am 21. 7. und 15. 8. als Mittelwerte von 120 Messungen angeführt. Die Internodien sind von oben an nume- riert: das 1. Internodium = das oberste Intemodium. Am 21. 7. wurden drei, am 15. 8. vier oberste Internodien gemessen. Dazu wird in der Tabelle noch das Wachsen der drei obersten Internodien in der Zeit vom 21. 7. bis zum 15. 8. angeführt. Tabelle 1. Länge der Internodien cm. Datum 21.7. 15.8. Wachsen in der Zeit 21. 7.-15. 8. Internodium 1.2. 3. 1.2. 3.4. 1.2. 3. njC,, 27.315.8 8.737.1 17.4 9.2 4.49.8 1.60.5 Cj 20.69.4 5.2 26.1 10.4 5.4 3.05.5 1.00.2 n 2c„ 31.017.0 9.236.6 17.5 9.4 4.75.6 0.50.2 Cj 23.511.3 5.827.6 11.56.3 3.44.1 0.20.5 n 3 c0 31.2 18.4 9.538.9 18.810.3 4.47.7 0.40.7 c, 25.2 14.4 7.429.6 13.5 7.4 3.44.4 -0.90.0 n x 23.912.6 6.931.6 13.97.3 3.77.7 1.30.4 n 2 27.214.1 7.532.1 14.57.8 4.04.9 0.40.3 n 3 28.2 16.4 8.434.2 16.18.8 3.96.0 -0.30.4 c 0 29.817.1 9.137.5 17.9 9.6 4.57.7 0.80.5 c, 23.111.7 6.127.8 11.8 6.3 3.24.7 0.10.2 26.4 14.4 7.6 32.614.8 8.03.8 6.20.4 0.4 Nj +4.3* +3.B***+l.s*** +2.6** +2.2** +l.s***+o.2 -1.7 -I.6** 0.0 C -6.7*** -s.4*** -3.o*** -9.7***-6.l***-3.3***-I.3*** -3.0* -0.7 -0.3 NjxC +0.4 +l.2** +o.7** +0.9 +O.B +0.5 +0.2 +0.5 -0.4 -0.2 61 Die CCC-Spritzung hatte die Wirkung, dass alle gemessenen Internodien kürzer als bei den unbehandelten Pflanzen blieben. Die CCC-Spritzung wirkte noch in der Zeit vom 21. 7. bis zum 15. 8., weil wenigstens das zweite Internodium der ge- spritzten Pflanzen weniger als das der ungespritzten wuchs. Bei der verstärkten Stickstoffdüngung wurden die Internodien länger. Das Wachsen der Internodien in der Zeit vom 21. 7. bis 15. 8. scheint jedoch grösser auf den Parzellen gewesen zu sein, die wenig (25 kg N/ha) als auf den, die viel Stickstoff (100 kg/ha) bekommen hatten. Die Wechselwirkung zwischen der linearen Komponente der Stickstoffdüngung und der CCC-Spritzung (N,xC = n 3c x—n3 c0 — war am 21. 7. bei dem 2. und 3. Internodium deutlich positiv. Eine hohe Stickstoffdüngung hatte also den Einfluss der CCC-Spritzung auf das Längenwachstum der Internodien bis zum 21. 7. vermindert. Am 15. 8. waren keine deutlichen Unterschiede mehr vorhanden. Indem die Internodien und somit der ganze Halm kürzer blieben, hatte dies die Erhöhung der Standfestigkeit zur Folge, was aus den am 4. 8. nach einem Tages- niederschlag von 43 mm geschätzten Standfestigkeiten (Skala: 0 = ganz am Boden liegend, 10 = aufrecht) hervorgeht: n i n 2 n 3 n c„ 7.57.9 5.87.0 Cj 10.09.7 9.39.7 c 8.78.8 7.58.3 Das CCC erhöhte also die Standfestigkeit (2.7*** Einheiten) merkbar mehr als sie durch die Steigerung der Stickstoffdüngung von 25 auf 100 kg/ha verringert wurde (I.2*** Einheiten). Nach Tolbert (1960) verursacht das CCC eine Verzögerung der generativen Ent- wicklung der Pflanze. Das Ährenschieben verspätete sich in der Tat auf den CCC- behandelten Parzellen 2—3 Tage im Vergleich mit den unbehandelten. Dagegen scheint das Reifen auf den behandelten Parzellen früher als auf den unbehandelten stattgefunden zu haben, was aus den 10 Tage vor der Ernte bestimmten Feuchtig- keiten (%) des Kornes hervorgeht: "l n 2 n 3 n c 0 31.132.5 32.331.9 Cj 28.228.4 30.429.0 c 29.630.4 31.330.5 Das aus den mit CCC gespritzten Pflanzen gedroschene Korn war 2.9*** %- Einheiten trockener als das aus den ungespritzten Pflanzen, was ein Beweis für eine beschleunigende Wirkung der CCC-Spritzung auf das Reifen des Kornes ist. In diesem Versuch verursachte eine hohe Stickstoffdüngung (100 kg N/ha) im Vergleich mit einer spärlichen (25 kg N/ha), dass das Korn um 1.7**%-Einheiten feuchter blieb. Die Steigerung der Stickstoffdüngung verzögerte das Reifen jedoch weniger als es von der CCC-Spritzung beschleunigt wurde. 4 62 Bis zur Ernte (am 18. 9.), wo die Feuchtigkeit des Kornes nur noch 22.4 % im Durchschnitt war, hatten sich die durch die Behandlungen verursachten Unterschiede merkbar ausgeglichen (N, = -f- 0.7 %-Einh.*, C = —O.B %-Einh.***). Ertragsergebnisse. In der Tabelle 2 werden neben den Korn- und Stroherträgen die Pflanzenmassen am 27. 6. angeführt. Dazu werden in der Tabelle noch die durchschnittliche Grösse des Kornes und die Kornzahl der Flächeneinheit vorgebracht. Tabelle 2. Ertragsergebnisse. Pflanzenmasse 27.6. Kornertrag Korngrösse Kornzahl Strohertrag kg Tr.S./ha kg Tr.S./ha mg/St. St./m2 kg Tr.S./ha njC,, 924 1697 22.1 7700 1448 Cj 941 1455 19.2 7600 1091 n 2 c0 1160 1922 21.4 9000 1643 Cj 1080 1678 19.1 8800 1306 n 3 c0 1330 2129 20.5 10370 2053 c x 1277 1856 18.5 10010 1600 5j 932 1576 20.6 7650 1268 n 2 1120 1800 20.2 8900 1474 n 3 1303 1992 19.5 10190 1826 c fl 1138 1916 21.3 9020 1714 Cj 1099 1662 18.9 8800 1332 x 1118 1788 20.1 8910 1552 Nj +37l*** +4l6*** -I.l*** +2s4o*** +ssB*** C -39 -254*** -2.4*** —220 -382*** Die CCC-Spritzung verminderte den Kornertrag in diesem Versuch um 13.3 % (254 kg/ha) und den Strohertrag um 22.3 % (382 kg/ha). Am 27. 6. war die Wirkung des CCC noch nicht wahrnehmbar. Die ertragvermindernde Wirkung des CCC be- ruhte nur auf der Verkleinerung der Korngrösse, die Kornzahl der Flächeneinheit wurde nicht verändert. Die positive Wirkung der verstärkten Stickstoffdüngung war schon am 27. 6. sichtlich. Bei der Erhöhung der Stickstoffdüngung erhöhte sich der Kornertrag, indem sich die Kornzahl der Flächeneinheit vermehrte, trotz der gleichzeitigen Ver- minderung der Korngrösse. Auch der Strohertrag war auf den mit Stickstoff am meisten gedüngten Parzellen der grösste. Über die chemische Zusammensetzung der Pflanze. In der Tabelle 3 werden die Gehalte an dem durch den gewöhnlichen Kjeldahl-Auf- 63 Tabelle 3. Nährstoffgehalt in Prozent von Trockensubstanz. In der Pflanzenmasse 27.6. Im Korn Im Stroh N P K N P K N P K njC,, 3.250.47 4.022.21 0.470.59 0.780.12 0.76 Cj 3.350.49 4.022.33 0.480.64 1.020.18 0.91 n 2c„ 3.700.47 4.362.25 0.460.58 0.780.13 0.81 Cj 3.770.48 4.142.36 0.490.63 1.010.18 0.98 n 3c0 4.060.46 4.192.43 0.470.60 1.020.14 1.03 Cj 4.310.48 4.282.56 0.500.64 1.130.17 1.20 Sj 3.300.48 4.022.27 0.470.61 0.890.15 0.83 n 2 3.730.48 4.252.30 0.470.60 0.890.15 0.90 n 3 4.180.47 4.232.50 0.480.62 1.070.15 1.11 c 0 3.670.47 4.182.30 0.470.59 0.850.13 0.86 Cj 3.810.49 4.142.42 0.490.63 1.050.17 1.03 x 3.740.48 4.162.36 0.480.61 0.950.15 0.95 Nj +o.BB*** -0.01 +o.2l*** +o.23*** +O.Ol +O.Ol +o.lB*** 0.00 +o.2B*** Nq -0.01 +0.005 +0.13* -o.o9*** -0.005 -0.015 -o.o9*** 0.00 -0.07** C +0.14* +0.02 -0.04 +o.l2*** +o.o2*** +o.o4*** +o.2o*** +o.o4*** +o.l7*** Schluss bestimmten Gesamt-Stickstoff und an den von einer Aschenlösung bestimm- ten Gesamt-Phosphor und -Kalium angeführt. CCC erhöhte den Gehalt an Gesamt-Stickstoff im Pflanzenmaterial schon zwölf Tage nach der Spritzung (27. 6.). Die Gehalte an den bestimmten Nährstoffen im Korn und besonders im Stroh waren wegen der CCC-Behandlung merkbar höher. Eine höhere Stickstoffdüngung verursachte einen höheren Stickstoffgehalt in allen Proben. Bei der Ernte verursachte allerdings erst die Steigerung der Stick- stoffdüngung von 50 auf 100 kg/ha eineErhöhung des Stickstoffgehaltes in der Pflan- ze (im Korn und Stroh). Erwähnt sei in diesem Zusammenhang, dass die Abweichung der Wirkung von Stickstoff von der linearen durch die quadrantische Komponente _ nj-t-ng (N n 2 —-—) ausgedrückt wird. Auf den Gehalt an Gesamt-Phosphor in der Pflanze hatte die Stickstoffdüngung keinen Einfluss, dagegen war der Gehalt an Gesamt-Kalium in der jungen Pflanzenmasse (27. 6.) und im Stroh wesentlich höher bei der Stickstoffdüngungsstufe 100 kg N/ha als bei 25 kg N/ha. Die Steigerung der Stickstoffdüngung von 50 auf 100 kg/ha konnte allerdings nicht mehr den Gehalt an Kalium in dem jungen Pflanzenmaterial (27. 6.) erhöhen, dagegen erhöhte sich der Kaliumgehalt im Stroh noch bei der genannten Stickstoffdüngungsstufe merkbar. Die Tabelle 4 drückt die Nährstoffaufnahme der Pflanze aus. Darin werden die 64 Tabelle 4. Die NährStoffmengen in kg/ha in derPflanzenmasse am 27. 6. und bei der Ernte. Stickstoff Phosphor Kalium 27. 6. Kom Stroh 27. 6. Kom Stroh 27. 6. Korn Stroh njC,, 29.837.6 11.34.37 7.941.76 37.19.9 11.0 Cj 31.634.0 11.1 4.61 6.941.86 37.89.2 9.9 n 2c„ 42.7 43.3 12.85.47 8.792.01 50.911.1 13.4 Cj 40.7 39.6 13.25.20 8.112.22 44.8 10.6 13.0 n 3c 0 53.851.8 20.86.06 9.922.72 55.7 12.8 21.1 Cj 55.1 47.6 18.0 6.10 9.14 2.67 54.811.8 19.3 Hj 30.735.8 11.2 4.49 7.44 1.81 37.4 9.6 10.4 ri 2 41.7 41.4 13.05.33 8.442.12 47.7 10.8 13.1 ti 3 54.449.6 19.4 6.07 9.522.69 55.2 12.3 20.1 c 0 42.144.2 14.9 5.30 8.88 2.16 47.8 11.2 15.2 Cj 42.440.4 14.1 5.30 8.062.25 45.710.5 14.0 x 42.242.2 14.5 5.30 8.46 2.21 46.7 10.9 14.6 Nj +23.7*** +l3.B*** + B.2*** +l.sB** +2.oB*** +o.BB*** +l7.B*** +2.7*** +9.7*** N q - 0.9 - 1.3 - 2.3** +0.05 -0.04 -0.13 + 1.4 -0.2 -2.2 C + 0.3 -3.B*** - 0.80.00 -0.82***+0.09 - 2.1 -o.7*** -1.2 in der jungen Pflanzenmasse (27. 6.), im Korn und im Stroh enthaltenen Nähr- stoffmengen (Stickstoff, Phosphor und Kalium) angeführt. Das CCC verursachte in diesem Versuch eine deutliche Verminderung der Nähr- stoffmengen im Kom. Dagegen veranlasste das CCC keine statistisch signifikanten Unterschiede in den in der jungen Pflanzenmasse und im Stroh enthaltenen Nähr- stoffmengen. Die Vermehrung der Stickstoffdüngung hatte eine verbesserte Aufnahme aller Nährstoffe zur Folge. Diskussion Das auf 20 cm hohe Sommerweizenpflanzen gespritzte CCC (3 kg/ha) erhöhte die Standfestigkeit des Getreides mehr, als sie durch die Steigerung der Stickstoff- düngung von 25 auf 100 kg/ha vermindert wurde. Die Wirkung der CCC-Spritzung beruhte wahrscheinlich darauf, dass der Halm dadurch ca. 20 cm kürzer blieb, was die Folge der Verkürzung aller Internodien war. Neben dem kürzeren Halm verursachte das CCC eine Verringerung des Stroher- trages. Auch auf den Kornertrag hatte das CCC eine vermindernde Wirkung, die allerdings durch die gleichzeitige Steigerung der Stickstoffdüngung von 25 auf 50 65 oder von 50 auf 100 kg/ha ungefähr kompensiert wurde. Durch die Steigerung der Stickstoffdüngung von 25 auf 100 kg/ha neben der Spritzung mit CCC wurde der Kornertrag um 160 kg/ha vergrössert, während auch die Standfestigkeit zunahm. Der Minderertrag durch das CCC beruhte wahrscheinlich darauf, dass das Wachsen des Kornes unterbrochen wurde, was daraus zu schliessen ist, dass die mit CCC gespritzten Parzellen früher als die übrigen reif wurden. Man konnte auch fest- stellen, dass das Kom der mit CCC behandelten Pflanzen kleiner als das der unbehan- delten blieb. Dagegen wurden bei der Zahl der Körner der Flächeneinheit keine durch das CCC veranlassten Unterschiede bemerkt, während der Mehrertrag durch die Stei- gerung der Stickstoffdüngung einer merkbaren Zunahme der Komzahl zuzuschrei- ben war. Mit der vermehrten Stickstoffdüngung nahm die Aufnahme aller untersuchten Pflanzennährstoffe (N, P und K) zu, worauf die festgestellten Mehrerträge wahr- scheinlich beruhten. Das CCC verursachte keinen deutlichen Unterschied in der Nährstoffaufnahme der Pflanze bis zur Ernte, obgleich die Nährstoffmengen im Kom abnahmen. Dagegen nahmen die Gehalte an den Nährstoffen im Korn und im Stroh wegen der Verminderung der entsprechenden Erträge zu. Der neben dem Stick- stoffgehalt offenbar gestiegene Gehalt an Proteinen verbesserte möglicherweise die Qualität des Kornes. Zusammenfassung Im Jahre 1965 wurde in Hausjärvi (60°46' nördl. Breite, 24°51' östl. Länge) auf einem lehmigen Sandboden ein Feldversuch zu dem Zweck durchgeführt, die Möglichkeiten des auf junge Pflanzen gespritzten Chlorcholinchlorids (CCC) für die Erhöhung der Standfestigkeit von der Sommerweizensorte Norröna zu ermitteln. Um das Lagern hervorzurufen, wurde Stickstoffdüngung in drei Stufen (25, 50 und 100 kg N/ha) gegeben. Die Spritzung mit CCC (3 kg/ha) verursachte eine deutliche Erhöhung der Stand- festigkeit und zwar aus dem Grunde, dass alle Internodien kürzer und somit der gesamte Pflanzenbestand niedriger blieben. Zugleich verminderte sich allerdings der Kornertrag um 13 %. Dies beruhte wahrscheinlich darauf, dass das Wachsen des Kornes vorzeitig unterbrochen wurde. Der Minderertrag konnte verhindert werden, indem die gleichzeitig mit der CCC-Spritzung zu gebende Stickstoffdüngung gesteigert wurde. Zugleich konnte die Standfestigkeit noch erhöht werden. Die CCC-Spritzung hatte keinen Einfluss auf die Nährstoffaufnahme der Pflanze, aber die Gehalte an den untersuchten Nährstoffen (N, P und K) nahmen als Folge der Spritzung mit CCC wegen der verminderten Korn- und Stroherträge zu. LITERATUR Linser, H. & Mayr, H. & Bodo, G. 1961. Über die Wirkung von Chlorcholinchlorid auf Sommerweizen. Bodenkultur 12: 279-280. Mayr, H. & Primost, E. & Rittmeyer, G. 1962. Untersuchungen über die Erhöhung der Standfestig- keit von Getreide. I. Feldversuche mit Chlorcholinchlorid zu Winterweizen. Ibid. 13: 27 45. 66 Mukula, J. & Teittinen, P. & Laaksonheimo, J. 1965. Chlorocholine chloride (CCC) for prevention of lodging of wheat in Finland. Acta Agr. Fenn. 107: 103 124. Primost, E. 1964. Die Wirkung von Chlorcholinchlorid (CCC) auf die Korn- und Stroherträge von Winter- weizen in zwei witterungsmässigextremen Jahren. Z. Pflanzen- u. Ackerbau 119: 211 226. Sturm, H. & Jung, J. 1964. Der Einfluss von Blattspritzungen mit Chlorcholinchlorid (CCC) auf Wachs- tum und Ertrag von Weizen. Ibid. 120: 232 252. Tolbert, N. E. 1960. (2-chloroethyl)trimethylammonium chloride and related compounds as plant growth substances. 11. Effect on growth of wheat. Plant Physiol. 35: 380 385, SELOSTUS: KLOORKOLINKLORIDIN (CCC) VAIKUTUKSISTA KEVÄTVEHNÄN KASVUUN, SATOON JA RAVINTEIDEN OTTOON KENTTÄKOKEEN TULOSTEN PERUSTEELLA Antti Jaakkola Yliopiston maanviljelyskemian laitos, Helsinki V. 1965 suoritettiin Hausjärvellä hiesuisella karkealla hietamaalla kenttäkoe, jossa pyrittiin sel- vittämään oraille ruiskutetun CCC:n mahdollisuuksia Norröna-kevätvehnän laontorjunnassa. Lakou- tumisen aikaansaamiseksi kokeeseen kuului koetekijänä typpilannoitus kolmena asteena (25, 50 ja 100 kg N/ha). CCC-ruiskutus (3 kg CCC/ha) aiheutti lakoisuuden selvän vähenemisen, mikä johtui kaikkien nivel- välien lyhetessä madaltuneesta kasvustosta. Samalla jyväsato kuitenkin aleni n. 13 %. Tämän arveltiin johtuneen jyvien kasvun ennenaikaisesta pysähtymisestä. Typpilannoitusta samanaikaisesti kohotta- malla pystyttiin satotappio ehkäisemään, siten että laonkestävyys silti vielä parani. CCC-ruiskutus ei vaikuttanut kasvin ravinteiden ottoon, mutta tutkittujen ravinteiden (typen, fosforin ja kaliumin) pitoisuudet lisääntyivät CCC-ruiskutuksen seurauksena sekä jyvissä että oljissa vähentyneiden jyvä- ja olkisatojen takia.