237 Ein Beitrag zur Bewertung der Schlachtkörperzusammen- setzung an lebenden Jungsauen mit Hilfe der Ultraschall-Messmethode U. Uusisalmi Institut fiir Haustierziichtung, Universität Helsinki, Finnland G. Klautschek Sektion Tierproduktion, Universität Rostock, DDR Eingegangen am 20. 12. 1972 The ultrasonic method as an aid in the evaluation of the carcass quality of sows U. Uusisalmi University of Helsinki, Department of Animal Breeding G. Klautschek Sektion Tierproduktion, Universität Rostock, DDR Abstract. On account of the high reproductive capacity of pigs the performance testing of sows remains of importance even at a time when there is increasingly wide- spread utilization of artificial insemination. The implementation of a programme of sow selection, however, depends essentially upon the amount of young sow material which can be brought within the scope of breeding selection. In this connection the ultrasonic method developed for the measurements of the fat provides a relatively in- expensive method, well suited for conditions on the farm, for the assesments of carcass quality in young sows. In the present investigation of performance testing 97 gilts were reared to a live weight of approximately 90 kg. Fat thickness was measured ultrasonically at 14 different ana- tomical points one day prior to slaughter. One day after slaughter a conventional carcass evaluation of the pigs was performed, as well as a partial dissection of the carcass. A close relationship was obtained between ultrasonic and carcass measurements of fat. Ultrasonic measurements were combined to form indices for obtaining a better picture of the degree of fatness. Points 2,3, 4,6, 8, 12, 13 and 14 (in Fig. 1) proved to be good locations for measurement. The following multiple correlations (R) were obtained between the indices and the carcass characteristics; index skin + fat ratio of carcass 0.77; index meat-fbone ratio of carcass 0.71; index average backfat 0.80; index skin ) fat of ham 0.66; index meat+bone of ham 0.45. The correlations indicate that the ultrasonic method can be utilized in the selection of sows. https://www.c-info.fi/en/info/?token=2s1rR2tUPxNsZvDY.e6cIbOYJsxRvqeQcx4DL-w.f9kPi83miDlKKekkadDx22SfrjkKI_BMenjW5HSfz010U4wjpM5Pk2yLr1bw4ZUu9G-dXqf92mWUfjDYbfzVFZWWPd5GtjgIEcjfc-planNgQE65VwZed31APTnlX51V2-h-ykQYL_A4pfNt7JwUhhESx4gq3i5hwI9P3NiZUNx5-KuoeWhV7Gg 238 Die Ultraschallmessung ist heute ein bedeutendes Hilfsmittel fiir die Beurteilung der Eigenleistung bei Zuchtschweinen. Bei sachgemässer An- wendung dieses Verfahrens, können Echolotwerte erhalten werden, die in ihrer Genauigkeit den Schlachtkörpermessungen vergleichbar sind. Hinsicht- lich der Beurteilungsmöglichkeiten der Schlachtkörperzusammensetzung ergab sich flir das Ultraschall-Verfahren eine ebensolche Aussagefähigkeit wie fiir die direkt am Schlachtkörper benutzten Hilfskriterien (Horst 1969, Schutzbar und Werhan 1972, Andersen und Liboriussen 1972). Pfeiffer (1970) gelang es in seinen Versuchen nachzuweisen, dass die Lage der Gewebe, am lebenden Tier erfasst, den Fleischanteil genauer als die Masse am geschlachteten Tier widerspegelt. Diese Zusammenhänge solien an Jungsauen in Finnland untersucht werden. Ausserdem wird in diesem Beitrag gezeigt, welche Ultraschall-Messpunkte besonders geeignet erscheinen, den Fett- und Fleischanteil am Schlachtkörper der Tiere zu schätzen. Material und Methode An 97 weiblichen Mastschweinen mit einem mittleren Gewicht von 90 kg wurde am Tage vor dem Schlachten mit dera Ultraschall-Echolot an 14 Stellen des Riickens, der Vorder- und Hinterkeule die Fettauflage gemessen. Die Messpunkte am Tier sind in der Abbildung 1 dargestellt und sind mit Num- mern gekennzeichnet, Die Zerlegung der Schlachtkörper erfolgte nach der Uusisalmi (1969) vorgeschlagenen Methode. Die Teilstiicke Schinken, hinterer Schmorbraten, Kotelett mit Riickenspeck, Kamm und Bug wurden in zwei Komponenten (Haut-Fett und Fleisch-Knochen) getrennt. Die Auswertung der Messergebnisse erfolgte mit Hilfe mathematisch- statistischer Methoden. Es wurden die von Harvey (1966) beschriebenen Modelle der Least-squares analysis angewendet, um die Korrelationen zwischen den Merkmalen zu erhalten. Mittels der Stepwise multiple regression analysis (SCC 1966) wurden die Zusammenhänge zwischen den Ultraschal-Massen und einzelnen Schlachtleistungsergebnissen geschätzt. Die Echolot-Mess- werte wurden nach dem Lebendgewicht und dem Alter der Tiere korrigiert. Abbildung 1. Die Ultraschall-Messpunkte am Tier. Kuva 1. Ultraäänimittauskohdat eläimen selällä, kinkulla ja lavalla. 239 Ergebnisse Die geschlachteten Tiere hatten eine Lebendmasse von 87—95 kg und waren mit 695 g Lebenstagszunahme gut entwickelt. 22 verschiedene Schlacht- leistungsmerkmale wurden erfasst und als absolute und relative Leistungen ausgewertet. Die Mittelwerte und Standardabweichungen der einzelnen Mast- und Schlachtleistungsmerkmale sind in den Tabellen 1 und 2 angegeben. Die einzelnen Merkmale variieren, begriindet durch das einheitliche Schlachtge- wicht verhältnismässig wenig. Systematische Versuchsfehler konnten weit- gehend ausgeschaltet werden. Die Ultraschall-Messwerte, an den lebenden Schweinen ermittelt, geben die Speckdicke an den verschiedenen Körper- regionen an. In der Mitte des Riickens, Messpunkte 6 und 9, ist der Speck diinner als iiber dem Widerrist und dem Kreuz. Die geringste Fettauflage wurde bei Messpunkt 11, fiber dem Schinken, gefunden. Diese Messwerte haben auch die geringste Varianz. Weiterhin ist in der Tabelle 3 zu erkennen, dass die Speckauflage fiber der Schulter und dem Schinken vom Rficken zur Seite diinner wird, hinter der letzten Rippe gemessen, der Speck vom Rficken zur Seite dicker wird. Trotz der geringen Unterschiede im Schlachtgewicht wurden die Wirk- ungen von Schlachtgewicht und Schlachtalter auf die einzelnen Schlachtleist- ungsmerkmale untersucht. Fiir die, in Tabelle 4 aufgefuhrten Merkmale, konnten mit der Varianzanalyse gesicherte Einfliisse durch die differierenden Lebendmassen der Tiere nachgewiesen werden. Von der Varianz der wert- vollen Fleischteile, der Haut- und Fettauflage der Schulter sowie der Haut- und Fettauflage fiir die Schlachthälfte werden 15 %, 12 % und 13 % durch die Lebendmasse verursacht. Diese Beziehungen mussten bei den weiteren Auswertungen beriicksichtigt werden. Die Alterseinfliisse waren unbedeutend. Zwischen der Speckdicke am Schlachtkörper gemessen und mit Ultraschall am lebenden Tier erfasst gibt es enge Beziehungen, die als Korrelationen aus- gedriickt werden können. Bei den 97 Versuchstieren wurden folgenden Kor- relationen gefunden: Speckdicke Messpunkt r am Widerrist: 4 0,56 am Mittelriicken: 6 0,78 am Mittelrucken: 9 0,48 am Kreuz: 14 0,59 durchschn. Speckdicke: 6 0,72 Scitenspcckdicke 84-8 a 0,58 Punktzahl Riickenspeck: 6 —0,74 Somit ist es dem Ziichter möglich, die Speckdicke am lebenden Schwein zu erkennen. Durch die Auswertung mehrerer Messpunkte lässt sich die Fett- auflage am lebenden Tier besser schätzen. Verbindet man die Messwerte der einzelnen Punkte zu einem Index, so ist die multiple Korrelation höher, als die einfache Korrelation zwischen Schlachtkörpermassen und Ultraschall- Tabelle 1. Mittelwert und Standardabweichung der Mastleistungsmerkmale. Mittelwert Standard- Merkmal abweichung x s Gewicht kg 90.4 1.88 Alter in Tagen 167.2 8.49 Tägliche Zunahme g 695 33 Futterverzehr je Schwein und Tag kg 1.98 0.06 Futterverbrauch je kg Zunahme (skand. Futtereinh.) kg 2.85 0.05 Tabelle 2. Mittelwert und Standardabweichung der Schlachtleistungsmerkmale. Mittelwert Standard- Merkmal abweichung x s Schlachtkörpermasse kg 67.26 2.00 Schlachtlänge cm 95,61 2.61 Masse der wertvollen Tedstiicke kg 20.88 0.85 Anted der wertvollen Tedstiicke % 61.73 1.34/o Fleisch und Knochen vom Schlachtkörper kg 15.21 0.87 Haut und Fett vom Schlachtkörper kg 5.67 0.70 Anted Fleisch und Knochen am Schlachtkörper % 44.98 2.08 Anted Haut und Fett am Schlachtkörper % 16.45 1.980/ 'O Fleisch und Knochen vom Schinken kg 5.12 0.35 Haut und Fett vom Schinken kg 1.30 0.18 Fleisch und Knochen vom Riicken kg 7.15 0.50 Haut und Fett vom Riicken kg 2.87 0.41 Anted Fleisch und Knochen am Riicken % 21.08 1.34O/- Anted Haut und Fett am Riicken % 8.39 1.310//O Fleich und Knochen von der Schulter kg 2.94 0.24 Haut und Fett von der Schulter kg 0.88 0.16 Fläche des m. long, dorsi cm2 30.77 3.30 Fett-Fleich-Verhaltnis 110.32 24.37 Punkte fiir Rilckenspeck 12.62 1.17 Schinken 12.53 0.58 Fleischigkeit 14.12 1.05 Fleischfarbe 3.03 0.42 Bacontyp 12.62 0.74 Messung der Riickenspeckdicke Widerrist (A) cm 37.62 3.53 Mittelriicken (B) cm 20.21 3.12 Kreuz (C) cm 25.46 4.14 Mittlere Riickenspeckdicke (A +B+ C) 27.742.96 3 Seitenspeckdicke cm 23.25 3.78 240 241 Tabelle 3. Mittelwert und Standardabweichung der Speckdicke mit Ultraschall am lebenden Schwein gemessen (in mm). Mittelwert Standard- Messpunkt abweichung x s 1 15.912.46 2 20.112.76 3 22.003.72 4 36.49 3,88 5 21.902.63 6 18.312.74 7 21.002.70 8 20.96 2,44 9 19.992.27 10 23.843.12 11 13.472.10 12 20,45 2.48 13 21.742.68 14 22.743.64 7 +7a 38.735.73 84-8a 38,91 5.88 Tabelle 4. Einfluss von Lebendmasse und Alter auf die Ausprägung der Merkmale. Einfluss durch Einfluss durch Einfluss durch Lebendmasse Alter Lebendmasse Merkmal und Alter F R 2 F R 2 F R 2 Wertvolle Teilstiicke g *•* 0.150.03 *• 0.17 Anted Fleisch und Knochen vom Schlacht- körper % ** 0.080.00 * 0.09% Haut und Fett vom Schlachtkörper g •** 0.130.00 * 0.13 Anted Haut und Fett vom Schlacht- körper % * 0.050.00 0.05% Haut und Fett vom Schinken g * 0.060.00 0,06 Haut und Fett vom Riicken g ** 0.080.00 * 0.08 Fleisch und Knochen von der Schulter g * 0.06 •* 0.08 * 0.12 Haut und Fett von der Schulter g *•* 0.120.04 *• 0.14 Ultraschall-Messpunkt 7 * 0.060.01 0.06 Ultraschall-Messpunkt 14 ** 0.080.02 * 0.11 Ergebnissen. Verkniipft man die Echolot-Messdaten der Punkte 4,6, 8 und 14 zu einem Index, I = M 4 + M 6 + M 8 + Ml4 so steigen, wie in Tabelle 5 dargestellt, der multiple Korrelationskoeffizient R und das multiple Bestimmtheitsmass R 2 bei der Hinzunahme jedes Ultra- Tabelle 5. Vergrösserung der multiplen Korrelation zwischen mehreren Ultraschall-Massen und einigen Schlachtleistungen durch Auswertung mehreren Ultraschall-Messpunkte. Einfache Multiple Best. Ultraschall-Messpunkte Korrelation Korrelation Mass r R R 2% Multiple Korrelation zur mittleren Riickenspeckdicke 6 0.72 0.72 51.3 8 +Ba 0.53 0.75 56.4 14 0.57 0.79 62.9 4 0.55 0.80 64.6 Multiple Korrelation zu Haut und Fett der wertvollen Teile vom Schlachtkörper 2 0.61 0.61 36.8 8 +Ba 0.53 0.69 46.9 14 0.54 0.75 55.7 3 0.56 0.76 57.8 Multiple Korrelation zu Fleisch und Knochen der wertvollen Fleischteile 8 +Ba -0.41 0.41 16.7 3 -0.41 0.47 21.6 13 -0.33 0.50 24.7 Tabelle 6. Multiple Korrelation zwischen mehreren Ultraschall-Massen und den Schlachtlei- stungen. Ultraschall- Multiple Schlachtleistungsmerkma Messpunkte Korrelation R Fleisch und Knochen vom Schlachtkörper kg 3, 13, 8-J-8a 0.50 Anteil Fleisch und Knochen am Schlachtkörper % 3, 12. 14, 8 +Ba 0.71 Haut und Fett vom Schlachtkörper kg 2,3, 14, 8 +Ba 0.76 Anted Haut und Fett am Schlachtkörper % 3, 12, 14, 8+Ba 0.77 Fleisch und Knochen vom Schinken kg 4,6, 14, B+Ba 0.45 Haut und Fett vom Schinken kg 4,6, 14, 8 +Ba 0.66 Fleisch und Knochen vom Riicken kg 3, 12, 8 +Ba 0,36 Haut und Fett vom Riicken kg 2,3, 14, 8+8a 0.70 Fleisch und Knochen der Schulter kg 6, 8+Ba 0.43 Haut und Fett der Schulter kg 3,7, 14, 8-)-8a 0.57 Mittlere Riickenspeckdicke mm 4,6, 14, 8+ 8a 0.80 Riickenmuskelfläche cm2 3, 12, 14, 8+8a 0.60 Fett und Fleisch-Verhältnis % 3,7, 14, 8+8a 0.68 Seitenspeckdicke mm 3,7, 14, 8+8a 0.78 Speckdicke am Widerrist mm 4,6, 14. 8 +Ba 0.65 Speckdicke am Mittelriicken mm 4,6, 14, 8 +Ba 0.79 Speckdicke am Kreuz mm 4,6, 14, 8+ 8a 0.72 242 243 schallmesswertes. Fiir das Merkmal »durchschnittliche Riickenspeckdicke» erhält man aus dem angegebenen Index die beste Information. Eine Erweite- rung des indexes um zusätzliche Messpunkte brachte keine Verbesserung der Korrelation. Als giinstigste Kombinationen bei der Konstruktion der Indices zur Beurteilung der einzelnen Schlachtleistungen erwiesen sich die in der Tabelle 6 aufgefiihrten Echolot-Messpunkte. Diskussion Grundlage der vorliegenden ziichterischen Untersuchungen zur Frage der Ultraschallanwendung bilden die Beziehungen zwischen den Echolot-Werten der Testtiere einerseits und ihren Leistungsmerkmalen andererseits. Die Mittelwerte der beobachteten Merkmale, in Tabelle 1 und 2 angegeben, ent- sprechen den Ergebnissen der Mast- und Schlachtleistungspriifungen in Finn- land. Fiir die Varianzen der Merkmale konnten, obwohl die Standardab- weichungen gering sind, gesicherte Einfliisse durch das Korpergewicht nach- gewiesen werden. In Tabelle 4 ist die Grösse des Einflusses zu erkennen. Der Alterseinfluss tritt in Übereinstimmung mit Untersuchungen anderer Autoren (Otto u.a. 1963, Glodek 1964, Hofmann u.a. 1964, Rittler 1964, Laup- recht u.a. 1967, Horst 1969, Pfeiffer 1970) gegeniiber dem Korpergewichts- einfluss mehr oder weniger zuriick. Eine mit dem Korpergewicht gleichzeitig vorgenommene Bewertung des Alters, wie in Tabelle 4 gezeigt, ergibt keinen nennenswerten Informationsgewinn. Fiir den Ziichter ist die Beurteilung der Schlachtkörperzusammensetzung am lebenden Schwein von besonderem Interesse. Mit Hilfe der Ultraschall- messungen kann die Speckdicke mit einer Genauigkeit von r = 0,48 bis 0,78 geschätzt werden. Die errechneten Werte fiir die einzelnen Messpunkte wurden bereits unter den Ergebnissen genannt und stimmen sehr gut mit den Werten der Literatur iiberein (Hazel und Kline 1959, Otto und Sieg 1965, Ladan u.a. 1971, Gregor und Schönmuth 1971, Fejes 1971, Uusisalmi 1971). Wie aus den Tabellen 5 und 6 hervorgeht, sind die Beziehungen zwischen mehreren Ultraschall-Massen und einzelnen Schlachtleistungen enger als zwischen einzelnen Ultraschall-Massen mit ihren korrespondierenden Schlacht- körpermessungen. Die wichtigsten, mit dem Echolot erfassten Messpunkte, die zur Schätzung der Anteile von Haut und Fett sowie Fleich und Knochen am Tier ausgewertet wurden, sind in der Tabelle 6 angegeben. Fasst man nacheinander die verschiedenen Echolot-Masse in verschiedenen Kombinationen zusammen, so kann man den Informationsgewinn fiir die Schätzung der Schlachtleistungen nach seinem Wert verfolgen, wie es in Ta- belle 5 dargestellt ist. Es ist zu erkennen, dass durch die Ultraschallmessungen und ihre Auswertung mit Hilfe von Indices ziichterrisch wertvolle Erkennt- nisse nicht nun fiir die Speckdicke und den Fettanteil, sondern auch tiber den Fleischanteil gefunden werden. Pfeiffer (1970) land bei seinen Unter- suchungen besonders enge Beziehungen zwischen Ultraschalltiefenmessungen und den Schlachtleistungen. Das Muskel-Speck-Verhältnis mit Ultraschall hinter der letzten Rippe gemessen hatte zum Anteil wertvoller Teilstiicke eine Korrelation von —O,BlB. 244 Die Ergebnisse der Untersuchung veranschaulichen sehr endrucksvoll, die Beziehungen zwischen den Ultraschallmesswerten und der realen Schlacht- körperzusammensetzung bei weiblichen, jungen Schweinen und verdentlichen die Vorteile der Ultraschall-Methode. Zusammenfassung In der Schweinezucht ist die Verbesserung der Fleischleistung in starkem Masse von der Eigenleistungspriifung abhängig. An 97 weiblichen Mastschweinen mit einem durch- schnittlichen Gewicht von 90 kg wurden die Beziehungen zwischen Ultraschallmessungen am lebenden Tier und den Schlachtleistungsmerkmalen iiberpriift. Die hohen Korrelatio- nen zwischen der Speckdicke am lebenden Tier und nach dem Schlachten ermöglichen eine gute Einschätzung der Fettauflage mit dem Echolot. Werden die Ultraschall-Messwerte in Indices verkniift, so wird die Aussagefähigkeit der einzelnen Daten fiir den Ziichter verbessert. Die Messpunkte 2,3, 4,6, 8-|-Ba, 12, 13 und 14 erscheinen besonders geeignet fur die komplexe Bewertung des Schlachtkörpers. Die Korrelationen zwischen dem Index aus mehreren Ultraschallmesswerten und der Riickenspeckdicke ist 0,80, zwischen dem Index und dem Anteil Haut und Fett am Schlachtkörper ist 0,77, zwischen dem Index und dem Anteil Fleisch und Knochen am Schlachtkörper ist 0,71, zwischen Index und Haut und Fettauflage am Schinken 0,66 und zwischen Index und Fleisch-Knochen vom Schinken 0,45. Diese Werte zeigen, dass eine Selektion nach der Eigenleistung mit Ultraschall ermittelt bei Jungsauen erfolgverspechend in der Schweinezucht angewendet werden kann. LITERATURNACHWEIS Andersen, B. & Liboriussen, T. 1972. Das Ultraschallverfahren. Der Tierziichter 17: 490 491. » * VFeje§, D. 1971. Vysledky zisfovania vlastnej uzitkovosti osipanych ultrazvukom (Ergebnisse zur Feststellung der Eigenleistung der Schweine durch Ultraschall) Chov. hosp. zvierat 31: 100-103. Glodek, P. 1964. Über ein unter praktischen Verhältnissen anwendbares. Verfahren zur Abschätzung des Fleischbildungsvermögens lebende Schweine mit Ultraschall. Ziicht.- kunde 36; 356 370. Gregor, G. & Schönmuth, G. 1971. Die Effektivität der Eingenleistungspriifungbei Schweinen im Zuchtbetrieb. Wiss. Z. Humboldt-Univ. Berlin math.-naturwiss. Reihe 20: 431—437. Harvey, W. R. 1966. Least-squares analysis of data with unequal subclass numbers. ARS 20 28. July 1960. Reprinted with corrections April 1966. Agric. Res. Service U.S. Dept, of Agric. Hazel, L. & Kline, E. A. 1959. Ultrasonic Measurements of Fatness in Swine. J. Anim. Sci. 18: 815-819. Hofmann, F. & Peter, W, 1964. 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Selostus Ultraäänimenetelmä apuna emakkojen teuraslaadun arvioimisessa U. Uusisalmi Helsingin yliopisto, Kotieläinten jalostustieteen laitos G. Klautschek Sektion Tierproduktion, Universität Rostock, DDR Sikojen suuren lisääntymiskyvyn takia emakkojen yksilöarvostelu (fenotyyppitestaus) tullee säilyttämään merkityksensä myös keinosiemennyksen yleistyessä. Emakkovalinta- ohjelman toteuttaminen riippuu kuitenkin ratkaisevasti siitä, miten paljon nuorta emakko- ainesta saadaan jalostusvalinnan piiriin. Tällöin elävien sikojen silavamittaukseen kehitetty ultraäänimenetelmä tarjoaa maatilaolosuhteisiin hyvin soveltuvan ja suhteellisen halvan kei- non nuorien emakkojen teuraslaadun mittaamiseksi. Kyseisessä emakkoporsaitten yksilötestausta koskevassa tutkimuksessa kasvatettiin 97 imisäporsasta noin 90 kilon elopainoon. Niiden silavan paksuutta mitattiin ultraäänilaitteella päivää ennen teurastusta 14 eri kohdasta. Vuorokauden kuluttua teurastuksesta suoritettiin tavanmukainen koesikojen teurasarvostelu ja ruhojen osittainen leikkely. Todettiin kiinteä vuorosuhde elävistä sioista ultraäänilaitteella mitattujen silavamittojen ja teurasruhosta mitta- tikulla otettujen silavamittojen välillä. Ultraäänimittoja yhdistettiin indekseiksi, jolloin saa- tiin ruhon rasvaisuudesta parempi kuva kuin yksityisten mittojen avulla. Kohdat 2,3, 4,6, 8, 12, 13 ja 14 (kuva 1) osoittautuivat hyviksi mittauskohteiksi. Seuraavat korrelaatiot (R) saatiin ultraääni-indeksien ja ruhosta mitattujen teuraslaadun piirteitten välille: indeksi ru- hon nahka+rasva-osuus, 0.77; indeksi ruhon liha-fluu-osuus, 0.71; indeksi keskim. selkäsilava, 0.80; indeksi kinkun nahka-(-rasva, 0,66; indeksi kinkun .liha-(-luu, 0.45. Korreloituminen osoittaa, että silavamittaukseen soveltuvaa ultraäänilaitetta voidaan käyttää hyväksi emakkojen yksilöarvosteluun perustuvassa jalostusvalinnassa.