246 Aufzucht, Spermaproduktion und Befruchtungserfolg bei Ayrshirebullen in der Besamungsstation Salpausselkä G. Klautschek Sektion Tierproduktion, Universität Rostock, DDR U. Uusisalmi Institut fiir Tierziichlung, Universität Helsinki, Finniäni Eingegangen am 26. 1. 1973 Results of performance testing and semen production, and non-return percentages of Ayrshire bulls in the Salpausselkä A. I. Society G. Klautschek Sektion Tierproduktion, Universität Rostock DDR U. Uusisalmi Helsinki University, Department of Animal Breeding Abstract. The rearing, feeding and management of A. I. bulls are of importance to their semen production and fertility. Analyses were consequently made of performance testing results, quantity and quality of semen production and insemination results in respect of 44 Ayrshire bulls. Non-return rates were calculated from a total of 57 289 first inseminations. The Ayrshire bulls were reared to the age of one year at the Humppila Performance Testing Station in 1967 69. The bulls were weighed during the experiment at intervals of 30 days. Measurements were taken at the age of 180 days and 365 days. The quantity and quality of semen production of the bulls were measured from the age of 12 months to the age of 24 months. The non-return rates were calculated for at least the first two years of insemination. The number of first inseminations varied from bull to bull between 666 and 3 509. Non-return rates for the bulls varied from 62.3 % to 90.0 % in the first year of insemination and from 58.3 % to 89.2 % in the second. The differences between the bulls were significant. In the study Uusisalmi et ai. (1973) found that bulls that had gained well also produced semen well. In the present study by contrast, the results of the performance testing showed a negative correlation with the non-return rate. The non-return rates likewise showed a negative correlation with the measurements taken at the age of 180 days and 365 days. When the bulls were classified as light and heavy, the non-return percentages obtained with the lightweight bulls were found to be significantly higher than those for the heavy bulls. https://www.c-info.fi/en/info/?token=CaIn_1gtoJlCijo9.Y5hyPgJFuUvOBAgwIEOPiw.16RBM6HM9ZMnYL3i1DwCpnxDHHe_nudVlfCUOrsCBCfmhH2nE06NQHq3mb7Ngl_yma6qtWbnxmDZzZ4nGhKmnQfHH5do-8r7lVmylO4L7CPtVV6VYh1x_PHbEszZ15zxwrXxp8srY0cu2JQhOgUkCqp8X2T50i1IjPosQuONBN64Mw155ljgzvK5 247 The correlations were calculated between the non-return rates of the bulls on the one hand and the absolute and relative milk and fat yields of their parents on the other, and the correlations were generally found to be negative. However, only the correlation between the non-return rate of the bulls and the fat percentage of the sires was statis- tically significant (r = —o.4s**). The results may be regarded as suggesting that the increasing of production level through breeding might lead to reduced non-return rates. The study shows that the semen production capacity and the NR %ofA. I. bulls should be assessed together with the characteristics of milk and meat yield, in order to prevent in due time any unfavourable development in fertility characteristics. Die zentrale Stellung der Vatertiere in der Rinderzucht macht es notwendig, allseitige Kenntnisse fiber die Leistungen der Bullen zu erlangen. Neben dem Wachstum und dem Futterverzehr muss der Zuchtwert fiir die ökonomisch relevanten Merkmale wie Milch- und Fleischleistung sowie die Reproduktions- fähigkeit der Tiere festgestellt werden. In Finnland werden die Bullen in zentralen Stationen aufgezogen und gepriift. Anschliessend werden die Bullen auf die einzelnen Besamungsstationen gestellt und ihr Zuchtwert wird ermittelt. Das Bemlihen der Zuchter ist während des gesamten Lebens der Zucht- bullen darauf gerichtet, durch hervorragende Umweltgestaltung vorziigliche Leistungseigenschaften bei den Tieren zu entwickeln. Zwischen Aufzucht, Spermaproduktion und Fruchtbarkeit bestehen allgemein bekannte Zusam- menhänge. Ziel dieser Untersuchungen ist es, die Wechselverhaltnisse zwischen der Aufzucht der Bullen und deren Spermaproduktion sowie den Besamungs- ergebnissen zu studieren, um einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltgest- altung fiir die Zuchtbullen zu leisten. Material und Methode Untersucht warden 44 finnische Ayrshirebullen, die in den Jahren 1967 69 in der Eigenleistungspriifstation Humppilan kasvatus asema aufgezogen wurden. Mit 60 Tagen beginnend, warden die Tiere wahrend der Aufzucht alle 30 Tage gewogen. Zusätzlich wurden bei den Jungbullen am 180. Tag and am 365. Tag der Brustumfang, die Körperlänge, die Widerristhohe, die Kreuzbeinhöhe, die Beckenlänge, die Beckenbreite and die Brustbreite ge- messen. Die Futterung entsprach den Forderungen des Zuchtverbandes and war fur alle Tiere gleichmässig. Die Auswertung der Spermaprotuktion er- folgte von den in der Besamungsstation Salpausselkä erfassten Merkmalen: Spermamenge pro Monat, Menge des verwertbaren Spermas pro Monat, Spermamenge pro Sprungtag, Spermamenge pro Sprung, Menge des verwertbaren Spermas pro Sprungtag, Menge des verwertbaren Spermas pro Sprung, die Dichte des Spermas mit dem Photometer gemessen, Anteil des verwertbaren Spermas in %, Anteil des verwertbaren Spermas je Sprungtag in %. Die Spermaproduktion wurde vom 13. bis zum 24. Lebensmonat registriert. Nur Bullen, von denen mindestens 7 Monate Samen gesammelt wurde, fanden bei den Berechnungen Beriicksichtigung. Die Befruchtungsfähigkeit der Bullen wurde durch die Besamungsergebnisse deutlich. Von 57289 Erstbesamungen konnte die non-return Rate ausgewertet werden. Eine mathematisch-statistische Bearbeitung der Beobachtungswerte erfolgte mit Hilfe von Korrelationsanalysen, Faktorenanalysen sowie t-Testä und 2-testä. Die Berechnungen wurden mit dem Routineprogramm (Hylps 1972) des Universitätsrechenzentrums der Universität Helsinki ausgeftihrt. Ergebnisse Die 44 Ayrshirebullen wogen mit 12 Monaten 447 kg und nahmen täglich 1234 g zu. Ausftihrlich wurde die Korperentwicklung und die Sperma produktion der untersuchten Bullen bereits bei Uusisalmi u.a. (1972) be schrieben. In dieser Arbeit solien besonders die Zusammenhänge zur Befruchtungsfähigkeit dargestellt werden. Von jedem Bullen konnte min- destens das 1. und 2. Besamungsjahr ausgewertet werden, von einigen auch weitere Besamungsjahre. Im 1. Besamungsjahr schwankte die Zahl der Erst- besamungen von Bulle zu Bulle zwischen 20 und 1583. Im Verlaufe aller ausgewerteten Jahre waren von jedem Bullen mindestens 666 und höchstens 3509 Erstbesamungen gemacht worden. Der Anted der erfolgreichen Erst- besamungen unterscheidet sich nicht gesichert zwischen den Jahren. Mittel- wert und Standardabweichung, in Tabelle 1 aufgefiihrt, dienen zur Information Tabelle 1. Besamungsergebnisse der untersuchten Bullen und Zuchtwerte der Väter. Mittelwert Standardab- Merkmal weichung x s 1. Besamungsjahr Zahl der Erstbesamungen 723 437.2 Zahl der nicht nachbesamten Tiere 538 330.4 non-return Rate in % 74.4 5.67 2. Besamungsjahr Zahl der Erstbesamungen 438 459.7 Zahl der nicht nachbesamten Tiere 334 362.0 non-return Rate in % 73.9 7.50 Alle ausgewerten Besamungsjahre (1.—4. Jahr) Zahl der Erstbesamungen 1302 646.8 Zahl der nicht nachbesamten Tiere 980 515.3 non-return Rate in % 74.4 4.59 Zuchtwerte der Väter relative Milchmenge 5.68 1.63 absolute Fett-% 4.61 0.12 248 fiber die Erstbesamungen und die non-return Ergebnisse im Untersuchungs- material. Im 2. Besamungsjahr wurden die Bullen bereits als »Wartebullen» behandelt und der Spermaeinsatz erfolgt unter anderen Gesichtspunkten als im 1. Jahr. Das muss beriicksichtigt werden bei der Bewertung der Ergeb- nisse fiir das 1. Jahr. Der Befruchtungserfolg fiir die einzelnen Bullen war recht unterschied- lich. Im 1. Besamungsjahr konnte eine non-return Rate von 62,3 % bis 90,0 % ermittelt werden, im 2. Jahr von 58,3 % bis 89,2 % und bei der Auswertung aller Jahre von 62,3 % bis 85,3 %. Mit Hide des X2-Testes konnte ein hoch signifikanter Unterschied {a = 1 %) fiir die non-return Zahlen der Väter festgestellt werden. Auf die Befruchtungsfähigkeit des Spermas zeigen die erzeugte Sperma- menge je Bulle und die Absamhäufigkeit einen deutlichen Einfluss. Je mehr Sperma monatlich von einem Bullen gewonnen wird, um so mehr verwert- bares Sperma wird er erzeugen. Die Korrelation betrug in diesem Versuch o,72***. Demgegeniiber verringert sich aber die Spermaqualität bei hoher Belastung der Tiere. Der Anted des verwertbaren Spermas sinkt bei grösserer Absamhäufigkeit r = —O,Ol. Deutlich spiegelt sich dies in der Beziehung Absamungen je Sprungtag zu Anted verwertbaren Spermas je Sprungtag wider. Die Korrelation ist —0,35*. Es wurden ein, zwei oder drei Sprtinge je Tag beobachtet. Der Einfluss der Entwicklung der Bullen auf ihre Spermaproduktion und ihre Fruchtbarkeit kann durch Korrelationsrechnungen zwischen entsprechenden Beobachtungsmerkmalen in Zahlen gefasst werden. Obwohl die Beobachtungen durch lange Zeiträume getrennt sind und vielen Umwelteinfliissen unterliegen, zeigen sie doch die wesentlichsten Wechselbeziehungen deutlich auf. Fiir die Aufzucht, die Spermaproduktion und den Befruchtungserfolg konnten mehrere gesicherte Zusammenhänge ermittelt werden. Die Tabelle 2 gibt die wichtigsten Korrelationen fiir die registrierten Merkmale an. Zur besseren Auswertung der umfangreichen Korrelationsmatrix wurde eine Faktorenanalyse berechnet. Dadurch konnten die Beziehungen zwischen den einzelnen Merkmalen im wesentlichen auf 3 Haupteinflussfaktoren zuriickgefiihrt werden. Diskussion Jede quantitative Eigenschaft der Tiere ist durch die genetische Veranlag- ung und die Umweltwirkung determiniert. Dabei beeinflussen nicht nur gegen- wartige Verhältnisse die Ausbildung der Leistungseigenschaften, sondern es bestehen auch enge Verbindungen zu friiheren Einwirkungen. Die vorliegenden Untersuchungen erstrecken sich iiben mehrere Jahre. Die gute Fiitterung und Haltung der Jungbullen wahrend der Aufzucht in der Priifstation bilden die Grundlage fur eine vorziigliche Zuchtkondition. An den, unter einheit- lichen Bedingungen aufgezogenen Bullen konnten Beziehungen zwischen Jugendwachstum und Spermaproduktion nachgewiesen werden. Die Kor- relationswerte um 0,3 (Uusisalmi u.a. 1972) lassen erwarten, dass Bullen, 3 249 250 Tabelle 2. Korrelationen zwischen der Aufzucht, der Spermaproduktion und der non-return Rate bei Zuchtbullen. Non-return Rate der Besamungsjahre alle ausgewer- 1. Jahr 2. Jahr X.+ 2. Jahr teten Jahre Korperentwicklung Lebendmasse am 150. Tag Lebendmasse am 180. Tag Lebendmasse am 210. Tag Lebendmasse am 240. Tag Lebendmasse am 270. Tag Lebendmasse;am 300. Tag Lebendmasse am 330. Tag Lebendmasse am 365. Tag Tägliche Zunahme vom 121.—l5O. Tag Tägliche Zunahme vom 60.—365. Tag Brustbreite am 180. Tag Hiiftbreite am 180. Tag Beckenlänge am 180. Tag Brustumfang am 365. Tag Huftbreite am 365. Tag Beckenlänge am 365. Tag Spermaprodnktion und Zuchtwert des Vaters Spermamenge pro Monat photometrische Zahl Zuchtwert fiir Fett % derVäter Abhängigkcit zwischen den Besamungsjahren non-return Rate 1. Jahr non-return Rate 2. Jahr non-return Rate 1. 2. Jahr -0.05 0.02 -0.32* -0.36* -0.04 0.08 -0.32* -0.33* -0.09 -0.01 -0.38* -0.37* -0.16 0.02 -0.39** -0.39** -0.14 0.03 -0.38* -0.36* -0.15 0.06 -0.36* -0.36* -0.12 0.02 -0.33* -0.33* -0.20 0.10 -0.29 -0.31* -0.10 -0.05 -0.32* -0.36* -0.21 0.12 -0.26 -0.25 -0.29 0.01 -o.49*** -o.49*** -0.27 -0.02 -o.4B*** -o.so*** -0.37* -0.14 -o.s4*** -o.s7*** -0.21 0.16 -0.26 -0.26 0.08 -0.37* -0.37* -0.20 -o.s7*** -o.49*** 0.32* -0.15 0.06 0.07 0.35* -0.14 0.38* 0.42** -0.34* 0.23 -0.39** -0.45** -0.17 o.49*** o.s6*** 0.41 0.27 0.91*»* die eine bessere körperliche Entwicklung während der Aufzucht zeigen, zu einer vermehrten Spermaerzeugung fähig sind. Zu gleichen Resultaten kamen auch Czako und Veszely (1971) in ihren Versuchen. Die Beziehungen zwischen der Lebendmasse der Tiere bei vorgegebenem Alter und den non-return Ergebnissen sind durch negative Verzeichen gekenn- zeichnet. Besonders deutlich tritt dies bei dem Gewicht am 240. Lebenstag in Erscheinung, r = —o,39**. Eine gleiche Tendenz ist von Hladky, Stra- kova and Straka (1970) nachgewiesen worden. Auch die tägliche Zunahme war negativ korreliert. Besonders auffällig sind die negativen Beziehungen zwischen den non-return Ergebnissen und den Körpermessungen am 180. Tag. Beckenlänge, Hiiftbreite und Brustbreite waren mit —o,s7***, —o,so*** und —o,49*** sehr hoch signifikant. Auch am 365. Lebenstag waren die Beckenlänge und die Hiiftbreite, r = —o,49*** und r = —0,38*, gesichert korreliert, wie man aus Tabelle 2 ersehen kann. 251 Werden die Bullen nach der Lebendmasse am 365. Tag entsprechend ihrer Stellung zum Mittelwert in zwei Klassen geordnet, so kann man mit dem £2-Test gesicherte Unterschiede (a =1 %) zwischen den leichteren und schwereren Bullen fiir die non-return Befunde nachweisen. Tabelle 3 zeigt Tabelle 3. Vergleich der non-return Rate zwischen leichteren und schwereren Jungbullen. Lebendmasse der untersuchten Bullen am 365. Tag Anzahl schwere Bullen Kinder > x leichte Bullen < X nicht nachbesamte Rinder 24928 18185 43113 nachbesamte Rinder 7997 6179 14176 Gesamtzahl 32925 24364 57289 non-return Rate in % 75.71% 74.64% 75.26% A £2 = 8.67** die einzelnen Werte. Bei den Spermaproduktionsmerkmalen gab es keine gesicherten Differenzen. An Hand weiterer Auswertungen der non-return Werte mit dem 2-Test findet man zwischen den einzelnen Bullen sehr hoch gesicherte Unterschiede (a = 0,1 %). Es ist mit einer deutlichen genetischen Differenzierung der Bullen fiir dieses Merkmal zu rechnen. Das zeigen auch die, von Maijala (1967) fiir die finnischen Ayrshire errechneten Heritabilitäts- werte der non-return Rate von 0,36 bis 0,47. Die Korrelationen von o,s6*** zwischen den non-return Werten des 1. Besamungsjahres und weiteren Be- samungen deuten ebenfalls auf eine genetische Fixierung dieser Eigenschaft him Nach den non-return Ergebnissen der ersten beiden Besamungsjahre lässt sich eine gesicherte Aussage fiir die weiteren Besamungen machen, r = o,9l***. Auch der Einfluss der Milch- und Milchfettleistung der Eltern, als Zucht- wert registriert, auf die Befruchtungsfähigkeit des Bullenspermas wurde sta- tistisch ausgewertet. Dabei zeigten sich negative, aber nicht gesicherte- Beziehungen zwischen der Leistungsverbesserung der Eltern und den non- return Werten der Bullen. Nur fiir die Zuchtwerte der Fettprozente der Väter zu den non-return Raten ergab sich eine signifikante Korrelation —o,4s**. Die Ziichtung auf hohe Milch- und Fettleistung kann zur Verschlechterung der non-return Ergebnisse fiihren. Beriicksichtigen muss man auch, dass in den verschiedenen Jahreszeiten und den einzelnen Kalenderjahren gesicherte, unterschiedliche non-return Raten auftreten. Bei der Vielzahl der untersuchten Eigenschaften erscheint es angemessen, die Faktorenanalyse zur Auswahl der wichtigsten Merkmalskomplexe heran- zuziehen. Mit dieser Methode wurden drei wesentliche Faktoren gefunden. Sie sind hauptsächlich charakterisiert durch; MerkmalFaktor 1 Lebendmasse am 365. Tag tägliche Zunahme vom 60. 365. Tag Brustumfang am 365. Tag 2 Spriinge pro Absamtag non-return Rate 3 Spermamenge pro Monat Verwertbares Sperma pro Monat Verwertbares Sperma pro Sprung Verwertbares Sperma pro Sprungtag Diese Faktoren geben einen Hinweis, welche Merkmale vorrangig beobachtet werden soitten bei den Zuchtbullen. Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse zeigen, dass es unbedingt not- wendig ist, alle Eigenschaften der Zuchttiere komplex auszuwerten, da es sonst sehr schwierig ist, unerwiinschte Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Zusammenfassung Aufzucht, Fiitterung und Haltung iiben einen grossen Einfluss auf die Spermapro- duktion und den Befruchtungserfolg der Zuchtbullen aus. Von 44 finnischen Ayrshire- bullen der Besamungsstation Salpausselkä wurden die Aufzuchtergebnisse, die Sperma- produktion und die non-return Rate erfasst. Obwohl bei den mehrjährigen Untersuchun- ungen Zeiteinfllisse nicht ausgeschlossen werden können, wurden diese Unterlagen komp- lex ausgewertet. 57289 Erstbesamungen waren Grundlage fiir die Einschätzung des Befruchtungserfolges. Die erzeugte Spermamenge je Bulle und die Absamhäufigkeit batten einen deutlichen Einfluss auf die Befruchtungsfähigkeit des Spermas. Die einzelnen Bullen unterscheiden sich sowohl bei den Spermaproduktionsleistungen als auch in der non-return Rate gesichert. Die gefundenen Beziehungen zwischen den Aufzuchtleistungenund der Spermaproduktion waren positiv, zwischen den Aufzuchtlei- stungen und den non-return Ergebnissen waren vorwiegend negativ. Damit wird die Forderung einer komplexen Einschätzung aller Merkmale fiir Zuchttiere unterstichen. LITERATURNACHWEIS Czako, J. and Veszely, G. 1971. Effect of feeding of different intensity on growth and sexual ability of young replacer bulls. Acta Agron. Hung. Budapest, 20: 129—136. Hladky, J., Strakova, J. and Straka, P. 1970. Fertility of bulls in relation to their type and, above all, muscularity. Na; Chov, Praha, 30:49 50. HYLPS-Käsikirja. 1972. (HYLPS-Programmkatalog). Helsingin yliopiston laskentakeskus (Rechenzentrum der Universität Helsinki), Helsinki. Maijala, K. 1967. Orsaker tili variationen i semintjurarnas spermaproduktionsegenskaper och fruktsamhet. NJF-Kongressen, 27.—3O. juni 1967, Kopenhamn, 158 159. Uusisalmi, U., Kallio, M., Klautschek, G. & Varo, M. 1972. Aufzucht und Sperma- produktion bei Jungbullen unter Stationsbedingungenin Finnland. J. Scient. Agric. Soc. Finl. 45: 217-226. 252 253 Selostus Ayrshiresonnien kasvukoetulokset, spermantuotanto ja ei-uusintaprosentit Salpausselän keinosiemennysyhdistyksen alueella G. Klautschek Sektion Tierproduklion, Universität Rostock, DDR U. Uusisalmi Helsingin yliopisto, Kotieläinten jalostustieteen laitos Keinosiemennyssonnien kasvatuksella, ruokinnalla ja hoidolla on merkitystä niiden siemen- tuotantoon ja hedelmällisyyteen. Siksi analysoitiin Salpausselän keinosiemennysyhdistyksen alueella siemennyksiin käytetyn 44 ayrshiresonnin kasvukoeasematuloksia, spermantuotannon määrää ja laatua sekä siemennystuloksia. Sonnien ei-uusintaprosentit laskettiin yhteensä 57 289 ensisiemennyksestä. Ayrshiresonnit kasvatettiin vuoden ikään Humppilan kasvatusasemalla vuosina 1967 69. Eläimet punnittiin kasvukokeen aikana 60 päivän iästä lähtien 30 päivän välein. Lisäkasvut laskettiin. Lisäksi otettiin mittoja 180 päivän ja 365 päivän iässä. Sonnien siementuotannon määrää ja laatua mitattiin 12 kk:n iästä 24 kk:n ikään. Kultakin sonnilta vaadittiin vähintäin 7 kk:n tiedot spermasta. Sonnien ei-uusintaprosentit laskettiin vähintään kahdelta ensimmäi- seltä siemennysvuodelta, eräiltä kuitenkin myös kolmannelta ja neljänneltä vuodelta. Ensisie- mennysten luku vaihteli sonneittain 666:sta 3 509:ään. Havaintoarvoista laskettiin korrelaatio- matriisi, faktorianalyysi, t-testejä ja Tuloksiksi saatiin mm.: Sonnien ei-uusintaprosentit vaihtelivat ensimmäisenä siemennys- vuotena 62.3 %:sta 90.0 %:iin ja toisena vuotena 58.3 % sta 89.2 %:iin. Sonnien väliset erot todettiin merkitseviksi. Aikaisemmassa tutkimuksessa Uusisalmi et ai. (1973) totesivat, että kasvukokeessa hyvin menestyneet sonnit tuottivat myös hyvin spermaa. Tässä tutkimuksessa sen sijaan kasvukoe- tulokset korreloituvat negatiivisesti ei-uusintaprosenttien kanssa. Samoin ei-uusintaprosentit korreloituivat negatiivisesti (r = * ***) 180 päivän ja 365 päivän iässä otettuihin mittoihin. Kun sonnit jaettiinkevyihin (paino vuoden iässä alle keskipainon) ja raskaihin (paino vuoden iässä yli keskipainon), todettiin kevyillä sonneilla saadut ei-uusinta-%:t merkitsevästi suurem- miksi kuin raskailla. Laskettiin sonnien ei-uusintaprosenttien korreloituminen niiden vanhempien absoluuttisiin ja suhteellisiin maito- ja rasvatuotoksiin ja todettiin yleensä negatiivista korreloitumista. Kuitenkin vain ei-uusinta-%:n ja isien rasva-%:n välinen korrelaatio oli tilastollisesti merkit- sevä ( 0.45**). Tulosta voidaan pitää viitteenä sille, että tuotostason jalostuksellinen nosta- minen saattaa johtaa alentuneeseen ei-uusinta-%:iin. Kasvukoetuloksista, sperman ominaisuuksista ja hedelmällisyyttä kuvaavista piirteistä saa- tiin faktorianalyysin avulla esiin kolme faktoria ja niitä kuvaavia tärkeimpiä piirteitä: 1. fak- tori: 365 päivän paino ja lisäkasvu 60 365 elopainon välillä; 2. faktori: hyppykertoja ottopäivää kohti ja ei-uusinta-%; 3. faktori: sperman kokonaismäärä, ja hyväksytyn sper- man määrä sekä ottopäivää että hyppyä kohti. Tutkimus osoittaa, että keinosiemennyssonnien spermantuotantokykyä ja ei-uusintaprosent- tia on syytä arvostella yhdessä maidon- ja lihantuotantokyvynkanssa, jotta voitaisiin ajoissa ehkäistä hedelmällisyysominaisuuksien mahdollinen epäsuotuisa kehitys.