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Die Inszenierung des Todes  
Das Funeralzeremoniell Kaiser Leopolds I. in vergleichender Perspektive 
  
 
Lennart Katzenbach 
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 
 
 
Abstract 
Dem Funeralzeremoniell Kaiser Leopolds I. (†1705) wurde in der Forschung bislang nur 
wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dies nimmt die vorliegende Untersuchung zum Anlass, 
Begräbnis und Begängnis des Kaisers ausführlich zu beschreiben und zu analysieren. Dabei 
werden Sterbeverhalten, der Umgang mit dem Leichnam und dessen Bestattung, sowie die 
Exequienfeiern mit ihrer ephemeren Trauerarchitektur und der damit einhergehenden 
Funeralpublizistik betrachtet. Zuletzt erfolgt ein schlaglichtartiger Vergleich des 
kaiserlichen Sterbe- und Trauerzeremoniells mit seinem kurfürstlichen Pendant für den 
‘Großen Kurfürsten’ Friedrich Wilhelm von Brandenburg (†1688).  
 
The funeral ceremonies of Emperor Leopold I (†1705) have received scant attention from 
scholars. The article offers a close description and analysis of the emperor's funeral and 
burial. Special attention is paid to the final hours of the dying emperor, the handling of his 
body and burial, as well as the funeral ceremonies with its ephemeral architecture and 
accompanying funeral publications. Finally, it compares the imperial funeral with its 
counterpart for the “Great Elector” Frederick William of Brandenburg (†1688). 
 
 
Article 
Der Blick in frühneuzeitliche Zeremonialkompendien zeigt, dass den Begräbnissen und 
Begängnissen1 der Herrscher im Alten Reich große Bedeutung beikam.2 Entgegen der von 
den Zeitgenossen offenbar empfundenen Bedeutung dieser zeremoniellen Großereignisse, 
hat die historische Forschung sich dem bisher kaum gewidmet.3 Eine besondere Lücke 

 
Dieser Aufsatz beruht auf meiner Bachelorarbeit “Inszenierungen des Todes: Eine vergleichende 
Untersuchung zu Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg und Kaiser Leopold I.”, die ich im 
Wintersemester 2020/21 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn eingereicht habe. 
1 Das Begriffspaar Begräbnis und Begängnis bezeichnet die Bestattung und die darauffolgenden 
Leichenfeierlichkeiten, wenn Bestattung und Leichenfeier voneinander getrennt stattfinden. In den Quellen 
werden die Begriffe aber oft synonym gebraucht. 
2 Vgl. beispielswiese Friedrich Carl von Moser, Teutsches Hof-Recht, vol. 1 (Frankfurt/Leipzig: Verlag der 
Knoch- und Eßlingerischen Buchhandlung, 1761), 377-496; Julius Bernhard von Rohr, Einleitung zur 
Ceremoniel-Wissenschafft Der großen Herren… (Berlin: Johann Andreas Rüdiger, 1733), 272-338. 
3 So auch Linda Brüggemann, Herrschaft und Tod in der Frühen Neuzeit: Das Sterbe- und Begräbniszeremoniell 
preußischer Herrscher vom Großen Kurfürsten bis zu Friedrich Wilhelm II. (1688-1797) (München: Utz, 2015). 
Konkrete Untersuchungen liegen bisher vor allem zu kleineren Höfen vor, beispielsweise Jill Bepler, “Das 
Trauerzeremoniell an den Höfen Hessens und Thüringens in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts,” in 
Frühneuzeitliche Hofkultur in Hessen und Thüringen, eds. Jörg Jochen Berns and Detlef Ignasiak (Erlangen: 



 
 

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stellt dabei der habsburgische Kaiser Leopold I. (†1705) dar. In den wenigen Werken, die 
über ihn vorliegen, werden Sterben und Tod nicht genauer betrachtet, Publikationen über 
habsburgische Begräbnisse handeln ihn meist mit wenigen Sätzen ab, da eine ausführliche 
Untersuchung dessen bislang schlichtweg fehlt.4 Darüber hinaus sind vor allem 
ungedruckte Quellen bislang nur in Einzelfällen herangezogen worden. Eine nähere 
Untersuchung des Funeralzeremoniells Leopolds I. wird zusätzlich durch die insgesamt 
lückenhafte Forschungs- und Literaturlage zum Wiener Hof zu seiner Zeit erschwert.5  
 
Die wichtigste Quelle zu Begräbnis und Begängnis Leopolds I.  ist der ausführliche Bericht 
in einer kurz nach seinem Tod erschienen Biographie von Eucharius Gottlieb Rink.6 Dieser 
Text stellt auch in der Literatur die Grundlage der Betrachtung des Funeralzeremoniells 
dar, jedoch in der von Johann Christian Lünig fast textgleich übernommenen Fassung.7 Da 
die Version Rinks älter ist, wird sie hier verwendet. Woher dieser seine Informationen 
bezog ist bisher unklar, textliche Vorläufer sind aber zu vermuten. Bevor es um die 
Begräbnis- und Begängnisfeierlichkeiten Leopolds geht, folgt eine kurze Einführung in die 
historischen Grundlagen der dortigen Zeremonien, um dann das Potential einer 
vergleichenden Betrachtung hochfürstlichen Funeralzeremoniells im Alten Reich anhand 
eines Beispiels zu erörtern. 
 
Die Sterbe- und Begräbniskultur katholischer Herrscher bis zum Beginn des 18. 
Jahrhunderts 
Das katholische Sterbeverhalten zu Beginn des 18. Jahrhunderts stand noch ganz im 
Zeichen der bereits im Mittelalter entstandenen und etablierten Ideale der ars moriendi, die 
als Vorstellungen eines ‘guten Todes’ oder ‘guten Sterbens’ bereits im 15. Jahrhundert 
einen Gipfel der Ausdifferenzierung erreichten.8 Neben dem durch Verhaltensnormen 
geregelten individuellen Verhalten des Sterbenden, gestand die katholische Lehre im 
Zeichen des ‘Fegefeuers’, einer temporären, postmortalen Bestrafungsinstanz, auch allen 
anderen Glaubensgenossinnen und -genossen Wirkmacht auf das Ergehen des Moribunden 

 
Palm & Enke, 1993), 249-265; Helga Czerny, Der Tod der bayerischen Herzöge im Spätmittelalter und in der 
frühen Neuzeit 1347-1579: Vorbereitungen – Sterben – Trauerfeierlichkeiten – Grablegen – Memoria (München: 
Beck, 2005).  
4 Magdalena Hawlik-van de Water hat zwar einige Arbeiten zu Begräbnis und Begängnis der Habsburger in 
der Frühen Neuzeit, besonders Leopolds I., vorgelegt, diese bedürfen jedoch dringend methodischer wie 
inhaltlicher Aktualisierung. Vgl. v.a. Magdalena Hawlik-van de Water, Der schöne Tod: Zeremonialstrukturen 
des Wiener Hofes bei Tod und Begräbnis zwischen 1640 und 1740 (Wien: Herder, 1989). 
5 Die Feststellung Stefan Sienelles aus dem Jahre 2001, wonach der Wiener Hof in seinen inneren 
Verhältnissen besonders schlecht erforscht ist, muss sicherlich mittlerweile relativiert werden, hat aber im 
Hinblick auf den Tod Leopolds bis heute Gültigkeit, vgl. Stefan Sienell, “Die Wiener Hofstaate zur Zeit 
Leopolds I.,” in Hofgesellschaft und Höflinge an europäischen Fürstenhöfen in der Frühen Neuzeit (15.-18. Jh.), 
ed. Klaus Malettke (Münster: Lit, 2001), 89. 
6 Eucharius Gottlieb Rink, Leopolds des Grossen/ Röm. Käysers/ wunderwürdiges Leben und Thaten, aus 
geheimen nachrichten eröffnet…, vol. 4 [Leipzig: 1709], http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-
bsb10047720-0 (6.10.2020). 
7 Johann Christian Lünig, Theatrum Ceremoniale Historico-Politicum, Oder Historisch- und Politischer Schau-
Platz Aller Ceremonien…, vol. 2 (Leipzig: Moritz Georg Weidmann, 1720), http://mdz-nbn-
resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10869245-8 (18.10.2020). 
8 Peter Dinzelbacher, “Mittelalter,” in Europäische Mentalitätsgeschichte: Hauptthemen in Einzeldarstellungen, 
ed. Peter Dinzelbacher (Stuttgart: Kröner, 1993), 245. 



 
 

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zu. An die Stelle der definitiven Optionen ‘Himmel’ und ‘Hölle’ trat damit eine dritte, in 
ihrer Dauer von Sterbenden und Begleitenden beeinflussbare Option hinzu. So erklären 
sich die zahlreichen liturgischen Handlungen und Symbole im direkten und indirekten 
Umfeld, das heißt im ganzen Herrschaftsgebiet des sterbenden Kaisers, die seine Aufnahme 
ins ewige Leben nach christlichem Glauben erwirken wollten.9 
 
Für das herrscherliche Sterben, das gleichzeitig vor dem höfischen Publikum am Ort selbst 
und, durch die Verbreitung textlicher und bildlicher Beschreibungen, in einer 
überzeitlichen und vergleichenden Öffentlichkeit stattfand, war die Normkonformität des 
Todes ein zu erbringender Beweis für die Gottgefälligkeit des Herrschers, die eine 
wesentliche Grundlage der Legitimität seiner Herrschaft darstellte. Ein Bruch der 
Sterbenormen wäre also einer Legitimitätskrise der Herrschaft als ganze 
gleichgekommen.10 Da die Sterbeideale und diesbezüglichen Verhaltensnormen über 
soziale Schichten hinweg galten und praktiziert wurden, setzten sich Herrscher durch 
besonders exzellentes Sterben, die Einbeziehung besonders hoher geistlicher und 
weltlicher Amtsträger und – speziell im Falle des Kaisers – durch die Präsenz einzigartiger 
Reliquien ab.11  
 
Angesichts des herrschenden Normdrucks weisen die Berichte von herrscherlichem 
Sterben über lange Zeit hinweg nur eine geringe Varianz auf. Dadurch drängt sich 
einerseits die Vermutung auf, dass die Berichte entlang des Idealverlaufs des 
Sterbevorgangs gewebt wurden, um die Normkonformität – ob vorhanden oder nicht – 
nachträglich zu bescheinigen, andererseits liegt aber auch nahe: “wer wußte, wie man 
sterben sollte, bemühte sich, so zu sterben”.12 Dass die sicherlich oft ausgeschmückten 
Berichte im Kern zutreffen, ist demnach nicht unwahrscheinlich. 
 
Die abstrakten Ideale des Sterbens kamen bei fürstlichen Todesfällen mit einem konkreten 
Bedürfnis nach weltlicher Repräsentation zusammen, das auf dem Totenbett keineswegs 
endete. So kristallisierten sich an einzelnen Höfen spezifische zeremonielle Formen des 
Umgangs mit dem Tod eines Herrschers heraus, die eigene Traditionen formten. Der 
englische Königshof pflegte bereits im 12. Jahrhundert ein charakteristisches 

 
9 Vgl. zur Bedeutung des ‘Fegefeuers’ Cornell Babendererde, Sterben, Tod, Begräbnis und liturgisches 
Gedächtnis bei weltlichen Reichsfürsten des Spätmittelalters (Ostfildern: Thorbecke, 2006), 9-10. 
10 Günther Schulz-Bourmer, “Repräsentation und Präsenz des Todes an der Schwelle vom Mittelalter zur 
Frühen Neuzeit,” in Der Tod des Mächtigen. Kult und Kultur des Todes spätmittelalterlicher Herrscher, ed. 
Lothar Kolmer (Paderborn et. al.: Schöningh, 1997), 363. 
11 Hans Martin Schaller, “Der Kaiser stirbt,” in Tod im Mittelalter, 2nd ed., ed. Arno Borst, (Konstanz: 
Universitäts-Verlag, 1995), 60-61. Lünig, Theatrum Ceremoniale,  552 beschreibt das Problem der 
prinzipiellen Gleichheit vor dem Tod und den Umgang der Herrscher damit: “So grosse Mühe sich die Hohen 
in der Welt geben, ihre Freude und Vergnügen über die Geburth der Ihrigen der gantzen Welt und sonderlich 
ihren Unterthanen durch eclatante Merkmahle bekannt zu machen, mit eben so viel Fleiß und Emsigkeit 
suchen sie auch ihr Betrübnis über den Tod und Verlust der Ihrigen auszudrücken, und dadurch ihre 
Hochachtung gegen dieselbe an den Tag zu legen, auch sie im Tode, den sie anderen Menschen gemein haben, 
von denselben zu distinguiren”. 
12 Werner Friedrich Kümmel, “Der sanfte und selige Tod: Verklärung und Wirklichkeit des Sterbens im 
Spiegel lutherischer Leichenpredigten des 16. bis 18. Jahrhunderts,” in Leichenpredigten als Quelle historischer 
Wissenschaften, vol. 3, ed. Rudolf Lenz (Stuttgart: Steiner, 1984), 201. 



 
 

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Funeralzeremoniell.13 In Frankreich fand ein Kult um das Effigie, das Abbild des toten 
Königs, statt, der diesen Stellvertreter fast wie eine lebende Person behandelte.14  
 
Im Alten Reich des Spätmittelalters dagegen entwickelte sich ein zielgerichteter, nach 
organisatorischen Kriterien funktionierender Umgang mit dem Tod und den Toten, in 
welchem die Körper verstorbener Herrscher lediglich nach zeremonieller Notwendigkeit 
konserviert wurden.15 Praktiken, die mit dem französischen Effigiekult vergleichbar wären, 
etablierten sich hier nicht. Auch deutsche Fürstenhöfe blickten am Ende des Mittelalters 
vielfach schon auf eine lange Tradition eigener Sepulkralkultur zurück.16 Den römisch-
deutschen Königen und Kaisern ermöglichte erst das Ende des Wanderkönig- 
beziehungsweise -kaisertums die Ausdifferenzierung eines sich lokal entfaltenden 
Trauerzeremoniells. Darin liegt ein spezifischer Unterschied zwischen den meist 
habsburgischen Kaisern der Frühen Neuzeit und anderen, besonders den älteren 
Reichsfürsten. 
 
Wie schon die geistlichen Ideale des zeremoniellen Sterbens, bildeten sich auch dessen 
weltlich-repräsentative Komponenten größtenteils bereits im Mittelalter heraus. Die 
Aufbahrung, der erste Höhepunkt im Leichenzeremoniell, wurde schon im 12. Jahrhundert 
zu einem öffentlichen Anlass.17 Der zeremonielle Fixpunkt mit entsprechender Möglichkeit 
zur repräsentativen Ausgestaltung war das Paradebett.18 Wie im Leben, spiegelte sich der 
Status des Verstorbenen auch nach seinem Tod in seiner Kleidung wider. Durch besonders 
prachtvolle Totenkleider konnten symbolisches und finanzielles Kapital demonstriert 
werden.19 Einfache Kleidung dagegen drückte Demut und Frömmigkeit aus – im Hinblick 
auf die christliche Vormoderne nicht zu unterschätzende Werte.  
 
Schon am Ende des Mittelalters begann eine Konzentration des Funeralzeremoniells auf 
diese beiden Pole: einerseits Demutsbekundung bis hin zur Geißelung des Leichnams, 
andererseits höchste Prachtentfaltung in Zeremonien und Grabmonumenten.20 Möglich 
wurde die voneinander getrennte Zurschaustellung mehrerer Facetten des toten Körpers 
durch Repräsentationsobjekte wie Effigies oder Scheinsärge. Der Leichnam konnte schon 
bestattet, der Tote in den späteren Leichenfeiern aber noch symbolisch präsent sein, auch 
an mehreren Orten gleichzeitig.  
 
So auch bei den zeremoniellen Höhepunkten katholischer Fürstenbegräbnisse, den 
Exequienmessen, die, wie bei Leopold, nicht praesente cadavere, sondern nach der 

 
13 Wolfgang Brückner, Bildnis und Brauch: Studien zur Bildfunktion der Effigies (Berlin: Schmidt, 1966), 37. 
14 Ralph E. Giesey, The Royal Funeral Ceremony in Renaissance France (Geneva: Droz, 1960), 5-6. 
15 Babendererde, Sterben, Tod, Begräbnis, 103-104. 
16 Vgl. dazu exemplarisch die umfangreiche Arbeit von Helga Czerny, Der Tod der bayerischen Herzöge. 
17 Gabriele Woll, “Pompe funèbre – Machtrepräsentation im Leichenzeremoniell,” in Tod und Gesellschaft – 
Tod im Wandel, eds. Christoph Daxelmüller and Ines Amann (Regensburg: Schnell und Steiner, 1996), 59. 
18 Brückner, Bildnis und Brauch, 40. 
19 Beatrix Bastl, “Die Bekleidung der Lebenden und der Toten: Memoria, Soziale Identität und aristokratischer 
Habitus im frühneuzeitlichen Habsburgerreich,” Wiener Geschichtsblätter 55, no. 3 (2000): 114. 
20 Ein Beispiel hierfür ist Maximilian I., der sich nach seinem Tod die Zähne herausbrechen und den Körper 
geißeln, andererseits aber in Innsbruck ein monumentales Grabdenkmal errichten ließ, vgl. Schulz-Bourmer, 
“Repräsentation und Präsenz,” 366.  



 
 

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Bestattung stattfanden. Diese meist dreitägigen Begängnisfeiern fanden erst einige Zeit 
nach dem Tod statt, boten also ausreichend Vorbereitungszeit um den im Vergleich zu den 
kurz nach dem Tod stattfindenden Bestattung deutlich erhöhten zeremoniellen Aufwand 
zu bewerkstelligen. Die Trennung des solennen Leichenbegängnisses von der Bestattung 
ermöglichte es, den herrscherlichen Leichnam in einem dezidiert trauernden Modus 
beizusetzen, während die darauffolgenden Exequienfeiern ganz der Verherrlichung der 
herrscherlichen Maiesteas dienten.21  
 
Bei der Beschreibung dieses Sachverhalts schwingt in der Forschung oft direkt oder 
indirekt die Theorie der “zwei Körper des Königs” von Ernst Kantorowicz mit. Sie widmet 
sich der Frage, wie eine mittelalterliche Gemeinschaft mit dem Tod ihres “Haupts” umging. 
Ausgangspunkt der hier relevanten Überlegung ist die Figur des “rex qui nunquam moritur, 
eines Königs, der »nie stirbt«”.22 Dessen “Perpetuität” bestehe durch die ununterbrochene 
dynastische Nachfolge auf Seiten des Individuums und den Fortbestand des beherrschten 
Kollektivs.23 Davon ausgehend kann ein Leichenzeremoniell in Rituale und Zeremonien für 
den natürlichen Körper des verstorbenen Herrschers und solche für die Herrschaft selbst 
unterteilt werden. Kantorowiczs Überlegungen gehen von “Fiktionen” aus,24 die zum 
Beispiel im französischen Umgang mit den königlichen Effigies zu Handlungen führten, die 
ohne ein Bewusstsein für die dahinterstehenden “Fiktionen” nicht zu verstehen seien.  
Solche extremen Symbolhandlungen kennt das Wiener Funeralzeremoniell nicht. Die 
Unterscheidung zwischen einem natürlichen Körper des Herrschers und dessen politischer 
Komponente ist nichtsdestoweniger besonders für die Untersuchung des Wiener 
Zeremoniells wichtig. Es ist aber zielführender, dabei von der “Herrschaft” oder “Maiestas” 
des Kaisers in Abgrenzung zu dessen sterblichen Überresten zu sprechen. Diese weniger 
strikten Bezeichnungen lassen Raum für historische Abweichungen. Gerade im Bereich des 
“politischen Körpers” läuft der Bezug auf Kantorowicz Gefahr, beliebig zu werden. Klar ist, 
dass es auch im hier behandelten Fall um einen toten Körper geht, dessen herrscherliche 
Würde intakt auf seinen Nachfolger zu übertragen war, doch von einer spezifischen 
“Fiktion”, welche die “Kontinuität des ganzen »politischen Körpers«”25 hätte sichern 
müssen, kann am Ende des 17. Jahrhunderts schlicht keine Rede mehr sein. Vielmehr ging 
die Aufgabe der Kontinuitätsdemonstration auf das Zeremoniell über. 
 
Ein weiterer, vor allem katholischer Brauch war die Mehrfachbestattung. Aus der 
Notwendigkeit, bei den Kreuzzügen des Mittelalters die sterblichen Überreste der 
Kreuzfahrer transportfähig und verwesungsbeständig zu machen, entwickelte sich im 
europäischen Hochadel die Tradition der Mehrfachbestattung als Ehrenzeichen.26 Trotz 
eines Verbots der Mehrfachbestattung durch Papst Bonifaz VIII. 1299/1300 ließ sich der 
europäische Adel während der Kreuzzüge und darüber hinaus nicht mehr von dieser Sitte 

 
21 Michael Brix, “Trauergerüste für die Habsburger in Wien,” Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 26 (1973): 
219. 
22 Ernst H. Kantorowicz, Die zwei Körper des Königs: Eine Studie zur politischen Theologie des Mittelalters, 
trans. Walter Theimer and Brigitte Hellmann (München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1990), 319. 
23 Kantorowicz, Die zwei Körper, 381. 
24 Kantorowicz, Die zwei Körper, 317. 
25 Kantorowicz, Die zwei Körper, 338. 
26 Hawlik-van de Water, Der schöne Tod, 81-82. 



 
 

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abbringen.27 Die verbreitetste Form der Mehrfachbestattung, die im 17. Jahrhundert zu 
einem üblichen Brauch katholischer Regenten wurde, war die Herzbestattung. Deren 
Exponenten im Reich waren, neben den Wittelsbachern, die Habsburger.28  
 
Begräbnis und Begängnis Kaiser Leopolds I. Die Vorbereitung auf den Tod des 
Kaisers 
Als Kaiser Leopold I. am 5. Mai 1705 in der Wiener Hofburg starb, lag eine 
außergewöhnlich lange und bewegte Regierungszeit hinter ihm. Ferdinand Bonaventura 
von Harrach, der kaiserliche Oberst-Hofmeister, hielt in seinen Aufzeichnungen die letzten 
Tage Leopolds fest.29 Am 17. April 1705 begann sich der Zustand des Kaisers sichtlich zu 
verschlechtern.30 Die aktiven Vorbereitungen, und damit wohl auch die Klarheit über das 
baldige Ableben des Monarchen, fielen jedoch erst in die letzte Aprilwoche. Am 24. April 
fand eine Konferenz statt, um das Testament des Kaisers zu besprechen, welches er am 26. 
April in seiner letztgültigen Fassung unterschrieb.31 In der vorhergehenden Nacht litt 
Leopold unter Kurzatmigkeit, befürchtete gar zu ersticken. Spätestens damit setzten die 
spezifischen liturgischen Ritualhandlungen ein, mit der die Gemeinde und ihre Vorsteher 
den Sterbenden, in ihrem Verständnis, vom Leben in den Tod begleiteten. Beispielsweise 
wurden Geistliche angewiesen, ihre Gemeinden zum Gebet für den Kaiser aufzufordern.32 
Als der Kaiser immer schwächer wurde, übergab er am 28. April die Regierungsgeschäfte 
an seinen Sohn Josef.33 Zu diesem Zeitpunkt fanden schon überall im Reich 
Bittgottesdienste für den Sterbenden statt.34 Das Schlafzimmer des Herrschers wurde 
sukzessive in ein Sterbezimmer umgewandelt, auf dem Altar des Zimmers wurden 
kostbare Reliquien positioniert: Blut Christi, ein Dorn aus dessen Krone, ein Kreuznagel, 
und andere, nicht explizit Genannte.35 
 
Der 5. Mai, der Todestag Leopolds, war geprägt von Abschiednahme und letzten 
liturgischen Ritualen. Angesichts des nahenden Todes habe er sich von der Welt abgewandt 

 
27 Brückner, Bildnis und Brauch, 29. 
28 Walter Michel, “Herzbestattungen und Herzkult des 17. Jahrhunderts,” Archiv für mittelrheinische 
Kirchengeschichte 23 (1971): 121. 
29 Der Bericht von Harrachs ist auszugsweise abgedruckt bei Ferdinand Menčik, “Die letzten Tage Kaiser 
Leopolds I.,” Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 19, no. 3 (1898): 518-520. 
30 Aufzeichnungen von Harrachs, as cited in Menčik, “Die letzten Tage,” 518. 
31 John P. Spielman, Leopold I.: zur Macht nicht geboren, trans. Gerald and Uta Szyszkowitz (Graz, Vienna and 
Cologne: Styria, 1981), 185. Das Testament ist abgedruckt bei Ferdinand Fournier, “Zur Entstehung der 
pragmatischen Sanktion Kaiser Karls VI.,” Historische Zeitschrift 38 (1877): 16-47. 
32 “undt ware die Forcht so gross, das man in alle Kanczlen geschükt, umb vor I. K. M. zu betten”, 
Aufzeichnungen von Harrachs, as cited in Menčik, “Die letzten Tage,” 519. Der Bischof von Wien 
beispielsweise hielt ein vierzigstündiges Gebet in St. Stephan ab, der Stadtrat ordnete feste Gebetsstunden an, 
denen Bürgerschaft und Zünfte beizuwohnen verpflichtet waren, vgl. Rink, Leopolds des Grossen, 1581-1583. 
33 Johann Adam Schenckhel, Vollständiges Lebens-Diarium Deß Allerdurchleüchtigsten Großmächtigst… 
(Vienna: Anna Rosina Sischowitz, 1702), 39. 
34 Hawlik-van de Water, Der schöne Tod, 49. 
35 Rink, Leopolds des Grossen, 1593. Bei Rouven Pons, „Wo der gekrönte Löw seinen Kayser-Sitz“: 
Herrschaftsrepräsentation am Wiener Kaiserhof zur Zeit Leopolds I. (Egelsbach: Hänsel-Hohenhausen, 2001), 
138, abweichend ein Kreuzpartikel statt einem Nagel. 



 
 

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und sein Schicksal ostensiv in die Hand Gottes gegeben.36 Im Zimmer wurden stetig Messen 
gelesen, auch verabschiedete sich der Kaiser mehrfach von seiner Frau, Kaiserin Eleonore 
Magdalena, und seinen Kindern, besonders seinem Nachfolger Josef, mit dem er eine 
längere und geheime Unterredung, vermutlich politischen Inhalts, führte.37 Er segnete 
seine Kinder und Enkelkinder, den Abwesenden Karl III. von Spanien, später Kaiser Karl 
VI., mittels eines Portraits.38 
 
Als Eleonore Magdalena, die am Bett des Kaisers wachte, Unregelmäßigkeiten im Atem 
ihres Gemahls feststellte, rief sie dessen Leibarzt, der wiederum nach dem Beichtvater 
schickte. Dominicus du Bois, Kanonikus an St. Stephan und ältester Hofkaplan des Kaisers, 
gab die letzte Ölung.39 Die darauffolgende Beschreibung bei Rink steht ganz im Zeichen der 
ars moriendi: 
 

wobey der Käyser alles, was man sonsten bey Administrirung dieses 
Sacraments [der letzten Ölung] dem betenden Priester zu antworten 
pflegt/ gantz deutlich/ und mit höchster Andacht/ zu iedermänniglicher 
Verwunderung/ massen dieselbe auch/ biß zu selbigster Auslassung dero 
geheiligten Seele/ bey höchster vernunfft geblieben/ selbsten 
nachgebetet.40 

 
Die Vernunft des Kaisers, dessen Aufmerksamkeit bis zum Letzten, lobt Rink explizit, und 
beschreibt ihn als – zur allgemeinen Verwunderung – herausragend selbst im Tod. Hier 
zeigt sich, was Lünig meint, wenn er vom Versuch der “Hohen in der Welt” berichtet, sich 
trotz der prinzipiell nivellierenden Wirkung des Todes abzuheben.41 Die Frage des 
Beichtvaters, ob Leopold ihn verstehe, habe dieser eindeutig bejaht: “Intelligitne Vestra 
Majestas quae dico?”, “ita, mi Pater”. Auch dieser geradezu sinnbildliche Wortwechsel muss 
vor dem Hintergrund des Ideals des Sterbens bei klarem Verstand gesehen werden. Unter 
den Worten des Beichtvaters, “In manus tuas Domine, commendo Spiritum meum”, “in 
deine Hände Herr, gebe ich meinen Geist,” und “Moriatur anima mea morte justorum”, 
“meine Seele sterbe den Tod des Gerechten,” starb der Kaiser um 15:45 Uhr.42 
 
Eingeleitet mit “Man hat angemercket”, überliefern Rink und Lünig in textlicher 
Übereinstimmung einige weitere fragmentarische Berichte aus dem Sterbezimmer des 
Monarchen. Die letzten Worte des Kaisers hätten “Domine Memento mei […] und 
consumatum est”, “der Herr gedenke meiner”, in Anlehnung an die Worte eines der mit 

 
36 “sich in den willen des Allerhöchsten völlig ergeben/ seine gedancken und gemüth von diesen 
vergänglichen welt-sachen gäntzlich ab/ und zu GOTT mit inbrünstigem hertzen und vertrauen gewendet”, 
Rink, Leopolds des Grossen, 1584. 
37 Rink, Leopolds des Grossen, 1585. 
38 Rink, Leopolds des Grossen, 1591. 
39 Rink, Leopolds des Grossen, 1587 und Lünig, Theatrum Ceremoniale, 663 merken wortgleich an, dass 
Antonius Sances, “Ceremoniarius und Hof-Pfarrherr”, “unpäßlich war”. Ob dieser Hinweis als Entschuldigung 
für Sances‘ von den Zeitgenossen festgestellte Abwesenheit diente, oder als dezenter Hinweis auf eine im 
restlichen Bericht seltene Ungereimtheit zu verstehen ist, bleibt offen. 
40 Rink, Leopolds des Grossen, 1587. 
41 Vgl. Anm. 11. 
42 Rink, Leopolds des Grossen, 1588. 



 
 

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Jesu gekreuzigten (Luk 23,42), und “es ist vollbracht”, die letzten Worte Jesu nach dem 
Johannesevangelium (Joh 19,30), gelautet. Beides sind eindeutige Bezüge auf den Tod Jesu. 
Außerdem habe er das Kreuz in Händen gehabt, das zum bedrängten Ferdinand II. 
gesprochen haben soll “Ferdinande non te deseram”, “Ferdinand, fürchte dich nicht.”43 
Diese Erzählung, zusätzlich zu den Reliquien und den überlieferten letzten Worten, setzt 
ihn in eine Tradition habsburgischer Gottesnähe und -gefälligkeit. Immer wieder habe der 
sterbende Kaiser gesagt: “A te sceptrum & coronam accepi, ad tuos pedes ea hodie iterum 
depono”, “von dir [Herr] habe ich Zepter und Krone erhalten, zu deinen Füßen lege ich sie 
heute wiederum.”44  Gewissermaßen als letzte Devotionsgeste vor seinem Gott, dem 
entgegenzutreten er ja unmittelbar erwartete, habe Leopold in seiner letzten, auf Latein 
abgehaltenen Beichte nicht mehr als Majestät angesprochen werden wollen.45 Derlei 
Demuts-, Frömmigkeits- und Gerechtigkeitsbezeugungen folgen noch einige in den 
Berichten. Bezogen auf die Ideale des ‘guten Sterbens’ in der Frühen Neuzeit starb der 
Kaiser den sprichwörtlichen ‘Tod des Gerechten’. Welche der bei Rink beschriebenen 
Geschehnisse tatsächlich so stattfanden ist nicht mehr zu klären – so viel kann der 
sterbenskranke Kaiser kaum auf einmal getan, gesagt und bezeugt haben. Inwieweit sie 
überhaupt der Wahrheit entsprechen, ist fraglich. Bewusstlosigkeit oder Verwirrung hätten 
die Erinnerung an Leopold jedenfalls mit einem schweren Makel versehen. Indem dieser 
ideale Bericht einstimmig der Überlieferung übergeben wurde, dienten alle Beteiligten der 
Memoria des toten Kaisers, die auch ihnen, als Beteiligte, Statusgewinn versprach. Vor 
diesem Hintergrund wäre es von großem Interesse zu wissen, woher die von Rink 
überlieferten Informationen stammen. 
 
Die Parade und die Vorbereitung von Trauer und Begräbnis 
Nach dem Tod seines Vaters empfing der neue Kaiser zuerst seine Mutter, die ihn bei dieser 
Gelegenheit mit dem Prädikat “Majestät” ansprach. Damit wurde er erstmals innerhalb der 
Familie als deren Oberhaupt bezeichnet. Um die anstehende Bestattung zu planen, damit 
sie angemessen vonstattengehe, 
 

ward geheimer rath darüber gehalten/ in welchem noch des höchst 
seeligen Käysers obrist-hoffmeister/ der graff von Harrach präsidirte/ 
weil dieses eine sache/ so gleichsam noch das vorige Governo betraff/ wie 
dann auch hierauff alles nach gewöhnlicher oestereichischen etiquette 
veranstaltet wurde.46 

 

 
43 Vgl. zum Kreuz Ferdinands II. Hawlik-van de Water, Der schöne Tod, 48. 
44 Diese Anekdote nimmt Frank Huss, Der Wiener Kaiserhof: Eine Kulturgeschichte von Leopold I. bis Leopold II. 
(Gernsbach: Katz, 2008), 42 offenbar wörtlich, wenn er schreibt, der Kaiser habe kurz vor seinem Tod Zepter 
und Krone einem Kruzifix zu Füßen gelegt. 
45 Rink, Leopolds des Grossen, 1589-1590. 
46 Rink, Leopolds des Grossen, 1592. Lünig, Theatrum Ceremoniale, 664 übernimmt den Text so, bis auf den 
Zusatz “oestereichischen”, den er ohne erkennbaren Grund auslässt. Auch “geheimer rath” ist in der 
Bedeutung unklar. Eine Sitzung der Geheimen Konferenz Leopolds, die der Hinweis auf die Zugehörigkeit 
dieser Besprechung zur alten Regierung nahelegt, ist für Stefan Sienell, Die Geheime Konferenz unter Kaiser 
Leopold I.: Personelle Strukturen und Methoden zur politischen Entscheidungsfindung am Wiener Hof (Frankfurt 
am Main et al.: Lang, 2001), 360 nicht nachweisbar. 



 
 

99 
 

Offenbar begreift Rink die “beerdigung dieser hohen leiche”47 als eine Angelegenheit der 
vorherigen Regierung. Das ist eine erstaunliche, aber in ihrer Bedeutung schwer 
einzuordnende Feststellung. Die Formulierung lässt die Möglichkeit offen, dass nur das 
Begräbnis gemeint ist, nicht das Begängnis. Insgesamt hatte der Nachfolger einen eher 
geringen Einfluss auf das bereits nach kurzer Zeit stattfindende Begräbnis. Er wurde nur 
einbezogen, wenn Fragen auftaten, deren Beantwortung vom Herkommen nicht abgedeckt 
waren.48 Die genauen Zuständigkeiten sind von der Forschung bislang nicht geklärt. 
Bald danach begannen die Umbauarbeiten in der Hofburg um die Trauer vorzubereiten. 
Dazu gehörte nicht nur die Rückführung der ins Sterbezimmer gebrachten Reliquien in die 
Schatzkammer, sondern auch die Sammlung und Sicherung aller Schriftstücke und 
Wertgegenstände aus den Zimmern des Kaisers, um sie in Truhen einzuschließen. Auch die 
Zimmer selbst wurden verschlossen. Die Tapeten in der Ritterstube und den anderen 
kaiserlichen und königlichen Zimmern wurden schwarz verhangen. Außerdem wurde eine 
Wachordnung für den Leichnam festgelegt. Tag und Nacht umgaben ihn vier 
Augustinerbarfüßer und lasen Totenmessen, zwei Kammerherren, ein Kammerdiener und 
zwei Hofkapläne wachten stets neben dem Toten.49 
 
Am nächsten Morgen, dem 6. Mai, wurde die Benachrichtigung der europäischen Höfe über 
den Tod des Kaisers und die Einleitung der Trauer angeordnet.50 Am Nachmittag dieses 
Tages wurde der Leichnam des Kaisers im Beisein einiger Hofadliger von sechs Leibärzten 
und drei “leib-barbieren”, hier gleichbedeutend mit Chirurgen,51 geöffnet. Nach 
Feststellung der Todesursache und Entnahme der Organe wurde der Körper einfach 
konserviert,52 angekleidet und in die Ritterstube getragen. Begleitet wurde der kleine 
Trauerzug vom kaiserlichen Oberst-Kämmerer, einigen Hofkaplänen und vier 
Augustinerbarfüßern, die liturgische Handlungen vollzogen.53 Dort angekommen wurde 
der Leichnam auf einer dreistufigen, von brennenden Wachskerzen umgebenen Bühne, die 
mit kostbaren Stoffen überzogen und mit einem schwarzen Baldachin überdacht war, zur 
Parade hergerichtet.54 Er trug ein schwarzseidenes spanisches Mantelkleid mit Hut und 
Perücke, wie schon seine Vorgänger Ferdinand III. und Ferdinand IV.55 Vor den Füßen 
stand ein silbernes Kreuz neben einem kleinen Behältnis mit Weihwasser. Zur Rechten 
lagen auf einem goldenen Kissen die Kaiserkrone, der Reichsapfel, das Zepter und der 
Orden zum goldenen Vlies. Linker Hand lagen, ebenfalls auf einem goldenen Kissen, die 
böhmische und die ungarische Krone.56 (Fig. 1) An den vier Altären in der Ritterstube 

 
47 Rink, Leopolds des Grossen, 1592. 
48 Zu dieser Einschätzung kommt Hawlik-van de Water, Der schöne Tod, 60. 
49 Rink, Leopolds des Grossen, 1592-1593. 
50 Rink, Leopolds des Grossen, 1596. 
51 Vgl. zur Genese der Berufsbezeichnungen Sabine Sander, “Bader,” in Enzyklopädie der Neuzeit Online, 
http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_COM_243636 (05.12.2020). 
52 Magdalena Hawlik-van de Water, “Das Einbalsamieren und die Herzbestattung,” in Triumph des Todes?, ed. 
Gerda Mraz (Eisenstadt: Museum Österreichischer Kultur, 1992), 135. 
53 Rink, Leopolds des Grossen, 1596-1597. 
54 Wiennerisches Diarium 184 (1705). 
55 Hawlik-van de Water, Der schöne Tod, 92, vgl. auch Wiennerisches Diarium 184 (1705), das zusätzlich von 
einem Degen berichtet. 
56 Dabei handelte es sich höchstwahrscheinlich um Funeralinsignien, also materiell wertlose Repliken zur 
symbolischen Repräsentation der Würden für die die Insignien standen. Die bei Leopold verwendeten 



 
 

100 
 

hielten die höchsten Geistlichen der Stadt vom frühen Morgen bis zum Mittag Messen ab. 
Zwischen 10 und 11 Uhr morgens und von 6 bis 7 Uhr abends sangen die kaiserlichen 
Hofmusiker choraliter den Psalm Miserere mei Deus (Ps 51). All diese liturgische Nachsorge 
diente der sicheren Ankunft des Verstorbenen in der Gnade Gottes. Die Wache während der 
dreitätigen Parade hielten sowohl Hofadlige als auch Kleriker, allerdings ergänzt durch 
militärische Wachposten in und vor der Ritterstube, schließlich war das Paradezimmer 
öffentlich zugänglich.57 

 

 
 

Fig. 1: Johann Christian Marchand, Vorstellung Der Höchst Selig-verblichenen Majestät Des 
Aller Durchleuchtigsten Röm. Kaysers Leopold I…, Nürnberg 1705, Herzog August Bibliothek 

Wolfenbüttel, Portr. III 408.12, http://portraits.hab.de/werk/28579/ (02.08.2021), 
Ausschnitt. 

 
 

Funeralinsignien sind vermutlich nicht erhalten, vgl. Hawlik-van de Water, Der schöne Tod, 128-129. Für 
gewöhnlich lagen die ranghöchsten Insignien bei fürstlichen Leichenparaden zu Kopfe des Leichnams und zur 
Rechten, verhältnismäßig rangniederere Insignien lagen zur Linken und zu Füßen, vgl. Moser, Teutsches Hof-
Recht, 413. Bei Leopold gilt aber eher der Hinweis von Rohr, Einleitung zur Ceremoniel-Wissenschafft, 282: 
“Die Fürstlichen Insignia […] liegen nach den Regeln der Kunst nicht weit davon auf eine solche Weise, wie es 
am besten in die Augen fällt, und die größte Parade macht.” Dadurch entsteht wiederum aus Kreuz und 
Insignien ein Ensemble, das dem Topos der Rückgabe der von Gott empfangenen Würden an ebendiesen 
entspricht. 
57 Rink, Leopolds des Grossen, 1598-1599. Wer genau Zugang hatte ist nicht bekannt.  

http://portraits.hab.de/werk/28579/


 
 

101 
 

Die Bestattungen und der Prunksarkophag 
Samstag, der 9. Mai 1705 wurde als Tag für die Bestattung festgesetzt. Gegen 13 Uhr wurde 
der Leichnam mitsamt Hut, Degen und kleinem Toison um den Hals in einen mit rotem 
Samt ausgekleideten Sarg gelegt. Dann verschloss der Ober-Kammerfourier den Sarg mit 
zwei Vorhängeschlössern und übergab die Schlüssel dem Oberst-Kämmerer. Schließlich 
wurde der mit schwarzem Samt überzogene Sarg mit einem von den 
Karmeliterbarfüßerinnen ausgeliehenen, nur dafür verwendeten Bahrtuch bedeckt. Mittig 
auf den Sarg wurde ein Kreuz gestellt, am Kopfende die kaiserliche Krone, das Zepter und 
der Reichsapfel positioniert und zu Füßen die ungarische und die böhmische Krone gelegt. 
 
Am Abend des 9. Mai wurden Herz und Zunge in einem vergoldeten Silberbecher in der 
Loretokapelle beigesetzt.58 Der Kessel mit dem Intestina wurde erst am Abend des 10. Mai 
an seinen letztlichen Bestimmungsort in St. Stephan überführt.59 Auffällig ist der 
verhältnismäßig niedrige Stand der Teilnehmer des kleinen Trauerzugs zu St. Stephan. 
Nicht Kammerherren trugen den Kessel, sondern Kammerdiener. Sicherlich waren die 
Intestina das Element der Mehrfachbestattung, dem die geringste Reputation anhaftete – es 
waren jedoch sterbliche Überreste des Kaisers. 
 
Als am Abend die bestellten Trauergäste ihren Platz eingenommen hatten und die 
Stadtgarde auf dem Neuen Markt mit umgedrehten Fahnen und Gewehren sowie schwarz 
verhüllten Trommeln Stellung bezogen hatte, begab sich die kaiserliche Familie in die 
Ritterstube. Dort nahm der Ober-Kammerfourier nach der Segnung der Leiche durch den 
Bischof von Wien die Funeralinsignien und das Bahrtuch vom Sarg ab, um ihn 
transportfähig zu machen. Zwölf kaiserliche Kammerherren trugen den Sarg zuerst in die 
Hofkirche, wo er wieder mit Bahrtuch und Insignien versehen wurde. 
 
Von dort aus trugen 24 Kammerherren den Sarg unter dem Geläut aller Glocken in und vor 
der Stadt von der Hofkapelle in die Kapuzinerkirche.60 Rink gibt die Ordnung des 
Trauerzugs detailliert wieder.61 An der Spitze des Zuges liefen Soldaten aus dem Spital am 
Schottentor, zusammen mit armen Männern, Frauen und Kindern aus dem kaiserlichen 
Hofspital und dem Armenhaus als Beweis der Milde des verstorbenen Herrschers. Darauf 
folgte eine große Gruppe Ordensgeistlicher und anderer Kleriker, die den Großteil des 
Zuges ausmachte. Abordnungen von Territorien des Herrschers waren nur in geringem 
Maße vertreten, als geschlossene Gruppe erschienen lediglich die Landstände 
Niederösterreichs. Auf den Bischof von Wien folgte der kaiserliche Leichnam, begleitet von 

 
58 Rink, Leopolds des Grossen, 1599-1601. 
59 Rink, Leopolds des Grossen, 1614-1615. 
60 Rink, Leopolds des Grossen, 1603-1605.  
61 Auflistung bei Rink, Leopolds des Grossen, 1606-1611. Die Gesamtteilnehmerzahl ist schwer einzuschätzen, 
Pons, Herrschaftsrepräsentation, 141 geht von mehr als 1.400 Personen im Trauergeleit aus, also von etwas 
mehr als der Summe der angegebenen Größen der Gruppen. Folgt man allerdings der Schätzung von Michaela 
Kneidinger and Philipp Dittinger, “Hoftrauer am Kaiserhof, 1652 bis 1800,” in Der Wiener Hof im Spiegel der 
Zeremonialprotokolle (1652–1800): Eine Annäherung, eds. Irmgard Pangeln, Martin Scheutz and Thomas 
Winkelbauer (Innbruck: Studien-Verlag, 2007), 539, nach der am Trauerkondukt für die Kaiserin-Witwe 
Eleonore Magdalena (†1720) 2.200 Personen teilnahmen, ist damit zu rechnen, dass der Kondukt für Leopold 
deutlich mehr als 1.400 Personen umfasste.  



 
 

102 
 

Kammerdienern und Edelknaben, mit Fackeln beleuchtet. Neben ihnen gingen die vier 
Dekane und der Rektor der Wiener Universität mit Ornat und Zepter. Direkt am Sarg 
gingen außerdem die Hauptleute der kaiserlichen Trabanten und Hartschiere mit den vier 
höchsten Hofbeamten, Oberst-Stallmeister, Oberst-Hofmarschall, Oberst-Kämmerer und 
Oberst-Hofmeister. Es folgten Kardinal Kollonitsch, den roten Kardinalshut mit schwarzem 
Flor überzogen, begleitet vom venezianischen Botschafter. Darauf folgte das neue 
Kaiserpaar mit seinen drei Töchtern. Die verwitwete Kaiserin war mit ihrem Beichtvater in 
der Hofburg geblieben.62 Beschlossen wurde der Kondukt von der Stadtgarde. 
 
Im Inneren der Kapuzinerkirche waren Wände und Bänke mit schwarzem Stoff überzogen. 
Sie war reich mit den kaiserlichen Insignien und zahlreichen Wappen dekoriert, vermutlich 
inklusive Wappen der Territorien, auf die nur noch ein formaler Anspruch erhoben wurde, 
zum Beispiel Spanien. Die ganze Szenerie wurde von Kerzen hell erleuchtet. In der Kirche 
angekommen, wurden vom Sarg die Insignien und das Bahrtuch abgenommen. Nachdem 
der Bischof von Wien den Sarg nochmals gesegnet und die Hofmusik das Libera me, ein Teil 
des Totenoffiziums, gesungen hatte, trugen sechs Kapuziner den Sarg in die Gruft. 
 
Dorthin begaben sich mit dem Sarg und seinen Trägern der Bischof von Wien und einige 
weitere Geistliche. Die Minister Leopolds waren durch den Oberst-Hofmeister, den Oberst-
Kämmerer, und den Ober-Kammerfourier vertreten. Der Sarg wurde auf einem Katafalk 
vor dem Altar der Gruft abgestellt. Nachdem sich der Pater Guardian des Kapuzinerklosters 
der Identität des Verstorbenen im Sarg versichert hatte, verschloss der Ober-
Kammerfourier den Sarg endgültig. Einen Schlüssel erhielt der Pater Guardian zur 
Verwahrung, der andere ging zurück in die Hofburg, wo auch die Schlüssel zu den anderen 
Särgen der kaiserlichen Familie aufbewahrt wurden. 
 
Nach der abgeschlossenen Zeremonie verließ die kaiserliche Familie die Kirche und fuhr in 
ihren Wagen zurück in die Hofburg, begleitet von den Ministern. Der Bericht zieht ein 
positives Fazit: Die Zeremonie sei trotz der großen Ansammlung von Schaulustigen ohne 
Zwischenfälle vonstattengegangen.63 
 
Der aus Zinn gefertigte Punksarkophag Leopolds war ein stilistisches Novum in der 
Kapuzinergruft, weil er ganz in Dienst der herrscherlichen repraesentatio maiestatis, der 
Repräsentation seiner herrscherlichen Würde, gestellt wurde. Darauf finden sich kaum 
Sterblichkeitssymbole, sondern der Sarkophag zeigt Szenen aus dem Leben des 
Verstorbenen und die Insignien seiner Herrschaft.64 Der Sarkophag wird von vier Adlern 
getragen, die Inschriften adressieren mit der Gerechtigkeit des Herrschers, der Kontinuität 
der Monarchie und der frommen Zuversicht auf den Tod gängige Topoi, die auch an vielen 
anderen Stellen des Funeralzeremoniells präsent waren.65 
 

 
62 Rink, Leopolds des Grossen, 1614. Pons, Herrschaftsrepräsentation, 141 zitiert eine Akte, nach der Eleonore 
Magdalena nicht an der Beisetzung teilnahm, weil bei der Bestattung Kaiser Ferdinands III. dessen Gemahlin 
auch nicht teilgenommen habe, womit ein Präzedenzfall entstanden sei. 
63 Rink, Leopolds des Grossen, 1611-1614. 
64 Hawlik-van de Water, Der Schöne Tod, 29. 
65 Die Inschriften sind abgedruckt bei Hawlik-van de Water, Die Kapuzinergruft, 117-118. 



 
 

103 
 

Wann der Zinnsarkophag fertig war und wann der Holzsarg, in dem der kaiserliche 
Leichnam aus der Ritterstube getragen wurde, in den Prunksarkophag eingelassen werden 
konnte, wird in der Literatur nicht erwähnt, geht aber vermutlich aus den Hofakten hervor. 
Es ist anzunehmen, dass der Leichnam nach Fertigstellung des Zinnsarkophags, von 
Hofbeamten und Geistlichen zeremoniell begleitet, hineingelassen wurde. Dass die 
Fertigstellung lange auf sich warten ließ, war in Wien nicht ungewöhnlich.66 Laut der 
entsprechenden Akte aus dem Hofkammerarchiv war der Sarkophag für Leopold nicht vor 
dem 2. Mai 1707 fertig. Aus den Hofzahlamtsbüchern gehen die enormen Kosten hervor, 
die der Hof für den Sarkophag bestritt.67 Angesichts dieses, nicht nur finanziellen, sondern 
auch institutionellen Aufwands verwundert es, dass der Punksarkophag nicht besonders 
rezipiert wurde. Weder Rink noch Lünig gehen darauf ein, obwohl ihnen der Sarg hätte 
bekannt sein können. Auch zeitgenössische gedruckte Abbildungen sind nicht bekannt. 
 
Das feierliche Leichenbegängnis in den Exequienfeiern und die ephemere 
Trauerarchitektur 
Die erste Exequienfeier für Leopold I. fand vom 8. bis zum 10. Juni 1705 in der 
Augustinerhofkirche statt.68 Die dreitätige Messe dort war die Trauerfeier mit den 
höchsten Gästen. Unter vollem Geläut innerhalb und vor der Stadt nahm daran auch das 
neue Kaiserpaar mit seinen Kindern teil.69 
 
Neben weiteren Feiern in Wien fanden auch außerhalb Wiens Gedächtnismessen für den 
verstorbenen Kaiser statt. Bekannt sind beispielsweise gleich mehrere Exequienfeiern aus 
Regensburg, sowohl aus katholischen als auch evangelischen Kirchen.70 Aus Ljubljana, 
berichtet das Wiennerische Diarium von dreitätigen Exequien vor einem Castrum doloris.71 
Über den Einfluss des Hofs auf die unzähligen Feiern in ganz Europa ist sehr wenig 
bekannt. Klar ist, dass die Feier in der Augustinerhofkirche auf direkte Weisung des neuen 
Kaisers erfolgte, die Frage jedoch, wie und ob überhaupt andere Kirchen und Ausrichter 
mit dem Hof Rücksprache hielten, hat die Forschung bislang nicht beantwortet.  
 
Ephemere Trauerarchitektur bezieht sich hier vor allem auf die zahlreichen Castra doloris, 
welche verschiedene Auftraggeber für die von ihnen veranstalteten Exequienfeiern 
errichten ließen. Neben den fünf Wiener Trauergerüsten gab es auch in anderen Städten 
ganz Europas Trauerarchitektur für den verstorbenen Herrscher. Eine vollständige 
Auflistung aller Castra doloris für Leopold liegt nicht vor, doch zahlreiche Beispiele sind 

 
66 Hawlik-van de Water, Der schöne Tod, 76.  
67 Vgl. die Aktenauszüge bei Hawlik-van de Water, Der schöne Tod, 31-34. 
68 Brix, “Trauergerüste,” 257. 
69 Vgl. insg. Wiennerisches Diarium 194 (1705). 
70 Sebastian Roser and Armin Ruhland, “Trauerfeierlichkeiten,” in Feste in Regensburg: Von der Reformation 
bis in die Gegenwart, ed. Karl Möseneder (Regensburg: Mittelbayrische Druckerei- und Verlags-Gesellschaft, 
1986), 64-66. 
71 Wiennerisches Diarium 199 (1705). 



 
 

104 
 

überliefert. Exemplarisch seien Regensburg,72 Würzburg73 und Düsseldorf74 genannt, auch 
aus Rom75 und sogar Konstantinopel76 sind Trauergerüste überliefert. Drei der Wiener 
Trauergerüste werden mit ihren jeweiligen Schwerpunkten im Folgenden exemplarisch 
betrachtet. 
 
Das einzige vom Hof in Auftrag gegebene Trauergerüst wurde von Johann Lucas von 
Hildebrandt in der Augustinerhofkirche gestaltet. (Fig. 2) Im Zentrum dieser theatralen 
Inszenierung stand unter einer übergroßen Hauskrone der Habsburger die Apotheose des 
verstorbenen Herrschers. Der Titan Chronos wird gestürzt, das ihm entrissene 
Medaillonportrait des Kaisers übergibt ein Adler einer Personifikation der Unsterblichkeit, 
die bereits mit einer Hand gen Himmel deutet. Der Unterbau des Ziboriums preist die 
Würden, Titel und Tugenden des Herrschers. Die monumentalen Dekorationssäulen neben 
dem Ziborium stellen die Siege Leopolds über Frankreich und das Osmanische Reich dar.77 
Hildebrandt verließ aber nicht nur mit den Dekorationssäulen das eigentliche Castrum, 
sondern inszenierte den gesamten Kirchenraum mit seinen Wänden und Kapellen, die er 
mit Schauwänden, Gemälden und Wappenschmuck zur Verherrlichung des Verstorbenen 
und seines Hauses versah. Eine solche Inszenierung der ganzen Kirche blieb in Wien 
einmalig.78 
 
Die Jesuiten Am Hof konzentrierten sich in ihrem Castrum doloris auf die Pietas der 
Habsburger als Fundament ihrer Herrschaft. Der Kaiser wird als frommer Christ gezeigt, 
dem sein Glaube den Weg ins Paradies ebnet.79 (Fig. 3) Das Trauergerüst korrespondiert 
direkt mit der dort gehaltenen Leichenpredigt,80 indem der Aufbau des Gerüsts in drei 
Stufen die Predigten der dreitägigen Exequien abbildet. Auf dem Dach des Ziboriums wird 
der Herrscher unter einem mit dem Orden zum goldenen Vlies geschmücktem Ölbaum von 
der personifizierten göttlichen Sanftmut empfangen. Auf einem Blatt in seiner Hand steht 
“Memento, Domine, David et omnis Mansuetudinis Eius”, “gedenke, Herr, Davids und all 

 
72 Roser and Ruhland, “Trauerfeierlichkeiten,” 65 und Roser, “Die Trauerfeierlichkeiten für Kaiser Leopold I. 
1705,” in Feste in Regensburg: Von der Reformation bis in die Gegenwart, ed. Karl Möseneder (Regensburg: 
Mittelbayrische Druckerei- und Verlags-Gesellschaft, 1986), 275-279.  
73 Sabine Doering-Manteuffel, “‚Da sehet Ihr, welchen der HERR erwählet hat!‘: Religionspolitik im Spiegel von 
Dank- und Trauerpredigten über das Haus Habsburg,” in Religionspolitik in Deutschland: Von der frühen 
Neuzeit bis zur Gegenwart, eds. Anselm Doering-Manteuffel and Kurt Nowak (Stuttgart: Kohlhammer, 1999), 
85.  
74 Anja Buschow, “Castra doloris: Fürstliche Leidensfeierlichkeiten als Beispiele architektonischer 
Inszenierung im Bereich des Ephemeren,” in Festarchitektur: Der Architekt als Inszenierungskünstler, eds. 
Werner Oechslin and Anja Buschow (Stuttgart: Hatje, 1984), 135. 
75 Pons, Herrschaftsrepräsentation, 147 nennt ein Trauergerüst in der deutschen Nationalkirche Santa Maria 
dell’Anima. 
76 Liselotte Popelka, Castrum doloris oder „Trauriger Schauplatz“: Untersuchungen zu Entstehung und Wesen 
ephemerer Architektur (Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1994), 126. 
77 Brix, “Trauergerüste,” 224. 
78 Brix, “Trauergerüste,” 231. 
79 Brix, “Trauergerüste,” 224. 
80 Thomas Winter, Drey-mahl-seelige Sanfftmuth/ Ihro Römischen/ Kayserlichen/ auch zu Hungarn/ und 
Böhmen/ Königl. Majestät/ etc. etc. Leopodi I. deß Grossen/ Mild-seeligst-und Glorwürdigster Gedächtnuß… 
([1705]), http://data.onb.ac.at/rep/1033DF4B (6.10.2020), dort auch eine großformatige Abbildung des 
Trauergerüsts. 



 
 

105 
 

seiner Sanftmut”. Er vergleicht Leopold mit dem biblischen König David und dessen 
Sanftmut, “mansuetudo”, nach der die gesamte Predigt benannt ist. Das Trauergerüst 
präsentiert Leopold nicht primär als großen Herrscher oder Eroberer, sondern vor allem 
als frommen Gläubigen.81 
 

 
 

Fig. 2: Benjamin Kenckel, “Castrum doloris Kaysers Leopoldi I. aufgerichtet In der 
Augustiner Hoff-Kirchen bey der Loretten Capell in Wien den 7 Juny 1705,” [Falttafel in 

Johann Lucas von Hildebrandt, Aquilae In Felici Leopoldi I. Gloriosissimae memoriae 
Romanorum Imperatoris…, Wien [1705],] Österreichische Galerie Belvedere, Inv.-Nr. PE 

122, https://sammlung.belvedere.at/objects/16873/trauergerust-fur-kaiser-leopold-i-in-
der-augustinerkirche-i (02.08.2021). 

 
81 Brix, “Trauergerüste,” 233-234. 

https://sammlung.belvedere.at/objects/16873/trauergerust-fur-kaiser-leopold-i-in-der-augustinerkirche-i
https://sammlung.belvedere.at/objects/16873/trauergerust-fur-kaiser-leopold-i-in-der-augustinerkirche-i


 
 

106 
 

 
 

Fig. 3: in Franz Ambros Dietel, [“Trauergerüst für Kaiser Leopold I. in der Kirche Am Hof,”] 
Falttafel in Thomas Winter, Drey-mahl-seelige Sanfftmuth, Ihro Römischen, Kayserlichen, 

auch zu Hungarn, vnd Böhmen, Königl. Majestät, … Leopoldi I…, Wien 1705, Österreichische 
Nationalbibliothek, MF 4680 NEU MIK, http://data.onb.ac.at/rep/1033DF4B (02.08.2021). 
 
Der Trauerapparat in der Jesuitenkirche fällt nicht durch seine Form, sondern das gewählte 
Medium völlig aus dem Rahmen der anderen Trauergerüste heraus: Andrea Pozzo malte 
das Trauergerüst als riesiges illusionistisches Gemälde.82 (Fig. 4) Pozzo gelang ein 
fließender Übergang vom Gemälde in die restliche Architektur des Gebäudes, so fügte er 
der Kirche in seinem Gemälde ein Querhaus und eine helle Kuppel hinzu. Auf der Spitze des 
Trauerapparats ringen Personifikationen des “Österreichischen Glücks” und der 
“Beständigen Herrschaft” mit der Figur des Todes um den Buchstaben L. Dieser zerbricht, 
und übrig bleibt ein I, die Initiale des Nachfolgers Iosephus, Josef. Die “Beständige 

 
82 “auff besondere neue Arth sehr künstlich erfundenen Todten-Gerüst”, heißt es anerkennend im 
Wiennerisches Diarium 214 (1705).  

http://data.onb.ac.at/rep/1033DF4B


 
 

107 
 

Herrschaft” befestigt das I auf dem Gipfel des Trauergerüsts unter einer Kaiserkrone. Ein 
Spruchband erklärt um das gekrönte I herum, dass Leopold in Josef fortlebt. Das 
Reiterstandbild unterhalb dieser Szenerie stellt Leopold als kapitolinischen Marc Aurel dar, 
umgeben von den antiken römischen und römisch-deutschen Kaisern Konstantin, 
Theodosius, Karl dem Großen und Otto dem Großen.83 Dieser Trauerapparat steht gänzlich 
im Dienste der dynastischen und kaiserlichen Tradition Leopolds, die gleichzeitig 
legitimitätsstiftend für Josef eingesetzt wird. 
 

 
 

Fig. 4: Christian Engelbrecht and Johann Andreas Pfeffel, “Cenotaphium Augustissimo 
Imperatore Leopoldo I…,” in Veneratio Posthuma Collegii Caesareo-Academici Societatis 

Jesu…, Wien 1705, Wienbibliothek im Rathaus 
https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/pageview/1876323 (02.08.2021). 

 
83 Die Darstellungen werden im Exequienbuch [anonymus], Veneratio Posthuma Collegii Caesareo-Academici 
Societatis Jesu…, (Wien: 1705), http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb11348064-1 
(23.10.2020) erläutert.  

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/pageview/1876323


 
 

108 
 

Die Beispiele zeigen, wie die Trauergerüste zwar alle der Memoria des Herrschers dienten, 
aber jeweils eigene Schwerpunkte setzten. So kann der Fokus der Jesuiten Am Hof auf die 
Frömmigkeit des Kaisers ebenso als klassisches Herrscherlob in einem religiösen Register, 
wie auch als Demonstration der eigenen Herrschernähe als geistliche Institution gedeutet 
werden. Hof und Auftraggeber der Funeralarchitektur gingen eine Symbiose ein, die beiden 
Seiten Prestigegewinn versprach und vor allem den Ausrichtern die Möglichkeit bot, eigene 
Akzente und Botschaften zu artikulieren und über den Weg der Funeralpublizistik zu 
verbreiten.  
 
Die Funeralpublizistik 
Das für die Castra doloris bereits beschriebene Konzept symbiotischer Zusammenarbeit 
verschiedener (medialer) Akteure funktionierte genauso in Bezug auf Funeralpublizistik.84 
Die verschiedenen Funeraldrucke entstanden so gut wie nie im Auftrag oder im direkten 
Umfeld des Hofes, dessen Rolle dabei bislang weitgehend unerforscht ist. 
 
Die Funeraldrucke übernahmen verschiedene Funktionen, die in unterschiedlichem Maße 
mit dem eigentlichen Zeremoniell in Verbindung standen. Neben Leichenpredigtdrucken 
entstanden auch Einblattdrucke, meist von Castra doloris, aber auch mit Abbildungen der 
Leichenparade Leopolds. Der einzige Druck, der sich gänzlich mit einer Trauerdekoration 
beschäftigt, ist die Beschreibung des Castrum doloris Hildebrandts in der 
Augustinerhofkirche.85 Andere erhaltene Abbildungen von Castra doloris entstanden für 
ganz unabhängige Gelegenheiten, zum Beispiel in Form von Nachstichen, die im Theatrum 
Europaeum erschienen.86  
 
Der größte Teil der Funeraldrucke 1705 entfällt aber auf die zahlreichen Predigtdrucke aus 
ganz Europa, die zum Tode Leopolds erschienen. Ihre bibliographische Erfassung 
verbessert sich zwar stetig, in ihrer dabei zutage tretenden Fülle sind sie jedoch nicht 
ansatzweise untersucht.87 Festzuhalten ist an dieser Stelle, dass keine vom Hof 
angestrengte zusammenhängende Festbeschreibung in Form eines bebilderten 
Prachtfolianten entstand, daher liegen keine Darstellungen einzelner zeremonieller 
Elemente der Trauerfeiern vor, unbelebte Abbildungen von Dekorationen dominieren die 
erhaltenen Drucke. 

 
84 Jutta Schumann, Die andere Sonne: Kaiserbild und Medienstrategien im Zeitalter Leopolds I. (Berlin: 
Akademie Verlag, 2003), 36-38 bezeichnet diese Vorgehensweise als “multiplizierende Imagepflege”, die 
schon zu Leopolds Lebzeiten dessen mediale Repräsentation maßgeblich geprägt habe. 
85 Johann Lucas von Hildebrandt, Aquilae In Felici Leopoldi I. Gloriosissimae memoriae Romanorum 
Imperatoris… (Wien: Andreas Heyinger, [1705]). 
86 Theatrum Europaeum 17 (1704-1706), Teil 2, Tafeln 17 und 18. 
87 Birgit Boge and Ralf Georg Bogner, Oratio funebris: Die katholische Leichenpredigt in der frühen Neuzeit 
(Amsterdam and New York: Rodopi, 1999), 336 erfassen elf gedruckte Leichenpredigten auf Leopold I. Eine 
Abfrage im GESA (Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten, http://www.personalschriften.de/ 
datenbanken/gesa.html) ergibt 92 Treffer mit Predigtdrucken auf “Leopold I. (gest. 1705)”, die bei weitem 
nicht nur im Reich erschienen, sondern auch westlich und vor allem östlich davon. Diese Diskrepanz 
offenbart die mit zunehmender Erschließung der erhaltenen Predigtdrucke immer weiter aufreißende Kluft 
zwischen dem Stand der Forschung und den Möglichkeiten, die dazu bereitstehen. 



 
 

109 
 

Das Kaiserbegräbnis in vergleichender Perspektive 
Der nächste Schritt der Untersuchung fürstlicher Begräbnisse in der Frühen Neuzeit geht 
zum Vergleich, denn nur so können die Erkenntnisse aus der Untersuchung einzelner 
höfischer Funeralkulturen einen weiterführenden Mehrwert für das Verständnis der 
höfischen Gesellschaft des Alten Reichs bieten. Ein mögliches Vergleichsbeispiel für den 
hier behandelten Leopold I. ist das Begräbnis des ‘Großen Kurfürsten’ Friedrich Wilhelm 
von Brandenburg 1688.88 Kaiser und Kurfürst waren jeweils exponierte Repräsentanten 
ihrer Konfession und standen sich auch politisch zeitweise diametral entgegen.89 
 
Indizien für das zeitgenössische Verständnis beider zeremonieller Großereignisse zu 
finden erscheint hier besonders vielversprechend, da Brandenburg-Preußen 1688 kurz vor 
einer gravierenden Rangerhöhung stand, im Zuge derer die Kurfürsten von Brandenburg 
zu Königen in Preußen wurden. Nun stellt sich die Frage, ob schon das Begräbnis Friedrich 
Wilhelms, das unter der Ägide des späteren Königs in Preußen, damals noch Kurfürst 
Friedrich III., stand, als Teil des “planvoll betriebenen Aufstiegs in den Kreis der 
Souveräne”90 betrachtet werden kann, wie Linda Brüggemann es in ihrer ausführlichen 
Untersuchung der preußischen Herrscherbegräbnisse ab dem ‘Großen Kurfürsten’ 
andeutet,91 und ob ein Vergleich ermöglicht, dies aus dem überlieferten Zeremoniell 
herauszulesen. 
 
Um diese Frage zu beantworten, liegt ein Vergleich mit dem kaiserlichen Begräbnis 
Leopolds I. nahe, da zu erwarten wäre, dass Leopolds Begräbnis seine Position an der 
Spitze des Reiches widerspiegelt. Um sein Begräbnis einzuordnen und Vergleichspunkte 
mit dem Begräbnis Friedrich Wilhelms zu umreißen, werden folgend einige Charakteristika 
des jeweiligen Zeremoniells näher betrachtet. Ein erster wesentlicher Unterschied liegt im 
Zeitpunkt der Bestattung. Während Leopold bereits kurz nach seinem Tod bestattet wurde, 
und die Leichenbegängnisse später ohne den Leichnam stattfanden, wurde Friedrich 
Wilhelm nach seinem Tod am 9. Mai 168892 zwar obduziert und präpariert, danach 
allerdings nicht gleich bestattet. Noch an seinem Todesort in Potsdam wurde der Leichnam 

 
88 Linda Brüggemann hat das Begräbnis Friedrich Wilhelms in ihrer Dissertation Herrschaft und Tod 
ausführlich untersucht, vgl. zusammenfassend Linda Brüggemann, “‚Ich habe einen guten Kampf gekämpft, 
ich habe den Lauf vollendet‘. Sterben, Tod und feierliches Leichenbegängnis des ‚Großen Kurfürsten‘ 1688,” in 
Machtmensch – Familienmensch. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), eds. Michael 
Kaiser, Jürgen Luh and Michael Rohrschneider (Münster: Aschendorff, 2020), 205-219. 
89 Vgl. dazu ausführlich Michael Rohrschneider and Stefan Sienell, “Hohenzollern kontra Habsburg? Zu den 
kurbrandenburgisch-kaiserlichen Beziehungen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts,” Forschungen zur 
Brandenburgischen und Preußischen Geschichte NF 13 (2003): 61-81, die einem “grundsätzlichen 
Antagonismus”, wie er von der älteren historischen Forschung lange propagiert wurde, widersprechen. 
Vielmehr seien die Beziehungen von einem “wechselhaften und nie unproblematischen Mit- und 
Gegeneinander geprägt” gewesen. 
90 Barbara Stollberg-Rilinger, “Höfische Öffentlichkeit: Zur zeremoniellen Selbstdarstellung des 
brandenburgischen Hofes vor dem europäischen Publikum,” Forschungen zur Brandenburgischen und 
Preußischen Geschichte NF 7 (1997): 148. 
91 Brüggemann, Herrschaft und Tod, 49. 
92 Alle Daten werden im Folgenden im gregorianischen Kalender angegeben. 



 
 

110 
 

in den kurfürstlichen Ornat gekleidet und in einen Sarg gelegt. Dort verweilte er bis zur 
Überführung nach Berlin,93 die am darauffolgenden Sonntag, den 16. Mai, stattfand.94 
In der Residenz angekommen, wurde der tote Körper kostbar eingekleidet und mit den 
Insignien seiner Herrschaft geschmückt.95 Diese befanden sich, anders als bei der Parade 
Leopolds, nicht am Fußende des Paradebetts, sondern so positioniert “wie selbige im Leben 
gebraucht worden”.96 (Fig. 5) Am 22. Mai, nach dem Ende der Parade im Schloss, wurde der 
tote Kurfürst in die schwarz verhängte Schlosskapelle getragen, wo er für die nächsten vier 
Monate bis zur Bestattung verblieb.97 
 

 
 

Fig. 5: [Constantin Friedrich Blesendorf?,] [“Aufbahrung Kurfürst Friedrich Wilhelms im 
Berliner Schloss,”] in Christian Cochius, Davids Des Königs [Prachtausgabe], Cölln an der 

Spree [1688], Staatsbibliothek zu Berlin – PK, Abteilung Historische Drucke, Signatur: gr.2" 
St 9556 : R, http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001040C00000179 

(02.08.2021). 

 
93 Friedrich Wilhelm von Winterfeld, Teutsche und Ceremonial-Politica, an sich haltend Die Ceremonien und 
Gebräuche/ so bey Politischen und anderen Sachen vorzugehen pflegen…, vol. 2 (Frankfurt am Main and 
Leipzig: Carl Christian Neuenhahn, 1700), 610. 
94 Christian Cochius, Davids Des Königs in Israel Heilige Fürbereitung zum Tode/ und kräfftige Ansprach an 
seinen Sohn und Nachfolger Salomo/ Betrachtet Bey dem höchstbetrübten Todes-Fall/ Des Weyland 
Durchlauchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Friderich Wilhelmen… (Cölln an der Spree: 
Ulrich Liebpert, [1688]), https://doi.org/10.17192/eb2010.0415 (30.6.2020), [144]. Die Beschreibung des 
Trauerzeremoniells in Cochius‘ Funeralwerk ist nicht paginiert, der besseren Nachvollziehbarkeit halber wird 
sie hier fortgesetzt und in eckigen Klammern angegeben. Hier wird die schlichtere, unbebilderte Ausgabe des 
Bandes zitiert. 
95 Cochius, Davids des Königs, [144-145].  
96 Diese Beschreibung formuliert Moser, Teutsches Hof-Recht, 413 als übliches Prinzip der Anordnung der 
Funeralinsignien, das Vorgehen bei Leopold war demnach die weniger übliche Variante.  
97 Cochius, Davids des Königs, [145], vgl. auch Brüggemann, Herrschaft und Tod, 82.  

http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001040C00000179


 
 

111 
 

Die Trennung von Begräbnis und Begängnis sowie die Mehrfachbestattung bei Leopold 
gingen auf die Tradition seiner Familie zurück. Das Begräbnis Friedrich Wilhelms dagegen 
war in vielerlei Hinsicht ein Novum. Die brandenburgischen Hohenzollern konnten 
insgesamt auf keine lange Tradition zurückblicken. Das Haus Hohenzollern wurde 1415 mit 
der Markgrafschaft Brandenburg belehnt. Erst 1499 ließ Kurfürst Johann Cicero die 
Grabstätte seines Hauses vom Stammsitz in Heilsbronn ins Kloster Lehnin verlegen. Damit 
knüpfte er an die Askanier, die mittelalterlichen Herrscher der Mark Brandenburg, an, die 
sich dort lange begraben ließen. 1545 etablierte Kurfürst Johann II. Bestattungen in Cölln 
an der Spree, ein prestigeträchtigerer Ort mit großer Öffentlichkeit, nahe dem neuen 
Residenzschloss.98 Dass die brandenburgischen Hohenzollern die Trennung von Körper 
und Eingeweiden 1713 gänzlich einstellten,99 beweist die dort im Gegensatz zu den 
habsburgischen Begräbnissen geringe Bedeutung dieses Schritts. 
 
Ein weiterer großer Unterschied liegt in den repräsentativen Mitteln und ihrer Gewichtung. 
An protestantischen Höfen war die Dekoration der Kirchen genauso schlicht wie die 
Gottesdienste, was wenig Spielraum für repräsentativen Pomp gab,100 wie ihn die Wiener 
Exequienfeiern für Leopold entfalteten. Zum protestantischen beziehungsweise 
reformierten Gegenstück wurden die Trauerzüge. Sie wurden dramaturgisch inszeniert 
und galten als besonderer Ehrbeweis.101 Um diese einmaligen Höhepunkte über Ort und 
Zeit hinaus wirken zu lassen, entstanden Funeralpublikationen, sogenannte Funeralwerke, 
die als Festbeschreibungen unter europäischen Höfen zirkulierten. An protestantischen 
Höfen konzentrierten sie sich auf das weltliche Zeremoniell, vor allem den Trauerzug.102 
Für Friedrich Wilhelm entstand in Berlin ein Prachtband, der neben der Leichenpredigt des 
Hofpredigers Christian Cochius, einer kurzen Biographie des Verstorbenen und einer 
ausführlichen Beschreibung des Trauerzugs auch detaillierte Abbildungen des Trauerzugs 
mit einem Großteil der Teilnehmer enthält.103 Eine vergleichbare Publikation entstand in 
Wien nicht. 
 
Betrachtet man das Gesamtbild der beiden zeremoniellen Ereignisse, fällt auf, dass die von 
kirchlichen Feiern unabhängige herrscherliche Repräsentation in Berlin deutlich 
ausgeprägter und aufwändiger war als in Wien, wo Begräbnis und die Begängnisfeiern 
religiös strukturiert waren und zu einem großen Teil von Klerikern durchgeführt wurden. 
Lässt sich nun angesichts dieser Divergenzen ein Rangunterschied zwischen den 
Begräbnissen Leopolds und Friedrich Wilhelms entsprechend des Amtes der Verstorbenen 
ausmachen? Diese Frage muss nicht nur verneint werden, sondern auf den ersten Blick 
entsteht sogar ein gegenteiliger Eindruck. Anachronistisch formuliert, wirkt das Begräbnis 
Leopolds in der Rückschau wie ein kirchliches Fest, das mit Blick auf nachfolgende 

 
98 Achim Beyer, Die kurbrandenburgische Residenzlandschaft im „langen 16. Jahrhundert“ (Berlin: Berliner 
Wissenschafts-Verlag, 2001), 73-74. 
99 Brüggemann, Herrschaft und Tod, 79.  
100 Bepler, “Das Trauerzeremoniell,” 250. 
101 Craig M. Koslofsky, The Reformation of the dead: Death and ritual in early modern Germany, 1450-1700 
(Basingstoke: Macmillan, 2000), 152. 
102 Bepler, “Das Trauerzeremoniell,” 250-251. 
103 Cochius, Davids des Königs, [Prachtausgabe], http://resolver.staatsbibliothek-
berlin.de/SBB0001040C00000000 (3.11.2020). 



 
 

112 
 

Begräbnisse als Auslaufmodell erscheint. Das Begräbnis Friedrich Wilhelms dagegen hatte 
bereits große Ähnlichkeiten mit dem heutigen Verständnis eines Staatsbegräbnisses.  
 

 
 

Fig. 6: Constantin Friedrich Blesendorf, [“Ehrenpforte für Kurfürst Friedrich Wilhelm in 
Berlin,”] in Cochius, Davids Des Königs [Prachtausgabe], Cölln an der Spree [1688], 

Staatsbibliothek zu Berlin – PK, Abteilung Historische Drucke, Signatur: gr.2" St 9556 : R, 
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001040C00000253 (02.08.2021). 

 
Außerdem waren die Nachwirkungen des Berliner Begräbnisses viel ausgeprägter als in 
Wien. Die Ehrenpforte, die der Trauerzug für Friedrich Wilhelm auf der Breitestraße 
durchschritt, (Fig. 6) erlebte noch eine zweite Verwendung: Sie wurde entgegen ihrer 
Bestimmung als ephemere Festarchitektur nach Potsdam überführt, wo sie in der Nähe des 
Potsdamer Schlosses wieder aufgestellt wurde.104 Der Totenhelm, der im Rahmen des 
Begräbnisses den ritterlichen Stand des Kurfürsten anzeigte, wurde von 1688 bis 1918 als 
“Reichshelm” bei Begräbnissen männlicher Hohenzollern mitgeführt und bei den 
Kroninsignien aufbewahrt.105 Hier zeigt sich, wie das Begräbnis Friedrich Wilhelms zu 
einem Ausgangspunkt der Traditionsbildung des entstehenden brandenburgisch-
preußischen Staates wurde. Vergleichbares gab es in Wien nicht, das Begräbnis Leopolds 
erzeugte keine langfristigen Bezugspunkte. Schon von der Fertigstellung des 

 
104 Thomas H. von der Dunk, “Vom Fürstenkultbild zum Untertanendenkmal: Öffentliche Monumente in 
Brandenburg-Preußen im 17. und 18. Jahrhundert,” Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen 
Geschichte NF 7 (1997): 190-191. 
105 Brüggemann, Herrschaft und Tod, 94. 

http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001040C00000253


 
 

113 
 

Prunksarkophags für Leopold, einige Jahre nach dessen Tod, sind uns keine prägnanten 
Zeugnisse überliefert beziehungsweise bekannt. Warum die von seinen Zeitgenossen 
durchaus anerkannte “Größe” Leopolds sich in der Erinnerung an ihn nicht recht festsetzen 
konnte, bleibt auch in Bezug auf sein Begräbnis zu klären.106  
 
Die vorangegangenen, schlaglichtartigen Vergleiche zeigen, dass das Begräbnis Leopolds 
von der bisherigen historischen Forschung noch kaum in all seinen Dimensionen erfasst 
wurde, weder als isoliertes Ereignis, noch im Vergleich mit anderen Begräbnissen im Alten 
Reich. Langfristig erstrebenswert wäre, eine Art von Nomenklatur der Funeralriten zu 
identifizieren, sofern es eine solche gab. Das Ziel sollte sein, einen Überblickt über die 
verschiedenen Formen in zeitlicher und geographischer Perspektive zu erhalten, um dann 
durch das daraus erwachsende Verständnis für konkrete Funeralzeremonien Rückschlüsse 
auf den ausrichtenden Hof und beteiligte Personen ziehen zu können. Die 
Vergleichsbeispiele zeigen jedoch auch, wie heterogen die Tradition und Funktion 
einzelner Aspekte sind, was eine Systematisierung erschwert. Für solche weiterführenden 
Untersuchungen bedarf es jedoch, das beweist nicht zuletzt die lückenhafte Forschungslage 
zum Begräbnis Leopolds I., weiterer grundlegender Forschung zum herrscherlichen 
Funeralzeremoniells im Alten Reich. 

 
106 Vgl. zu Leopolds Titel “der Große” Stefan Benz, “Vergessene Größe: Kaiser Leopolds I. Epitheton ‚magnus‘,” 
in Friedrich und die historische Größe, eds. Michael Kaiser and Jürgen Luh (2009), 
https://perspectivia.net/publikationen/friedrich300-colloquien/friedrich-groesse/benz_groesse (2.10.2020) 
der allerdings die Begängnisfeiern und ihre Nachwirkungen nicht in seine Untersuchung einbezieht. 


	Die Sterbe- und Begräbniskultur katholischer Herrscher bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts
	Begräbnis und Begängnis Kaiser Leopolds I. Die Vorbereitung auf den Tod des Kaisers
	Die Parade und die Vorbereitung von Trauer und Begräbnis
	Die Bestattungen und der Prunksarkophag
	Das feierliche Leichenbegängnis in den Exequienfeiern und die ephemere Trauerarchitektur
	Die Funeralpublizistik

	Das Kaiserbegräbnis in vergleichender Perspektive

