


































9UweLaumerGermanVersion.PDF


Feldenkrais Research Journal • volume 1 (2004)

Article

Wirkungen der Feldenkrais-Methode 'Bewußtheit durch Bewegung'
bei eßgestörten Patienten im Rahmen einer stationären Therapie

Uwe Laumer
Lehrstuhl für Psychologie I., Universität Regensburg

Abstract
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war, Wirkungen der Feldenkrais-Gruppenmethode 'Bewußtheit durch
Bewegung' bei eßgestörten Patienten im Rahmen eines stationären Therapieprogramms zu erfassen.
Ausgehend von der geschichtlichen Entwicklung der Feldenkrais-Methode und ihrer Einordnung in die
Vielfalt körper- und bewegungstherapeutischer Verfahren werden zunächst die theoretischen Grundlagen
der Methode erläutert, um dann näher auf die grundlegenden Prinzipien der Gruppenmethode
einzugehen und verschiedene Anwendungs- und Forschungsgebiete anzudeuten. Anschließend erfolgt
die Darstellung von Symptomatik, diagnostischen Kriterien, Epidemiologie sowie Erklärungs- und
Behandlungsansätzen der drei Eßstörungsformen Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas und
ihrer Gemeinsamkeiten, sowie eine Beschreibung des Behandlungskonzepts von Eßstörungen der
Psychosomatischen Klinik, in der die Untersuchung durchgeführt wurde.

Aus der Wirkmöglichkeit einer körper- und bewegungstherapeutischen Herangehensweise an die
Problematik der Eßstörungen geht schließlich die Fragestellung und Zielsetzung der empirischen
Untersuchung hervor. Um im Rahmen eines integrativen stationären Therapieprogramms die Wirkungen
eines Feldenkraiskurses herauszufiltern, wurden anhand von Fragebögen Veränderungen in den
Bereichen der Zufriedenheit und Akzeptanz des eigenen Körpers, der psychischen Befindlichkeit und
weiteren eßstörungstypischen Bereichen erfaßt. Eine weitere Frage bezog sich auf die individuellen
Erfahrungen der Kursteilnehmer.

Für den quantitativen Teil der Untersuchung kam dabei ein Fremdwartegruppen-Design zur Anwendung.
Eine Gruppe von 15 eßgestörten Patienten (mit Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas) nahm
zusätzlich zur Standardtherapie an einem speziell auf die Eßstörungsproblematik abgestimmtem
Feldenkrais-Kursprogramm mit neun Terminen innerhalb von vier Wochen teil. Diese Gruppe wurde mit
einer weitgehend parallelisierten Kontrollgruppe verglichen, die Standardtherapie ohne Feldenkrais
erhielt. Die Patienten beider Gruppen nahmen im Untersuchungszeitraum an keiner anderen
bewegungstherapeutischen Behandlung teil. Nach Abschluß des Kurses wurden zusätzlich mit den
Teilnehmern der Experimentalgruppe Interviews durchgeführt.

Die quantitativen Ergebnisse zeigten Verbesserungen in der Zufriedenheit mit eßstörungsspezifischen
problematischen Körperzonen und der eigenen Gesundheit, sowie der Akzeptanz und Vertrautheit mit
dem eigenen Körper. Weiter zeigte sich eine Zunahme von spontanem und selbstsicherem Verhalten, die
Abnahme eines Gefühls der Hilflosigkeit sowie des Wunsches, in die Sicherheit der frühen Kindheit
zurückzukehren.

Published by the International Feldenkrais® Federation (IFF) https://feldenkrais-method.org
Available online at https://feldenkraisresearchjournal.org

https://feldenkrais-method.org/
https://feldenkraisresearchjournal.org


Die qualitativen Ergebnisse, die sich auf offene Fragen und Interviews stützten, weisen auf die Förderung
der Körperbewußtheit, Klärung des Körperbildes und die entspannende und angenehme Wirkung der
Stunden hin. Es wurden Tranceerfahrungen und - insbesondere während der Atemstunden - emotionale
Erlebnisse berichtet. Sieben Teilnehmer gaben positive Wirkungen in bezug auf ihre
Eßstörungsproblematik an. Die angesprochenen Bereiche sind dabei die übermäßige gedankliche
Beschäftigung mit Essen, Figur und Gewicht, Veränderungen des Körperbildes, die Wahrnehmung
innerer Reize wie Hunger und Sattheit sowie alternative Verhaltensweisen bei einem Heißhungeranfall.
Für manche Kursteilnehmer ergaben sich allerdings in bestimmten Stunden auch Probleme wie Übelkeit
oder Schwindelgefühle. Schließlich wurde von einer Integration von Übungselementen in den Alltag
berichtet und acht Personen bekundeten ihr Interesse an einer Fortsetzung des Kurses und weiterer
Beschäftigung mit der Feldenkrais-Methode.

Keywords
Feldenkrais Method, contemporary dance, choreographic research, intention, awareness

Copyright ©: The copyright for this paper remains with the author(s).

First published: Diplomarbeit als Teil der Diplomprüfung für Psychologie Universität Regensburg (1993)

Please cite: Feldenkrais Research Journal, volume 1; 2004.

Service marks: The terms Feldenkrais®, Feldenkrais Method®, Awareness Through Movement®, ATM®,
Functional Integration®, and FI® are service marked terms of the International Feldenkrais® Federation
(IFF) and Feldenkrais professional guilds and associations in many countries. In keeping with academic
conventions, they will not be service marked in the entire text as may be required in nonacademic use,
but only for the first and most prominent use of the terms. In recognition that these phrases are formal
terms referring to specific practices within the Method, and to the Method as a whole, capitalization of all
the words in each term has been retained.



 
 
 

Regensburger Arbeiten  
 

zur  
 

Allgemeinen und Klinischen Psychologie 
 
 

unter der Leitung von 
 

Prof. Dr. Adolf Vukovich 
 



 
 
 
 

Wirkungen der Feldenkrais-Methode  
 

'Bewußtheit durch Bewegung'  
 

bei eßgestörten Patienten  
 

im Rahmen einer stationären Therapie 
 
 
 

Uwe Laumer 
 
 
 
 
 
 
 
 

Diplomarbeit als Teil der 
Diplomprüfung für Psychologie 

 
 
 
 
 
 
 

Universität Regensburg 
21.9.1993 



Vorwort 
 
Hier möchte ich mich bei allen bedanken, die mich bei dieser Arbeit unterstützt haben. 
 
 
An erster Stelle danke ich Herrn Prof. Dr. A. Vukovich, der mir durch seine spontane 
Offenheit die Bearbeitung dieses Themas ermöglicht hat. 
 
Ganz herzlich danke ich auch Dr. Manfred Bauer, der mich während des ganzen Verlaufs 
der Arbeit betreute und bei Vorbereitung, Durchführung, Auswertung und Darstellung 
wertvolle Anregungen und Hilfestellungen gab. 
 
Von der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck danke ich dem Leiter der 
Klinik, Prof. M. Fichter, der dem Projekt zugestimmt hat, dem wissenschaftlichen Leiter 
Dr. Winfried Rief, der mir in bezug auf die praktische Durchführung viele wichtige 
Hinweise gab, sowie besonders Dr. Helmut Milz, der mich entscheidend bei der 
Realisierung unterstützt hat. Ebenso möchte ich den Teams der vier Eßstörungsstationen 
danken, die der Teilnahme von Patienten an der Untersuchung zustimmten und mich 
während des Kursverlaufs ermutigten und mir Rückmeldung gaben. Insbesondere danke 
ich den Mitarbeitern der Abteilung Sport- und Bewegungstherapie für ihre 
Freundlichkeit, Unterstützung und Kollegialität, sowie Hella Neubert, der Feldenkrais-
Lehrerin der Klinik, die mich in vielen Gesprächen unterstützte und viele fachliche 
Anregungen gab. 
 
Vor allem danke ich den Patientinnen und Patienten, die an der Untersuchung 
teilgenommen haben und von denen ich viel gelernt habe. 
 
 



Zusammenfassung 
 
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war, Wirkungen der Feldenkrais-Gruppenmethode 'Bewußtheit durch 
Bewegung' bei eßgestörten Patienten im Rahmen eines stationären Therapieprogramms zu erfassen. 
Ausgehend von der geschichtlichen Entwicklung der Feldenkrais-Methode und ihrer Einordnung in die 
Vielfalt körper- und bewegungstherapeutischer Verfahren werden zunächst die theoretischen 
Grundlagen der Methode erläutert, um dann näher auf die grundlegenden Prinzipien der 
Gruppenmethode einzugehen und verschiedene Anwendungs- und Forschungsgebiete anzudeuten. 
Anschließend erfolgt die Darstellung von Symptomatik, diagnostischen Kriterien, Epidemiologie sowie 
Erklärungs- und Behandlungsansätzen der drei Eßstörungsformen Anorexia nervosa, Bulimia nervosa 
und Adipositas und ihrer Gemeinsamkeiten, sowie eine Beschreibung des Behandlungskonzepts von 
Eßstörungen der Psychosomatischen Klinik, in der die Untersuchung durchgeführt wurde.  
Aus der Wirkmöglichkeit einer körper- und bewegungstherapeutischen Herangehensweise an die 
Problematik der Eßstörungen geht schließlich die Fragestellung und Zielsetzung der empirischen 
Untersuchung hervor. Um im Rahmen eines integrativen stationären Therapieprogramms die Wirkungen 
eines Feldenkraiskurses herauszufiltern, wurden anhand von Fragebögen Veränderungen in den 
Bereichen der Zufriedenheit und Akzeptanz des eigenen Körpers, der psychischen Befindlichkeit und 
weiteren eßstörungstypischen Bereichen erfaßt. Eine weitere Frage bezog sich auf die individuellen 
Erfahrungen der Kursteilnehmer.  
Für den quantitativen Teil der Untersuchung kam dabei ein Fremdwartegruppen-Design zur 
Anwendung. Eine Gruppe von 15 eßgestörten Patienten (mit Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und 
Adipositas) nahm zusätzlich zur Standardtherapie an einem speziell auf die Eßstörungsproblematik 
abgestimmtem Feldenkrais-Kursprogramm mit neun Terminen innerhalb von vier Wochen teil. Diese 
Gruppe wurde mit einer weitgehend parallelisierten Kontrollgruppe verglichen, die Standardtherapie 
ohne Feldenkrais erhielt. Die Patienten beider Gruppen nahmen im Untersuchungszeitraum an keiner 
anderen bewegungstherapeutischen Behandlung teil. Nach Abschluß des Kurses wurden zusätzlich mit 
den Teilnehmern der Experimentalgruppe Interviews durchgeführt.  
Die quantitativen Ergebnisse zeigten Verbesserungen in der Zufriedenheit mit eßstörungsspezifischen 
problematischen Körperzonen und der eigenen Gesundheit, sowie der Akzeptanz und Vertrautheit mit 
dem eigenen Körper. Weiter zeigte sich eine Zunahme von spontanem und selbstsicherem Verhalten, die 
Abnahme eines Gefühls der Hilflosigkeit sowie des Wunsches, in die Sicherheit der frühen Kindheit 
zurückzukehren. 
Die qualitativen Ergebnisse, die sich auf offene Fragen und Interviews stützten, weisen auf die 
Förderung der Körperbewußtheit, Klärung des Körperbildes und die entspannende und angenehme 
Wirkung der Stunden hin. Es wurden Tranceerfahrungen und - insbesondere während der Atemstunden - 
emotionale Erlebnisse berichtet. Sieben Teilnehmer gaben positive Wirkungen in bezug auf ihre 
Eßstörungsproblematik an. Die angesprochenen Bereiche sind dabei die übermäßige gedankliche 
Beschäftigung mit Essen, Figur und Gewicht, Veränderungen des Körperbildes, die Wahrnehmung 
innerer Reize wie Hunger und Sattheit sowie alternative Verhaltensweisen bei einem Heißhungeranfall. 
Für manche Kursteilnehmer ergaben sich allerdings in bestimmten Stunden auch Probleme wie Übelkeit 
oder Schwindelgefühle. Schließlich wurde von einer Integration von Übungselementen in den Alltag 
berichtet und acht Personen bekundeten ihr Interesse an einer Fortsetzung des Kurses und weiterer 
Beschäftigung mit der Feldenkrais-Methode. 



Kapitel 1.  EINFÜHRUNG 5 

Inhaltsverzeichnis 
 
 
Vorwort 
 
Zusammenfassung 
 
1  Einführung........................................................................................................................1 
 
2  Die Feldenkrais-Methode................................................................................................3 
     2.1 Geschichtliche Entwicklung der Feldenkrais-Methode ...........................................3 
     2.2 Einordnung der Feldenkrais-Methode.......................................................................7 
     2.3 Theoretischer Ansatz der Feldenkrais-Methode.....................................................10 
           2.3.1 Über das Lernen ..............................................................................................10 
           2.3.2 Die Einheit von Körper und Geist ..................................................................12 
           2.3.3 Selbstbild..........................................................................................................13 
           2.3.4 Bewegung als bester Weg einer Veränderung...............................................15 
           2.3.5 Gesundheit .......................................................................................................17 
           2.3.6 Bewußtheit .......................................................................................................18 
     2.4 Zwei Feldenkrais-Verfahren ....................................................................................20 
           2.4.1 Die Einzelbehandlung 'Funktionale Integration' ...........................................21 
           2.4.2 Die Gruppenmethode 'Bewußtheit durch Bewegung' ...................................23 
     2.5 Forschung..................................................................................................................28 
     2.6 Anwendungsbereiche................................................................................................30 
 
3  Eßstörungen................................................................................................................... 32 
     3.1 Anorexia nervosa ......................................................................................................32 
           3.1.1 Symptomatik....................................................................................................32 
           3.1.2 Diagnose...........................................................................................................33 
           3.1.3 Epidemiologie ..................................................................................................34 
           3.1.4 Erklärungs- und Behandlungsansätze ............................................................34 
     3.2 Bulimia nervosa ........................................................................................................36 
           3.2.1 Symptomatik....................................................................................................36 
           3.2.2 Diagnose...........................................................................................................37 
           3.2.3 Epidemiologie ..................................................................................................38 
           3.2.4 Erklärungs- und Behandlungsansätze ............................................................38 
     3.3 Adipositas..................................................................................................................40 
           3.3.1 Symptomatik....................................................................................................40 



Kapitel 1.  EINFÜHRUNG 6 

           3.3.2 Diagnose...........................................................................................................41 
           3.3.3 Epidemiologie ..................................................................................................42 
           3.3.4 Erklärungs- und Behandlungsansätze ............................................................42 
     3.4 Gemeinsamkeiten der verschiedenen Eßstörungen ................................................44 
     3.5 Die Behandlung von Eßstörungen in der Medizinisch-  
           Psychosomatischen Klinik Roseneck ......................................................................45 
 
4  Zusammenfassung theoretischer Grundlagen und  
    Zielsetzung der Untersuchung .................................................................................... 48 
 
5  Fragestellung.................................................................................................................. 50 
 
6  Untersuchungsdesign.................................................................................................... 51 
     6.1 Fremdwartegruppen-Design.....................................................................................51 
     6.2 Gruppenbildung ........................................................................................................51 
     6.3 Zeitlicher Ablauf.......................................................................................................52 
     6.4 Kursprogramm und Kursleitung ..............................................................................53 
     6.5 Praktische Durchführung..........................................................................................54 
 
7  Beschreibung der Stichprobe ...................................................................................... 56 
     7.1 Diagnose, Alter und Vorbehandlungszeit ...............................................................56 
     7.2 Familienstand und Schulbildung .............................................................................57 
     7.3 Parallelisierung der Stichproben..............................................................................57 
     7.4 Vorerfahrung.............................................................................................................58 
 
8  Beschreibung der Erhebungsinstrumente................................................................. 60 
     8.1 Zufriedenheit mit dem eigenen Körper ...................................................................60 
     8.2 Akzeptanz des eigenen Körpers...............................................................................61 
     8.3 Psychische Befindlichkeit ........................................................................................61 
     8.4 Anorexia-nervosa-Inventar zur Selbstbeurteilung..................................................62 
     8.5 Eating Disorders Inventory ......................................................................................63 
     8.6 Offene Fragen ...........................................................................................................64 
     8.7 Interviews ..................................................................................................................64 
           8.7.1 Das halbstrukturierte Interview......................................................................64 
           8.7.2 Der Interviewleitfaden ....................................................................................65 
           8.7.3 Durchführung der Interviews..........................................................................66 
 
9  Darstellung der Ergebnisse ........................................................................................ 67 



Kapitel 1.  EINFÜHRUNG 7 

     9.1 Zufriedenheit mit dem eigenen Körper ...................................................................67 
     9.2 Akzeptanz des eigenen Körpers...............................................................................70 
     9.3 Psychische Befindlichkeit ........................................................................................72 
     9.4 Anorexia-nervosa-Inventar zur Selbstbeurteilung..................................................73 
     9.5 Eating Disorders Inventory ......................................................................................75 
     9.6 Offene Fragen ...........................................................................................................78 
           9.6.1 Fazit des Kurses und bedeutsame Erfahrungen 
                    während des Kurses.........................................................................................79 
           9.6.2 Erlebte Veränderungen ...................................................................................80 
           9.6.3 Erlebte Veränderungen der Körperwahrnehmung ........................................80 
           9.6.4 Einschätzung der Feldenkrais-Stunden..........................................................81 
     9.7 Auswertung der Interviews ......................................................................................83 
           9.7.1 Kategorie 1: Allgemein intensivere und bewußtere  
                    Körperwahrnehmung.......................................................................................85 
           9.7.2 Kategorie 2: Spezifische kinästhetische Erfahrungen...................................86 
           9.7.3 Kategorie 3: Entspannende und beruhigende Wirkung ................................87 
           9.7.4 Kategorie 4: Angenehme Übungen und sonstige  
                    angenehme Empfindungen .............................................................................88 
           9.7.5 Kategorie 5: Tranceinduzierende Wirkung....................................................89 
           9.7.6 Kategorie 6: Positive Wirkungen im Bereich  
                    der Eßstörungsproblematik .............................................................................90 
           9.7.7 Kategorie 7: Emotionale Erfahrungen während der Stunden.......................94 
           9.7.8 Kategorie 8: Weitere Wirkungen....................................................................95 
           9.7.9 Kategorie 9: Probleme während der Stunden ................................................95 
           9.7.10 Kategorie 10: Störungen von außen .............................................................96 
           9.7.11 Kategorie 11: Unangenehme Übungselemente ...........................................97 
           9.7.12 Kategorie 12: Schwierigkeiten, einen Zugang zu finden, 
                      oder geringes Interesse..................................................................................97 
           9.7.13 Kategorie 13: Integration von Übungselemente in den Alltag...................98 
           9.7.14 Kategorie 14: Interesse an weiterer Beschäftigung 
                      mit der Feldenkrais-Methode........................................................................99 
 
10 Diskussion.................................................................................................................... 100 
     10.1 Verhältnis zum eigenen Körper ...........................................................................101 
     10.2 Psychische Befindlichkeit ....................................................................................103 
     10.3 Spezifische Eßstörungsproblematik ....................................................................103 
     10.4 Offene Fragen .......................................................................................................105 
     10.5 Interviews ..............................................................................................................106 



Kapitel 1.  EINFÜHRUNG 8 

     10.6 Zusammenfassung und Ausblick .........................................................................110 
 
11 Literaturverzeichnis .................................................................................................. 113 
 
Anhang 
  A: Fragebögen zu Meßzeitpunkt 1 und 2 
  B: Wortlaut des Kursverlaufs 
  C: Transkripte der Interviews 
  D: Zusammenstellung der Antworten auf die offenen Fragen 
 



Kapitel 1.  EINFÜHRUNG 9 

1. Einführung  
 
Das Interesse an körperorientierten Zugängen in der Behandlung seelisch und psycho-
somatisch Kranker, aber auch zur Persönlichkeitsförderung von gesunden Menschen ist 
in den letzten Jahren ständig gewachsen. Offenbar nimmt in unserer Kultur das Bewußt-
sein zu, daß der "lebendige, wahrnehmungs- und ausdrucksfähige Leib als 'Grundlage 
der Person' zum Zentrum eines neuen Lebensverständnisses" werden muß (Petzold, 
1992, S. 7). Aufgrund der Verarmung sinnlicher Erfahrung in der modernen 
Industriegesellschaft, einem bewegungsinaktiven Lebensstil, der Überforderung des 
Körpers durch Streßsituationen und der Zunahme psychosomatischer Erkrankungen 
finden die Körper-, Bewegungs-, Leib- und Atemtherapien immer stärkeres Interesse.  
Die Körpertherapien - die lange eine Stellung am Rand der etablierten psychiatrischen 
und psychotherapeutischen Behandlungsverfahren einnahmen - werden in der akademi-
schen Psychologie und klinischen Psychotherapie vermehrt zur Kenntnis genommen 
und können als ein neues Paradigma in der Psychotherapie betrachtet werden, das die 
traditionellen Wege in sinnvoller Weise ergänzt. 
Die Mehrzahl der körperorientierten Verfahren geht auf die bahnbrechenden Arbeiten 
von Wilhelm Reich (1970, 1972) zurück. Inzwischen sind aber, insbesondere auf dem 
Hintergrund der Humanistischen Psychologie, auch andere Strömungen stärker gewor-
den, etwa integrierte Ansätze, die verschiedene Ansätze von Körper- und Psychothera-
pie verbinden sowie aus dem Bereich der gestalttherapeutischen Verfahren der Leibar-
beit oder der Bewegungstherapie. 
 
Eines dieser Verfahren ist die ganzheitliche Bewegungspädagogik, die von dem 
Physiker und Judolehrer Moshé Feldenkrais entwickelt wurde. Nach der ersten 
theoretischen Begründung 1949 entwickelte Feldenkrais die Methodik seiner 
Gruppenmethode wie auch der Einzelbehandlung kontinuierlich weiter. Nach weiteren 
Veröffentlichungen Ende der 60er Jahre und einer erfolgreichen Praxis verbreitet sich 
die Feldenkrais-Methode seither und findet heute zunehmendes Interesse und 
Anwendung in den verschiedensten Bereichen, wie z.B. in der Psychosomatik und der 
Behandlung von Eßstörungen. 
 
Eßstörungen, wie Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas sind in den letzten 
Jahren stark angestiegen und haben vermehrt Beachtung gefunden, was auch die Viel-
zahl der Veröffentlichungen zu diesem Thema zeigt. Bei der Entstehung und Sympto-
matik dieser Erkrankungen ist das gestörte Verhältnis zum eigenen Körper ein entschei-
dender Faktor. So ist z.B. eine verzerrte Körperwahrnehmung wie auch eine gestörte 



Kapitel 1.  EINFÜHRUNG 10 

Wahrnehmung von proprio- und interozeptiven Reizen typisch für alle Formen von Eß-
störungen. 
 
Die Anwendung körper- und bewegungstherapeutischer Verfahren in der stationären 
Behandlung von Eßstörungspatienten liegt deshalb nahe. Die Einbindung der Felden-
krais-Methode als integrativer Bestandteil eines stationären Therapieprogramms, wie 
dies seit einigen Jahren in der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck prakti-
ziert wird, ist jedoch neu. 
 
Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Arbeit liegt nun bei der ersten Erfassung von Wir-
kungen eines Feldenkrais-Kursprogramms im Rahmen eines stationären Therapiepro-
gramms einer psychosomatischen Klinik. Die Beschreibung dieser Wirkungen und der 
individuellen Erfahrungen der Teilnehmer an diesem Kursprogramm sollen Anregungen 
geben für weitere Forschung und für die Weiterentwicklung der Anwendungen der 
Feldenkrais-Methode im Bereich der Eßstörungen und der Psychosomatik im 
allgemeinen. 
 
Vor der Darstellung der praktischen Durchführung der Untersuchung an der Klinik Ro-
seneck, wird im folgenden zunächst der theoretische Hintergrund und die Praxis der 
Feldenkrais-Methode dargestellt sowie auf die verschiedenen Formen von Eßstörungen 
und deren Gemeinsamkeiten eingegangen. 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 11 

2. Die Feldenkrais-Methode 
 

"Gründliche Änderungen, wenn sie von Dauer sein sollen, sind 
undenkbar, ohne Umbildung der muskulären und der Verhal-
tensgewohnheiten überhaupt. Der ganze Mensch muß in Bewe-
gung kommen. Denkbahnen und Eßverhalten, Gewohnheiten 
des Gefühls und der Atmung, Geschlechtsleben, Haltung, Gang, 
kurz: der Gebrauch und Umgang mit sich selbst wie mit 
anderem und anderen bedürfen der Umerziehung." (Feldenkrais, 
1987a, S. 220) 

 
Im folgenden Kapitel wird zunächst die geschichtliche Entwicklung der Feldenkrais-
Methode dargestellt und anschließend ein kurzer Überblick über eine mögliche Einord-
nung im Bereich der körper- und bewegungstherapeutischen Verfahren gegeben. 
Danach wird näher auf die theoretischen Grundlagen der Methode eingegangen, um 
dann die beiden Verfahrensweisen 'Funktionale Integration' und 'Bewußtheit durch 
Bewegung' zu erläutern. Zum Schluß werden verschiedene Anwendungs- und 
Forschungsgebiete beschrieben. 
 
 
2.1 Geschichtliche Entwicklung der Feldenkrais-Methode 
 
1904 in Rußland geboren entschloß sich Moshé Feldenkrais im Alter von 15 Jahren 
seine Eltern zu verlassen und ins damalige Palästina zu gehen. Er arbeitete dort fünf 
Jahre lang als Pionier, später als Landvermesser und besuchte in der Folge das Gymna-
sium. Er interessierte sich für Psychologie, Pädagogik und Jiu-Jitsu und lehrte diese 
Kunst der Selbstverteidigung in der palästinensischen Bürgerwehr, wobei die Bewegun-
gen möglichst optimal sein mußten, da es in den Straßenkämpfen der damaligen Zeit 
oftmals ums Überleben ging (Leri, 1986). Sein Interesse in Jiu-Jitsu (und später in Judo) 
sowie die erste Beschäftigung mit der 'Selbstverbesserungs-Philosophie' von Emile 
Coué waren richtungsweisend für sein Denken. Nachdem er 1929 sein erstes Buch über 
'Jiu-Jitsu und Selbstverteidigung' geschrieben hatte, übersetzte und kommentierte der 
junge Autor Coués berühmtes Buch über Autosuggestion ins Hebräische. 
Neben diesen Aktivitäten arbeitete Feldenkrais als Nachhilfelehrer und er war stolz dar-
auf, Kindern mit Lernschwierigkeiten zu helfen, sich für das Lernen zu interessieren, 
ohne sie dazu zu zwingen. Diese pädagogische Haltung stammte aus der Philosophie 
des Jiu-Jitsu, niemals direkt gegen den Widerstand des Gegners vorzugehen, sondern 
dessen eigene Stärke zu benutzen, um ihn zu kontrollieren. Diese Idee wurde später 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 12 

zentral für Feldenkrais' Denken: Geh' niemals gegen die Mechanismen des Widerstands 
eines Menschen, sondern arbeite positiv damit, um der Person zu helfen, sich zu 
verbessern (Hanna, 1984). 
Feldenkrais bekam ein Stipendium und studierte in Paris Elektroingenieurswissenschaft. 
Er schloß 1933 sein Studium zum Diplomingenieur ab, wurde im gleichen Jahr For-
schungsassistent von Frederic-Juliot Curie im berühmten Laboratorium, in dem 
Madame Curie gearbeitet hatte, und erwarb sich in der Folge einen Doktortitel in Physik 
an der Sorbonne in Paris. 
In Paris traf er auch Dr. Jigoro Kano, den Begründer des modernen Judo, wurde dessen 
Schüler und erlangte als erster Europäer einen schwarzen Gürtel im Judo. Bereits 1934 
hatte er den 'Jiu-Jitsu-Club de France' gegründet, der sich bald über das ganze Land 
ausbreitete. Vor dem Einmarsch der deutschen Nazis in Frankreich floh Feldenkrais 
nach England und arbeitete dort in der U-Boot-Ortungsforschung der Alliierten und als 
Judolehrer. In dieser Zeit schrieb er drei Bücher über Judo, diesmal in englischer Spra-
che (Feldenkrais, 1941, 1944, 1952). Es war die Kombination aus seinem Wissen über 
Mechanik und seinen Experimenten, die Judo-Konzepte beim Lernen von Bewegungen 
anzuwenden, die den Ursprung seiner berühmten 'Feldenkrais-Übungen', später 
'Bewußtheit durch Bewegung' genannt, bildeten (Hanna, 1984).  
In dieser Zeit verschlimmerte sich zudem eine alte Knieverletzung bei der Arbeit auf 
den rutschigen U-Boot-Decks, seine Gehfähigkeit war ernsthaft gefährdet und es drohte 
eine Operation mit ungewissem Ausgang. Feldenkrais beschloß aber, sich der Operation 
nicht zu unterziehen und experimentierte statt dessen mit seinen Bewegungen und so 
gelang es ihm, seine Gehfähigkeit völlig wiederherzustellen (Reese, 1991a). 
 
Er beschäftigte sich während der Kriegsjahre weiter mit Psychologie, insbesondere der 
Psychoanalyse, bei der er eine Zeit als Analysand engagiert war, dehnte diese Studien 
aber nun auf Anatomie und Neurophysiologie aus. Zwei andere wichtige Einflüsse in 
dieser Zeit waren sein Interesse am Werk von F.M. Alexander (Alexander, 1988) und an 
der Philosophie von Gurdieff. Alexander zeigte als erster, daß die Körperhaltung nicht 
fixiert oder statisch ist, sondern durch bestimmte Praktiken verändert und verbessert 
werden kann. Und Gurdieff argumentierte, neben vielen anderen, daß die persönliche 
Entwicklung ein lebenslanger Prozeß fortdauernder Veränderungen und 
Verbesserungen der Selbst-Bewußtheit von Geist und von Körper ist. 
 
1949 publizierte Feldenkrais sein wissenschaftliches Hauptwerk 'Body and Mature Be-
haviour' mit dem Untertitel: 'A Study of Anxiety, Sex, Gravitation and Learning'. Hier 
zeigte sich das eigentümliche Gemisch von Interessen, die er seit den zwanziger Jahren 
verfolgt hatte: Psychotherapie, Psychoanalyse, Physik und Selbsterziehung. Zentral für 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 13 

das Buch ist die Einsicht, daß das psychologische Phänomen von Angst und Furcht be-
gründet ist in der unkonditionierten, reflexhaften Angst vor dem Fallen, einer autonomen 
Reaktion, die durch Erregung des vestibulär-auditiven Systems ausgelöst wird und durch 
die eine Kontraktion aller Beugemuskeln und simultan dazu eine Hemmung aller Streck-
muskeln bewirkt wird. 
Dies als unkonditionierten, frühkindlichen Reflex betrachtend, fordert er das gesamte 
Feld der Psychotherapie - insbesondere der Psychoanalyse - heraus, indem er argumen-
tiert, daß alle anderen Ängste und Gefühle der Furcht als konditionierte, gelernte Reak-
tionen auf die angeborene Angst vor dem Fallen entstehen. So wie Freud die Angst als 
zentrales Problem der Neurose angesehen hat, behauptet Feldenkrais zusätzlich, daß 
alle Neurosen durch eine aufeinanderfolgende Serie von Konditionierungen entstehen, 
die auf der unkonditionierten Fall-Angst basieren. Deshalb wird jeder psychotherapeu-
tischen Behandlung, der es nicht gelingt, diese gelernten Reaktionen muskulärer Ge-
wohnheit aufzuheben, es auch nicht gelingen, die Neurose zu beseitigen (Hanna, 1984). 
Dieser Sichtweise am nächsten kam Wilhelm Reich (1970, 1972), der behauptete, daß 
orgasmische Impotenz der Ursprung der Angst sei, was im wesentlichen eine Somatisa-
tion von Freuds Position war. Feldenkrais geht in 'Body and Mature Behaviour' weit 
über diesen Standpunkt Reichs hinaus, indem er den Ursprung der Angst in einem all-
gemein anerkannten physiologischen Mechanismus der menschlichen Spezies 
begründet (vgl. Ayres, 1984, S. 20). 
Reich behauptete, daß jeder Neurotiker eine sexuelle Dysfunktion hat. Feldenkrais be-
hauptete etwas viel allgemeineres: daß jeder Neurotiker eine Person ist, dessen Beuge-
muskeln gewohnheitsmäßig kontrahiert sind, wodurch die Bauchmuskulatur verhärtet, 
Atmung und Verdauung eingeschränkt sind und so Übelkeit, Schwindelgefühl und das 
Gefühl der Angst entstehen können. Flacher Atem und angespannter Brustkorb und 
Bauch sind, nach Feldenkrais, eine allgemeine Begleiterscheinung der Erfahrung der 
Angst. Orgastische Impotenz aufgrund einer Rigidität des Beckens ist daher nur eine 
von vielen physiologischen Dysfunktionen, die aus diesem Flexor-Reflex heraus 
entstehen. 
Freuds Denken bildete hier eine Basis für das allgemeinere Ziel der Entwicklung eines 
Erziehungsprogramms zur Verbesserung menschlicher Funktionsstörungen, das eher an 
Lehren und Lernen interessiert war, als an Krankheit und Heilung. Die Frage von Angst 
und Neurose lieferte einen Ausgangspunkt, von dem aus diese Probleme als weit mehr 
als psychologische Probleme gesehen werden konnten: als allgemeine Probleme von 
fehlangepaßtem Verhalten, das auf einer somatischen Grundlage beruht. Aus diesem 
Blickwinkel heraus wird deutlich, daß neurotisches Fehlverhalten nicht effektiv verän-
dert werden kann, indem allein das Unbewußte bewußt gemacht wird, sondern es muß 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 14 

sich zudem der physiologische Habitus ändern, der die zugrundeliegende Struktur der 
unbewußten Tiefen des menschlichen Verhaltens bildet. 
40 Jahre bevor Neurophysiologen wie der Nobelpreisträger Roger Sperry es 
verkündeten, vertrat Feldenkrais die Ansicht, daß der wesentliche Ausdruck der 
Gehirnfunktion die motorische Aktivität ist: neben internen endokrinologischen 
Vorgängen sind alle Aktionen des Gehirns muskulärer Art. Die motorische Aktivität ist 
demnach das Zentrum aller menschlichen Aktivität und gelernte Gewohnheiten 
motorischer Aktivität sind der Ursprung von emotionaler Instabilität und 
Verhaltensstörungen. Deshalb ist, nach Feldenkrais, die Neu-Erziehung muskulärer und 
haltungsmäßiger Gewohnheiten der einzig durchgreifende und gründliche Weg, um den 
ganzen psycho-physischen Organismus zu verbessern. Eine Behandlung, die die 
physiologischen Grundlagen des Verhaltens nicht oder nur oberflächlich berührt, reicht 
dazu nicht aus. Muskuläre Umerziehung ist, nach Feldenkrais, der angemessene 
Ausgangspunkt. Denn sobald die muskulären Gewohnheiten des Angst-Musters 
verändert sind, entfällt für die meisten Menschen die Notwendigkeit einer 
Psychotherapie. Wenn sie es dennoch wünschen, sind sie nun bereit, optimal davon zu 
profitieren. Die meisten Personen können aber ihr Leben selbstverantwortlich gestalten, 
wenn erst die Angst ihre Spitze verloren hat durch die Auflösung unkontrollierbarer 
muskulärer Spannungen (Hanna, 1984). 
 
So wurde in 'Body and Mature Behaviour' (Feldenkrais, 1949) die Theorie einer, in 
diesem Sinn ganzheitlichen, somatischen Erziehung formuliert, aber ein konkretes 
praktisches Programm wurde erst angedeutet. Während dieser Jahre arbeitete 
Feldenkrais in London aber bereits mit Bewegungs-Klassen, die durch die Judo-
Philosophie inspiriert waren und lehrte auf zwei Arten: indem er Gruppen von Leuten 
mit Hilfe verbaler Instruktion durch bestimmte Bewegungsmuster führte und 
gelegentlich, indem er mit seinen eigenen Händen bestimmte Hinweise dazu gab 
(Hanna, 1984). Dies war der Anfang der beiden Feldenkrais-Techniken, die er in der 
Folge weiter entwickelte. 
 
1949 verließ Feldenkrais England und wurde Direktor der elektronischen Abteilung des 
israelischen Verteidigungsministeriums. Er fuhr fort die Einzeltechnik 'Funktionale 
Integration' zu entwickeln und zu praktizieren und begann reguläre Klassen in der 
Gruppenmethode 'Bewußtheit durch Bewegung' zu geben, wobei die beiden Verfahren 
erst später, in der Zeit in den USA, diese Namen erhielten. So begab sich z.B. der erste 
israelische Premierminister David Ben-Gurion bei Feldenkrais in Behandlung und half 
ihm bei der Ausstattung eines ständigen Instituts in Tel Aviv, das noch heute besteht. In 
diesem Institut war Feldenkrais bis Mitte der siebziger Jahre hauptsächlich tätig und 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 15 

machte sich durch erfolgreiche Arbeit mit international bekannten Persönlichkeiten und 
Künstlern sowie einer großen Anzahl schwerkranker, von der Schulmedizin oft 
aufgegebener Patienten einen Namen. Er war bald in ganz Israel bekannt, insbesondere 
als eine Art Geheimtip für pathologische Fälle, bei denen konventionelles Wissen und 
Diagnose nicht nützten. 
1969 begann Feldenkrais in Tel Aviv eine Gruppe von 13 Landsleuten auszubilden. 
1972 erschien ein weiteres Buch 'Bewußtheit durch Bewegung', das in mehrere 
Sprachen übersetzt wurde. Im selben Jahr wurde Feldenkrais in die USA eingeladen, um 
im Esalen-Institut in Kalifornien einen Monatsworkshop zu geben und in 
Gesundheitsinstituten und Universitäten seine Arbeit vorzustellen. Ein Jahr später gab 
er wiederum einen Monatsworkshop für das Esalen-Institut, im Alter von 69 Jahren und 
noch relativ unbekannt. In dieser Zeit in den USA wurde er u.a. beeinflußt von Milton 
Erickson und Fritz Perls, der Ende der 60er Jahre die Psychotherapie in Esalen populär 
gemacht hatte (McNeely, 1992). 1975 begann Feldenkrais ein dreijähriges 
Trainingsprogramm in San Francisco und wurde während dieser Jahre eine bekannte 
Figur in den USA. Wenige Jahre später begann ein zweites Trainingsprogramm, das 
1980 und 1981 in Amherst, Massachusetts, stattfand und an dem etwa 200 Personen 
teilnahmen. Aufgrund einer Gehirnblutung konnte Moshé Feldenkrais aber diese 
Ausbildung nicht mehr selbst zu Ende führen. Er starb 80jährig im Juli 1984. Seither 
sind in Ausbildungen, deren Richtlinien von Moshé Feldenkrais und seinen engsten 
Schülern festgelegt wurden, über 1000 Feldenkrais-Lehrer ausgebildet worden. 
Feldenkrais schrieb fünf Bücher über seine Methode (Feldenkrais, 1949, 1978, 1981, 
1987a, 1989) und sein Lehren ist in vielen Stunden auf Ton- und Videobändern 
aufgezeichnet.  
 
 
2.2 Einordnung der Feldenkrais-Methode 
 
Aus der Beschreibung der Entwicklung der Methode geht hervor, daß die Feldenkrais-
Methode ein Verfahren der somatischen Erziehung ist, das über Bewegung einen 
Zugang zur Veränderung der ganzen Person sucht. Mit somatisch ist dabei die 
lebendige, von innen kommende Wahrnehmung von sich selbst gemeint, im 
Unterschied zur von außen kommenden Wahrnehmung dessen, was wir einen "Körper" 
nennen (Hanna, 1990, S. 34). 
 
Es werden hier die verschiedenen Möglichkeiten, die Feldenkrais-Methode 
einzuordnen, kurz erwähnt, da dies in der Praxis sehr unterschiedlich gehandhabt wird.  
 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 16 

Moshé Feldenkrais (1987a) selbst beschreibt seine Arbeit folgendermaßen:  
Das Verfahren, das ich vorschlage, ist keine Behandlung, sondern 
Umerziehung des Erwachsenen. Prophylaxe und Therapie erweisen 
sich hier demnach als bloße Nebenerscheinung funktions- und das be-
deutet menschengerechten Umlernens. Und so, meine ich, sollte es 
auch sein; denn zumal wenn Krankheit nur allzu oft fehlgesteuertes 
Lernen ist, so geht es um Lehren und Lernen, und nicht um Krankheit 
und Heilung. (S. 221) 

So ist die Feldenkrais-Methode von ihrem Selbstverständnis her "eine Lernmethode und 
keine medizinische oder therapeutische Heilbehandlung" (Deutsche Feldenkrais-Gilde, 
1992, S. 1). Sie hat eine Reedukation erworbener Bewegungs- und Verhaltensmuster 
zum Ziel und basiert stark auf neurophysiologischen und -psychologischen 
Grundprinzipien, wie sie in der Bewegungsentwicklung des Menschen zum Tragen 
kommen. Wegen der zentralen Stellung, die das Um- und Neulernen in der Methode 
einnimmt, ist sie deshalb eindeutig keine medizinische oder paramedizinische 
Arbeitsweise, sondern muß als pädagogisch im weitesten Sinn des Wortes betrachtet 
werden (Wurm, 1986). Trotzdem ergeben sich aus der Natur der Sache und den 
Grundlagen der Arbeit Überschneidungen (vgl. Kap. 2.6). 
 
In der psychologischen Literatur wird die Feldenkrais-Methode den Körpertherapien 
zugeordnet. Petzold (1992) spezifiziert dabei die Körpertherapien folgendermaßen: 
1. Funktionale Körpermethoden 
Zu ihnen gehören verschiedene westliche Methoden der Atemtherapie, bewegungsori-
entierte Methoden wie die Alexander-Technik; die Feldenkrais-Methode oder die Eu-
tonie, Sensory Awareness, Relaxationsmethoden und verschiedene Massageverfahren. 
Die funktionalen Ansätze sind auf das 'richtige' Atmen, Bewegen, Entspannen zentriert. 
Sie wirken im 'Streueffekt' auch psychotherapeutisch, ohne biographisch aufdeckend zu 
arbeiten. 
2. Konfliktorientierte Körperverfahren 
Zu ihnen gehören die klassische reichianische Vegetotherapie, die Orgontherapie, wie 
sie Reich in seiner letzten Schaffensperiode entwickelt hat, und die verschiedenen 
neoreichianischen Verfahren, darunter das bekannteste, die bioenergetische Analyse von 
A. Lowen (1988). Diesen Ansätzen geht es um das Aufdecken "im Körper verdrängten 
traumatischen Materials", das zu Blockierungen des vitalen Energieflusses, zur 
muskulären Panzerung geführt hat. 
3. Integrative Verfahren 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 17 

Die Bioenergetik, die Thymopraktik und die Lomi-Therapie haben sowohl konfliktzen-
trierte als auch funktionale Methoden entwickelt, die kombiniert oder auch separat ein-
gesetzt werden können (Petzold, 1992, S. 243) 
Die Feldenkrais-Methode wird also von Petzold (1992) in dieser rein westlich orientier-
ten Betrachtungsweise als bewegungsorientierte Methode den Funktionalen Körperthe-
rapien zugeordnet. 
In den alten östlichen Traditionen existieren eine Vielzahl weiterer Systeme von Bewe-
gungs- und Körpertherapie, die in unserem Jahrhundert die Entwicklung westlich ge-
prägter Verfahren zweifellos mitgeprägt haben. Gerade in letzter Zeit werden asiatische 
Methoden wie Yoga (Cubley, 1976), T'ai Chi, Judo, Aikido, Shiatsu, Chi Gong und an-
dere im Westen zunehmend populärer und darüber hinaus entstehen Ansätze, die west-
liche und östliche Einflüsse verbinden (Leigh, 1989). 
Alle diese Methoden haben viele Prinzipien gemeinsam. Sie orientieren sich an 
Entwicklung, Wachstum und Förderung von vorhandenen Potentialen des Organismus 
und der ganzen Person (Milz, 1992) und teilen die Annahme einer engen wechselseiti-
gen Beziehung zwischen körperlichen und psychologischen Funktionen. Sie gehen da-
von aus, daß sich eine überdauernde psychotherapeutische Veränderung nur einstellt, 
wenn sich auch die Körperbewußtheit des Individuums verändert. Sie gehen weiter da-
von aus, daß es Zeit und Energie erfordert, um Körperbewußtheit zu entwickeln, und 
daß Körperbewußtheit eine Fähigkeit ist, die gelernt und praktiziert werden muß 
(Pruzinsky, 1990). 
 
Im Psychotherapieführer von Kraiker und Peter (1991) wird die Feldenkrais-Methode in 
der Rubrik "Weitere Entspannungsverfahren" erwähnt. Nach Feldenkrais (1988a, S. 
185) ist seine Methode aber "keine Entspannung, denn wirkliche Entspannung kann nur 
durch vollständige Ruhigstellung erreicht werden. Das Ziel ist nicht komplette Entspan-
nung, sondern gesunde, kräftig leichte und angenehme Anstrengung". 
 
Eine weitere Einordnung nimmt die deutsche Stiftung Warentest vor, von der alle 
möglichen Verfahren aus dem Gesundheitsbereich untersucht und beurteilt wurden. 
Hier wird die Feldenkrais-Methode unter 'Unkonventionelle Heilmethoden' eingestuft 
(Stiftung Warentest, 1992). Nach Überzeugung des Leiters der Forschungsgruppe der 
deutschen Feldenkrais-Gilde wird aber in fünf bis zehn Jahren ein allgemeines 
Theoriekonzept der Feldenkrais-Methode - das bis heute noch aussteht - formuliert sein. 
Dadurch wird die Feldenkrais-Methode aus der Grauzone eines alternativen 
Behandlungsverfahrens herauskommen und allgemein als Grundlagendisziplin 
anerkannt werden. Und zwar nicht als eine weitere krankengymnastische Technik oder 
paramedizinische Arbeitsweise, sondern als eigenständige Disziplin der 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 18 

Bewegungswissenschaft, wobei dieser Prozeß in den USA ("Movement Science", 
"Kinesiologie") bereits weiter fortgeschritten ist als in Deutschland (Roger Russell, 
persönliche Mitteilung, April 1993). 
Nach diesem Überblick über die Entwicklung der Feldenkrais-Methode und die Mög-
lichkeiten der Einordnung werden nun die theoretischen Grundlagen näher erörtert. 
 
 
2.3 Theoretischer Ansatz der Feldenkrais-Methode 
 
In diesem Kapitel sollen wesentliche Grundlagen und Annahmen der Feldenkrais-
Methode ausführlicher dargestellt werden. 
 
2.3.1 Über das Lernen 
 
Wie aus dem vorangegangenen Kapitel zur Einordnung hervorgeht, ist die Feldenkrais-
Methode nach ihrer Selbsteinschätzung ein Verfahren der somatischen Erziehung, also 
eine Lernmethode. 
Die Art von Lernen, die in der Feldenkrais-Methode zur Anwendung kommt, ist organi-
sches Lernen. Damit ist die Art und Weise gemeint, wie Kleinkinder und Kinder durch 
Versuch und Irrtum lernen, den Kopf zu heben, zu krabbeln, zu gehen etc.. Dieses 
organische Lernen ist langsam und kümmert sich nicht um die Bewertung etwaiger 
Ergebnisse als gut oder schlecht. Es hat keinen erkennbaren Zweck und wird einzig 
gelenkt von dem Gefühl der Befriedigung, das sich einstellt, wenn ein neuer Versuch als 
weniger ungeschickt empfunden wird als der vorangegangene (Feldenkrais, 1987a). 
Insbesondere die Bewegungslektionen der Gruppenmethode, die sich z.B. mit Bewe-
gungsmustern wie Saugen, Greifen, Rollen, Krabbeln beschäftigen und auch der Auge-
Hand-Koordination eine große Wichtigkeit beimessen, lassen dabei den Einfluß des 
Entwicklungsmodells von Piaget auf Feldenkrais' Auffassung der kindlichen Entwick-
lungsstadien erkennen (Feldenkrais, 1987b, S. 7). 
 
Tiere sind bei der Geburt mit den meisten Verhaltensmustern ausgestattet, die sie wäh-
rend ihres Lebens benutzen werden und die Größe ihres Gehirns ändert sich in ihrer 
Entwicklung nur wenig. Der Mensch hat von allen Säugern das komplexeste 
Zentralnervensystem, hat aber bei der Geburt nur einige wenige Reflexe zur Verfügung. 
Wir lernen die meisten Muster, die wir zum Überleben brauchen, und im 
Erwachsenenalter ist unser Gehirn etwa fünfmal so groß wie bei der Geburt. Im 
Vergleich zu Tieren haben wir eine unendliche Kapazität, verschiedenste 
Verhaltensmuster zu erlernen.  



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 19 

Der Mensch geht auf seinen zwei Beinen. In der aufrechten Haltung ist der 
physikalische Schwerpunkt auf der höchstmöglichen Ebene und daraus entsteht ein 
labiles Gleichgewicht, in dem die potentielle Energie maximal ist. Der stehende Körper 
ist daher jederzeit bereit zu Bewegung in alle Richtungen. Die aufrechte Haltung ist also 
eine biologische Qualität des menschlichen Körperbaus. Deshalb sollte Aufrecht-Stehen 
keinerlei Empfindung von Anstrengung, Halten oder bewußtem Tun beinhalten. Die 
aktuelle Haltung ist aber immer das Resultat aus den angeborenen Mechanismen der 
Körperstruktur, und daraus, was wir gelernt haben, um uns unserer physikalischen und 
sozialen Umgebung anzupassen (Wurm, 1986). 
Die Bahnen im Nervensystem eines Embryos, eines Kleinkindes und eines Kindes wer-
den nach Feldenkrais durch die Erfahrungen, die es in seiner spezifischen Umwelt 
macht, gleichsam verdrahtet. Ein solches organisches Lernen kann aber auch Unvoll-
kommenheiten, Fehler und Mißlingen mit sich bringen. So ist vieles von dem, was wir 
gelernt haben, zum Schaden des Systems, weil es unter emotionalem Druck oder dem 
Stress von elementaren Bedürfnissen zu einer Zeit gelernt wurde, als unsere 
unmittelbare Abhängigkeit von anderen unsere wirklichen Bedürfnisse verzerrte 
(Wurm, 1986). 
Verläuft der organische Lern- oder Reifungsprozeß im Idealfall reibungslos, werden 
nach und nach alle möglichen Bewegungsmuster entwickelt und integriert. Wird dieser 
Prozeß jedoch aus irgendwelchen Gründen gestört, so bauen sich alle weiteren 
Funktionen auf einem unvollständigen Muster auf. Bewegungsmuster oder Haltungen - 
wobei Haltung als dynamischer Prozeß der Organisation des Körpers im Schwerefeld 
verstanden wird - sind dabei nach Feldenkrais das Resultat einer komplexen 
neuromuskulären Organisation. Dazu müssen Informationen aus verschiedenen Quellen 
koordiniert werden. Feldenkrais (1949) nennt hier als Impulsquellen die 
Gleichgewichtsorgane im Innenohr, die Propriorezeptoren des kinästhetischen Sinns, 
die Rezeptoren der Haut, viszerale Rezeptoren sowie die im Kopf lokalisierten 
Telerezeptoren. 
 
Vom organischen Lernen unterscheidet Feldenkrais die schulische, akademische Lehr- 
und Lernweise unter der Anleitung von Lehrern. Hier soll nach einem bestimmten 
Lehrplan in einer festgesetzten Zeitspanne ein vorgeschriebenes Pensum bewältigt wer-
den. Feldenkrais schreibt dazu (1987a): 

Diese schulische Lehr- und Lernweise hat unsere Eltern geformt, hat 
ihre Überzeugungen geprägt und die Art, wie sie Lernen verstehen. 
Ob sie es noch so gut meinen, Eltern scheinen sich in das organische 
Lernen doch so störend einzumischen, daß viele Therapien die 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 20 

Entstehung und Entfaltung der meisten Dysfunktionen bis zu den 
Eltern zurückführen können. (S. 61) 

In der Feldenkrais-Methode soll nun ein organisches, somatisches Lernen neu ermög-
licht werden, in dem u.a. an möglicherweise unvollständig ausgebildeten motorischen 
Mustern gearbeitet wird und sozusagen eine Nachreifung ermöglicht wird. Ein solches 
Lernen ist nach Feldenkrais lebendig und lebhaft, geschieht bei guter Laune und mit 
häufigen kurzen Pausen und verglichen mit schulischem Lernen ist die Einstellung dazu 
weniger ernst.  
Ein solches Lernen soll zu anderen, neuen Weisen führen, Dinge zu tun, die einer 
bereits tun kann, und so die Möglichkeiten erweitern, frei zu wählen, d.h. neue 
Reaktionsweisen werden geformt, die funktionell angemessener sind. "Wer über nur 
eine Verfahrensweise verfügt, hat keine Wahl als zwischen Tun und Nichttun" 
(Feldenkrais, 1987a, S. 65). In der Praxis der Feldenkrais-Methode soll dies erreicht 
werden durch Differenzierung bekannter, eingefahrener Bewegungs- und 
Verhaltensmuster. Dadurch sollen vielerlei Möglichkeiten verfügbar werden, um auf 
unterschiedliche Situationen jeweils angemessen reagieren zu können. 
 
Um dieses ganzheitliche Verständnis des Lernens näher zu erläutern, soll als nächstes 
auf Feldenkrais' Auffassung der Beziehung von Körper und Geist eingegangen werden. 
 
 
2.3.2 Einheit von Körper und Geist 
 
Die Art und Weise, in der Leib und Seele vereint sind, hat durch die Jahrhunderte die 
Menschen beschäftigt. Der allgemein bekannte Spruch "Ein gesunder Geist in einem 
gesunden Körper" und ähnliche Aussagen drücken diese Verbundenheit aus. Nach 
anderen Auffassungen schafft ein gesunder Geist einen gesunden Körper.  
Feldenkrais behauptet nun, daß die Einheit von Körper und Geist eine konkrete Realität 
ist, daß sie keine in irgendeiner Weise verbundenen Dinge, sondern in ihren Funktionen 
ein untrennbares Ganzes sind. Die Kontinuität der Geistesfunktionen wird also durch 
die entsprechenden motorischen Funktionen ermöglicht oder zumindest gestärkt. 
Er belegt diesen Punkt durch einige Beispiele (1988a): 

1. .... Die meisten Menschen können nicht klar denken, ohne dabei 
den motorischen Sektor des Gehirns ausreichend zu mobilisieren, 
indem sie die in der Muskulatur des Sprechapparats verankerten 
Wortmuster, die die Gedanken repräsentieren, vergegenwärtigen. 
2. .... Um deutlich den Inhalt dessen, was wir beim Lesen sehen, 
wahrzunehmen, benötigen wir die Zeit, die für das Überblicken des 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 21 

Teilstücks von den Augenmuskeln benötigt wird. Hier wird die 
funktionale Einheit von Wahrnehmung und motorischem Antrieb 
deutlich. (S. 176) 

Diese Beispiele weisen darauf hin, daß eine Verbesserung in der Geschwindigkeit und 
Klarheit des Denkens durch eine Optimierung motorischer Aktivität und durch einen 
reibungslosen Ablauf der Muskelfunktionen zu erreichen ist. 
 
In bezug auf die Verbindung von Gefühlen und Bewegung ist diese Beziehung deutlich. 
Wir zeigen normalerweise ein klares Bild der Muskelbewegungen, das sogar für ein 
objektives Einschätzen der Intensität unserer Gefühle ausreicht. Was zuerst kommt - das 
Bild der Muskelbewegungen oder das Gefühl -, war Gegenstand vieler Theorien und ist 
nach Feldenkrais unmöglich zu unterscheiden. 
Er nimmt an, daß die motorischen Funktionen wesentlicher Bestandteil der höheren 
Funktionen des Menschen sind. "Dies trifft nicht nur für die höheren Funktionen wie 
Singen, Malen, Lieben zu, die ohne Muskelaktivität unmöglich sind, sondern auch auf 
das Denken, Erinnern und das Gefühl" (Feldenkrais, 1988a, S. 178). 
 
Aus dieser Sichtweise der Einheit von Körper und Geist läßt sich auch Feldenkrais' 
Begriff des Selbstbildes (synonym: Ich-Bild) verstehen, der im folgenden näher 
erläutert wird. 
 
 
2.3.3 Selbstbild 
 
Zur eher verwirrenden Verwendung verschiedenster Begriffe wie Körperschema, Kör-
perbild, körperliches Selbst, body image, body concept und vielen anderen in der um-
fangreichen Literatur zum Bereich der Körpererfahrung sei verwiesen auf die Übersicht 
von Bielefeld (1986). Laut Bielefeld weisen die mangelnde Einheit in Begriffswahl und  
-verständnis nur auf die unterschiedlichen philosophischen, anthropologischen, psycho-
logischen, medizinischen und letztlich auch pädagogischen und therapeutischen Ansätze 
hin. 
 
Feldenkrais (1978) schreibt zum Begriff des Selbstbildes: 

Ein jeder bewegt sich, empfindet, denkt, spricht auf die ganz ihm 
eigentümliche Weise, dem Bild entsprechend, das er sich im Lauf 
seines Lebens von sich gebildet hat. Um Art und Weise seines Tuns 
zu ändern, muß er das Bild von sich ändern, das er in sich trägt. Das 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 22 

bedeutet natürlich nicht nur das Ersetzen einer Reaktion durch eine 
andere, sondern eine Änderung in der Dynamik seiner Reaktionen.  
(S. 31) 

Das Selbstbild besteht nach Feldenkrais aus vier Teilen, die an jeder Handlung mehr 
oder weniger beteiligt sind: Bewegung, Sinnesempfindung, Gefühl und Denken. Um 
sich zu bewegen, braucht man, bewußt oder unbewußt, mindestens einen seiner Sinne, 
wodurch auch Gefühl und Denken miteinbezogen werden. Das Selbstbild ist aber nicht 
statisch. Es ändert sich von Handlung zu Handlung, aber mit der Zeit wird das so Geän-
derte zur Gewohnheit, d.h. die Handlungen nehmen einen starren Charakter an. 
Zumindest was die elementaren Bewegungen betrifft, beruht der Begriff des 
Selbstbildes auf konkreten Ergebnissen: Bei den Grundbewegungen verbinden sich die 
betreffenden Zellen der motorischen sowie der sensorischen Region der Großhirnrinde 
zu einer Gestalt, die derjenigen des Körpers ähnlich ist. Die Neurologen nennen diese 
Gestalt den 'homunculus'. Unser Selbstbild ist nach Feldenkrais kleiner als es sein 
könnte. Es besteht nur aus den Zellengruppen, die einer tatsächlich benützt hat oder 
benützt. Wir gebrauchen daher nur einen Bruchteil unseres Leistungspotentials. 
 
Dieses Selbstbild, das man sich von sich macht, ist nun nach Feldenkrais teils ererbt, 
teils anerzogen; zu einem drittem Teil kommt es durch Selbsterziehung zustande 
(Feldenkrais, 1978, S. 19).  
Der ererbte Teil ist dabei im wesentlichen festgelegt, lange bevor von der Identität des 
Menschen überhaupt die Rede sein kann. Die Erziehung bestimmt die Sprache, dadurch 
auch die spezifischen Formen der Begriffe, des Denkens und Reagierens, die sozialen 
Normen und allgemeinen Lebensgewohnheiten. Diese sind aber nicht Merkmale des 
Menschen als einer Gattung, sondern kennzeichnen einzelne Gruppen oder Personen. 
Die Selbsterziehung schließlich ist beim Neugeborenen noch kaum vorhanden, nimmt 
aber zu, indem der Organismus wächst und stabiler wird. Das Kind entwickelt 
allmählich individuelle Züge, wählt oder verwirft Gegenstände und Handlungen, je nach 
seiner Eigenart. 
 
Wir hören aber gewöhnlich auf, uns weiter zu entwickeln und zu lernen, sobald wir 
genügend Fertigkeiten entwickelt haben, um unseren unmittelbaren Zweck zu erreichen. 
Der Entwicklung des einzelnen wird dabei von der Gesellschaft nach der Pubertät ein 
vorzeitiges Ende gesetzt. Denn die Bedürfnisse der Gesellschaft sind solcher Art, daß 
die Jungen selbst in diesem "niederen Entwicklungsstadium ihre nützlichen Glieder sein 
können. In der Tat beschränkt sich das Lernen nach der Pubertät auf das Erwerben 
praktischer und fachlicher Kenntnisse, während die eigentliche, d.h. die nicht speziali-



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 23 

sierte Weiterentwicklung nur zufällig und in Ausnahmefällen fortgesetzt wird" 
(Feldenkrais, 1978, S. 39). 
Der biologische Grundtrieb eines jeden Organismus ist aber, sich völlig auszuwachsen 
und zu entwickeln. Ebenso drängt es auch die Zellen, die den menschlichen Körper und 
das Nervensystem bilden, zu wachsen und ihre spezifischen Funktionen zu erfüllen. 
Trotzdem bleiben im ganzen Organismus viele Zellen untätig aufgrund einseitiger 
Tätigkeit oder, weil die eine oder andere Funktion gar nicht erst zur Reife gelangt ist. 
Beides kommt häufig vor und, um vom Standpunkt der Gesellschaft aus ein nützliches 
funktionierendes Glied zu sein, braucht ein Organismus seine Fähigkeiten auch gar 
nicht voll zu entwickeln. 
Obwohl sich das Selbstbild nach Feldenkrais (1978) im Lauf vieler Jahre gebildet hat, 
erscheint es nach außen, als wäre es nicht erworben, sondern angeboren und 
naturgegeben. Deshalb besteht auch die Schwierigkeit beim Umlernen darin, daß Ver-
haltensweisen geändert werden sollen, die alt und schon eingefahren sind. Es soll aber 
nicht einfach eine Handlung durch eine andere ersetzt, sondern ihre Qualität und die 
Art, wie sie ausgeführt wird, verändert werden und damit ihre ganze Dynamik. 
Um ein vollständiges Selbstbild zu haben, müßte sich "einer der gesamten Oberfläche 
seines Körpers innesein: vorne, hinten, an den Seiten, zwischen den Beinen, usw., und 
aller Gelenke in seinem Skelett obendrein. Das ist ein Idealzustand und dementspre-
chend selten" (Feldenkrais, 1978, S. 47). Um eine Idee von den Lücken im eigenen 
Selbstbild zu bekommen, kann man folgendes versuchen: Legen Sie sich auf den 
Rücken und schließen Sie die Augen. Spüren sie mental den ganzen Körper methodisch 
durch, von den Fersen angefangen nach oben. Wie Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die 
verschiedenen Stellen Ihres Körpers richten, werden Sie bemerken, daß Sie zu 
bestimmten Stellen leichter Kontakt bekommen als zu anderen, und daß diese Stellen 
während einer Handlung gewöhnlich nicht bewußt sind. Tatsächlich sind bestimmte 
Teile des Körpers im Selbstbild während einer Handlung niemals präsent. So besteht 
meist eine Differenz zwischen dem Bild und der Wirklichkeit. Das Selbstbild kann 
dabei "verkleinerte oder aufgeblasene Wirklichkeit sein, der Maske angepaßt, nach der 
einer von seinesgleichen beurteilt werden möchte" (Feldenkrais, 1978, S. 47).  
Aus diesen Überlegungen ergibt sich, daß der Weg über die systematische Korrektur 
des Bildes kürzer und gründlicher sein wird als der über die Korrektur einzelner 
Handlungen und einzelner Fehler in Verhaltensweisen. "Die Korrektur einzelner 
Handlungen gleicht dem Spiel auf einem verstimmten Instrument. ... Verbessert man die 
allgemeine Dynamik des Bildes, so entspricht das dem Stimmen des Instruments" 
(Feldenkrais, 1978, S. 48). 
 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 24 

Feldenkrais' Ansatz zielt also auf den motorischen und sensorischen Teil des 
Selbstbildes ab, der mit Bewegung zusammenhängt. Weshalb er die Korrektur von 
Bewegung als den besten Weg zu einer Verhaltensänderung ansieht, soll im folgenden 
näher begründet werden. 
 
 
2.3.4 Bewegung als bester Weg einer Veränderung 
 
Nach Feldenkrais (1988a) existieren im wesentlichen zwei Möglichkeiten zur Verhal-
tensänderung eines Menschen, entweder über die Psyche oder über die Soma: 

Der Vorteil, die Einheit von Geistes- und Körperfunktionen über die 
Soma anzugehen liegt in der Tatsache, daß mit dem muskulären Aus-
druck des Körpers einfacher umzugehen ist. Er ist konkreter und 
einfacher zu lokalisieren. Es ist auch unvergleichlich einfacher, eine 
Person auf das aufmerksam zu machen, was an ihrem Körper 
geschieht. Man erhält auf diese Weise schnellere und direktere 
Resultate. (S. 179) 

 
Wie im vorigen Kapitel bereits erwähnt, besteht nun das Selbstbild und damit jedes 
Verhalten nach Feldenkrais aus den Bestandteilen Sinnesempfindung, Gefühl, Denken 
und Bewegung. Keines der vier Teile besteht losgelöst von den anderen. Aus dieser 
Wechselwirkung ergibt sich, daß die Behandlung eines Bestandteils auf die anderen und 
somit auf den ganzen Menschen wirkt. 
Zur Bedeutung von Bewegung in dieser Wechselwirkung berichtet Feldenkrais (1988b) 
einige interessante Experimente mit Umkehrbrillen:  
Nachdem Versuchspersonen am Anfang alles auf dem Kopf stehend sahen, begann sich 
nach einiger Zeit alles, was sie berühren konnten, wieder umzukehren und normal aus-
zusehen. Jedoch alles, was nicht berührt werden konnte, verblieb weiterhin umgekehrt. 
In einem weiteren Experiment schob eine Person eine andere, die im Rollstuhl saß, und 
beide trugen Umkehrbrillen. Die Versuchsperson, die die andere schob, begann bald 
ganz normal zu sehen und nach ein paar Stunden war sie fähig, sich ganz normal zu 
bewegen. Die im Rollstuhl herumgeschobene Person sah weiterhin alles in der falschen, 
umgekehrten Weise. 
 
Feldenkrais (1978) begründet nun in neun Punkten, warum für ihn die Korrektur von 
Bewegung der beste Weg einer Verhaltensänderung ist: 
1. Da das Nervensystem vorwiegend mit Bewegung beschäftigt ist, steht die motorische 
Aktivität im Zentrum aller menschlichen Aktivität. 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 25 

2. Es ist leichter die Qualität einer Bewegung zu erkennen, als die eines der anderen 
Faktoren. "Wir wissen viel mehr von Bewegung als von Liebe, Zorn, Neid oder selbst 
vom Denken"(S. 59). 
3. Wir haben von Bewegung größere Erfahrung als vom Fühlen und Denken. 
4. Wie einer gebaut ist und in welchem Ausmaß er sich bewegen kann, ist für seine 
Selbsteinschätzung wahrscheinlich wichtiger als irgend etwas sonst. 
5. Am Anfang jedes Tuns steht Muskeltätigkeit. Ohne Muskeltätigkeit kann einer 
keinen Laut von sich geben, kann er weder sehen noch hören. Und selbst der ungeübte 
Beobachter kann Fehler im Regulieren der Intensität von Bewegungen erkennen. 
6. Bewegungen spiegeln des Zustand des Nervensystems. Ein Muskel zieht sich zusam-
men infolge von Impulsen vom Nervensystem. Die Struktur des Muskelbildes der auf-
rechten Haltung, des Gesichtsausdrucks und der Stimme spiegeln daher den Zustand des 
Nervensystems. Also können "weder Haltung, noch Ausdruck, noch Stimme verändert 
werden ... ohne eine Änderung auch im Nervensystem, von dem aus die Muskeln zu 
äußeren, sichtbaren Änderungen in Gang gesetzt werden" (S. 61). D.h., daß Bewegung 
und Tätigkeit Besserungen erst dann aufweisen werden, wenn zuvor eine Änderung im 
Gehirn und im Nervensystem geschehen ist. Das bedeutet: eine Besserung körperlicher 
Tätigkeit spiegelt eine Änderung in dem Kontrollzentrum, das diese Tätigkeit regiert. 
7. Das meiste dessen, was in einem vorgeht, wird hauptsächlich durch die Muskulatur 
bewußt. Was in einem geschieht, erfährt einer, "sobald seine Gesichtsmuskeln, sein 
Herz oder seine Atmungsmuskulatur sich zu einer Gestalt organisieren, die wir als 
Furcht kennen, als Angst, als Lachen oder als sonst ein Gefühl" (S. 62). 
8. Atmen ist Bewegung und unsere Atmung spiegelt jede Anstrengung des Gefühls oder 
des Körpers und jede Störung. Sie reagiert empfindlich auch auf die vegetativen 
Prozesse. Das Skelett ist aber so gebaut, daß es fast unmöglich ist, die Atmung richtig 
zu organisieren, wenn nicht auch das Skelett gegen das Schwerefeld richtig organisiert 
ist. Die Atmung selbst kann daher nur in dem Maße gebessert werden, indem indirekt 
die Organisation der Skelettmuskulatur verbessert wird. 
9. Den letzten Punkt hält Feldenkrais für den wichtigsten: Haltung, Sinnesempfindung, 
Gefühl und Denken sowie auch die chemischen und hormonalen Prozesse bilden in 
jedem Augenblick ein integriertes Ganzes. Innerhalb jeder solchen Integrationsfigur 
wird einer sich aber nur der Teile bewußt werden, in denen seine Muskeln und die Hülle 
(Haut und Schleimhäute) beteiligt sind. In der Muskulatur kann wiederum keine 
Änderung geschehen, ohne daß ihr eine entsprechende Änderung in der motorischen 
Region der Gehirnrinde voranginge. 

Da nun die Strukturen im Gehirn, in denen Gefühle und Denken vor 
sich gehen der motorischen Region der Gehirnrinde sehr nahe sind, 
und da im Gehirn Erregung und Impulse dazu neigen sich auszubrei-



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 26 

ten und auf benachbarte Gewebe überzugreifen, wird eine drastische 
Veränderung in der motorischen Region parallele Wirkungen aufs 
Denken und aufs Fühlen haben. (Feldenkrais, 1978, S. 66) 

Durch eine grundsätzliche Änderung in der motorischen Grundlage einer 
Integrationsfigur wird daher der Zusammenhalt des Ganzen zerstört und dadurch dem 
Denken und dem Gefühl der gewohnte Rahmen, d.h. die Gewohnheit, entzogen. In 
diesem Zustand ist es viel leichter, Änderungen im Denken und Fühlen herbeizuführen, 
da sich die Muskulatur, durch die man sich seines Denkens und Fühlens bewußt wird, 
geändert hat. So hat die Gewohnheit ihre stärkste, die Stütze der Muskeln verloren und 
läßt sich jetzt ändern. 
 
Nach der Darstellung der Vorteile eines somatischen Ansatzes zur Veränderung von 
Verhalten werden als nächstes Feldenkrais' allgemeine Konzepte von Gesundheit und 
Bewußtheit erörtert. 
 
 
2.3.5 Gesundheit 
 
Zunächst heißt Gesundheit nach Feldenkrais in erster Linie, "daß alle wesentlichen 
Funktionen eines Menschen ohne längere Unterbrechung arbeiten können müssen. Das 
Bewußtsein, das Zentralnervensystem, das Herz usw. müssen gleichmäßig arbeiten" 
(Feldenkrais, 1988c, S. 19). 
Aus systemtheoretischer Sichtweise ist das menschliche Nervensystem nun mit seinen 
mindestens 3 x 1010 Teilen ein sehr großes System. Große Systeme haben die 
Eigenschaft, daß sie weiter funktionieren, auch wenn einzelne Teile davon ausfallen. 
Jede Großfirma wäre ein gutes Beispiel dafür. Die Gesundheit eines solchen Systems 
kann man messen an dem Schock, den es verträgt, ohne daß es zusammenbricht. Aus 
diesem Blickwinkel heraus läßt sich Gesundheit demnach an dem Schock messen, den 
ein Mensch ertragen kann, ohne daß seine übliche Lebensweise beeinträchtigt wird. Je 
gesünder ein Mensch also ist, desto leichter findet er, nach Feldenkrais (1988c), nach 
beträchtlichen Schocks zurück zu seiner gewohnten Lebensweise. 
Das menschliche Nervensystem ist aber nicht in dem Zustand geboren, wie er bei Er-
wachsenen vorzufinden ist. Es wird vielmehr geformt, indem die Sinne die Außenwelt 
mehr und mehr differenzieren. Ein solcher Lernprozeß kann aber nicht einwandfrei und 
fehlerlos in allen Menschen vorgehen. Einige der latenten Neigungen, die wir besitzen, 
sind auch nie soweit ausdifferenziert und entwickelt worden, und deshalb hat, nach 
Feldenkrais, "jeder Erwachsene verborgene Träume. Unsere Kultur, unsere Eltern und 
Schulbildung zwingen uns, diese Träume zu unterdrücken als kindliche Absichten, die 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 27 

eines Erwachsenen nicht würdig sind....Lassen Sie mich behaupten, daß der gesunde 
Mensch derjenige ist, der seine verborgenen Träume ausleben kann" (Feldenkrais, 
1988c, S. 22). 
Am Anfang der individuellen Entwicklung differenzieren sich die Fähigkeiten in Rich-
tung einer feineren und vollständigeren Vielfalt. Mit zunehmender sexueller Reife spe-
zialisieren wir uns, nach Feldenkrais, in einem immer enger werdenen Bereich von 
Handlungen und Erfahrungen. Es kommt der Punkt, wo unsere Bildung und Erziehung 
uns nicht helfen können, uns weiter zu entwickeln, sondern im Gegenteil uns einschrän-
ken und in Richtungen drängen, die in der Folge unsere Gesundheit gefährden. Das 
Handeln ist dann mehr und mehr begrenzt auf die Spezialisierung, in der wir uns aus-
zeichnen. Wir werden ungesund, so daß wir in den Ruhestand treten müssen, bevor wir 
biologisch alt sind. Altersbeschwerden z.B. beginnen meist mit der selbstauferlegten 
Beschränkung neue körperliche Muster zu formen, mit anderen Worten, wenn einer 
aufhört zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Zuerst wählt eine Person Haltungen und 
Einstellungen, um der Würde seiner Position gerecht zu werden, wodurch bestimmte 
Handlungen, wie Auf-dem-Boden-Sitzen oder Springen, verworfen und dadurch bald 
unmöglich werden. Die Wiederaufnahme und Re-Integration solcher Handlungsweisen 
hat einen verjüngenden Effekt, nicht nur auf die Mechanik des Körpers, sondern auch 
auf die Persönlichkeit als Ganzes (Wurm, 1986). 
Einigen wenigen gelingt es nun, ihren gesunden Lebensablauf bis ins hohe Alter 
fortzusetzen. Diese gesunden Menschen haben entdeckt, "daß Lernen das Geschenk des 
Lebens ist. Ein ganz besonderes Lernen: sich selbst kennen zu lernen. Sie lernen 
kennen, 'wie' sie handeln, und dadurch sind sie in der Lage, 'das' zu tun, was sie wollen 
(Feldenkrais, 1988c, S. 22). 
 
 
2.3.6 Bewußtheit 
 
Der Begriff der Bewußtheit spielt bei Feldenkrais eine wichtige Rolle. Er nannte seine 
Gruppenmethode 'Bewußtheit durch Bewegung', und er unterscheidet zwischen 
Bewußtsein und Bewußtheit, was ihm in der Fülle der Literatur zu diesem Thema eine 
Sonderstellung verleiht (Bielefeld, 1986). 
Feldenkrais bringt nun den Begriff der Bewußtheit insbesondere in Verbindung mit der 
Entwicklung der Strukturen des menschlichen Nervensystems, die er systematisch 
untersucht hat. Dabei hat er die Verknüpfungen der verschieden Gruppen von 
Nervenstrukturen, d.h. ihrer vegetativen, reflexartig-automatischen und bewußten 
Anteile besonders berücksichtigt (Milz, 1985). Er spricht hier vom rhinischen, 
limbischen und supralimbischen System (Feldenkrais, 1978). Die dritte Gruppe von 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 28 

Strukturen des supralimbischen Systems weist nun strukturelle Eigentümlichkeiten auf, 
durch die sich dieser Teil grundsätzlich von allen anderen Lebewesen unterscheidet. 
Struktur und Gewebe dieses Anteils sind zwar vererbt, aber ihre Funktion hängt 
weitgehend von den Erfahrungen ab, die einer macht. Als Beispiel führt Feldenkrais an, 
wie die Muttersprache die Entwicklung der Muskulatur der Zunge etc. weitgehend 
bestimmt. 
Die meisten Tätigkeiten, die von diesem dritten System ausgehen, werden aber über 
einen Umweg durch die ersten beiden Systeme ausgeführt. Diese Verzögerung 
zwischen dem Denkvorgang im dritten System und dessen Umsetzung in Handlung ist 
aber lang genug, um die Ausführung auch hemmen zu können. "Daß eine Pause 
möglich ist zwischen der Entstehung einer Denkfigur zu irgendeiner bestimmten 
Handlung und deren Ausführung als Handlung, bildet die physische Grundlage der 
Bewußtheit" (Feldenkrais, 1978, S. 73). 
Wessen Bewußtheit nicht geweckt ist, der handelt laut Feldenkrais nach der Art der 
beiden älteren Gehirnsysteme, obwohl die Absicht zu handeln vom höheren, dritten 
System ausgegangen war. Oft erweist sich die Handlung sogar als das gerade Gegenteil 
der ursprünglichen Absicht. Das geschieht, wenn die Absicht zu handeln, die vom 
höheren System ausgeht, das mit den Gefühlen nur schwach verbunden ist, die niederen 
Systeme in Gang setzt, die mit den Gefühlen viel stärker verbunden sind. Deren 
Handeln ist schneller, die Verzögerung zwischen Absicht und Ausführung kürzer und es 
kommt zu einer Affekthandlung, z.B. bei einem Versprecher. 
"Das obere System, das im Menschen höher als in allen anderen Lebewesen entwickelt 
ist, ermöglicht die Bewußtheit. Das heißt: einer kann seine organischen Bedürfnisse 
erkennen und sich die Mittel wählen, um sie zu befriedigen" (Feldenkrais, 1978, S. 76). 
Nach Feldenkrais hat die Evolution der Lebewesen eine Richtung dahingehend, den 
Umfang der Bewußtheit zu erweitern, "d.h. ihre Fähigkeit zu erhöhen, ältere Vorgänge 
zu lenken, die während früherer Evolutionsperioden entwickelt worden sind, und die 
Vielfalt diese Vorgänge zu vermehren, sie zu hemmen oder zu beschleunigen" 
(Feldenkrais, 1978, S. 77). 
Alle höher entwickelten Tiere haben Bewußtsein und es hat einen beträchtlichen 
Umfang. Sie kennen die Umwelt, in der sie leben, ihren Platz in der Gruppe, der Herde, 
oder dem Rudel und sie können gemeinsam handeln, um einem der ihren zu helfen. Der 
Mensch hat ein höher entwickeltes Abstraktionsvermögen, dank dem er, wenn er es 
gebraucht, unterscheiden kann, was in ihm vorgeht. So kann er z.B. wissen, daß er 
etwas weiß oder nicht weiß. Feldenkrais gibt nun folgende Definition von Bewußtheit: 
"Bewußtheit ist Bewußtsein und das Erkennen dessen, was im Bewußtsein vor sich 
geht, oder dessen, was in uns vor sich geht, während wir bei Bewußtsein sind" 
(Feldenkrais, 1978, S. 78). 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 29 

Zur Verdeutlichung führt er ein altes tibetisches Gleichnis an: 
Es sagt, daß ein Mensch, der sich seiner selbst nicht bewußt ist, einem 
Wagen gleiche, dessen Fahrgäste die Begierden, dessen Pferde die 
Muskeln sind, und der Wagen selbst ist das Skelett. Die Bewußtheit 
ist der schlafende Kutscher. Solange er schläft, wird der Wagen ziellos 
bald hierhin, bald dorthin gezerrt. Jeder Fahrgast will an ein anderes 
Ziel, jedes der Pferde zieht in eine andere Richtung. Ist der Kutscher 
wach und hält die Zügel, so wird er Pferde und Wagen so lenken, daß 
jeder Fahrgast sein Ziel erreicht. (Feldenkrais, 1978, S. 83) 

Nach der Darstellung allgemeiner theoretischer Grundlagen der Feldenkrais-Methode 
wird im nächsten Kapitel auf ihre Techniken und Verfahrensweisen eingegangen. 
 
 
2.4 Zwei Feldenkrais-Verfahren 
 
Die Feldenkrais-Methode ist eine Form neuromuskulärer Umerziehung, in der sanfte 
Bewegung und gelenkte Aufmerksamkeit benützt werden, um Selbst-Bewußtheit zu 
fördern und das neuromuskuläre Selbstbild, auf dem Bewegung basiert, zu verbessern. 
Feldenkrais hatte dabei zwei Leitprinzipien in seiner Arbeit: 
1. Bewegung sollte nur durch die Skelettstruktur (den Bewegungsumfang der Gelenke 
und Bänder) und nicht durch eine muskuläre Behinderung beschränkt sein. 
2. Jede Handlung sollte mit dem geringsten nötigen Aufwand und maximaler Effizienz 
ausgeführt werden. Er schreibt dazu:  

Die gesunden, koordinierten Bewegungen des Körpers folgen dem 
Prinzip der geringsten Aktion; die Muskeln erfüllen ihre Aufgaben mit 
dem geringsten Aufwand an metabolischer Energie. Angesichts der 
Regeln, die die Arbeitsweise des gesamten menschlichen Körpers 
bestimmen, kann man entscheiden, welches Verhalten normal oder 
anormal ist. (Feldenkrais, 1988a, S. 180) 

Feldenkrais entwickelte zwei miteinander verknüpfte Methoden. Beide Methoden 
arbeiten mit Hilfe von Bewegung direkt mit dem Nervensystem und zielen auf eine Ver-
änderung neuronaler Muster. Die erste Methode 'Bewußtheit durch Bewegung' besteht 
aus verbal vermittelten Bewegungslektionen und wird vor allem in Gruppenarbeit ange-
wendet. Das Spektrum der Bewegungen reicht von klein bis groß und umfaßt jede 
Funktion des Körpers, sowie Aufmerksamkeit, Vorstellungskraft, Wahrnehmung, 
Einstellungen und Kognition. Die Bewegungen zielen auf die Neu-Programmierung 
neuromuskulärer Bahnen; sie transformieren alte Gewohnheiten und etablieren neue 
Wege des Denkens, Fühlens und der Bewegung. Die zweite Methode 'Funktionale 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 30 

Integration' ist eine mit den Händen vermittelte Einzelbehandlung, die dann verwendet 
wird, wenn eine größere individuelle Aufmerksamkeit nötig ist. Sensomotorisches 
Lernen wird hier durch ausgefeilte Berührungstechniken und passive Bewegung ermög-
licht. Feldenkrais-Lehrer werden in ihrer Ausbildung dafür sensibilisiert, in einem 
Prozeß nonverbaler Kommunikation genau zu spüren, was für ihre Schüler erforderlich 
ist. 
 
Da in der vorliegenden Studie die Gruppenmethode 'Bewußtheit durch Bewegung' zur 
Anwendung kam, soll diese eingehender erörtert werden, wobei zuerst auf die Einzelbe-
handlung 'Funktionale Integration' nur kurz eingegangen wird. 
 
 
2.4.1 Die Einzelbehandlung 'Funktionale Integration' 
 
Die Arbeit an der individuellen Problematik einzelner Menschen heißt 'Funktionale 
Integration'. Die Behandlungen in der Funktionalen Integration finden gewöhnlich auf 
einem Behandlungstisch statt, der etwas länger, breiter und niedriger als ein 
Massagetisch ist. In der Einzelarbeit wird durch den Gebrauch der Hände, durch 
spezifische Techniken, bei denen Körper und Körperteile in verschiedenen Variationen 
passiv bewegt werden sowie durch Arbeit an der Muskulatur eine Verbindung der 
verschiedenen Körpersegmente angestrebt. Nach Feldenkrais (1987) wird niemals ein 
krankes Glied oder Gelenk behandelt, bevor nicht eine Besserung des Kopf-Hals-
Verhältnisses und der Atmung erreicht wurde. Dies kann aber nur durch eine Besserung 
der Wirbelsäule und der Thorax-Struktur geschehen. Dafür aber müssen Becken und 
Unterleib korrigiert werden. In der Praxis ist das Verfahren deshalb eine 
aufeinanderfolgende Serie von schrittweisen Annäherungen, die jede eine weitere 
Besserung des gerade behandelten Gliedes erlaubt. 
Die Funktionale Integration wendet sich an die ältesten Teile unseres sensoriellen 
Systems, die auf Berührung, die Empfindungen von Zug und Druck, auf die Wärme der 
Hand und ihre Streichelbewegungen reagieren. Dabei reguliert sich der Tonus der Mus-
kulatur, der Atem wird tiefer und regelmäßiger, die Haut weitet sich und wird besser 
durchblutet. Die im wörtlichen Sinn be-handelte Person empfindet dabei ihre 
primitivsten, d.h. entwicklungsgeschichtlich ursprünglichen, vom Bewußtsein 
vergessenen Verhaltensschemata und erinnert sich des Wohlgefühls eines heranwach-
senden kleinen Kindes (Feldenkrais, 1987). 
Rywerant (1985) beschreibt in seinem Lehrbuch über Funktionale Integration, daß sich 
mittels dieser Technik "der Lehrer der Besonderheiten in der neuromotorischen 
Funktionsweise des Schülers bewußt werden" (S. 18) kann. Ein wichtiger Faktor ist 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 31 

dabei, daß der Lehrer Sensibilität und Intuition entwickelt hat, um die Bedürfnisse des 
Schülers wahrzunehmen und eine angemessene Vorgehensweise zu entwickeln. Der 
Schüler wird dann durch passende Behandlung auf diese Besonderheiten und die 
alternativen Möglichkeiten, seine motorischen Funktionen zu kontrollieren, aufmerksam 
gemacht. Dabei reicht die Wirkung dieser Behandlungssitzungen von einer Steigerung 
des Wohlbefindens, der Lebenskraft sowie der Effizienz der motorischen Funktionen im 
allgemeinen bis zu einer graduellen Schmerzlinderung und Zurücknahme motorischer 
Beeinträchtigung. 
Die Behandlungen dauern etwa eine Stunde und werden der Problematik jedes Klienten 
individuell angepaßt. Feldenkrais (1988a, S. 184) hält je nach Schwere der Beeinträch-
tigung eine "Behandlungszeit von 30-40 Sitzungen anfangs in täglichem Abstand, und 
dann zwei bis dreimal pro Woche" für erforderlich, bis die wichtigsten Beschwerden 
verschwunden sind, wobei bedeutende Besserungen auch bereits nach wenigen Behand-
lungen auftreten können. 
Anfangs finden die Behandlungen im Liegen statt, um den Einfluß der Schwerkraft auf 
den Körper so weit wie möglich auszuschalten und so das Nervensystem zu entlasten. In 
der Folge können dann verschiedene Positionen des Sitzens, Stehens, Gehens und 
Balancierens angewendet werden. Weitere Einzelheiten sollen bei der Beschreibung der 
Gruppentechnik vermittelt werden. 
Obwohl die Funktionale Integration ursprünglich eine rein nonverbale Vorgehensweise 
ist, wird gegebenenfalls auch verbale Kommunikation miteinbezogen, was u.a. auf den 
Einfluß von Milton Erickson auf Moshe Feldenkrais und seine Schüler zurückzuführen 
ist (vgl. auch Kap. 2.4.2). 
 
Systematische Untersuchungen über die Wirksamkeit der Funktionalen Integration 
(Chester, 1982; Ginsburg, 1986; Hanna, 1980; Shelhav-Silberbush, 1987) sind noch 
selten, häufiger sind Veröffentlichungen über Fallstudien (z.B. Hanna, 1990; Rywerant, 
1985; Talmi, 1981). 
 
 
2.4.2 Die Gruppenmethode 'Bewußtheit durch Bewegung' 
 
Die Wirkungsweise insbesondere der Gruppenmethode gründet sich auf den Prozeß des 
sensomotorischen Lernens. Sensomotorisch, weil die Sinne, also Gesichts-, Gehör-, 
Gleichgewichts-, Tastsinn und der kinästhetische Sinn in Verbindung mit Bewegung 
eingesetzt werden. Dieses sensomotorische Lernen beruht auf dem Prozeß einer Infor-
mationsrückkopplung zwischen den Sinnen (insbesondere dem kinästhetischen Sinn, 
der Stellung und Bewegung des Körpers im Raum sowie den Spannungszustand der 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 32 

Muskulatur an das Gehirn rückmeldet), den Muskeln und dem Gehirn: Während einer 
Bewegung senden kinästhetischer Sinn, Gleichgewichts- und Gesichtssinn dem Gehirn 
Informationen über die Haltung des Körpers und die Aktivitäten der Muskeln. Das Ge-
hirn reagiert darauf, indem es die efferenten Signale an die Muskeln modifiziert. Die 
vielfältigen neuromuskulären Regelkreise werden so benutzt, um Veränderungen der 
Bewegungs- und Haltungsmuster zu bewirken (Juhan, 1992). 
 
Eine typische 'Bewußtheit durch Bewegung'-Lektion dauert etwa eine Stunde und be-
steht aus verbalen Bewegungsanweisungen und Hinweisen für sensorische Aufmerk-
samkeit, die rund um ein funktionales Bewegungsmuster organisiert sind. 'Bewußtheit 
durch Bewegung' gründet, wie in Kapitel 2.3 ausgeführt, auf Feldenkrais' Verständnis 
des kindlichen Lernens und der motorischen Entwicklung sowie der Struktur und Funk-
tion des menschlichen Körpers und Gehirns. Es werden viele Bewegungen unterrichtet, 
die aus der frühen Kindheit stammen, wie z.B. den Kopf zu rollen oder zu krabbeln, und 
es werden Bewegungsabfolgen zusammengesetzt, die bei Kindern natürlicherweise 
auftreten. Der Prozeß des organischen, kindlichen Bewegungslernens durch Versuch 
und Irrtum wird so genutzt, daß die Schüler in ihren Bewegungsfolgen und -ansätzen 
aus ihren eigenen sensomotorischen Erfahrungen lernen und nicht durch von außen 
vorgegebene Modelle oder Vorschriften. Feldenkrais erarbeitete eine Vielzahl von 
Lektionen1 die eine umfassende Exploration aller Gelenke und jeder Muskelgruppe im 
Körper, sowie ein breites Panorama menschlicher Bewegungsmöglichkeiten erfassen. 
Bevor einige grundlegende Prinzipien näher erörtert werden, soll ein einfaches Beispiel 
einer Bewegungslektion die allgemeine Beschreibung verdeutlichen: 

Stellen Sie sich bitte so hin, daß Ihre Füße etwa schulterbreit ausein-
anderstehen.  
Strecken Sie Ihren linken Arm vor Ihrem Körper waagrecht aus. 
Drehen Sie jetzt ihren Arm und Körper so weit nach links, wie es 
Ihnen ohne Überstrecken und Anstrengung möglich ist. Merken Sie 
sich einen Punkt an der Wand, den Sie in dieser Haltung sehen, damit 
Sie festhalten können, wie weit Sie sich gedreht haben. Kehren Sie 
dann in ihre Ausgangsposition zurück. Drehen Sie jetzt langsam den 
Arm nach links, während Sie den Kopf und die Augen nach rechts 
drehen. Nehmen Sie dann wieder Ihre Ausgangsposition ein. Wieder-

                                                   
1Viele dieser Lektionen sind auf Audio- und Videokassettenserien aufgezeichnet, die hauptsächlich der 
Aus- und Weiterbildung von Feldenkrais-Lehrern dienen und nicht öffentlich zugänglich sind. Es 
existieren jedoch eine Reihe von Transkripten und Audio-Kassettenserien von öffentlichen Workshops 
von M. Feldenkrais und von einigen seiner Schüler (vgl. Reese, 1991b), die verfügbar sind. Zu weiteren 
Beispielen von Bewegungslektionen, die in gedruckter Form vorliegen, vgl. Fußnote 2. 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 33 

holen Sie diese Bewegung fünf- bis zehnmal, behutsam und ohne 
Überstrecken. Kehren Sie in die Ausgangsposition zurück. 
Merken Sie sich nun einen Punkt, der direkt vor Ihnen ist. Drehen Sie 
dann den Arm nach links und den Kopf nach rechts, während Sie mit 
den Augen diesen Punkt weiter fixieren. (Ihr Arm wird sich nach links 
und ihr Kopf nach rechts drehen, während sich die Augen nach links 
bewegen). Kehren Sie wieder in Ihre Ausgangsposition zurück. Wie-
derholen Sie jetzt diese Bewegung fünf- bis zehnmal, ohne 
Überanstrengung. 
Machen Sie jetzt die Probe aufs Exempel. Drehen Sie ihren Arm und 
Körper nach links, so weit es Ihnen ohne Anstrengung möglich ist. 
Wie weit können Sie sich jetzt im Vergleich zum Beginn der Übung 
drehen? Merken Sie einen Unterschied? 
Wiederholen Sie nun die erste Übung mit dem rechten Arm. Im 
Unterschied zu vorhin stellen Sie sich jetzt aber die weiteren Übungen 
nur vor, anstatt sie wirklich fünf- bis zehnmal auszuführen. Prüfen Sie 
dann wieder, wieviel Bewegungfreiheit Sie dadurch gewonnen haben. 
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um diese Übungen zu erforschen. 
(Milz 1985, S. 127)2 

 
Nach den gleichen Prinzipien wie in der Einzelarbeit (vgl. Kap. 2.4.1) wird mit der 
Rückenlage und mit dem Üben des aufmerksamen Wahrnehmens des eigenen Körpers 
begonnen. Da die Reaktion des Nervensystems auf den Zug der Schwerkraft habituell 
geworden ist, besteht keine Möglichkeit, daß die Muskeln auf den gleichen Reiz in 
anderer Weise reagieren. Die Position der Rückenlage reduziert nun den Einfluß der 
Schwerkraft auf den Körper so weit wie möglich und entlastet das Nervensystem, sodaß 
eine Veränderung im Nervensystem erreicht werden kann.  
Der Kontakt des Körpers mit dem Boden wird untersucht, und man lernt Unterschiede 
zu entdecken, Punkte, an denen der Kontakt mehr oder weniger ausgeprägt ist. Durch 
dieses Training wird das Bewußtsein für die Lage der Muskeln entwickelt, die den 
schwachen Kontakt durch ihre permanente übermäßige Spannung produzieren und Teile 
des Körpers vom Boden hochhalten. Eine gewisse Verbesserung in der Haltung kann 
schon durch das bewußte Erfassen der Muskeln und ihrer Funktionen erzielt werden, 

                                                   
 
2Weitere Beispiele von Bewegungslektionen finden sich in Anhang B dieser Arbeit, sowie in 
verschiedenen Büchern über die Feldenkrais-Methode, z.B. Feldenkrais (1978, 1990); Hanna (1990); 
Masters und Houston (1983); Triebel-Thome (1991); Zemach-Bersin und Reese (1990) sowie auf 
verschiedenen Tonkassetten, die im Buchhandel erhältlich sind, z.B. Walterspiel (1989). 
 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 34 

aber "darüber hinaus wird keine Verbesserung möglich sein, wenn nicht auch das 
Skelett und seine Orientierung bewußt erfaßt werden" (Feldenkrais, 1988a, S. 185). 
Die Feldenkrais-Arbeit soll zu bewußten Aktionen führen, d.h. zu der Fähigkeit, prak-
tisch gleichzeitig Kontakt mit seinem eigenen Skelett, den Muskeln und der Umgebung 
herzustellen. Dies ist daher kein Entspannungsverfahren, wie in Kapitel 2.2 bereits aus-
geführt. Es ist aber nötig, unnütze Muskelanspannungen und Anstrengungen zu redu-
zieren, um sich selbst besser regulieren zu können. Man muß also die kinästhetische 
Sensibilität erhöhen, um feinere Unterschiede wahrnehmen zu können. Feldenkrais 
bezieht sich hier auf das Fechner-Weber'sche Gesetz (Fechner, 1964), welches besagt, 
daß für einen großen Bereich menschlicher Wahrnehmung und Aktivität der 
Unterschied im Reiz, der den am geringsten wahrnehmbaren Unterschied in der Wahr-
nehmung bewirkt, immer im gleichen Verhältnis zum gesamten Reiz steht. "Es ist des-
halb naheliegend, daß, bevor man Unterschiede in einer Anstrengung feststellen kann, 
man diese Anstrengung reduzieren muß. Verfeinerte Ausführung von Bewegungsabläu-
fen wird nur möglich, wenn die Sensibilität, d.h. die Fähigkeit, Unterschiede zu fühlen, 
verbessert wird" (Feldenkrais, 1988a, S. 185). 
 
Häufig werden zu diesem Zweck in den Lektionen sehr kleine, kaum wahrnehmbare 
Bewegungen verwendet, die den latenten Tonus (den Grad der unbewußten Kontrak-
tion) in den Muskeln in einem erstaunlichen Ausmaß reduzieren. In wenigen Minuten 
kann z.B. ein Bein oder ein Arm an der bearbeiteten Körperseite dazu gebracht werden, 
sich länger oder leichter anzufühlen als an der anderen Seite (Feldenkrais, 1988a).  
 
Ein weiteres Grundprinzip ist die Reversibilität von Bewegungen. Jede Bewegung (mit 
Ausnahme von Sprüngen etc.) sollte in jeder Phase gestoppt werden können und um-
kehrbar sein. Umkehrbarkeit ist ein Zeichen für eine optimalere Koordination von 
Bewegung, im Gegensatz zu einem automatischen Bewegungsablauf, der zwanghaftem 
Verhalten gleichkommt (Feldenkrais, 1989). 
 
Um unnötige Anstrengungen und Muskelanspannungen zu reduzieren, wird die Gruppe 
wiederholt ermutigt, alles ein bißchen weniger gut zu machen, weniger schnell, weniger 
elegant etc.. Diese innere Haltung ermöglicht, Fortschritte zu verspüren, ohne daß man 
sich anspannt. Leistungen, für die man sonst zahlreiche Arbeitsstunden benötigt, können 
in dieser Geistes- und Körperhaltung innerhalb kurzer Zeit erzielt werden. 
Sehr oft wird in einer Stunde nur mit einer Körperhälfte gearbeitet, die andere Hälfte 
wird so gelassen, wie sie ist. So wird ein Gefühl des Unterschiedes erfahren, man trägt 
zwei Bilder in seinem eigenen Körper, das gewohnte und das angestrebte bessere. 
Aufgrund der neurologischen Verbindungen der Gehirnhälften wird meist ein Transfer 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 35 

des Lernens auf die ungeübte Seite erfahren. Dieser Lerntransfer kann sich nach 
Feldenkrais (1988a) auch in völlig unterschiedlichen Bereichen zeigen, wie z.B. in der 
Sprechgewohnheit, der Art der Aufmerksamkeit oder des Beobachtens. 
Oft werden die Bewegungen anschließend nur in der Vorstellung mit der anderen Seite 
ausgeführt, und es zeigt sich, daß nur ein Bruchteil der Zeit benötigt wird, um die 
gleiche Qualität von Bewegung zu erreichen, wie auf der zuerst bearbeiteten Seite. Es 
werden zudem weitere Imaginationstechniken verwendet, z.B. wird ein Bereich des 
eigenen Skeletts in der Vorstellung mit einer Farbe angemalt oder Gummibänder 
werden vorgestellt, die z.B. Schulter und Hüfte verbinden, und anderes mehr. 
Ein anderes wichtiges Prinzip ist das aufmerksame Betrachten des Körperbildes. Dies 
wird auf zwei parallele Arten geübt: Die eine Art besteht darin, durch konkrete Bewe-
gungen nach den oben erwähnten Prinzipien eine Empfindung von Länge, Weite und 
Leichtigkeit in einer Körperhälfte hervorzubringen. Mit der anderen Hälfte des Körpers 
wird nur geistig gearbeitet, indem die Unterschiede im Spannungszustand der Muskeln 
der beiden Hälften und in der Wahrnehmung der Orientierung im Raum erspürt werden. 
Die andere Art besteht darin, von Anfang an beide Körperhälften zu betrachten und die 
Aufmerksamkeit auf die Empfindung der Distanz zwischen verschiedenen Stellen des 
Körpers (entweder auf nur einer Seite oder zwischer linker und rechter Seite) zu richten, 
bis sie mit dem tatsächlichen Abstand übereinstimmt. Zum Beispiel soll die Breite des 
Mundes vorgestellt werden, anschließend mit geschlossenen Augen mit beiden 
Zeigefingern dieser Abstand angedeutet werden und dann diese Distanz mit der 
tatsächlichen Breite verglichen werden (vgl. Feldenkrais, 1978). 
 
Ein weiteres wichtiges Merkmal der Gruppenarbeit ist die fortgesetzte Neuheit der 
Situation, da so ein optimales Lernen ermöglicht wird. Eine Konfiguration wird dazu in 
vielen Variationen wiederholt, bis sie beherrscht wird.  
 
Viele Übungen benutzen Agonismus und Antagonismus, indem abwechselnd der 
Agonist bearbeitet wird, bis man beim Aufhören feststellt, daß der Antagonist sich ge-
längt hat und kontrollierbar geworden ist. Ebenso handhaben viele Übungen die positive 
und negative Induktion, d.h. sie nutzen die Nachwirkung der verlängerten, 
ununterbrochen aufrechterhaltenen Leistung. Beispiel: Stellen Sie sich nahe an eine 
Wand, vielleicht mit der rechten Seite, und drücken Sie mit dem Handrücken so gegen 
die Wand, als ob Sie sie wegdrücken wollten. Nachdem der Druck für etwa eine Minute 
ausgeübt wurde, hört man auf und läßt den rechten Arm 'machen, was er will'. Der 
rechte Arm hebt sich bis in Schulterhöhe mit einer seltsamen Leichtigkeit ähnlich der 
eines Schwebezustandes. Wenn man den Arm durch seinen Willen gesteuert 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 36 

herunterfallen und wieder frei läßt, wird sich der gleiche Vorgang einige Male mit 
abnehmender Amplitude wiederholen. 
 
Ein zentrales Element für Lernen im allgemeinen und für die spezielle Lernmethode in 
'Bewußtheit durch Bewegung' ist Aufmerksamkeit. Mittels gelenkter Aufmerksamkeit 
soll die Bewußtheit für den eigenen Körper und seine Funktionen und dadurch für sich 
selbst entwickelt werden: 

Aber ganz gleich welche Übung oder welches Prinzip angewendet 
werden, ist eine Unterrichtsstunde so aufgebaut, daß es nicht möglich 
ist, ohne Konzentration, ohne den Versuch, Unterschiede zu spüren, 
und ohne richtige Aufmerksamkeit dem nächsten Schritt zu folgen. 
Mechanische Wiederholung ohne Aufmerksamkeit wird unmöglich 
gemacht und abgelehnt. (Feldenkrais, 1988a, S. 188) 

 
Der Gebrauch der Sprache in Lektionen der Gruppentechnik, wie auch der Ansatz der 
ganzen Methode und die zugrundeliegende Philosophie des Lernens zeigen Parallelen 
zu Milton Ericksons hypnotherapeutischem Ansatz (Reese, 1991a). Feldenkrais 
benutzte eine hochentwickelte Sprache, um physische Bewegungen zusammen mit an-
gemessenen Bildern, sensorischen und psychologischen Hinweisen zu übermitteln. 
Seine Sprache beinhaltete viele "Erickson'sche" hypnotische Arten der Kommunikation, 
um Lernen auf einer tiefen Ebene des Selbst zu bewirken. So rufen 'Bewußtheit durch 
Bewegung'- Lektionen oft einen tranceähnlichen Zustand hervor (Reese, 1985). 
Als Beispiel für die Parallelen zwischen beiden Ansätzen mag das "Utilisationsprinzip" 
(Erickson & Rossi, 1981) dienen, das als ein zentraler Baustein in Ericksons Arbeit 
betrachtet wird und ebenso wichtig für das Verständnis von Feldenkrais' Ansatz ist: 
Feldenkrais und Erickson glichen sich oft dem Erfahren und Verhalten ihrer Schüler 
und Klienten an, um deren Lernen und Änderung zu fördern. Erickson war, um ein 
anderes Beispiel zu nennen, bekannt für die Anwendung indirekter und oft paradoxer 
Techniken in Hypnose und Psychotherapie. Ebenso vermied Feldenkrais direkte und 
offensichtliche Ansätze und betont, daß eine indirekte Lösung oft die effektivste und 
eleganteste ist. So umgeht er z.B. das Problem des Widerstands, indem er meist mit dem 
gewohnheitsmäßigen Bewegungs- und Haltungsmuster des Patienten geht. Wenn also 
einer gewohnheitsmäßig etwas zusammengekrümmt ist, wird er ermutigt, sich noch 
etwas mehr zusammenzukrümmen, um so zu erreichen, daß er sich aufrichtet. Auch 
wird meistens nicht direkt mit einem betroffenen Körperteil gearbeitet, sondern 
versucht, die allgemeine Struktur des Körpers zu verändern, um so indirekt 
Veränderungen in der betroffenen Region zu bewirken (Feldenkrais, 1990). 
 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 37 

2.5 Forschung 
 
Das Interesse an Forschung im Bereich der Feldenkrais-Methode hat in den letzten Jah-
ren zugenommen, jedoch sind systematische Untersuchungen zur Wirksamkeit der 
Gruppenmethode noch selten. Die vorliegenden Untersuchungen und Projekte werden 
hier kurz umrissen. 
 
Frydmann und Frydmann (1982) erforschten über einen Zeitraum von drei Jahren die 
Auswirkung von Feldenkrais-Lektionen auf den Erwerb einer Fremdsprache und die 
Beständigkeit des Erlernten. Die Experimentalgruppe durchlief ein zehnstündiges Trai-
ning in der Woche, die einem Sprachkurs vorausging, sowie eine 50-minütige Bewe-
gungslektion vor jeder Sprachunterrichtsstunde. Sie erwies sich hinsichtlich des 
Sprachlernprozesses gegenüber einer Kontrollgruppe sowie gegenüber einer weiteren 
Gruppe, die ein Entspannungsprogramm mit klassischer Musik durchlaufen hatte, als 
deutlich überlegen. Ebenso zeigte sich das Feldenkrais-Training als förderlich hinsicht-
lich Leistungen des visuellen und auditiven Gedächtnisses als auch der Verfeinerung 
der visuellen Wahrnehmung. 
 
In ihrem Buch 'Transforming Body Image' beschreibt Hutchinson (1985) ein Trainings-
programm, um ein negatives Körper- und Selbstbild adipöser Frauen zu verändern. Sie 
zitiert darin (S. 13) ihre Dissertation, in der untersucht wurde, wie ein siebenwöchiger 
therapeutischer Prozeß, genannt 'Transforming Body Image' - der aus Imaginations-
übungen und Elementen von Feldenkrais-Lektionen bestand - auf das Körperbild einer 
Gruppe von adipösen Frauen wirkte. Die Experimentalgruppe zeigte hier im Vergleich 
zu einer Kontrollgruppe deutliche Veränderungen in bezug auf Körperbild und Selbst-
bild. 
 
Eine kalifornische Studie beschäftigte sich mit neuen Wegen der Schlaganfall-
Rehabilitation (Bach-y-Rita, 1981), wobei u.a. beide Feldenkrais-Verfahren (vgl. Kapi-
tel 2.4) angewendet wurden. Es wurde mit Patienten gearbeitet, die zwei oder mehr 
Jahre keine Verbesserungen ihrer Symptomatik zeigten, also an einem Punkt waren, an 
dem die übliche medizinische Prognose als negativ und aussichtlos beschrieben wird. 
Für die Arbeit nach Hirnverletzung und Schlaganfällen wurden Dauer und Abfolge der 
Bewegungslektionen verkürzt, wobei das Training in Gruppenarbeit sowie in Einzelbe-
handlungen stattfand. Bach-y-Rita beschreibt eine veränderte Wahrnehmung zuvor 
nicht gespürter körperliche Impulse, die eine rasche Besserung der depressiven 
Stimmungslage der Patienten zur Folge hatte und ihnen wieder ein vollständigeres Bild 
des eigenen Körpers vermittelte, lange bevor wesentliche funktionale Besserungen auf-



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 38 

treten konnten. Nach den Erfahrungen dieser Studie ist die von der Schulmedizin ver-
tretene Auffassung, daß nach dem Erreichen bestimmter Plateaus der Besserung nach 
zwei Jahren kein weiterer Fortschritt mehr möglich sei, nicht haltbar. Ein weiterer Fort-
schritt hänge entscheidend von einer ganzheitlichen Behandlung ab. 
 
Von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (Saar) (liegt noch nicht als Publika-
tion vor) wird zur Zeit ein Forschungsprojekt durchgeführt zur Wirkung der 
Feldenkrais-Methode 'Bewußtheit durch Bewegung' bei Multipler Sklerose, bei dem 
zwei Gruppen von etwa 25 Betroffenen über einen Zeitraum von jeweils einem Jahr an 
11 Wochenenden 30 volle Tage an einem Feldenkrais-Programm teilnehmen, das 
speziell auf diese Gruppe zugeschnitten ist. Die erste Gruppe startete im Mai 1990, die 
zweite im Mai 1991, Ergebnisse werden in Kürze erwartet. Die Studie wird von einem 
erfahrenen Feldenkrais-Lehrer durchgeführt und ärztlich und psychologisch betreut 
(Bost, 1991). 
 
Eine weitere Studie zur Wirkung der Feldenkrais-Methode bei lernbehinderten Kindern 
wurde im Rahmen einer Dissertation (C. Shelhav, persönliche Mitteilung, Juli 1993) in 
einer Lernbehinderten-Schule in Gummersbach durchgeführt. Sie wurde von einer der 
engsten Mitarbeiterinnen von M.Feldenkrais geleitet. Eine Experimentalgruppe von 13 
Kindern erhielt über eine Zeitraum von sechs Wochen eine Stunde 'Bewußtheit durch 
Bewegung' pro Tag, die in den normalen Unterrichtsablauf integriert war. Zusätzlich 
erhielten die Kinder Einzelstunden in 'Funktionaler Integration'. Diese Gruppe wurde 
mit einer parallelisierten Kontrollgruppe verglichen. Veränderungsmessungen wurden 
mit Hilfe von Videos, Verhaltensbeobachtungen, Fotographien (bezüglich Körper-
haltung) sowie Intelligenztests vorgenommen. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen eine 
Verbesserung der Kommunikation zwischen den Kindern sowie in bezug auf das 
schulische Lernen, insbesondere auf die Motivation zum Lernen. Weiter weist die 
Experimentalgruppe Verbesserungen der Körperhaltung und der Beweglichkeit auf, 
wobei sich hier bei der Kontrollgruppe keine Veränderungen ergeben. Die IQ-Tests 
zeigen keine Unterschiede zwischen den Gruppen. 
 
 
2.6 Anwendungsbereiche 
 
Die Feldenkrais-Methode hat im großen Bereich der Haltungsstörungen sehr gute Er-
folge zu verzeichnen. 
Besonders bewährt hat sie sich in der Praxis der psychomotorischen Entwicklungs-
förderung von cerebralen Paresen bei Kindern, die Anwendung bei Spastikern zeigt 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 39 

ebenfalls gute Erfolge (Shelhav-Silberbush, 1987; Yaron, 1985). Ein weiterer Bereich 
ist die Förderung der motorischen Bewegungsentwicklung bei gesunden Kindern 
(Rosenholtz, 1991). 
Sie findet Verwendung bei allen Funktionsstörungen bei und nach Hirntraumata und 
anderen zentralen Störungen (Bach-y-Rita, 1981) sowie in der Rehabilitation 
(Feldenkrais, 1981; Ginsburg, 1986).  
Es gibt außerdem verschiedene Ansätze, die Feldenkrais-Methode im geriatrischen 
Bereich (Gutman, Herbert & Brown, 1977) sowie in der Schmerzbehandlung 
(Rywerant, 1981) einzusetzen. 
Weitere Anwendungsmöglichkeiten zeigen sich in der Arbeit mit Patienten mit Multi-
pler Sklerose (Bost, 1991), Parkinsonsyndrom, Muskelatrophien und rheumatischen 
Erkrankungen, die mit Bewegungseinschränkungen und einem dysfunktionalen 
Gebrauch des Körpers einhergehen. 
Zudem gibt es Versuche, die Einzelbehandlung 'Funktionale Integration' in der psychia-
trischen Behandlung einzusetzen (Talmi, 1981). 
 
Auf der Basis der Feldenkrais-Methode können zudem Visualisationstechniken zur 
Leistungsförderung im Sport angewendet werden. Ebenso stellt die Betonung der Inte-
gration des gesamten Körpers in jeder Bewegung eine Ergänzung zu den Routine-
programmen der Athleten dar (Strauch, 1984). Feldenkrais' Methoden wurden bereits 
beim Laufen (Heggie, 1992), Skifahren (Heggie, 1980), Reiten (Tellington-Jones & 
Bruns, 1985) und anderen Sportarten angewendet. 
 
In Hinblick auf eine Verbesserung von Effizienz, Eleganz und Koordination von Bewe-
gung finden Feldenkrais-Lektionen und -Ideen Anwendung in Schauspiel- und Tanz-
trainings (Myers, 1980), bei zahlreichen Theater- und Tanzgruppen, 
Musikkonservatorien (Linklater, 1972) und im Bereich der Stimmbildung (Apel, 1992). 
 
Feldenkrais' Methoden können zudem in verschiedene Formen hypnotischer Erziehung 
und Therapie integriert werden. 'Bewußtheit durch Bewegung' kann nützlich sein, um 
bei bestimmten Menschen, die normalerweise Trance gegenüber resistent sind, eben 
diese aufgrund des dabei erreichten tiefen Stadiums der Entspannung hervorzurufen, 
was durch die langsamen, angenehmen Bewegungen und den sensorischen Focus 
erreicht wird (Reese, 1991a). 
Schließlich sei auf die breiten Anwendungsmöglichkeiten insbesondere der Gruppen-
arbeit im pädagogischen Bereich, in Prävention (z.B. bei Haltungsbeschwerden, Streß-
symptomatik, Bewegungseinschränkungen u.ä.) und Erwachsenenbildung, als Ansätze 
zur Entwicklung der Persönlichkeit und zum Gewinn eines unentfremdeten Bezuges zur 



Kapitel 2.  DIE FELDENKRAIS-METHODE 40 

eigenen Leiblichkeit hingewiesen (Petzold, 1985). So finden Elemente und grund-
legende Prinzipien von Feldenkrais-Lektionen z.B. Eingang in neuere Rückenschul-
programme, die zur Zeit gerade erprobt werden (K. Weiker, persönliche Mitteilung, 
Juni 1993) sowie im Bereich der Fortbildung von Krankengymnasten und 
Ergotherapeuten. 
 
Ebenso ist die Feldenkrais-Methode zur Behandlung verschiedener psychosomatischer 
Störungen, die u.a. mit einer Verminderung oder Störung der Bewegungsfähigkeit oder 
mit einem gestörten Verhältnis zum eigenen Körper und einem inkompletten Körperbild 
einhergehen, angezeigt.  
Dies soll in der vorliegenden Studie für das Gebiet der Eßstörungen untersucht werden, 
wobei zunächst auf die theoretischen Grundlagen dieser Problematik eingegangen wird. 
 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 41 

3. Eßstörungen 
 
In diesem Kapitel wird in gegebener Kürze auf die Theorie der Eßstörungen eingegan-
gen, da die vorliegende Untersuchung Patientinnen und Patienten mit verschiedenen 
Eßstörungen zum Untersuchungsgegenstand hatte. 
Bei den Eßstörungen unterscheidet man die drei verschiedenen Störungsformen 
Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas. Für jedes Krankheitsbild sollen zu-
nächst Symptomatik, diagnostische Kriterien, Epidemiologie und verschiedene 
Erklärungs- und Behandlungsansätze dargestellt werden, um dann ein gemeinsames 
Modell der Eßstörungen sowie das Behandlungskonzept der Medizinisch-
Psychosomatischen Klinik Roseneck vorzustellen. 
 
 
3.1 Anorexia nervosa 
 
3.1.1 Symptomatik 
 
Das auffälligste Symptom der Anorexia nervosa ist die starke Abmagerung, welche 
durch keine somatischen Ursachen begründet ist, sondern durch 
Nahrungseinschränkung oder -verweigerung entsteht. Die Letalität durch Verhungern 
liegt hier bei etwa 10%. Ebenso treten als weitere Symptome Amenorrhoe und 
Obstipation auf, wie auch andere Folgen der somatischen Unterernährung (z.B. Herz- 
und Kreislaufstörungen, Ödeme, Hypokaliämie) (Gerlinghoff & Backmund, 1989). 
Neben einer Gewichtsphobie besteht eine extreme Ablehnung von Nahrungsaufnahme 
und trotz starker Hungergefühle beschränken die Patienten ihre Nahrung auf ein Mini-
mum. Anorexie-Patienten zeigen gleichzeitig ein großes Interesse an Essen und 
Nahrungsmitteln, sie kochen gern für andere, sammeln Rezepte und horten Nahrungs-
mittel (Karren, 1986). 
Dazu kommt häufig ein Mißbrauch von Abführmitteln und Medikamenten. Begleitend 
zur Kalorienreduktion wird oft ein kalorienreduzierendes Körpertraining durchgeführt, 
Ruhepausen werden vermieden und der nächtliche Schlaf auf ein Minimum reduziert. 
Ein weiteres Symptom besteht in der Störung der Körperwahrnehmung der Patienten. 
Sie nehmen ihre extreme Abmagerung oft nicht wahr, fühlen sich immer noch zu dick 
oder wollen ihr jetzt erreichtes "Idealgewicht" halten. 
Anorexie-Patienten werden als sehr leistungsorientiert und -motiviert beschrieben. 
Defizite im Sozialverhalten und soziale Rückzugstendenzen sind bei vielen Patienten 
beobachtbar. Ebenso fehlt häufig das Interesse an Sexualität und der eigenen körper-
lichen Reifung (Meermann, 1981). 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 42 

3.1.2 Diagnose 
 
Hier soll das DSM-III-R (Wittchen, Saß, Zaudig, & Koehler, 1989) herangezogen wer-
den, da es die genauesten diagnostischen Kriterien und Abgrenzungen gegenüber ande-
ren Krankheitsbildern aufweist und häufig in der Praxis eingesetzt wird. 

Diagnostische Kriterien der Anorexia nervosa 
A) Das Körpergewicht wird absichtlich nicht über dem der Körper-
größe oder dem Alter entsprechenden Minimum gehalten, d.h. 
Gewichtsverlust auf ein Gewicht von 15% oder mehr unter dem zu 
erwartenden Gewicht bzw. während der Wachstumsperiode 
Ausbleiben der zu erwartenden Gewichtszunahme mit der Folge eines 
Gewichts von 15% oder mehr unter dem zu erwartenden Gewicht. 
 
B) Starke Angst vor Gewichtszunahme oder Angst vor dem Dick-
werden, obgleich Untergewicht besteht. 
 
C) Störungen der eigenen Körperwahrnehmung hinsichtlich Gewicht, 
Größe oder Form, d.h. die Person berichtet sogar im kachektischen 
Zustand, sich "zu dick zu fühlen", oder ist überzeugt, ein Teil des 
Körpers sei "zu dick", obgleich ein offensichtliches Untergewicht 
besteht. 
 
D) Bei Frauen Aussetzen von mindestens drei aufeinanderfolgenden 
Menstruationszyklen, deren Auftreten sonst zu erwarten gewesen wäre 
(primäre oder sekundäre Amenorrhoe). (Bei Frauen liegt eine 
Amenorrhoe vor, wenn die Menstruation nur bei Gabe von Hormonen, 
z.B. Östrogen eintritt.) (S. 99) 
 

Differentialdiagnostisch muß die Anorexia nervosa von der Bulimia nervosa abgegrenzt 
werden. Bei der Anorexia nervosa besteht im Gegensatz zur Bulimia nervosa ein 
starker, oft lebensbedrohlicher Gewichtsverlust. Es kann aber auch eine Bulimia 
nervosa bei Personen mit Anorexia nervosa vorkommen, dann werden beide Diagnosen 
gegeben (Wittchen et al., 1989). 
 
 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 43 

3.1.3 Epidemiologie 
 
Magersucht wurde erstmals Ende des 19.Jahrhunderts detailliert beschrieben. Betroffen 
sind in erster Linie Mädchen und junge Frauen. Von der Gesamtzahl der anorektischen 
Patienten liegt der Anteil der männlichen Personen bei 6,4% (Karren, 1986). Die Zahl 
der Ersterkrankungen steigt vom elften bis zum vierzehnten Lebensjahr sprunghaft an 
und fällt dann langsam bis zum 33.Lebensjahr ab. Der Altersmittelwert beträgt 17,5 
Jahre (Karren, 1986). Schätzungen zufolge kommt ein Erkrankungsfall auf 100 bis 150 
Mädchen in der Pubertät (Gerlinghoff & Backmund, 1989). 
 
Das Krankheitsbild nimmt in der heutigen Zeit in den Industrieländern beträchtlich zu, 
während es in der Dritten Welt kaum zu beobachten ist. Führt man diese kulturell 
unterschiedliche Auftretenshäufigkeit nicht auf verschiedene Erhebungsmethoden und 
unterschiedliche psychiatrische Diagnostik zurück,  

liegt die Vermutung nahe, daß die besonderen Lebensbedingungen in 
urbanisierten und industrialisierten Regionen mit hohem Lebens-
standard nicht nur das kollektive Diätverhalten weiblicher Jugend-
licher und junger Frauen, sondern auch die Entwicklung und Verbrei-
tung der Anorexia nervosa und anderer psychosomatischer Erkrankun-
gen fördern. (Karren 1986, S. 22) 

 
 
3.1.4 Erklärungs- und Behandlungsansätze  
 
Ausschlaggebend für die Entstehung der Anorexia nervosa sind individuelle, familien-
dynamische und soziokulturelle Faktoren. Die Wurzeln der Erkrankung reichen bis in 
die frühe Kindheit, ja sogar zuweilen in die Familiendynamik einer großelterlichen 
Herkunftsfamilie zurück (Gerlinghoff & Backmund, 1989). 
 
In der Verhaltenstherapie wird die Anorexia nervosa unter dem Aspekt des gestörten 
Eßverhaltens betrachtet. Da hier Störung und Symptom gleichgesetzt werden, wird die 
Anorexia nervosa häufig als phobische Vermeidung einer Gewichtszunahme oder von 
Nahrungsmitteln gesehen. Die verhaltensorientierten Behandlungsansätze wollen vor 
allem eine Gewichtszunahme herbeiführen und das Eßverhalten verändern. Neuerdings 
werden auch Defizite im Sozialverhalten in die Therapie miteinbezogen (Karren 1986). 
Neben operanten Verstärkungstechniken werden dabei Interventionen, die eine 
systematische Desensibilisierung der Angst vor Übergewicht oder vor 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 44 

Nahrungsaufnahme beinhalten eingesetzt. Häufig dient der Therapeut dabei als Modell, 
indem er gemeinsam mit den Patienten die Mahlzeiten einnimmt. 
 
In der Psychoanalyse wird die Anorexia nervosa als orale Störung in der frühkindlichen 
Beziehung zur Mutter aufgefaßt. Dabei lernt das Kind nicht, körperliche Empfindungen 
und Gefühle zu differenzieren, es entwickelt kein Autonomie- und Identitätsgefühl. Das 
Kind kann sich nicht von seiner Mutter lösen und fühlt sich durch die Umwelt 
kontrolliert. Dadurch können Anorexie-Patienten nach Meinung von Analytikern 
pubertäre Entwicklungsaufgaben nicht bewältigen. Es leben die präödipalen 
Separations-Individuations-Konflikte wieder auf. Einerseits will sich die anorektische 
Jugendliche dem mütterlichen Einfluß entziehen, andererseits verspürt sie den Wunsch, 
in mütterlicher Obhut zu bleiben, um die unzureichende Zuwendung aus der Kindheit 
nachzuholen. Aufgrund dieses Konflikts wird es unmöglich, sich von der Mutter zu 
lösen. 
Durch die körperlichen Veränderungen während der Pubertät müssen sich die Jugend-
lichen mit dem eigenen Geschlecht identifizieren. Anorexie-Patientinnen haben es durch 
ihr ambivalentes Verhältnis zu ihren Müttern damit sehr schwer. Die mangelnde 
Geschlechtsidentifikation erschwert ihnen zudem den Zugang zu Gleichaltrigen, insbe-
sondere zum männlichen Geschlecht. 
Die psychoanalytischen Behandlungsansätze versuchen eine Veränderung der Persön-
lichkeit der Patientin zu erreichen. Sie soll sich emotional von ihrer Mutter lösen und 
ihre Ich-Identität aufbauen, so daß sie ihre Symptomatik aufgeben kann (Karren, 1986). 
 
Die familientherapeutischen Behandlungsansätze betrachten vor allem die spezifischen 
Interaktions- und Kommunikationsstrukturen in der sogenannten Magersuchts-Familie. 
Das Verhalten einer Anorektikerin wird dabei nicht von vornherein als pathologisch 
eingestuft, sondern im Rahmen eines pathologischen familiären Interaktionssystems 
durchaus als normal angesehen. Innerhalb der Magersuchts-Familie wurden 
Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und 
Konfliktvermeidungsverhalten beobachtet. Besonders interessant erscheint hier die 
systemische Betrachtungsweise des Mailänder Teams um Selvini Palazzoli (1982), die 
bestimmte Spielregeln innerhalb der typischen Magersuchtsfamilie feststellen konnte. 
Familientherapeuten sehen in der Entwicklung einer psychosomatischen Krankheit wie 
der Anorexia nervosa, den Ausdruck einer familiären Krise. Häufig sind äußere 
Veränderungen die Ursache oder in der Familie selbst stehen Veränderungen an, die die 
Homöostase der Familienorganisation ins Wanken bringen (Karren, 1986). 
 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 45 

In seinem Vortrag "Grenzen des Gewissens" geht Hellinger (1992) in seiner ihm 
eigentümlichen systemischen Sichtweise auf die Kraft der Bindung in Beziehungen ein. 
In bezug auf die Magersucht umreißt er eine Familienkonstellation, in der der Vater aus 
der Familie drängt. Die Dynamik dieser Situation ist nach Hellinger:  

'Lieber ich als du', im Sinne einer Rettung. Also zum Beispiel: lieber 
ich in Gefangenschaft als du; lieber will ich verschwinden, als daß du 
weggehen mußt; lieber sterbe ich als du; lieber bin ich krank als du. 
Dahinter steht eine Liebe, ein Sich-Opfern, gepaart mit der Idee, daß 
der andere dann bleiben könne (...) Ein guter Satz für die Mager-
süchtige ist dann: Lieber Papa, auch wenn du gehst - ich bleibe. 
(Weber, 1993, S. 291) 

 
 
3.2 Bulimia nervosa 
 
3.2.1 Symptomatik 
 
Bulimie-Patientinnen erleben meist täglich mindestens einen Heißhungeranfall, der 
zwischen 15 Minuten und vier Stunden dauert und während dem sie ihre Nahrungsauf-
nahme nicht kontrollieren können. Manche Patientinnen können ihr Eßverhalten 
mehrere Tage kontrollieren, so daß sich Heißhungerphasen und symptomfreie Phasen 
abwechseln. Die Heißhungeranfälle geschehen meist heimlich, häufig wissen weder 
Familienangehörige noch Freunde von der Krankheit. Die Freßattacken werden als 
suchtartiges Verhalten erlebt, die Patientinnen essen, bis sie wirklich nicht mehr 
können. Dadurch wird das anschließende Erbrechen erleichtert (Paul & Pudel, 1985). 
Ein Teil der Betroffenen berichtet, daß sie sich in einem Zustand verminderter 
Bewußtseinskontrolle befinden und erst nach einer Heißhungerattacke feststellen, was 
sie überhaupt gegessen haben (Paul, 1987). 
Bei einem Heißhungeranfall nehmen die Patientinnen durchschnittlich 3000 bis 4000 
kcal auf. Meist werden dabei Lebensmittel bevorzugt, die sie sich eigentlich verboten 
haben, da sie angeblich dick machen. 
Nach einer Heißhungerattacke überwiegen bei den Betroffenen negative Gefühle. Sie 
fühlen sich deprimiert, sie hassen sich selbst und sind unzufrieden. 
Fast regelmäßig wird nach einer Heißhungerattacke erbrochen. Zwei Drittel der 
Patienten führen jedesmal ein selbstinduziertes Erbrechen herbei. Hinzu kommt häufig 
der Mißbrauch von Appetitzüglern und Abführmitteln. 
Die Heißhungerattacken treten auf, weil die Betroffenen "ein unwiderstehliches 
Verlangen haben zu essen", bzw. weil "sie einfach nicht mehr aufhören können, wenn 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 46 

sie nur eine Kleinigkeit gegessen haben" (Paul & Pudel, 1985, S. 77). Hunger und 
Appetit als Auslöser für Heißhungeranfälle werden selten genannt. Vermutlich haben 
die Patientinnen aufgrund ihrer Symptomatik keine Körperempfindungen mehr in bezug 
auf Hunger und Sättigung. Als Auslöser werden des weiteren Frustration, Langeweile, 
Ärger oder Wut genannt. 
Interessant ist weiterhin, daß Bulimie-Patientinnen durchschnittlich weniger wiegen als 
eine gesunde Vergleichsgruppe. Selbst sehen sie sich jedoch nicht so schlank und halten 
sich eher für übergewichtig, wünschen sich aber eine schlanke Figur. Dabei wird die 
verzerrte Körperwahrnehmung deutlich (Paul & Pudel, 1985). Kennzeichnend für die 
Symptomatik ist außerdem die übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht. 
Typisch für das Krankheitsbild sind die hohen Gewichtsschwankungen, die bei 
manchen Bulimie-Patientinnen mehr als 20 kg betragen können. Interessant ist auch, 
daß einige Patientinnen vor ihrer Bulimie-Symptomatik eine anorektische Phase durch-
liefen, andere dagegen zuvor übergewichtig waren (Paul, 1987). 
 
 
3.2.2 Diagnose 
 
Bei den Diagnosekriterien wird auch hier das DSM-III-R (Wittchen et al., 1989) heran-
gezogen: 

Diagnostische Kriterien der Bulimia nervosa 
A) Wiederholte Episoden von Freßanfällen (schnelle Aufnahme einer 
großen Nahrungsmittelmenge innerhalb einer bestimmten Zeitspanne). 
 
B) Das Gefühl, das Eßverhalten während der Freßanfälle nicht unter 
Kontrolle halten zu können. 
 
C) Um einer Gewichtszunahme entgegenzusteuern, greift der 
Betroffene regelmäßig zu Maßnahmen zur Verhinderung einer Ge-
wichtszunahme, wie selbstinduziertes Erbrechen, den Gebrauch von 
Laxantien oder Diuretika, strengen Diäten oder Fastenkuren oder 
übermäßiger körperlicher Betätigung. 
 
D) Durchschnittlich zwei Freßanfälle pro Woche über einen Mindest-
zeitraum von drei Monaten. 
 
E) Andauernde, übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht. 
(S. 101) 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 47 

Differentialdiagnostisch muß die Bulimia nervosa von der Anorexia nervosa abgegrenzt 
werden. Bei der Anorexia nervosa besteht im Gegensatz zur Bulimia nervosa ein 
starker, oft lebensbedrohlicher Gewichtsverlust. Es kann aber auch eine Anorexia 
nervosa bei Personen mit einer Bulimia nervosa vorkommen, dann werden beide 
Diagnosen gegeben (Wittchen et al., 1989). 
 
 
3.2.3 Epidemiologie 
 
Über die Erkrankungshäufigkeit liegen nur Schätzungen vor, da die Betroffenen ihre 
Krankheit häufig verheimlichen. Somit ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen 
(Paul, 1987). Der Ernährungsbericht der deutschen Gesellschaft für Ernährung (1988) 
geht z.B. davon aus, daß etwa 3,5% Prozent aller Frauen zwischen 18 und 35 Jahren 
von der Bulimie betroffen sind. Die meisten Patientinnen sind zwischen 14 und 35 Jahre 
alt, der Krankheitsbeginn liegt meist zwischen 14 und 20 Jahren. Vorher hatten die 
Patientinnen ein normales Eßverhalten, die Symptomatik trat häufig erst nach einer 
Gewichtsreduktion auf.  
Die Mehrzahl der Betroffenen sind Frauen. Ähnlich wie bei der Anorexia nervosa wird 
von einem Geschlechtsverhältnis von 10:1 ausgegangen. Als Ursache dafür werden die 
gesellschaftlichen Verhältnisse mitangesehen (Paul, 1987). 
 
 
3.2.4 Erklärungs- und Behandlungsansätze  
 
Aus der Sicht der Verhaltenstherapie geben Paul und Pudel (1985) folgendes all-
gemeines Erklärungsmodell der Bulimia nervosa: Während einer unsicheren Phase, 
häufig während der Pubertät, wird extrem stark auf das Erscheinungsbild geachtet. Da-
bei beginnen die Patientinnen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion. Der einsetzende 
Gewichtsverlust wird als positiv erlebt und von der Umwelt verstärkt. Bei einigen Pati-
entinnen kann sich daraus ein Zwang zum Fasten entwickeln mit einer daraus resultie-
renden Anorexie. Die meisten Personen verfügen jedoch nicht über solch starke 
Kontrollmechanismen, so daß die Zügelung des Eßverhaltens in Spannungs- und 
Erregungssituationen aufgegeben werden muß. Durch den Gewichtsverlust und die 
Nahrungskarenz drehen sich die Gedanken der Patientinnen permanent um das Essen, 
was eine verstärkende Funktion darstellt. Dadurch entstehen anfangs sporadisch Heiß-
hungerattacken. Die Angst vor Gewichtszunahme wird durch die Einnahme von 
Diuretika und/oder Laxantien, aber auch durch selbst-induziertes Erbrechen gemindert. 
Diese Angstreduktion verstärkt den Medikamentenabusus und das Erbrechen. Dies läßt 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 48 

die Patientinnen in Erregungs- und Spannungszuständen immer häufiger auf das 
"Fressen" mit anschließendem Erbrechen zurückgreifen. Eine verstärkende Wirkung 
zeigt die einsetzende Erregungs- und Spannungsreduktion. Der Kontrollverlust über das 
eigene Eßverhalten wird mit Selbstverachtung und Selbsthaß bewertet, was zum Teil zu 
Depressionen und suizidalen Gedanken führt. Das dadurch verstärkte 
Minderwertigkeits- und Unsicherheitsgefühl will wieder die äußere Attraktivität 
steigern bzw. erhalten, was diesen paradoxen Kreislauf aufrechterhält (Paul & Pudel, 
1985). 
In verhaltenstherapeutischen Behandlungskonzepten werden nun verschiedene 
Schwerpunkte gesetzt. So überwiegt in manchen Behandlungskonzepten eher die Ver-
änderung der verzerrten Meinungen und Überzeugungen hinsichtlich Aussehen und 
Gewicht, in anderen steht das Erlernen von gesundem Eßverhalten und körperlicher 
Aktivität im Vordergrund und in einem weiteren Ansatz sollen die Betroffenen lernen, 
die Auslösesituationen zu identifizieren und statt Essen andere streßreduzierende Ver-
haltensweisen einzusetzen (Nuntzinger & de Zwaan, 1989). 
Fichter (1989, S. 230) legt bei seinem Therapiemodell für Bulimie-Patientinnen den 
Schwerpunkt auf die "Bearbeitung von Defiziten in der interozeptiven und emotionalen 
Wahrnehmung, dem Aufbau sozialer Kompetenz und auf die Verbesserung direkter 
emotionaler Ausdrucksfähigkeit". 
 
Der psychoanalytische Erklärungsansatz sieht die Ursache für die Bulimia nervosa in 
einer frühkindlichen Deprivation in der Mutter-Kind-Beziehung während der oralen 
Phase. Da die Bedürfnisse des Kindes nicht befriedigt werden, erlebt es Frustrationen, 
die zu einer oralen Fixierung führen. Die sadomasochistische Qualität und die primitive 
Wut werden durch das unkontrollierte Hinunterschlingen der Nahrung deutlich. Die 
Bulimikerin bleibt dabei gleichzeitig auf einer Stufe primären Narzißmus' stehen; so ist 
sie unfähig zu reifen Objektbeziehungen. 
Während der Pubertät werden diese Themen wieder aktuell. Orale Fixierung und die 
Fixierung auf den eigenen Körper bewirken, daß sich die Bulimikerin von den neuen 
Aufgaben überfordert fühlt. Die weibliche Rolle wird abgelehnt und die daraus resultie-
renden ungelösten Konflikte führen zu bulimischem Verhalten. 
Die Heißhungerattacken werden als oral-sadistische Impulse gesehen. Das Essen ist für 
die Bulimikerin eine Waffe, die sie aus Rachegefühlen gegen die Mutter einsetzt. 
Zusammenfassend wird das bulimische Eßverhalten beschrieben als ein Versuch, einer-
seits Trost und Schutz, andererseits Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu erlangen, 
um die unbefriedigenden zwischenmenschlichen Beziehungen zu ersetzen (Ziolko, 
1982). 
 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 49 

Als Hauptdynamik jeder Sucht (Alkohol-, Drogen- und Eßsucht) beschreibt Hellinger 
(Weber, 1993) aus systemischer Sichtweise,  

daß derjenige von seinem Vater nicht nehmen kann oder darf. Die 
Mutter vermittelt dem Kind: Nur was von mir kommt, ist gut, und was 
vom Vater kommt und von seiner Familie, taugt nichts. Das darfst du 
nicht nehmen. Nimm nur von mir! Das Kind sagt dann: Wenn ich nur 
von dir nehmen darf, Mutter, dann räche ich mich und nehme soviel, 
daß es mir schadet. Die Sucht ist sozusagen die Rache und Sühne für 
das Nicht-Nehmen des Vaters. (S. 290) 

Bei der Bulimie findet sich nun (ähnlich wie bei der Magersucht) eine solche Dynamik: 
"Auch die Mütter bulimischer Töchter sagen zu diesen: 'Nur was von mir kommt, ist 
gut; was vom Vater kommt, darfst du nicht nehmen.' Dann nimmt die Patientin das 
Essen und spuckt es wieder aus" (Weber, 1993, S. 298). Die Lösung liegt für Hellinger 
darin, daß derjenige "angesichts der Mutter vom Vater nimmt und ihm Raum gibt" 
(Weber, 1993, S. 290). 
 
 
3.3 Adipositas 
 
3.3.1 Symptomatik 
 
Die Adipositas ist ein Symptom, das durch eine Vielzahl von Faktoren entsteht. Neben 
physiologischen sind auch genetische Faktoren von Bedeutung. Zudem beeinflussen 
Persönlichkeitsfaktoren, erlernte Eßgewohnheiten aus der Kindheit und das Essen, um 
emotionale Bedürfnisse zu befriedigen die Entstehung und Aufrechterhaltung von 
Adipositas. 
Die meisten Untersuchungen in bezug auf eine spezifische Persönlichkeitsstruktur 
weisen jedoch darauf hin, daß es eine einheitliche Persönlichkeitsstruktur Adipöser 
nicht gibt (Pudel, 1978). 
In auslösenden Situationen wird Essen zur Ersatzbefriedigung. Essen wird zu einem 
Symbol der Liebe und Geborgenheit; es entschädigt für Schmerzen und Verluste. Dies 
haben viele Fettsüchtige von Kindheit an gelernt und diese Verhaltensweise hat sich zu 
einem psychosomatischen Reaktionsmuster stabilisiert (Bräutigam & Christian, 1981). 
Sowohl ihr Eßverhalten als auch ihr Körpergewicht empfinden Adipöse als nicht kon-
trollierbar. Sie schämen sich wegen ihrer Unfähigkeit, sich nicht beherrschen zu können 
und versuchen, ihr Eßverhalten zu verbergen. Ihrem Körper stehen sie selbst oftmals 
aggressiv bis feindlich gegenüber. Durch ihr Dicksein können sie momentan nicht 
glücklich sein, so träumen sie von einer "schlanken" Zukunft. Aber das Essen und der 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 50 

dicke Körper bringen auch Vorteile: Der Krankheitsgewinn schützt vor Selbstkritik, an 
allem ist der Körper schuld. Des weiteren lehnen sich Adipöse oft unbewußt dagegen 
auf, bestimmte Rollen zu spielen. Sie wollen nicht attraktiv und dynamisch sein, wie 
man es von ihnen erwartet. Zudem konnten bei Adipösen Körperbildstörungen 
festgestellt werden, d.h. sie halten sich für dicker als sie sind (Mader, 1986). 
Neben sozialen Benachteiligungen bringt das Übergewicht auch körperliche Folge-
erscheinungen mit sich. Dazu zählen Krankheiten wie Diabetes, Gicht, Bluthochdruck, 
Herzinfarkt, Schlaganfall, Gallensteine und Karies. Jedoch werden die körperlichen 
Schäden oft als weniger gravierend beurteilt als die sozialen Nachteile und die daraus 
resultierenden Störungen des seelischen Wohlbefindens (Mader, 1986). 
 
 
3.3.2 Diagnose 
 
Äußerlich leiden Adipositaspatienten an Übergewicht. Unter Adipositas sollten man aus 
medizinischer Sicht nur die behandlungsbedürftigen oder gesundheitsrelevanten Formen 
verstehen. Demnach müßte eine Definition der Adipositas auf dem Grad des Übermaßes 
an Körperfett beruhen, bei dem das Gesundheitsrisiko für jeden einzelnen anzusteigen 
beginnt. Gegenwärtig existiert eine solche Definition jedoch noch nicht. Die Grenzen 
des Normalgewichts sind nicht einheitlich definiert, so daß die Übergänge von 
belanglosem Übergewicht zu pathologischer Fettsucht fließend sind (Großklaus, 1990). 
Um das individuelle Gesundheitsrisiko abschätzen zu können, wird international, 
sowohl von National Institute of Health der USA, als auch von der WHO, die Bildung 
des Body Mass Index (BMI) empfohlen. Der BMI wird berechnet aus dem 
Körpergewicht (in kg) dividiert durch die Körperlänge (in m)2. Der BMI wird 
empfohlen, da dieser größenunabhängigere Aussagen erlaubt als der zuvor übliche 
Broca-Index. Dieser Broca-Index wurde berechnet durch die Körpergröße in cm minus 
100. 
Für den BMI wurden Normtabellen entwickelt, welche auf den Gewichtstabellen der 
amerikanischen Lebensversicherungen beruhen. Ein BMI von 20-25 kg/m2 wird für 
beide Geschlechter und alle Altersklassen als akzeptabel betrachtet. Ein BMI von 25,1-
30 kg/m2 wird als übergewichtig eingestuft, bei einem BMI größer als 30 kg/m2 spricht 
man von Adipositas (Großklaus, 1990). 
Im ICD 10 (Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit, 1991) wird Adi-
positas als eigenständige Krankheit aufgeführt. Es fällt hier unter endokrine, 
Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen und bekommt den Diagnoseschlüssel E66 
Fettsucht (Adipositas). 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 51 

Im DSM-III-R wird Adipositas nicht unter dem Abschnitt Eßstörungen abgehandelt, da 
die Adipositas oft nicht mit psychischen Störungen oder Verhaltensstörungen 
einhergeht. Sind jedoch psychische Faktoren für Entstehung und Verlauf von Bedeu-
tung, so kann als Zusatzdiagnose "Körperlicher Zustand, bei dem psychische Faktoren 
eine Rolle spielen" (Wittchen et al., 1989, S. 97) gegeben werden. 
 
 
3.3.3 Epidemiologie 
 
In allen Kulturländern nimmt die Adipositas rasch zu. Mehr als die Hälfte aller Bundes-
bürger sind übergewichtig. Insgesamt leiden mehr Frauen als Männer an Adipositas 
(Bräutigam & Christian, 1981). 
Untersuchungen zur Schichtzugehörigkeit von Adipösen kamen zu unterschiedlichen 
Ergebnissen, ebenso existieren Studien, in denen kein Zusammenhang zwischen 
Körpergewicht und Schichtzugehörigkeit nachgewiesen werden konnte (Pudel, 1978). 
Zwischen der Kindheit und dem 40. Lebensjahr ist ein monotoner Anstieg der 
Adipositashäufigkeit zu verzeichnen. Doppelt so groß ist der Anstieg zwischen dem 40. 
und dem 50. Lebensjahr. Ab dem 50. Lebensjahr fällt die Häufigkeitskurve steil ab 
(Stunkard & Pudel, 1986). 
 
 
3.3.4 Erklärungs- und Behandlungsansätze  
 
Nach weitverbreiteter Auffassung liegt dem Übergewicht eine positive Energiebilanz 
zugrunde. Aufgrund dieser Erklärung der Adipositas sollen Reduktionsmaßnahmen, wie 
totales Fasten oder energiereduzierte Mischkost, zur Therapie von Übergewicht einge-
setzt werden. Als problematisch erweist sich dabei, den erzielten Gewichtverlust lang-
fristig zu stabilisieren. 
Nachdem das einfache Ursache-Wirkungsschema der positiven Energiebilanz in der 
Adipositastherapie langfristig keine befriedigenden Erfolge zeigte, ist es erweitert 
worden. Den subjektiven Körpergefühlen von Appetit, Hunger und Sättigung wird nun 
eine entscheidende regulative Funktion für die Nahrungsaufnahme zugesprochen, da sie 
die Menge der Energieaufnahme bestimmen. 
Der Unterschied zwischen Normalgewichtigen und Adipösen ist in diesem Zusammen-
hang, daß Normalgewichtige ohne kognitive Kontrolle spontanes Eßverhalten zeigen, 
sie achten auf ihre Körpersignale und halten langfristig ihr normales Gewicht. Zu den 
Adipösen werden dabei auch die latent Adipösen gezählt, die aufgrund restriktiven 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 52 

Eßverhaltens ihr Normalgewicht haben und halten, wobei ein Zusammenbruch dieser 
Kontrolle zu einer Gewichtszunahme führen würde (Pudel, 1987). 
In der Adipositas-Verhaltenstherapie geht man nun davon aus, daß die Verhaltens-
störungen bei der Nahrungsaufnahme erlernte Reaktionen sind. Pudel (1978) nennt als 
Ziele neben einer Gewichtsabnahme die Gewichtskonstanz. Durch die verhaltens-
therapeutischen Maßnahmen sollen die Eßgewohnheiten und die Aktivitätsbereitschaft 
der Patienten so verändert werden, daß sowohl weniger Kalorien aufgenommen, als 
auch mehr Kalorien verbraucht werden. 
Da verschiedene Faktoren die Adipositas mitbedingen, muß aber jedes Therapie-
programm individuell ausgerichtet sein. Wichtig ist dabei eine sorgfältige Verhaltens-
analyse, in der Bedingungen, die zu einem bestimmten Verhalten führen und die 
Konsequenzen, die das Verhalten stabilisieren, herausgearbeitet werden. 
 
Die Psychoanalyse sieht in der Adipositas eine Regression mit Fixierung an die orale 
Befriedigung. Das Essen wird zum Ersatz für fehlende Muttterliebe, viel Essen wehrt 
aufkommende Depressionen ab. Des weiteren lassen sich bei Adipösen narzißtische 
Züge erkennen. Sie haben die Tendenz sich selbst sehr hoch und unrealistisch 
einzuschätzen. Außer ihrer Fettleibigkeit haben sie sehr wenig Konflikte im Vergleich 
mit Altersgleichen. Beschrieben werden die Betroffenen als passiv, bequem, kontakt-
gestört, aggressionsgehemmt und mit wenig Interessen. 
Unter den Adipösen findet man viele Einzelkinder; in der Familie haben die Eltern 
häufig Schwierigkeiten miteinander und das Kind wird als Objekt benützt, um diese 
Schwierigkeiten zu lösen. Eine emotionale Distanz der Eltern zu ihrem Kind bringt für 
diese Schuldgefühle mit sich, die sie in der oralen Verwöhnung abzubauen versuchen. 
Das Füttern ist das einzig liebevolle Ausdrucksmittel (Bräutigam & Christian, 1981). 
Die psychoanalytische Therapie will einen emotionalen Nachreifungsprozeß in Gang 
setzen. Dabei wird am Anfang versucht, das Eßverhalten mit der aktuellen Lebens-
situation in Verbindung zu bringen. Hunger kann alle Emotionen ersetzen, deshalb 
besteht ein großer Teil der psychoanalytischen Arbeit darin, Hungergefühle in die 
eigentlichen Gefühle zu übersetzen. Ziele sind ein dauerhafter Gewichtsverlust ohne 
Gewichtsschwankungen, eine Kontrolle des Eßzwangs und ein psychischer 
Wachstumsprozeß, der eine bessere Beziehung zu sich selbst und zur Umwelt 
beinhaltet. 
 
3.4 Gemeinsamkeiten der verschiedenen Eßstörungen 
 
Bruch (1973) war die erste, die Gemeinsamkeiten bei Patienten mit verschiedenen 
Eßstörungen beschrieb. Danach leiden alle Eßstörungspatienten an Störungen des 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 53 

Körperbildes (Rosen, 1990), an Störungen der Wahrnehmung von proprio- und 
interozeptiven Signalen sowie an einem Gefühl persönlicher Ineffektivität. 
 
Vandereycken und Pierloot (1981) schlagen vor, die statische Weise des 
Diagnostizierens aufzugeben, und von der dichotomen Auffassung Anorexia nervosa 
und Adipositas abzuweichen, da beide Symptome denselben pathogenetischen 
Lernprozeß voraussetzen: Das Körperbild ist gestört, die Wahrnehmung verzerrt, innere 
Reize werden nicht adäquat verarbeitet und alle eßgestörten Patienten fühlen sich hilflos 
und ineffektiv. 
Betrachtet man noch die Bulimia nervosa, so stellt man fest, daß manche Betroffenen 
vorher an einer Anorexia nervosa oder an einer Adipositas erkrankt waren. Nach 
Vandereycken und Pierloot (1981) stellt die Bulimia nervosa eine Position zwischen der 
Anorexia nervosa mit Bulimie und Erbrechen einerseits und der Adipositas, die mit 
impulsivem Fressen einhergeht, andererseits, dar. Sie entwickelten daher ein 
dimensionales Modell der Eß- und Gewichtsstörungen (vgl. Abb. 1). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb.1: Das Dimensionale Modell der Eß- und Gewichtsstörungen von Vandereycken & 
Pierloot (1981, S. 72).  
Abbildung 1 zeigt ein Kontinuum mit Anorexia nervosa am einen und Adipositas am 
anderen Pol. An der Dimension Dysorexia sind Störungen des Eßverhaltens, auf der 
Dimension Dysponderosis Störungen der Gewichtsreduktion angesiedelt. Vandereycken 
& Pierloot vermuten, daß die Mehrzahl der Personen mit Eß- und Gewichtsstörungen 
im Lauf der Zeit von einer der abgebildeten fünf Gruppen der fastenden, sich 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 54 

übergebenden bzw. Abführmittel mißbrauchenden, eß- und magersüchtigen, "dünnen" 
Dicken und extrem übergewichtigen Personen zur anderen wechseln. Dabei ist nicht nur 
eine Entwicklung von der Adipositas zur Bulimia nervosa oder zur Anorexia nervosa, 
sondern auch eine umgekehrte Entwicklung möglich (Karren, 1986, S. 14). 
In den bekannten diagnostischen Kategorien, die die verschiedenen Eßstörungen 
differenzieren, werden die Gemeinsamkeiten dabei etwas vernachlässigt. Allen 
eßgestörten Patientinnen ist aber gemeinsam, daß sich ihre Gedanken immer wieder 
ums Essen drehen. Ebenso ist das Gewicht und der Körper von besonderer Bedeutung 
und alle verspüren den Wunsch nach Gewichtsabnahme. Jedoch haben die 
verschiedenen Diagnosegruppen unterschiedliche "Lösungsmuster", um eine 
Gewichtsabnahme herbeizuführen. Die meisten eßgestörten Patienten haben außerdem 
viele Diäten hinter sich, die häufig von Heißhungeranfällen durchbrochen wurden, und 
allen ist Nahrungsrestriktion bekannt (Meermann, 1981; Pudel, 1978). 
 
 
3.5 Die Behandlung von Eßstörungen in der Medizinisch-
Psychosomatischen Klinik Roseneck 
 
Die Klinik Roseneck, in der die vorliegende Untersuchung durchgeführt wurde, hat sich 
auf verschiedenen Stationen auf die Behandlung von Eßstörungen spezialisiert. Auf 
diesen werden Anorexia nervosa- und Bulimia nervosa-Patienten sowie Adipöse 
gemeinsam behandelt, da trotz individueller Motivation sowie körperlicher und 
psychischer Verfassung eßgestörte Patienten viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Die 
meisten Patienten sind weiblich und in der Altersgruppe von 16-35 Jahren. Die 
Behandlungsdauer liegt in der Regel zwischen 12 und 16 Wochen. 
Schon vor Aufnahme des Patienten in die Klinik besteht Kontakt zur Klinik, um u.a. die 
motivationale Ausgangslage zu erfassen. 
Bei Klinikaufnahme bekommt jede Patientin einen Bezugstherapeuten (Arzt oder 
Diplom-Psychologe) zugeteilt. Außerdem übernimmt im Wechsel immer eine Patientin 
die Erstbetreuung von Neuankömmlingen. Diese zeigt den "Neuen" die Klinik und stellt 
so gleich den Kontakt zu den Mitpatienten sicher.  
Zu Therapiebeginn erstellt jede Patientin gemeinsam mit ihrem Bezugstherapeuten 
einen Therapieplan mit den Therapiezielen. Außerdem wird die eigene Motivation 
nochmals überprüft. 
Die Adipösen erwarten meist bei Aufnahme eine Reduktionsdiät und sind dann 
enttäuscht, wenn sie erfahren, daß dies nicht der Fall ist. Erst durch adipöse 
Mitpatienten, die ohne Reduktionsdiät abgenommen haben, werden sie ermutigt ihr 
Diätdenken aufzugeben und auf eigene Hunger- und Sättigungsmechanismen zu achten.  



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 55 

Für die Bulimie-Patientinnen hat anfangs der Kontakt mit anderen Betroffenen eine 
entlastende Funktion. So geben sie häufig sofort in den ersten Tagen ihre oft jahrelang 
praktizierte Symptomatik auf. Hier ist schon in der Anfangsphase wichtig, die Bulimie-
Patientinnen auf Rückfälle vorzubereiten. 
Bei den Anorexie-Patientinnen ist der Anfangskontakt meist schwierig. Ihr, durch ihre 
Symptomatik bedingtes Äußeres verliert unter den anderen eßgestörten Patienten im 
Klinikkontext seine Bedeutung. Sie sind nichts Besonderes mehr, was sie ja eigentlich 
sein wollen. Für die Anorexie-Patientinnen ist es deshalb sehr wichtig in der 
Anfangssphase Vertrauen zu gewinnen. 
 
Der allgemeine Therapieplan für alle Eßgestörten besteht aus Einzel- und 
Gruppentherapie, welche vom jeweiligen Bezugstherapeuten geleitet wird. Wenn 
möglich, wird in die Therapie die Familie miteinbezogen. Eltern und Geschwister, bzw. 
Partner und Kinder werden zu einem Familiengespräch eingeladen. 
 
Zusätzlich wird mit den eßgestörten Patienten Körperarbeit gemacht. Durch die Sport- 
und Bewegungstherapie soll ein positiverer Bezug zum eigenen Körper hergestellt 
werden. Die Sporttherapie umfaßt dabei Frühsport, Wirbelsäulengymnastik, 
Hockergymnastik, Bewegungsbad und Wandern. Die Bewegungstherapie umfaßt 
Tanztherapie und die Feldenkrais-Methode 'Bewußtheit durch Bewegung', die meist mit 
Gruppen von Patienten einer Station durchgeführt wird sowie Einzelarbeit. 
Um die Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit zu erhöhen, nehmen die Patientinnen 
an einer Ergotherapie teil. 
Entspannungstechniken, Selbstsicherheitstraining und ein Anti-Diät-Kurs (Rief, Stock 
& Fichter, 1991) werden von den Co-Therapeuten unter Supervision durchgeführt.  
 
Für die ganze therapeutische Arbeit ist die therapeutische Gemeinschaft ein wichtiger 
Gesichtspunkt. Viele eßgestörte Patienten leben vorher in Isolation; diese soll 
durchbrochen werden. Zudem wird ein Schwerpunkt auf das Hier und Jetzt gesetzt, was 
bedeutet, daß man sein Hungergefühl und seinen Sättigungspunkt im Hier und Jetzt 
erlebt und lernt, danach zu handeln. Die eßgestörten Patientinnen werden in der Klinik 
Roseneck mit einem Anti-Diät-Modell konfrontiert, d.h. es gibt für keines der 
beschriebenen Krankheitsbilder Diäten. Sowohl die Adipösen, wie die Anorexia 
nervosa- und Bulimia nervosa-Patientinnen sollen lernen, nicht mehr nach erlaubten und 
verbotenen Nahrungsmitteln zu unterscheiden und Kalorien zu zählen, sondern auf ihre 
eigenen Mechanismen und Bedürfnisse zu achten. 
Problematisch für viele Patientinnen ist die Entlassung aus der Klinik. Die Umstellung 
in das Alltagsleben bedeutet häufig wieder Rückfälle. Deshalb wird den Patientinnen 



Kapitel 3.  EßSTÖRUNGEN 56 

schon während ihres Aufenthaltes empfohlen, Kontakt zu Selbsthilfegruppen oder 
Therapeuten an ihrem Heimatort aufzunehmen. Manchmal wird eine Phase der 
Realitätserprobung innerhalb der Behandlungszeit eingeschoben. In einem vorbereiteten 
Therapieurlaub kann das Leben zu Hause erprobt werden. Die dort auftretenden 
Probleme können dann in der Klinik nochmals bearbeitet werden (Brunner, 1987).  



Kapitel 4.  ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG 57 

4. Zusammenfassung theoretischer Grundlagen und 
Zielsetzung der Untersuchung 
 
Das allgemeine Ziel der vorliegenden Untersuchung besteht darin, einen Beitrag zu 
leisten zur Erforschung der Wirkungen der Feldenkrais-Methode und ihrer Nützlichkeit 
und Anwendbarkeit im psychosomatischen Bereich, hier speziell im Bereich der 
Eßstörungen. 
 
Aus der Darstellung der Feldenkrais-Methode in Kapitel 2 wurde deutlich, daß die 
Methode über Bewegung einen Zugang zur Veränderung der ganzen Person eröffnet. 
Sie stellt einen ganzheitlichen, bewegungsorientierten Ansatz zu Verhaltensänderung 
und persönlichem Wachstum dar (Pruzinsky, 1990). Durch die Praxis der Feldenkrais-
Methode werden bestehende Bewegungs-, Haltungs- und Atemmuster bewußter, 
wodurch sich das Selbst- und Körperbild klärt. Dadurch können neue und 
angemessenere Alternativen von Bewegung und Verhalten entwickelt werden, was sich 
"im 'Streueffekt' natürlich auch psychotherapeutisch auswirkt" (Petzold, 1992, S. 243) 
und Veränderungen auch im emotionalen und mentalen Bereich hervorruft. 
Aus der Übersicht über die Problematik der Eßstörungen in Kapitel 3 zeigte sich, daß 
zwischen den verschiedenen Formen von Eßstörungen Gemeinsamkeiten bestehen, wie 
sie bereits von Bruch (1973) beschrieben wurden. Darunter fallen Störungen des 
Körperbildes, Störungen der Wahrnehmung von proprio- und interozeptiven Signalen 
sowie ein Gefühl persönlicher Ineffektivität. Als diagnostische Kriterien im DSM-III-R 
(Wittchen et al., 1989) gelten dabei in bezug auf die Anorexia nervosa die Störung der 
Körperwahrnehmung sowie in bezug auf die Bulimia nervosa als Folge einer verzerrten 
Körperwahrnehmung die übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht. Hinzu 
kommt bei der Anorexia nervosa ein mangelndes Interesse an körperlicher Reifung und 
bei der Adipositas ein gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper. Aus diesen Aspekten 
geht die Bedeutsamkeit und Wirkmöglichkeit einer körper- und 
bewegungstherapeutischen Herangehensweise an die Problematik der Eßstörungen 
hervor, wie sie in integrativer Form bereits - z.B. in der Psychosomatisch-
Medizinischen Klinik Roseneck - praktiziert wird (Brunner, 1987).  
 

Bei der Durchsicht der verfügbaren Literatur konnten keine Untersuchungen zum 
Thema 'Feldenkrais und Eßstörungen' gefunden werden, so daß auf keinerlei 
Erfahrungswerte zurückgegriffen werden konnte und die vorliegende Arbeit den 
Charakter einer Erkundungsstudie hat. Es gibt, da die Erforschung der Methode erst am 
Anfang steht, allgemein erst wenige wissenschaftliche Arbeiten darüber, so auch im 
Bereich der Psychosomatik. Zu nennen ist hier lediglich eine Dissertation (zitiert nach 



Kapitel 4.  ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG 58 

Hutchinson, 1985, S. 13), in der Elemente von Feldenkrais-Übungen in einem 
umfassenderen Trainingsprogramm zur Veränderung des Körperbilds adipöser Frauen 
angewendet wurden. Im weitergesteckten Rahmen der Anwendung 
bewegungstherapeutischer Verfahren bei Eßstörungen gibt es bereits eine ganze Reihe 
von Untersuchungen verschiedener Methoden, insbesondere im Bereich der 
Tanztherapie (Stark, Aronow & McGeehan, 1989; zusammenfassend vgl. Pruzinsky, 
1990). 
 
In der vorliegenden Studie wird nun versucht, im Rahmen eines integrativen, 
stationären Therapieprogramms mit quantitativen und qualitativen Methoden die 
Wirkungen eines Feldenkrais-Kurses in den Bereichen des Verhältnisses zum eigenen 
Körper, der psychischen Befindlichkeit sowie in weiteren für die 
Eßstörungsproblematik typischen Bereichen herauszufiltern und die individuellen 
Erfahrungen der Kursteilnehmer darzustellen. 
 
Insgesamt verfolgt diese Untersuchung die Absicht, das psychologische Wissen darüber 
zu erweitern, in welchen Bereichen die Feldenkrais-Methode bei eßgestörten Patienten 
wirkt. Durch die Erfassung allgemeiner und spezifischer Wirkungen entstehen 
Voraussetzungen für eine fruchtbare Nutzung, insbesondere für die Entwicklung 
spezifischer Kursprogramme im stationären Rahmen, aber auch im ambulanten Bereich 
und in Selbsthilfegruppen.  



Kapitel 5.  FRAGESTELLUNG 59 

5. Fragestellung 
 
Aus dem Ziel, Wirkungen eines Feldenkrais-Kurses im Rahmen eines stationären 
Therapieprogramms für eßgestörte Patienten auf unterschiedlichen Ebenen zu erfassen, 
ergeben sich Fragen zu folgenden fünf Bereichen. 
 
 
a) Verhältnis zum eigenen Körper 
 
- Verändert sich durch die Teilnahme am Feldenkrais-Kurs die Zufriedenheit mit dem 
eigenen Körper sowie die Akzeptanz des eigenen Körpers? 
 
b) Psychische Befindlichkeit 
 
- Ergeben sich durch die Teilnahme am Feldenkrais-Kurs Veränderungen in der 
Spontaneität des Verhaltens sowie beim psychischen Wohlbefinden? 
 
c) Eßstörungsspezifische Problematik 
 
- Verändert sich durch die Teilnahme am Feldenkrais-Kurs das Figurbewußtsein sowie 
das Gefühl der Überforderung? 
 
- Ergeben sich durch die Teilnahme am Feldenkrais-Kurs als positiv zu bewertende 
Veränderungen in den Bereichen Drive for Thinness, Bulimia, Body Dissatisfaction, 
Interoceptive Awareness, Maturity Fears, Asceticism, Impulse Regulation sowie Social 
Insecurity? 
 
d) Subjektive Einschätzung des Kurses 
 
- Wie beschreiben die Patienten der Experimentalgruppe nach dem Feldenkrais-Kurs in 
Antworten auf offene Fragen ihr persönliches Fazit des Kurses, interessante 
Erfahrungen, allgemeine Veränderungen, Veränderung der Wahrnehmung ihres Körpers 
sowie den Wert des Kurses für ihre Gesundheit und allgemeine Befindlichkeit? 
 
e) Erfahrungen und persönliches Erleben  
 
- Welche Erfahrungen berichten die Patienten der Experimentalgruppe nach dem 
Feldenkrais-Kurs in einem halbstrukturierten Interview? 



Kapitel 6.  UNTERSUCHUNGSDESIGN 60 

6. Untersuchungsdesign 
 
Wie bereits erwähnt liegen keine Forschungsergebnisse zu diesem speziellen Thema 
vor. Es ist deshalb von Interesse, Informationen auf möglichst vielen Ebenen zu 
erhalten. Dies wurde hier realisiert einerseits durch eine quantitative Zugangsweise, 
wobei für eine adäquate Auswertung der Daten die Hinzunahme einer Kontrollgruppe 
erforderlich war. Zum anderen waren insbesondere die subjektiven Erfahrungen der 
Teilnehmer an der Experimentalgruppe von Interesse, was methodisch durch die 
Verwendung eines qualitativen Verfahrens umgesetzt wurde (Bortz, 1984). 
 
 
6.1 Fremdwartegruppen-Design 
 
Eine Gruppe von 15 eßgestörten Patienten erhielt einen Feldenkrais-Kurs mit neun 
Terminen innerhalb von vier Wochen zusätzlich zur Standardtherapie der 
Psychosomatischen Klinik Roseneck (vgl. Kap. 3.5). In bezug auf die quantitativen 
Daten wurde diese Gruppe verglichen mit einer Kontrollgruppe von 15 eßgestörten 
Patienten derselben Klinik, die Standardtherapie allerdings ohne Feldenkrais erhielt. 
Dabei wurde darauf geachtet, daß die Kontrollgruppe der Feldenkrais-Gruppe so gut 
wie möglich in Alter, Vorbehandlungszeit und Diagnose entspricht (vgl. Kap. 7).  
 
Es erschien in Anbetracht des umfangreichen Stundenplans der Patienten nicht sinnvoll 
für die Kontrollgruppe eine 'Placebo-Behandlung' durchzuführen, die dem Feldenkrais-
Kurs in zeitlichem Umfang entspricht. Auch eine zeitlich vergleichbare Behandlung der 
Kontrollgruppe mit z.B. Tanztherapie erschien hier nicht sinnvoll, da die Untersuchung 
den Charakter einer Erkundungsstudie hat und erst einmal nur mögliche Wirkungen der 
Feldenkrais-Methode erfaßt werden sollten. 
 
Bei beiden Gruppen wurde darauf geachtet, daß die Patienten während Wartezeit und 
Untersuchungszeitraum keine weitere bewegungstherapeutische Behandlung (wie z.B. 
Tanztherapie) erhielten. Außerdem nahmen die Patienten der Feldenkrais-Gruppe 
während der Wartezeit vor Beginn des Kurses an keinen Feldenkrais-Stunden teil. 
 
 
6.2 Gruppenbildung 
 
Die beiden Gruppen wurden jeweils aus Patienten der vier Eßstörungsstationen der 
Klinik mit den Diagnosen Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas 



Kapitel 6.  UNTERSUCHUNGSDESIGN 61 

zusammengestellt. Diese Vorgehensweise entspricht dem Behandlungskonzept der 
Klinik, bei dem Patienten der verschiedenen Eßstörungsformen auf den Stationen und 
auch in den Gruppentherapien zusammengefaßt sind. Zudem war dies notwendig, da 
nur so in wenigen Wochen eine angemessene Gruppenstärke erreicht und dadurch eine 
lange Wartezeit der Kontrollgruppe vermieden werden konnte. 3 
 
Eine feste Gruppe erschien im Vergleich zu einer offenen Gruppe sinnvoller, da hier ein 
aufbauendes Kursprogramm durchgeführt werden kann. Bei den Vorüberlegungen zu 
der Untersuchung wurde zwar ein Design mit einer offenen Gruppe ohne 
Kontrollgruppe diskutiert, welches bei einer anderen Studie an der Klinik Roseneck 
Verwendung fand (Rief et al., 1991). Aber bei einer offenen Gruppe würden häufig 
neue Teilnehmer dazukommen und andere ausscheiden, es müßte immer wieder eine 
Einführung gegeben werden, es würde kein intensiveres Gruppengefühl entstehen und 
ein Entwicklungsprozeß wäre erschwert. 
 
 
6.3 Zeitlicher Ablauf 
 
Abbildung 2 verdeutlicht die Zusammenstellung von Feldenkrais-Gruppe und 
Kontrollgruppe und den zeitlichen Ablauf der Untersuchung. 
 
Woche: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
 12 
 
FG:  ? Bildung der FG ?  Feldenkrais-Kurs   ? 
     ?       ?  
        1.Messung      2.Messung 
 
KG:       ? Bildung der KG    ?   Standardtherapie     ? 
            ?    
    ?  
          1.Messung      

2. Messung 

 
Abb. 2: Zeitlicher Ablauf der Gruppenbildung und des Ablaufs der Untersuchung 

                                                   
3Dies bedeutete aber einen erheblichen Aufwand, da normalerweise in der Klinik nur stationsbezogene 
Gruppen durchgeführt werden. 
 



Kapitel 6.  UNTERSUCHUNGSDESIGN 62 

FG = Feldenkrais-Gruppe; KG = Kontrollgruppe  

 
Wie aus Abbildung 2 ersichtlich wurden während drei Wochen neuaufgenommene 
Patienten der vier Eßstörungs-Stationen gesammelt. Mit dieser Gruppe wurde dann ein 
Feldenkrais-Kurs mit einem Vortermin und neun Stunden durchgeführt. Während der 
Durchführung des Feldenkrais-Kurses wurden wiederum während drei Wochen 
Neuaufnahmen von den vier Stationen gesammelt, welche dann die Kontrollgruppe 
bildeten.  
Die Messungen für jede Gruppe fanden jeweils nach einem Vortermin sowie nach 
einem Zeitraum von vier Wochen und zwei Tagen statt. 
Eine zusätzliche Überlegung in bezug auf die Messungen war, kurzfristige Effekte in 
bezug auf das momentane körperliche Wohlbefinden (Frank, 1990) vor und nach einer 
Feldenkrais-Stunde zu erheben. Die Erhebung von Kurzzeiteffekten wurde aber 
verworfen, da vor allem längerfristige Wirkungen von Interesse waren und eine Störung 
der Stunden durch das Ausfüllen von Fragebögen und die Ablenkung der 
Aufmerksamkeit dadurch vermieden werden sollte. 
 
 
6.4 Kursprogramm und Kursleitung 
 
Der Kurs umfaßte einen kurzen Einführungstermin sowie neun Feldenkrais-Lektionen 
'Bewußtheit durch Bewegung' zu je etwa 45 Minuten, die jeweils montags und dienstags 
über einen Zeitraum von vier Wochen gehalten wurden. 
 
Das inhaltliche Konzept des Kurses orientierte sich an der Bewegungsentwicklung des 
Kindes (vgl. Kap. 2.3.1). Es wurde eine Serie von typischen Feldenkrais-Lektionen 
zusammengestellt, die in methodenspezifischer Weise verschiedene Entwicklungstufen 
der kindlichen Entwicklung thematisieren. Drei der Lektionen dienten hier insbesondere 
der Bewußtmachung und Klärung des Atemmusters. Dabei wurde aber keine strenge 
Reihenfolge eingehalten und berücksichtigt, daß die Teilnehmer des Kurses so gut wie 
keine Erfahrung mit dieser Art von Bewegungen haben. Die Zusammenstellung der 
Stunden hatte also den Charakter eines Anfänger- und Einführungskurses. Der Verlauf 
des Kurses gestaltete sich dabei folgendermaßen: 
Nach einem Einführungstermin wurde in der 1. Stunde begonnen mit den ersten 
kindlichen Bewegungsthemen, wie Bewegungen der Lippen (Saugen), des Kopfes, der 
Augen und den ersten Rollbewegungen. Thema der 2. Stunde war das Heben des 
Kopfes in Rückenlage (Arbeit mit der Beugemuskulatur). Die 3. Stunde arbeitete mit 
den Bewegungen beim Atmen, vor allem bei der Bauchatmung. Inhalt der 4. Stunde 



Kapitel 6.  UNTERSUCHUNGSDESIGN 63 

waren Bewegungen der Beine (Beine aufstellen) in Verbindung und Differenzierung mit 
dem Rollen des Kopfes. In der 5. Stunde wurde die Verbindung von verschiedenen 
Körperhaltungen (von 'in sich zusammengesunken' bis 'übertrieben aufgerichtet') und 
dazugehörigen Gefühlen untersucht. In der 6. Stunde wurde mit seitlichen 
Rollbewegungen weiter der rote Faden der kindlichen Bewegungsentwicklung verfolgt. 
Die 7. Stunde diente der weiteren Erforschung des eigenen Atemmusters sowie der 
Verbindung verschiedener Arten zu atmen mit Gefühlen. In der 8. Stunde wurde 
insbesondere mit Strampelbewegungen der Arme und Beine und der Wahrnehmung der 
beiden Körperhälften gearbeitet. Die 9. Stunde schließlich thematisierte wiederum den 
Atem, insbesondere die verschiedenen Phasen und den Rhythmus des Atems (Zum 
genauen Wortlaut der Bewegungslektionen vgl. Anhang B). 
 
Zugleich wurden in den Stunden Elemente betont, von denen vermutet wurde, daß sie 
wirksam sein könnten für die eßstörungsspezifische Problematik, wie z.B.: 
- Mit Bauchatmung arbeiten und den Bauch aufblasen "wie einen Ballon". 
- Hinweise während der Bewegungspausen, wie z.B. "wie atme ich beim Essen?" 
- Arbeit mit Lippen (Saugbewegungen), Zunge und Mundraum. 
- In der Vorstellung eine Strichfigur zeichnen oder Stellen des eigenen Körpers (z.B. 
Brustbein) anmalen. 
- Stellen des eigenen Körpers selbst berühren und ertasten (z.B. Wange, Brustkorb, 
Brustbein, Kopf, Bauch). 
- Das Gefühl für den inneren und äußeren Raum entwickeln (Körpergrenzen spüren, 
Ausdehnung des äußeren Raums vorstellen, Körpervorderseite, -rückseite, -volumen 
spüren). 
 
Das Kursprogramm wurde von einem 'Feldenkrais-Lehrer in Ausbildung' durchgeführt 
(Deutsche Feldenkrais-Gilde e.V., 1992).4 
 
 
6.5 Praktische Durchführung 
 
Die Patienten beider Gruppen hatten vor Meßzeitpunkt 1 maximal drei Wochen 
Behandlungszeit in der Klinik hinter sich und in den allermeisten Fällen keine 
Vorerfahrung in der Feldenkrais-Methode (vgl. Kap. 7). 
                                                   
4 Zum Zeitpunkt der Untersuchung hatte der Autor den ersten Teil einer akkreditierten Feldenkrais-
Ausbildung abgeschlossen und war berechtigt, öffentlich Kurse in der Gruppenmethode 'Bewußtheit 
durch Bewegung' zu geben. Während eines zweimonatigen Praktikums in der Abteilung 
Bewegungstherapie der Klinik Roseneck leitete er viele Feldenkrais-Gruppen mit Eßstörungspatienten 
und führte auch das Kursprogramm mit der Experimentalgruppe selbst durch. 
 



Kapitel 6.  UNTERSUCHUNGSDESIGN 64 

Mit der Feldenkrais-Gruppe wurde eine Vorbesprechung durchgeführt und die 
Fragebögen verteilt, mit der Bitte, diese noch am gleichen Tag auszufüllen. Am 
nächsten Tag begann der Kurs, der in der Folge jeweils an den gleichen Wochentagen 
zur selben Uhrzeit durchgeführt wurde. Nach der letzten Stunde wurden wiederum 
Fragebögen verteilt mit der Bitte, diese möglichst bald auszufüllen. 
Am selben Wochentag zur gleichen Uhrzeit wie bei der Feldenkrais-Gruppe wurde mit 
der Kontrollgruppe eine Vorbesprechung durchgeführt und entsprechend die 
Fragebögen verteilt. Nach einem Zeitraum von vier Wochen wurde diese Gruppe 
wiederum versammelt und es wurden wiederum Fragebögen verteilt, mit der Bitte diese 
möglichst bald auszufüllen. 
 
Die Feldenkrais-Stunden fanden in der Regel in einem angenehmen, hellen und ruhigen 
Raum der Klinik Roseneck statt. 
Die Stunden (zu je 45 Minuten reiner Behandlungszeit) fanden aus raumtechnischen 
Gründen jeweils am Montagvormittag und Dienstagnachmittag statt. Daß die Termine 
jeweils vor und nach dem Mittagessen lagen, ergab sich zufällig aus der Raumbelegung, 
sollte aber interessante Rückmeldungen erbringen. 



Kapitel 7.  BESCHREIBUNG DER STICHPROBE 65 

7. Beschreibung der Stichprobe 
 
Die Untersuchung wurde durchgeführt mit 30 Patienten mit Eßstörungen, die in der Zeit 
zwischen dem 2.1.1992 und dem 3.3.1992 in der Medizinisch-Psychosomatischen 
Klinik Roseneck aufgenommen wurden. Die Patienten waren auf vier reinen 
Eßstörungs-Stationen untergebracht. Die Feldenkrais-Gruppe und die Kontrollgruppe 
bestanden jeweils aus 15 Patienten (vgl. Tab. 1). 
 
 
7.1 Diagnose, Alter und Vorbehandlungszeit 
 
Von den 15 Patienten der Feldenkrais-Gruppe bekamen neun die Diagnose Bulimia 
nervosa, zwei die Diagnose Anorexia nervosa, eine davon erhielt die Zusatzdiagnose 
Bulimia nervosa und vier die Diagnose Adipositas. 
Von den 15 Patienten der Kontrollgruppe bekamen neun die Diagnose Bulimia nervosa, 
zwei die Diagnose Anorexia nervosa, davon eine die Zusatzdiagnose Bulimia nervosa 
und vier die Diagnose Adipositas, davon zwei die Zusatzdiagnose Bulimia nervosa. 
Die Diagnosestellung erfolgte durch die Therapeuten; sie bezogen sich in ihren 
Diagnosekriterien auf das DSM-III-R (Wittchen et al., 1989). 
Der Altersrange der Patienten der Feldenkrais-Gruppe reichte von 20 bis 42 Jahren, für 
die Kontrollgruppe von 18 bis 51 Jahren. Der Alters-Mittelwert betrug für die 
Feldenkrais-Gruppe 29.0, für die Kontrollgruppe 28.8 Jahre. 
Die Vorbehandlungszeit betrug im Mittel für die Feldenkrais-Gruppe 1.2, für die 
Kontrollgruppe 1.0 Wochen. 
 
Tabelle 1: Haupt-Diagnose, Anzahl der Patienten jeder Störungsform, Alter und 
Vorbehandlungszeit der Patienten beider Gruppen. 
 
 Feldenkrais-Gruppe Kontrollgruppe 
Diagnose  n  aM Alter aM Vor  n aM Alter aM Vor 
BN  9 29.0 1.1  9 26.6 1.2 
AN  2 25.5 2.0  2 24.0 0.5 
Ad  4 33.7 1.2  4 36.0 1.0 
Gesamt 15 29.0 1.2 15 28.8 1.0 
Legende: n = Anzahl der Patienten; aM Alter = arithmetisches Mittel Alter; aM Vor = 
 mittlere Vorbehandlungszeit in der Klinik bei MZP1 (in Wochen); BN = Bulimia  
nervosa; AN = Anorexia nervosa; Ad = Adipositas. 

 
 



Kapitel 7.  BESCHREIBUNG DER STICHPROBE 66 

7.2 Familienstand und Schulbildung 
 
Familienstand und Schulbildung der Patienten beider Gruppen sind Tabelle 2 und 
Tabelle 3 zu entnehmen. 
 
Tabelle 2: Vergleich zwischen Feldenkrais- und Kontrollgruppe in bezug auf den 
Familienstand der Patienten (Angabe der Absolutzahlen). 
 

 FG KG 
ledig ohne Partner 7 4 
ledig mit Partner 4 6 
verheiratet 4 4 
geschieden, getrennt 
 oder verwitwet und  
 z.Zt ohne Partner 

- 
 
 

1 
 
 

Legende: FG = Feldenkrais-Gruppe; KG = Kontrollgruppe 

 
 
Tabelle 3: Vergleich zwischen Feldenkrais- und Kontrollgruppe in bezug auf die 
Schulbildung der Patienten (Angabe der Absolutzahlen). 
 
 FG KG 
Hauptschule 8 6 
Realschule mit Abschluß 2 1 
Realschule ohne Abschluß - 1 
Gymnasium ohne Abschluß - 1 
Abitur 1 2 
Höhere Fachschule mit Abschluß 1 2 
Hochschule ohne Abschluß 1 2 
Hochschule mit Abschluß 2 - 
Legende: FG = Feldenkrais-Gruppe; KG = Kontrollgruppe 

 
 
7.3 Parallelisierung der Stichproben 
 
Soweit dies der Therapiebetrieb in der Klinik Roseneck zuließ, wurde die 
Kontrollgruppe möglichst parallel zur Feldenkrais-Gruppe in bezug auf diagnostische 
Kriterien, Alter und Vorbehandlungszeit in der Klinik zusammengestellt (Vgl. Tab. 4). 



Kapitel 7.  BESCHREIBUNG DER STICHPROBE 67 

Tabelle 4: Parallelisierung der Stichproben hinsichtlich Vorbehandlungszeit in der 
Klinik, Diagnose und Alter. 
 
Feldenkrais-Gruppe Kontrollgruppe 
Vpn-Nr. V D A Vpn-Nr. V D A 
1 3 BN 23 1 3 BN 25 
2 1 BN 26 2 1 BN 25 
3 2 BN 28 3 3 BN 30 
4 0 BN 42 4 0 BN 27 
5 2 BN 30 5 3 BN 31 
6 0 BN 30 6 0 BN 30 
7 1 BN 38 7 1 BN 27 
8 0 BN 20 8 0 BN 21 
9 1 BN 24 9 0 BN 24 
10 1 AN 29 10 1 AN 30 
11 3 AN+BN 22 11 0 AN+BN 18 
12 1 Ad 41 12 1 Ad+BN 51 
13 3 Ad 30 13 2 Ad 42 
14 0 Ad 29 14 0 Ad 28 
15 1 Ad 35 15 1 Ad+BN 23 
Legende: Vpn-Nr. = Versuchspersonennummer; V = Vorbehandlungszeit in der Klinik vor MZP1 (in 
Wochen); D = Diagnose (BN= Bulimia nervosa; AN= Anorexia nervosa; Ad= Adipositas); A = Alter. 

 
 
7.4 Vorerfahrung 
 
Auf die bei Meßzeitpunkt 1 gestellte Frage "Haben Sie bereits Erfahrungen mit 
irgendwelchen körpertherapeutischen Methoden  (z.B. Feldenkrais, Tanztherapie, 
Autogenes Training, Yoga etc.) gemacht?" antworteten von der Feldenkrais-Gruppe 
acht Patienten mit Nein. Drei Patienten hatten in einem früheren Klinikaufenthalt 
Erfahrungen mit Autogenem Training, vier in geringem Umfang (1-3 Stunden) 
Erfahrungen mit Feldenkrais gemacht. 
Von der Kontrollgruppe hatten fünf Patienten keinerlei Erfahrungen mit 
körpertherapeutischen Methoden gemacht. Sechs Patienten hatten in einem früheren 
Klinikaufenthalt Erfahrung mit Autogenem Training, fünf mit Feldenkrais, zwei mit 
Tanztherapie, sechs mit Progressiver Muskelentspannung und drei mit Yoga gemacht 
(Mehrfachnennungen waren möglich) (vgl. Tab. 5). 
 



Kapitel 7.  BESCHREIBUNG DER STICHPROBE 68 

Tabelle 5: Vergleich zwischen Feldenkrais- und Kontrollgruppe in bezug auf 
Vorerfahrung in körpertherapeutischen Methoden (Angabe der Absolutzahlen, 
Mehrfachnennungen waren möglich). 
 
Vorerfahrung FG KG 
Nein 8 5 
Autogenes Training 3 6 
Feldenkrais 4 5 
Tanztherapie - 2 
PME - 6 
Yoga - 3 
Legende: FG= Feldenkrais-Gruppe, KG= Kontrollgruppe 



Kapitel 8.  BESCHREIBUNG DER ERHEBUNGSINSTRUMENTE 69 

8. Beschreibung der Erhebungsinstrumente 
 
Da die Untersuchung einen explorativen Charakter hatte, wurden Daten auf 
verschiedenen Ebenen, also mit Hilfe von quantitativen (Fragebögen) als auch 
qualitativen Instrumenten (Interviews), und in unterschiedlichen Bereichen erhoben. 
Zugleich sollte sich die Belastung der Versuchspersonen durch Fragebögen etc. in 
Grenzen halten, da in der Klinik standardmäßig umfangreiche Befragungen 
durchgeführt werden. 
 
In der Folge werden die verwendeten Instrumente im einzelnen beschrieben.  
 
 
8.1 Zufriedenheit mit dem eigenen Körper 
 
Auf der Grundlage der 'Body Cathexis Scale' (BCS) (Secord & Jourard, 1953), einem 
der ersten Instrumente auf diesem Gebiet, und der 'Body Parts Satisfaction Scale' 
(BPSS)5 (Berscheid, Walster & Bohrnstedt, 1973) wurde eine Liste von 34 Items 
zusammengestellt, bei denen Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit verschiedenen 
Körperteilen und -funktionen angegeben werden sollte. Dies wurde so gehandhabt, da 
keine der ursprünglichen Skalen (BCS sowie BPSS) für unseren Zweck ideal erschien. 
Die verwendete Skala deckt sich mit 20 von 25 Items der BPSS, weggelassen wurden 
die fünf Items Größe der Geschlechtsorgane, Erscheinung der Geschlechtsorgane, 
Ohren, Zähne, Kinn. Hinzugenommen wurden 13 Items (Rücken, Nacken/Hals, Kopf, 
Lippen, Atmung, Körperhaltung, Verdauung, Leichtigkeit der Bewegungen, Eleganz 
der Bewegungen, Gesundheit, Appetit, Schlaf, Lebendigkeit), die teilweise in der BCS 
Verwendung finden und weitere Bereiche abdecken sollten. Die Split-half-Reliabilität 
der ursprünglichen Liste von 46 Items von Körperteilen und -funktionen der BCS wird 
mit .81 angegeben (Secord & Jourard, 1953). 
 
Wie bei der BPSS sollte Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper 
auf einer sechsstufigen Ratingskala eingeschätzt werden, die von 'völlig zufrieden' bis 
'völlig unzufrieden' reichte. 
 
 

                                                   

5  Die BPSS wurde 1973 von 62 000 Lesern der Zeitschrift 'Psychology Today' beantwortet. Davon 
wurde eine der amerikanischen Bevölkerung repräsentative Stichprobe von 2 000 Fragebögen 
ausgewertet. 
 



Kapitel 8.  BESCHREIBUNG DER ERHEBUNGSINSTRUMENTE 70 

8.2 Akzeptanz des eigenen Körpers 
 
Für den Bereich der Akzeptanz des eigenen Körpers wurden Items aus dem 'Fragebogen 
zum Körpererleben' (FKE) von Paulus (1982) herangezogen.6 Der FKE wurde bei einer 
Stichprobe von 691 Studenten angewendet. Aus Subskala 1 'Akzeptierung des eigenen 
Körpers und Integration ins Selbsterleben', welche 43 Items umfaßt, wurden die 21 
höchstladenden und inhaltlich für die Untersuchung sinnvollen Items ausgesucht. Die 
berechneten Reliabilitätskoeffizienten weisen die genannte Subskala 1 als hoch reliabel 
aus (Paulus, 1982). 
Die Antworten sollten entsprechend dem FKE auf einer 4-stufigen Skala von 'trifft fast 
gar nicht zu' bis 'trifft stark zu' eingeschätzt werden. 
 
 
8.3 Psychische Befindlichkeit 
 
Zur Messung der psychischen Befindlichkeit wurden zwei Subskalen aus dem 
Emotionalitätsinventar (EMI-B) von Ullrich de Muynck und Ullrich verwendet (1978a). 
Das EMI-B wurde zur Therapiekontrolle entwickelt. Es soll eine differenzierte Aussage 
über klinisch relevante emotionale Reaktionsklassen erlauben. Anhand einer 
Gesamtstichprobe von N=1062, die etwa zur Hälfte "Normale" (N=550) und 
psychiatrische Patienten (N=512) enthielt, wurden sieben Faktoren extrahiert. Die 
Subskalen weisen mit 0.97 eine recht hohe innere Konsistenz des Tests aus, die Test-
Retest-Reliabilität liegt zwischen 0.7 und 0.9. Die Kennwerte klinischer Gruppen zeigen 
eine gute externe Validität der Subskalen und die Kriteriumsvalidität ist als gut zu 
bezeichnen (Ullrich de Muynck & Ullrich, 1978b). 
In der Untersuchung wurden die zwei Faktoren 'gehemmtes vs. spontanes Befinden' und 
'gestörtes Allgemeinbefinden vs. Wohlbefinden' verwendet. Sie wurden gewählt, weil 
der Feldenkrais-Methode eine Wirkung in Richtung einer Verbesserung der allgemeinen 
körperlichen sowie psychischen Befindlichkeit sowie einer Abnahme gehemmten 
Verhaltens und Zunahme spontanen Verhaltens zugeschrieben wird (Feldenkrais, 1989). 
 

                                                   

6 Hier erschienen die Frankfurter Körperkonzeptskalen (FKKS) von Deusinger,I.M., wie sie im 
Testkatalog des BDP 1991/92 beschrieben sind, ebenfalls sehr interessant, insbesondere die Skalen 3 
(Selbstkonzept der körperlichen Erscheinung) und 4 (Selbstakzeptanz und Akzeptanz durch andere). Wie 
beschrieben zeigen hier Vorbefunde, daß Unterschiede zwischen Körperkonzepten magersüchtiger 
Patienten mit Personen der Normalbevölkerung bestimmt werden können. Leider waren die FKKS noch 
in Vorbereitung und konnten - trotz eines persönlichen Kontakts mit Prof. Deusinger, die mir Skalen und 
Auswertungsanleitung vor Erscheinen zu Verfügung gestellt hätte - nicht mehr eingesetzt werden. 
 



Kapitel 8.  BESCHREIBUNG DER ERHEBUNGSINSTRUMENTE 71 

1. Gehemmtes vs. spontanes Befinden: Die neun Items des Faktors decken inhaltlich 
den Bereich eines 'gehemmten, schüchternen, zurückhaltenden, verschlossenen' vs. 
'spontanen, freien, offenen und selbstsicheren' Befindens ab. 
2. Gestörtes Allgemeinbefinden vs. Wohlbefinden: Die 18 Items des Faktors definieren 
inhaltlich vor allem in ihrer positiven Polung einen Bereich des Wohlbefindens 
('ausgeglichen, klar, entscheidungsfreudig, locker, gelöst, quicklebendig, unbefangen, 
stabil, ruhig, wohl') und der ungestörten Selbstbewertung. 
 
Die 27 Items der beiden Skalen wurden auf einem Blatt zusammengefaßt. Sie wurden 
mit der Instruktion: 'Während der letzten Woche fühlte ich mich vorwiegend...' 
eingeleitet. Die vorherrschenden Gefühle werden zwischen zwei gegensätzlichen 
Eigenschaftspaaren in jede Richtung nach drei Ausprägungsgraden ('sehr', 'deutlich', 
'eher') eingeschätzt. 
 
 
8.4 Anorexia-nervosa-Inventar zur Selbstbeurteilung (ANIS) 
 
Das Anorexia-nervosa-Inventar zur Selbstbeurteilung (ANIS) (Fichter & Keeser, 1980) 
wurde ursprünglich als Instrument zur Erfassung anorektischer Symptome konzipiert, 
ist aber für alle Eßstörungen anwendbar und wird in der Klinik Roseneck standardmäßig 
eingesetzt. Es wurde mit 118 gesunden Schülerinnen und 101 magersüchtigen 
Patientinnen entwickelt. Eine Faktorenanalyse ergab sechs Faktoren mit insgesamt 32 
Items. Das Instrument gestattet eine gute Unterscheidung zwischen Gesunden und 
magersüchtigen Patienten und ist sensibel für die Erfassung klinischer Veränderungen. 
Die Reliabilitäten der einzelnen Subskalen werden zwischen .80 und .90 angegeben 
(Fichter & Keeser, 1980). 
In der Studie wurden zwei Faktoren verwendet, die im Zusammenhang stehen mit 
Konzepten wie der übertriebenen Beschäftigung mit Essen, Figur und Gewicht und dem 
Gefühl persönlicher Ineffektivität, wie sie von H. Bruch (1973) formuliert wurden. 
 
1. Figurbewußtsein: Auf diesen Faktor laden zehn Items hoch zu den Bereichen: Fasten, 
Diät, Eßverhalten und Angst vor dem Dickwerden. 
 
2. Gefühl der Überforderung: Die sieben Items des Faktors erstrecken sich auf die 
Bereiche: Ohnmacht gegenüber äußeren Einflüssen und Erwartungen, Einengung durch 
äußere Anforderungen, innere Leere, Unruhe, Anpassung und Gefühl der eigenen 
Unzulänglichkeit. 



Kapitel 8.  BESCHREIBUNG DER ERHEBUNGSINSTRUMENTE 72 

8.5 Eating Disorder Inventory-2 (EDI) 
 
Um den vielfältigen Bedingungen und Dimensionen von Eßstörungen gerecht zu 
werden, wurde in der Studie zusätzlich das Eating Disorder Inventory-2 (EDI) (Garner, 
 1990) verwendet, das in der Klinik Roseneck standardmäßig in deutscher Übersetzung 
eingesetzt wird. Das EDI ist ein weitverbreitetes Instrument zur Messung von 
Symptomen, die im allgemeinen mit Eßstörungen einhergehen. Es existieren Normen, 
die anhand einer Stichprobe von 889 eßgestörten Patienten entwickelt wurden sowie 
weitere Normen für gesunde Stichproben. Es ist zur Überprüfung von 
Therapiefortschritten geeignet. 
Die Test-Retest-Reliabilität liegt bei verschiedenen Studien um die .80. Eine Vielzahl 
von Untersuchungen weist darauf hin, daß die EDI-Subskalen klinisch relevante 
Erfahrungsdimensionen von Eßstörungspatienten messen, daß sie zwischen Stichproben 
von Eßstörungspatienten und Nicht-Patienten unterscheiden und sensitiv für klinische 
Veränderungen sind. Inhalts-, Kriteriumsbezogene- und Konstrukt-Validität können 
daher als gut bezeichnet werden (Garner, 1990). 
 
Es liefert standardisierte Subskalen-Werte für elf Dimensionen. Die acht für die 
Untersuchung verwendeten Subskalen (Drive for Thinness, Bulimia, Body 
Dissatisfaction, Interoceptive Awareness, Maturity Fears, Asceticism, Impulse 
Regulation und Social Insecurity) werden in der Folge beschrieben: 
- Drive for Thinness (7 Items): Die klinischen Manifestation eines intensiven Drangs, 
dünner zu sein oder die Angst, dick zu sein, ist wesentlich für eine Diagnose von 
Anorexia nervosa und Bulimia nervosa. Die Items dieser Subskala messen exzessive 
Beschäftigung mit Diät, Gewicht und der Angst vor Gewichtszunahme. 
- Bulimia (7 Items): Tendenz, an unkontrollierbare Eßanfälle zu denken oder diese 
auszuführen. 
- Body Dissatisfaction (9 Items): Unzufriedenheit mit den allgemeinen Körperformen 
und mit den Maßen jener Körperregionen, die für Eßstörungspatienten von größter 
Wichtigkeit sind (z.B. Bauch, Hüften, Oberschenkel, Gesäß). 
- Interoceptive Awareness (10 Items): Fähigkeit, emotionale Zustände zu erkennen 
und adäquat zu reagieren. Die Subskala berührt auch Ungewißheit in der Identifikation 
von Hunger und Sattheit. 
- Maturity Fears (8 Items): Wunsch, in die Sicherheit der Kindheit zurückzukehren. 
- Asceticism (8 Items): Tendenz, den eigenen Selbstwert zu erhöhen durch die 
Verfolgung von Idealen wie Selbst-Disziplin, Selbst-Verleugnung, Selbstbeschränkung, 
Selbstopfer und Kontrolle über körperliche Bedürfnisse. 



Kapitel 8.  BESCHREIBUNG DER ERHEBUNGSINSTRUMENTE 73 

- Impulse Regulation (11 Items): Tendenz zu Impulsivität, Substanzmißbrauch, 
Rücksichtslosigkeit, Feindseligkeit, Destruktivität in Beziehungen und Selbstzerstörung. 
- Social Insecurity (8 Items): Glauben daran, daß soziale Beziehungen 
spannungsgeladen, unsicher, enttäuschend und allgemein von armseliger Qualität sind 
(Garner, 1990). 
 
Die Fragen sollten auf den momentanen Zustand bezogen auf einer sechsstufigen 
Ratingskala von 'nie' bis 'immer' eingeschätzt werden. 
 
 
8.6 Offene Fragen 
 
Zusätzlich wurden offene Fragen formuliert, um weitere Informationen zu erhalten, die 
durch die Fragebögen nicht erfaßt werden konnten. 
Bei Meßzeitpunkt 2 wurden den Teilnehmern des Feldenkrais-Kurses fünf offene 
Fragen gestellt, die sie mit eigenen Worten schriftlich beantworten sollten. Diese Fragen 
zielten auf das persönliche Fazit nach dem Kurs, auf bedeutsame Erfahrungen während 
des Kurses, auf Veränderungen der Wahrnehmung sowie auf die persönliche 
Einschätzung der Feldenkrais-Stunden für die eigene Gesundheit und Befindlichkeit 
(vgl. Anhang D). 
 
 
8.7 Interviews 
 
Darüber hinaus erschien es als wichtig und aufschlußreich, das subjektive Erleben und 
die persönliche Meinung der Teilnehmer des Feldenkrais-Kurses angemessen zu 
berücksichtigen. Als geeignete Methode dazu erschien das halbstrukturierte Interview.  
 
 
8.7.1 Das halbstrukturierte Interview 
 
Ein halbstrukturiertes Interview ist ein Gespräch mit offenen Fragestellungen, die dem 
Interviewten die Möglichkeit geben, die Thematik erzählend darzustellen. Dabei wird 
die individuelle "Qualität jeder einzelnen Antwort im Gegensatz zur typisierten Art des 
formellen Fragebogens" (Bureau of Applied Social Research, 1969, S. 145) 
berücksichtigt. 
Als Instrumente des Interviewverfahrens dienten Leitfaden und Tonbandaufzeichnung. 
Der Interviewleitfaden stellt Orientierungsrahmen und Gedächtnisstütze für den 



Kapitel 8.  BESCHREIBUNG DER ERHEBUNGSINSTRUMENTE 74 

Gesprächsleiter dar. Die Reihenfolge der behandelten Themenbereiche kann willkürlich 
erfolgen, der Befragte soll selbst seinen eigenen "Erzählstrang" entwickeln; dabei 
"bleibt es dem Geschick des Interviewers überlassen, wann er gewisse Grundfragen 
stellt, wie er sie formuliert und welch zusätzlicher Sondierungsfragen er sich bedient." 
(Bureau of Applied Social Research, 1969, S. 146). Die Tonbandaufzeichnung hat den 
Vorteil, daß der gesamte Gesprächskontext erfaßt wird; um die Interviews zu 
analysieren ist jedoch anschließend eine vollständige Transkription der Gespräche 
notwendig. 
Besonders wichtig für die Qualität dieser Form der Datenerhebung ist - neben dem 
guten Kontakt zwischen Interviewer und Gesprächspartner sowie einer Atmosphäre von 
Verständnis und Wohlwollen - insbesondere die Art der Gesprächsführung. Mit Hilfe 
der Techniken der klientenzentrierten Gesprächsführung, Empathie, Kongruenz und 
bedingungslose Wertschätzung (Rogers, 1983) wurde eine unverkrampfte und offene 
Gesprächsbasis geschaffen, die die Interviewpartner motivierte, auch emotional 
bedeutsame Inhalte anzusprechen. Zudem kannte der Interviewer die Interviewpartner 
bereits, da er den Feldenkrais-Kurs selbst durchgeführt und deren Erfahrungen während 
des Kurses begleitet hatte, und diese hatten in Feedbacks während des Kursverlaufs dem 
Kursleiter bereits manche Erfahrungen mitgeteilt, wodurch eine gewisse Vertrautheit 
bestand. 
 
 
8.7.2 Der Interviewleitfaden 
 
Aus allgemeinen Überlegungen und den Beobachtungen während des Kurses ergaben 
sich die Themenschwerpunkte für den Interviewleitfaden. Im Verlauf des Gesprächs 
wurden dann folgende Themenbereiche angesprochen: 
 
a) Allgemeine Einschätzung des Kurses. 
b) Veränderung der Körperwahrnehmung. 
c) Gedanken, Bilder, Gefühle während der Stunden. 
 
Zusätzliche Sondierungsfragen berührten Themen wie: 
- Angenehme/unangenehme Stunden.  
- Veränderung des Eßverhaltens. 
- Unterschiedliche Wirkungen der Stunden vormittags/nachmittags. 
- Etwas in den Alltag mitnehmen aus dem Kurs. 
- Einschätzung und Erfahrungen bei den Atemstunden. 
- Unterschiedliche Wahrnehmung der Körperhälften. 



Kapitel 8.  BESCHREIBUNG DER ERHEBUNGSINSTRUMENTE 75 

- Das "Auffangen" von Gefühlen. 
 
8.7.3 Durchführung der Interviews 
 
Nach Abschluß des Kurses und nachdem sämtliche Fragebögen ausgefüllt waren, 
wurden alle 15 Teilnehmer interviewt. Die Interviews fanden entweder in der Cafeteria 
der Klinik oder im Garten des Klinikgeländes statt. Die Gesprächsdauer betrug etwa 10-
15 Minuten. Jedes Interview wurde auf Tonband aufgezeichnet, womit alle Teilnehmer 
ohne Einwände einverstanden waren. Danach wurden die Interviews vollständig 
transkribiert, damit die für die Auswertung notwendige Form der Gespräche vorlag. Die 
Daten wurden anonymisiert, die Interviewreihe chronologisch durchnumeriert und die 
Namen verschlüsselt (vgl. Anhang C). 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 76 

9. Darstellung der Ergebnisse 
 
Im folgenden werden für jedes verwendete Erhebungsinstrument die Ergebnisse 
dargestellt.7  Bei den Berechnungen, die mit dem Programmpaket SPSS-X (Schubö, 
Uehlinger, Perleth, Svöger & Sierwald, 1991) durchgeführt wurden, wurde jeweils ein 
Signifikanzniveau von 0.050 zugrunde gelegt. 
 
 
9.1 Zufriedenheit mit dem eigenen Körper 
 
Da man nicht von einer Normalverteilung ausgehen konnte und die Stichprobe klein ist, 
wurden hier die Veränderungen innerhalb jeder Gruppe mit dem Wilcoxon-Test für 
Paardifferenzen berechnet. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 6, in der Feldenkrais-Gruppe 
und Kontrollgruppe einander gegenübergestellt sind. 

                                                   
7 Für die Beschreibung der einzelnen statistischen Verfahren wird auf Bortz (1989) und Bortz, Lienert 
und Boenke (1990) verwiesen. 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 77 

Tabelle 6: Vergleich von Feldenkrais-Gruppe und Kontrollgruppe hinsichtlich der 
Werte für Zufriedenheit mit Körperteilen und -funktionen bei MZP1 und MZP2. 
(Angabe der Rohwerte; Signifikanzprüfung mittels Wilcoxon-Test.) 
 
 Feldenkrais-Gruppe Kontrollgruppe 
 Rohwerte z-Wert    p    Rohwerte z-Wert    p    
 MZP1 MZP2  MZP1 MZP2  
Füße 45 46   -.219 .413 53 55   -.414 .339 
Beine 32 42 -1.511 .065 35 35   -.169 .433 
Knie 37 41   -.910 .181 51 46 -1.050 .146 
Hüften/Oberschenkel 23 34 -1.883 .029 32 30   -.044 .482 
Gesäß 24 37 -2.395 .008 30 31   -.420 .337 
Bauch 22 26   -.829 .203 20 21   -.676 .249 
Rücken 44 44   -.350 .363 36 32   -.529 .277 
Schultern 49 50   -.059 .476 42 39   -.139 .444 
Oberkörper 35 45 -1.882 .023 31 33   -.400 .345 
Arme 48 55 -1.859 .031 44 47   -.666 .252 
Hände 53 59   -.980 .163 40 47 -1.267 .102 
Nacken 54 58   -.824 .199 43 48   -.823 .205 
Kopf 48 55 -1.007 .157 49 51   -.431 .333 
Haare 44 47   -.533 .297 41 39   -.350 .363 
Gesicht 46 45   -.235 .407 44 49   -.929 .176 
Nase 42 50 -1.333 .091 46 51 -1.153 .124 
Mund 47 53 -1.243 .108 52 53   -.236 .406 
Lippen 48 51   -.666 .252 52 53   -.236 .406 
Augen 55 53   -.101 .459 56 51   -.533 .297 
Haut 42 46   -.770 .220 39 40   -.622 .533 
allg. körperl. Erschein. 34 44 -1.732 .041 29 30   -.350 .363 
Gewicht 25 32 -1.184 .118 28 32   -.764 .222 
Größe 53 57 -1.183 .118 42 46 -1.066 .143 
Atmung 54 56   -.489 .312 46 46   -.152 .439 
Körperhaltung 31 38 -1.467 .071 33 33    .000 .500 
Körperformen 26 30 -1.183 .118 28 28   -.177 .429 
Verdauung 46 52 -1.303 .096 45 41 -1.183 .118 
Stimme 53 52   -.177 .429 47 40 -1.188 .117 
Leichtigkeit der Beweg. 44 39   -.755 .225 35 36   -.177 .429 
Eleganz der Bewegung 30 37 -1.244 .106 313 26   -.770 .220 
Gesundheit 39 50 -2.250 .012 34 31   -.676 .249 
Appetit 38 45 -1.007 .157 40 31 -1.330 .091 
Schlaf 46 43   -.296 .383 43 38   -.414 .339 
Lebendigkeit 42 45   -.509 .305 26 28   -.770 .220 
Legende: MZP1= Meßzeitpunkt 1; MZP2= Meßzeitpunkt 2; allg. körperl. Erschein.=allgemeine 
körperliche Erscheinung; Leichtigkeit der Beweg.= Leichtigkeit der Bewegung. 

 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 78 

Wie aus Tabelle 6 ersichtlich ergaben sich für die Feldenkrais-Gruppe bei sechs Items 
signifikante Ergebnisse. Bei der Kontrollgruppe waren keine signifikanten 
Veränderungen festzustellen. 
Abbildung 3 zeigt die Rohwerte dieser sechs Items (Hüften/Oberschenkel, Gesäß, 
Oberkörper, Arme, allgemeine körperliche Erscheinung, Gesundheit) für beide Gruppen 
und Meßzeitpunkte. 
 

R
oh

w
er

te

0

10

20

30

40

50

60

MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

23

34

24

37
35

45
48

55

34

44

39

50

32
30 30 31 31

33

44
47

29 30
34

31 FG

KG

 
 Hüften/Ober-        Gesäß      Oberkörper          Arme        allg. körperl. 
 Gesundheit  
 schenkel              Erscheinung 

 
Abbildung 3: Signifikante Items aus dem Fragebogen zur 'Zufriedenheit mit dem 
eigenen Körper'. Gegenüberstellung der Rohwerte von Feldenkrais-Gruppe und 
Kontrollgruppe je Item bei Meßzeitpunkt 1 und 2. Zunahme der Rohwerte bedeutet 
Zunahme der Zufriedenheit. (MZP= Meßzeitpunkt; allg. körperl. Erscheinung = allgemeine 
körperliche Erscheinung; FG = Feldenkrais-Gruppe; KG = Kontrollgruppe.) 
 
 
Aus Abbildung 3 ist ersichtlich, daß sich bei der Feldenkrais-Gruppe die Zufriedenheit 
mit Hüften/Oberschenkeln, Gesäß, Oberkörper, Armen, der allgemeinen körperlichen 
Erscheinung sowie der Gesundheit signifikant verbessert, wogegen bei der 
Kontrollgruppe in diesen Bereichen lediglich geringfügige Veränderungen nach oben 
und unten eintreten. Interessant sind hier insbesondere die Verbesserungen bei der 
Feldenkrais-Gruppe in den für Eßstörungen typischen Bereichen, wie 
Hüften/Oberschenkel, Gesäß und der allgemeinen körperlichen Erscheinung sowie die 
Verbesserung in der Zufriedenheit mit der eigenen Gesundheit. 
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß die Feldenkrais-Methode Verbesserungen in 
der Zufriedenheit mit gerade für Eßstörungen problematischen Körperzonen sowie eine 
positivere Einschätzung und Einstellung in bezug auf die eigene Gesundheit bewirkt. 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 79 

 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 80 

9.2 Akzeptanz des eigenen Körpers 
 
Es wurden hier wiederum die Veränderungen innerhalb jeder Gruppe mit dem 
Wilcoxon-Test für Paardifferenzen berechnet. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 7, in der 
Feldenkrais-Gruppe und Kontrollgruppe einander gegenübergestellt sind. 
 
Tabelle 7: Vergleich von Feldenkrais-Gruppe und Kontrollgruppe hinsichtlich der 
Werte für Akzeptanz des eigenen Körpers bei MZP1 und MZP2 (Signifikanzprüfung 
mittels Wilcoxon-Test). 
 
 Feldenkrais-

Gruppe 
Kontrollgruppe 

 z-Wert    p    z-Wert    p    
1. Meinen Körper empfinde ich oft als unangenehm -1.717 .043   -.253 .399 
2. In meinen Bewegungen wirke ich oft ungeschickt und 
ungelenk 

-1.171 .043   -.674 .250 

3. Meine Bewegungen wirken oft unbeholfen   -.980 .163   -.801 .211 
4 Ich habe manchmal körperliche Empfindungen, die mir 
unklar und rätselhaft bleiben 

  -.591 .277   -.338 .367 

5. Ich sehe unreif aus -1.135 .088 -1.095 .137 
6. Ich fühle mich manchmal in meinem Körper wie gefangen -1.048 .147   -.338 .367 
7. Es fällt mir schwer mich meinen Bekannten und Freunden 
körperlich zu nähern 

-1.400 .080   -.912 .180 

8. Durch meine körperliche Konstitution fühle ich mich in 
meinem Handlungsspielraum oft eingeschränkt 

-1.572 .057   -.943 .173 

9. Mein Körper erscheint mir manchmal irgendwie fremd 
und fern 

  -.840 .200 -1.213 .112 

10. Der Eindruck, den ich mit meinem Körper erwecke, 
stimmt oft nicht mit meinen wirklichen Gefühlen überein 

  -.888 .197   -.296 .383 

11. Es würde mir besser gehen, wenn ich anders aussähe -2.022 .021   -.730 .233 
12. Der Eindruck, den ich mit meinem Körper erwecke ist 
eher negativ 

-1.352 .088    .000 .500 

13. Wenn ich mich im Spiegel genau betrachte komme ich 
mir manchmal fremd und unheimlich vor 

-2.100 .017   -.591 .554 

14. Ich habe selten Freude an meinem Körper -1.681 .046    .000 .500 
15. Wenn ich mich bewege verspüre ich oft meine eigene 
körperliche Schwere als hinderlich 

   .000 .500   -.140 .444 

16. Es gefällt mir oft nicht wie ich mich gebe und bewege    .000 .500   -.404 .343 
17. Ich verspüre oft eine körperliche Unruhe in mir -1.121 .131 -1.483 .069 
18. Insgeheim fürchte ich manchmal die anderen könnten 
mich wegen meines körperlichen Aussehens ablehnen 

  -.314 .376    .000 .500 

19. Körperlich fühle ich meistens unausgeglichen -1.480 .069 -1.095 .136 
20. Ich bin weniger zufrieden mit meinem Körper als meine 
Alters- und Geschlechtgenossen 

-1.078 .140    .000 .500 

21. Nach außen zeige ich oft eine kühle körperliche Fassade 
gleich einer Maske 

-1.120 .131   -.943 .176 

Legende: FG=Feldenkrais-Gruppe, KG= Kontrollgruppe 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 81 

Wie aus Tabelle 7 ersichtlich ergaben sich für die Feldenkrais-Gruppe bei fünf Items 
signifikante Unterschiede, bei der Kontrollgruppe waren keine signifikanten 
Veränderungen festzustellen. Abbildung 4 zeigt die Rohwerte dieser fünf Items (Items 
1, 2, 11, 13, 14) für beide Gruppen und Meßzeitpunkte. 
 

R
oh

w
er

te

0

5

10

15

20

25

30

MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

 MZP
1

MZP
2

30

23
21

14

28

22
23

14

30

24

28
29

22
20

16

19

24

21

24 24

FG
KG

 

   Item 1  Item 2        Item 11      Item 13   Item 14 
 
Abb. 4: Mangel an Akzeptanz des eigenen Körpers. Signifikante Items aus dem 
Fragebogen zur 'Akzeptanz des eigenen Körpers'. Gegenüberstellung der Rohwerte von 
Feldenkrais-Gruppe und Kontrollgruppe je Item bei Meßzeitpunkt 1 und 2. Abnahme 
der Rohwerte bedeutet Abnahme des Mangels an Akzeptanz. (MZP= Meßzeitpunkt; FG= 
Feldenkrais-Gruppe; KG= Kontrollgruppe; Item 1: Meinen Körper empfinde ich oft als unangenehm; 
Item 2: In meinen Bewegungen wirke ich oft ungeschickt und ungelenk; Item 11: Es würde mir besser 
gehen, wenn ich anders aussähe; Item 13: Wenn ich mich im Spiegel betrachte, komme ich mir manchmal 
fremd und unheimlich vor; Item 14: Ich habe selten Freude an meinem Körper.) 

 
Aus Abbildung 4 wird deutlich, daß sich bei der Feldenkrais-Gruppe bei den Items 1, 2, 
11, 13 und 14 signifikante Verbesserungen der Akzeptanz des eigenen Körpers ergeben, 
wogegen sich bei der Kontrollgruppe bei diesen Items nur eine geringfügige Zu- oder 
Abnahme zeigte.  
Demnach ergab sich für die Feldenkrais-Gruppe, daß der eigene Körper nach dem Kurs 
als angenehmer empfunden wird (Item 1), daß die eigenen Bewegungen als weniger 
ungeschickt und ungelenk erlebt werden (Item 2), daß das eigene Aussehen mehr 
akzeptiert wird (Item 11), daß Fremdheit und Furcht beim Betrachten des eigenen 
Spiegelbildes abnehmen (Item 13) und daß mehr Freude in bezug auf den eigenen 
Körper empfunden wird (Item 14). Interessant ist insbesondere die deutliche 
Verbesserung bei Item 13, das einen für Eßstörungen typischen Bereich der Fremdheit 
gegenüber dem eigenen Körper beschreibt. 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 82 

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß die Feldenkrais-Methode die Akzeptanz des 
eigenen Körpers in verschiedenen Bereichen fördert, und sich dadurch insbesondere die 
Vertrautheit mit dem eigenen Körper verbessert.  
 
 
9.3. Psychische Befindlichkeit 
 
Berechnet wurden hier die Werte für die zwei Subskalen des Emotionalitätsinventars 
EMI-B, 'Gestörtes Allgemeinbefinden vs Wohlbefinden' sowie 'Gehemmtes vs 
spontanes Befinden'. Die Ergebnisse der Varianzanalyse für beide Subskalen zeigen die 
Tabellen 8 und 9. 
 
Tabelle 8: Subskala 'Gestörtes Allgemeinbefinden vs Wohlbefinden' 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 26 508.72   
Gruppe  1 1321.14 2.60 0.119 
Fehler 26 88.06   
Zeitpunkt  1 157.79 1.79 0.192 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 82.57 0.94 0.342 

 
Tabelle 9: Subskala 'Gehemmtes vs spontanes Befinden' 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 26 107,40   
Gruppe  1 240,29 2.24 0.147 
Fehler 26 25.30   
Zeitpunkt  1 157.79 6.24 0.019 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 171.50 6.78 0.015 

 

Die Werte für die Subskala 'Gestörtes Allgemeinbefinden vs Wohlbefinden' (vgl. Tab. 
8) zeigen, daß im Bereich eines allgemeinen Wohlbefindens und einer ungestörten 
Selbstbewertung (vgl. Kap. 8.3) keine signifikanten Änderungen eingetreten sind. Im 
spezifischeren Bereich 'Hemmung' ergaben sich jedoch deutliche Veränderungen bei der 
Feldenkrais-Gruppe, wie aus Tabelle 9 ersichtlich. 
  
Abbildung 5 zeigt die Gruppenmittelwerte des signifikanten Werts 'Spontanes vs 
gehemmtes Befinden' für beide Gruppen und Meßzeitpunkte (vgl. Tab. 8). 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 83 

Sk
al

en
m

itt
el

w
er

te

0

5

10

15

20

25

30

35

40

MZP1 MZP2

37,9

31,1

38,5 38,7

FG
KG

 
 
Abb. 5: Mittelwerte von Feldenkrais-Gruppe und Kontrollgruppe bei Meßzeitpunkt 1 
und 2 für die Subskala 'Gehemmtes vs. spontanes Befinden' aus dem 
Emotionalitätsinventar EMI-B. (MZP = Meßzeitpunkt; FG = Feldenkrais-Gruppe; KG = 
Kontrollgruppe.) 
 
 
Aus Abbildung 5 ist ersichtlich, daß die Feldenkrais-Gruppe bedeutsame 
Verbesserungen im Bereich 'Gehemmtes vs spontanes Befinden' aufweist, wogegen sich 
die Kontrollgruppe hier etwas verschlechtert. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, daß die 
Feldenkrais-Methode eine Abnahme eines gehemmten, schüchternen, zurückhaltenden 
und verschlossenen Befindens sowie die Zunahme eines spontanen, freien, offenen und 
selbstsicheren Befindens fördert. 
 
 
9.4. Anorexia-nervosa-Inventar zur Selbstbeurteilung (ANIS) 
 
Berechnet wurden hier die Werte der zwei Subskalen 'Figurbewußtsein' und 'Gefühl der 
Überforderung'. Die Ergebnisse der Varianzanalyse für beide Subskalen zeigen die 
Tabellen 10 und 11. 
 
Tabelle 10: Subskala 'Figurbewußtsein' 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 26 280.12   
Gruppe  1 4.57 0.02 0.899 
Fehler 26 41.32   
Zeitpunkt  1 87.50  2.12 0.158 
 Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 12.07 0.29 0.593 

 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 84 

Tabelle 11: Subskala 'Gefühl der Überforderung' 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 25 135.02   
Gruppe  1 3.52   0.03 0.873 
Fehler 25 12.11   
Zeitpunkt  1 45.13  3.73 0.065 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 77.72 6.42 0.018 

 
Bei der Subskala 'Figurbewußtsein' (vgl. Tab. 10) konnten keine signifikanten 
Veränderungen festgestellt werden, d.h. in den Bereichen Fasten, Diät, Eßverhalten und 
Angst vor dem Dickwerden waren keine Wirkungen der Feldenkrais-Methode 
beobachtbar. Wie aus Tabelle 11 ersichtlich, ergaben sich aber für den Bereich des 
'Gefühls der Überforderung' deutliche Veränderungen. 
 
Abbildung 6 zeigt die Gruppenmittelwerte des signifikanten Werts 'Gefühl der 
Überforderung' für beide Gruppen und Meßzeitpunkte. 
 

Sk
al

en
m

itt
el

w
er

te

0

2

4

6

8

10

12

14

16

18

20

MZP 1 MZP 2

18,4

14,2

16,6 17,1

FG
KG

 
 
Abb. 6: Mittelwerte von Feldenkrais-Gruppe und Kontrollgruppe bei Meßzeitpunkt 1 
und 2 für die Subskala 'Gefühl der Überforderung' aus dem Anorexia-nervosa-Inventar 
zur Selbstbeurteilung (MZP = Meßzeitpunkt; FG = Feldenkrais-Gruppe; KG = Kontrollgruppe.) 

 
Aus Abbildung 6 ist ersichtlich, daß die Feldenkrais-Gruppe deutliche Verbesserungen 
im Bereich 'Gefühl der Überforderung' zeigt, wogegen die Kontrollgruppe hier ein 
Zunahme aufweist. Die sieben Items des Faktors erstrecken sich auf für Eßstörungen 
typische Bereiche wie Gefühle der Ohnmacht und Hilflosigkeit gegenüber äußeren 
Anforderungen und Erwartungen sowie auf Gefühle der inneren Leere, Unruhe und 
Minderwertigkeit.  



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 85 

Das Ergebnis deutet darauf hin, daß die Feldenkrais-Methode Verbesserungen in bezug 
auf Gefühle der Hilflosigkeit gegenüber äußeren Anforderungen, der inneren Leere, der 
Unruhe und der Minderwertigkeit bewirkt. 
 
 
9.5. Eating Disorder Inventory 
 
Berechnet wurden hier die Werte der acht Subskalen "Drive for Thinness", "Bulimia", 
"Body Dissatisfaction", "Interoceptive Awareness", "Maturity Fears", "Ascetism", 
"Impulse Regulation" und "Social Insecurity". 
Die Ergebnisse der Varianzanalyse zeigen die in Tabelle 12 wiedergegebenen 
Varianztafeln. 
 
Tabelle 12: Varianztafeln der Subskalen des Eating Disorders Inventory 
Subskala: Drive for Thinness 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 28 119.17   
Gruppe  1 0.02  0.00 0.991 
Fehler 28 15.58   
Zeitpunkt  1 40.02  2.57 0.210 
Gruppe mal Zeitpunkt 1 7.35  0.47 0.498 
Subskala: Bulimia 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 28 128.45   
Gruppe  1 317.40 2.47 0.127 
Fehler 28 30.56   
Zeitpunkt  1 459.27 15.03 0.001 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 0.00  0.00 1.000 

Subskala: Body Dissatisfaction 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 28 228.89   
Gruppe  1 360.15 1.57 0.220 
Fehler 28 22.10   
Zeitpunkt  1 0.82 0.04 0.849 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 40.02 1.81 0.189 

 
 
 
 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 86 

Fortsetzung Tabelle 12: Varianztafeln der Subskalen des Eating Disorders Inventory 
Subskala: Interoceptive Awareness 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 28 110.99   
Gruppe  1 91.27  0.82 0.372 
Fehler 28 15.56   
Zeitpunkt  1 17.07  1.10 0.304 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 3.27  0.21 0.650 

Subskala: Maturity Fears 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 28 96.52    
Gruppe  1 198.02 2.05 0.163 
Fehler 28 8.79    
Zeitpunkt  1 10.42  1.19 0.286 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 40.02 4.55 0.042 

Subskala: Ascetism  
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 28 36.80    
Gruppe  1 25.35  0.69 0.414 
Fehler 28 10.85   
Zeitpunkt  1 2.82 0.26 0.614 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 40.02 3.69 0.065 

Subskala: Impulse Regulation 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 28 91.71    
Gruppe  1 45.07  0.49 0.489 
Fehler 28 16.66   
Zeitpunkt  1 2.40   0.14 0.707 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 13.07 0.78 0.383 

Subskala: Social Insecurity 
Q.d.V. df MS F p 
Fehler 28 48.08    
Gruppe  1 96.27  2.00 0.168 
Fehler 28 5.80    
Zeitpunkt  1 11.27  1.94 0.174 
Gruppe mal 
Zeitpunkt 

 1 4.27  0.74 0.398 

 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 87 

Abbildung 7 zeigt die Gruppenmittelwerte des signifikanten Werts der Subskala 
'Maturity Fears' für beide Gruppen und Meßzeitpunkte. 
 

Sk
al

en
m

itt
el

w
er

te

0
2
4
6
8

10
12
14
16
18
20

MZP 1 MZP 2

15,7
13,2

17,7 18,5

FG
KG

 
 
Abb. 7: Mittelwerte von Feldenkrais-Gruppe und Kontrollgruppe bei Meßzeitpunkt 1 
und 2 für die Subskala 'Maturity Fears' aus dem Eating Disorders Inventory.(MZP = 
Meßzeitpunkt; FG = Feldenkrais-Gruppe; KG = Kontrollgruppe.) 

 
Abbildung 7 zeigt eine deutliche Abnahme bei der Feldenkrais-Gruppe und eine 
Zunahme bei der Kontrollgruppe im Bereich 'Maturity Fears'. Die acht Items der 
Subskala 'Maturity Fears' erfassen den Wunsch in die Sicherheit der frühen Kindheit 
zurückzukehren, mit Fragen wie "Die Anforderungen der Erwachsenenwelt sind mir zu 
groß" oder "Ich habe das Gefühl, daß die Menschen als Kinder am glücklichsten sind". 
Dieses Ergebnis deutet darauf hin, daß die Feldenkrais-Methode dahingehend wirkt, daß 
der Wunsch abnimmt, in eine kindliche Abhängigkeit zurückzukehren, und 
erwachsenes, reiferes Verhalten und die Übernahme von Verantwortung für das eigene 
Leben gefördert wird. 
 
Bei der Subskala 'Bulimia' ergab sich aufgrund des Faktors 'Gruppe' ein signifikanter 
Unterschied. Abbildung 8 zeigt die Gruppenmittelwerte für beide Gruppen und 
Meßzeitpunkte. 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 88 

Sk
al

en
m

itt
el

w
er

te

0

5

10

15

20

25

MZP 1 MZP 2

21,6

1617

11,4 FG
KG

 
 
Abb. 8: Mittelwerte von Feldenkrais-Gruppe und Kontrollgruppe bei Meßzeitpunkt 1 
und 2 für die Subskala 'Bulimia' aus dem Eating Disorders Inventory. (MZP = 
Meßzeitpunkt; FG = Feldenkrais-Gruppe; KG = Kontrollgruppe.) 

 
Aus Abbildung 8 ist ersichtlich, daß beide Gruppen Verbesserungen um genau den 
gleichen Betrag aufweisen. Da das Ausgangsniveau aber sehr verschieden ist, kann 
dieser Befund nicht interpretiert werden. 
 
In den weiteren Subskalen "Drive for Thinness", "Body Dissatisfaction", "Interoceptive 
Awareness", "Ascetism", "Impulse Regulation" und "Social Insecurity" waren keine 
signifikanten Unterschiede und damit auch keine Wirkungen der Feldenkrais-Methode 
beobachtbar. 
 
 
9.6. Offene Fragen 
 
Wie bei der Beschreibung der Erhebungsinstrumente angeführt (vgl. Kap. 8.6) wurden 
zusätzlich offene Fragen formuliert, um weitere Informationen zu erhalten, die durch 
die Fragebögen nicht erfaßt werden konnten. Diese Fragen zielten auf das persönliche 
Fazit nach dem Kurs, auf bedeutsame Erfahrungen während des Kurses, auf allgemeine 
Veränderungen und Veränderungen der Körperwahrnehmung sowie auf die 
Einschätzung der Feldenkrais-Stunden für persönliche Gesundheit und Befindlichkeit. 
 
Die offenen Fragen lauteten wie folgt: 
1. Welches Fazit ziehen Sie für sich nach dem Feldenkrais-Kurs? 
2. Was geschah in Ihnen während des Feldenkrais-Kurses? Welche Erfahrungen waren 
für Sie interessant oder bedeutsam? 
3. Konnten sie aufgrund der Feldenkrais-Stunden irgendwelche Veränderungen bei sich 
feststellen? 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 89 

4. Hat sich die Wahrnehmung Ihres Körpers durch die Feldenkrais-Stunden irgendwie 
verändert? 
5. Wie würden Sie den Wert der Feldenkrais-Stunden für Ihre Gesundheit und Ihre 
allgemeine Befindlichkeit einschätzen? 
 
 
9.6.1 Fazit des Kurses und bedeutsame Erfahrungen während des Kurses 
 
Die Fragen 1 und 2 (Fazit und bedeutsame Erfahrungen) wurden zusammen 
ausgewertet, da die Antworten inhaltlich weitgehende Überschneidungen aufwiesen. 
Aus den Nennungen konnten folgende Kategorien gebildet werden 
(Mehrfachnennungen waren möglich): 
Tabelle 13: Kategorien der Antworten auf die offenen Fragen 1 und 2 (Angabe der 
Häufigkeiten in Absolutzahlen) 
 

Kategorie Häufigkeit 

Bewußtere Wahrnehmung des eigenen Körpers, von Körperfunktionen und  

Teilen des Körpers 

11 

Entspannung, angenehmes Körperempfinden und Erfahrung der Ruhe 11 
Wunsch, die Feldenkrais-Methode besser kennenzulernen  4 
Bewußtwerden der eigenen Atmung  3 
Bewußtwerden mangelnder Konzentrationsfähigkeit  3 
Gefühl der Überforderung oder Erschöpfung nach einer Stunde  3 
Beruhigende Wirkung der Stimme des Kursleiters  2 
Zunehmende Leichtigkeit von Bewegungen im Verlauf einer Stunde  2 
Erkennen von Einschränkungen und Zwängen  1 
Erfahrung der eigenen Autonomie  1 
Entspannung als Möglichkeit, von zwanghaften Gedanken ans Essen  

loszukommen 

 1 

Erfahrung des Nicht-perfekt-sein-müssens  1 
Emotionale Erlebnisse  1 
Freundlicheres Umgehen mit dem eigenen Körper  1 
 
Aus Tabelle 13 läßt sich entnehmen, daß auf die Fragen nach dem persönlichen Fazit 
und nach bedeutsamen Erfahrungen die beiden Kategorien 'Bewußtere Wahrnehmung 
des Körpers...' und 'Entspannung und Erfahrung der Ruhe...', mit jeweils elf Nennungen 
die größte Mächtigkeit haben. 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 90 

Dies zeigt an, daß die Feldenkrais-Methode nützlich ist, um die 
Wahrnehmungsfähigkeit des eigenen Körpers zu verbessern und zu fördern, und daß mit 
Hilfe der Methode Entspannung und Ruhe erfahren werden kann. Die weiteren 
Nennungen geben einen Einblick in die möglichen Wirkungen der Feldenkrais-
Methode, wobei diese inhaltlich von der Auswertung der Interviews bestätigt werden 
und dort näher behandelt werden sollen (vgl. Kap. 9.7). 
 
 
9.6.2 Erlebte Veränderungen 
 
Aus den Antworten auf Frage 3 (Konnten Sie Veränderungen feststellen) ergaben sich 
folgende Antwortkategorien (Mehrfachnennungen waren möglich): 
Tabelle 14: Kategorien der Antworten auf die offene Frage 3 (Angabe der Häufigkeiten 
in Absolutzahlen)  
 

Kategorie Häufigkeit 

Bewußteres Spüren des Körpers 7 
Keine Veränderungen 4 
Entspannung und Ruhe 4 
Bewußtere Atmung 4 
Positiveres Umgehen mit sich selbst 3 
Bewußterer Umgang mit Schmerzen 2 
Leichtere Bewegungen 1 
Bessere Durchblutung 1 
Besserer Schlaf 1 
Entspannen als Alternative zum Essen 1 
 
Aus Tabelle 14 läßt sich entnehmen, daß sieben Personen als Veränderung angeben, daß 
sie ihren Körper bewußter spüren, wobei nicht nur ein bewußteres Spüren des Körpers 
während der Stunden gemeint ist, sondern eine allgemeine Verbesserung der 
Körperwahrnehmung. Vier Personen konnten keine Veränderungen feststellen und 
jeweils vier Nennungen bezogen sich auf eine Förderung von Entspannung und Ruhe 
sowie eine bewußtere Atmung. 
 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 91 

9.6.3 Erlebte Veränderung der Körperwahrnehmung 
 
Die Antworten auf die Frage 4 (Veränderung der Körperwahrnehmung durch die 
Stunden) sind aus Abbildung 9 ersichtlich. Demnach geben elf Personen eine bewußtere 
Wahrnehmung des eigenen Körpers an, zwei Personen antworteten mit nein, eine mit 
wenig und eine gab keine Antwort. Dieses Ergebnis stimmt mit den Antworten auf die 
ersten Fragen überein und weist darauf hin, daß die Feldenkrais-Methode tatsächlich bei 
eßgestörten Patienten eine bewußtere Wahrnehmung des eigenen Körpers fördert. 
 

 
Antwortkategorien

Anzahl der
Nennungen

0
2
4
6
8

10
12

Nein Wenig Bewußtere
Wahrnehmung

Keine Antwort

2 1

11

1

 
Abb. 9: Antwortkategorien und Anzahl der Nennungen für die offene Frage 4 
'Veränderung der Körperwahrnehmung durch die Stunden' (Häufigkeiten in 
Absolutzahlen) 
 
 
9.6.4 Einschätzung der Feldenkrais-Stunden 
 
Auf die Frage 5 (Allgemeine Einschätzung der Feldenkrais-Stunden für Gesundheit und 
allgemeine Befindlichkeit) gaben zwölf Personen eine positive Einschätzung, eine gab 
keine Antwort und zwei gaben an, daß die Stunden keinen besonderen Wert für sie 
gehabt hätten (vgl. Abbildung 10). 
 

Antwortkategorien

Anzahl der
Kursteilnehmer

0
2
4
6
8

10
12

Wertvoll Keine Antwort Kein Wert

12

1
2

 
Abbildung 10: Allgemeine Einschätzung der Feldenkrais-Stunden für Gesundheit und 
allgemeine Befindlichkeit (Häufigkeiten in Absolutzahlen) 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 92 

Aus Abbildung 10 läßt sich entnehmen, daß 12 der 15 Personen den Feldenkrais-Kurs 
für ihre Gesundheit und allgemeine Befindlichkeit als wertvoll einschätzen. 
Dies weist darauf hin, daß für einen großen Teil der Gruppe die Feldenkrais-Stunden 
eine positive Wirkung auf Gesundheit und allgemeine Befindlichkeit gehabt haben. 
 
Um obige Abbildung transparenter zu machen, sind im folgenden beispielhaft einige 
Zitate aus den Antworten der Kategorie "Wertvoll" sowie der Kategorie "Kein Wert" 
wiedergegeben (Nummer der Versuchsperson vor jeder Antwort): 
 
Person 12 : "Als sehr gut. Eine Fortsetzung würde ich befürworten." 
Person 1: "Mir ging's nach den Stunden besser, entspannter. Die Stunden haben Spaß 
gemacht." 
Person 2: "Beachtenswert, um die ständig aufgebaute Spannung bei der Bulimie etwas 
abzubauen und besser an unterdrückte Gefühle heranzukommen. Gut auch die 
Erfahrung des Nicht-perfekt-sein-müssens."  
Person 14: "Sehr hoch. Ich fühle mich gesünder dadurch, daß ich bewußter auf meinen 
Körper achte."  
Person 15: "Könnte mir vorstellen, daß ich, wenn ich weitermache, damit meine 
Gesundheit verbessern könnte."  
Person 10: "Sehr gut für jemanden, der seinen Körper mehr wahrnehmen möchte, bzw. 
Entspannung und Ruhe sucht."  
Person 7: "Sehr wertvoll, weil ich mich seit dem Kurs gedanklich und körperlich viel 
gelöster und entspannter fühle."  
Person 4: "Positiv, obwohl ich mit Entspannung und Körperwahrnehmung schon immer 
Schwierigkeiten hatte."  
Person 13: "Hatte die Empfindung, mir etwas Gutes zu tun. Die anfängliche Skepsis ist 
in Begeisterung umgeschlagen."  
 
Die zwei Antworten der Kategorie "Kein Wert" lauteten wie folgt: 
 
Person 8: "Ich habe halt gelernt, mich auf meinen Körper zu konzentrieren, aber das ist 
nicht das Wichtigste." 
Person 11: "Der Feldenkrais-Kurs ist mir schwer gefallen, weil ich mich mit mir selbst 
beschäftigen mußte. Außerdem, glaube ich, ist er nicht ganz meine Fall." 
 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 93 

9.7. Auswertung der Interviews 
 
Nach Abschluß des Kurses und nach Abgabe der zweiten Fragebögen wurden mit den 
15 Teilnehmern der Feldenkrais-Gruppe Interviews durchgeführt. Die Interviews 
wurden transkribiert und die qualitativen Daten, d.h., die in schriftlicher Form 
vorliegenden Interviews, wurden mit Hilfe der inhaltsanalytischen Technik nach 
Mayring (1990) ausgewertet. In mehreren Arbeitsschritten wurden die transkribierten 
Tonbandaufzeichnungen durchgesehen und dabei eine Satz-für-Satz-Analyse 
vorgenommen. Dabei wurde das Datenmaterial in Kategorien eingeteilt, wobei aufgrund 
geringer Häufigkeiten darauf verzichtet wurde Unterkategorien zu bilden. 
Unterschiedliche Aspekte einer Kategorie wurden aber mit Hilfe der jeweils 
entsprechenden Ankerbeispiele dargestellt. Dies alles erfolgte entsprechend den von 
Mayring (1990) aufgestellten Regeln: 1. Definition von Kategorien, 2. Erläuterung 
durch Ankerbeispiele, 3. Benennung und Differenzierung der Kategorien. 
 
Die Antworten ließen sich unter folgenden Kategorien zusammenfassen: 
a)  Allgemein intensivere und bewußtere Körperwahrnehmung 
b)  Spezifische kinästhetische Erfahrungen 
c)  Entspannende und beruhigende Wirkung 
d)  Angenehme Übungen und sonstige angenehme Empfindungen 
e)  Tranceinduzierende Wirkung 
f)  Positive Wirkungen im Bereich der Eßstörungs-Problematik 
g)  Emotionale Erfahrungen während der Stunden 
h)  Weitere Wirkungen 
i)   Probleme während der Stunden 
j)   Störungen von außen 
k)  Unangenehme Übungselemente 
l)  Schwierigkeiten, einen Zugang zu finden, oder geringes Interesse 
m) Integration von Übungselementen in den Alltag 
n)  Interesse an Weiterführung des Kurses und an weiterer Beschäftigung mit der   
     Feldenkrais-Methode 
 
Abbildung 11 zeigt die absoluten Häufigkeiten der Antwortkategorien.  
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 94 

         Kategorien 

Häufigkeiten
0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20

Interesse an weiterer
Beschäftigung

Integration in den Alltag

Geringes Interesse

Unangenehme
Übungselemente

Störungen von außen

Probleme während der
Stunden

Weitere Wirkungen

Emotionale Erfahrungen

Wirkungen in bezug auf
die Eßstörung

Tranceinduzierende
Wirkung

Angenehme
Übungselemente

Entspannende Wirkung

Kinästhetische
Erfahrungen

Bewußtere
Körperwahrnehmung

8

7

5

4

4

11

5

9

8

8

12

11

20

11

 
 
Abbildung 11: Die Antwortkategorien der Interviews und ihre absoluten Häufigkeiten 
 
 
Um Abbildung 11 transparenter zu machen, wird im folgenden der Kodierleitfaden 
dargestellt, anhand dessen das sprachliche Material nach inhaltlichen 
Strukturierungsgesichtspunkten ausgewertet wurde. Dieser Kodierleitfaden beinhaltet 
erstens die Definition der Kategorien, zweitens Ankerbeispiele, bei denen es sich um die 
exemplarische Illustration der Kategorien anhand von prototypischen Textstellen 
handelt, und drittens die Kodierregeln, die zum Zweck von eindeutigen Zuordnungen 
die einzelnen Kategorien gegeneinander abgrenzen (vgl. Mayring, 1990).



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 95 

9.7.1  Kategorie 1: Allgemein intensivere und bewußtere Körperwahr-nehmung 
 
Elf Kursteilnehmer berichteten von überdauernden, also über die Übungsstunden 
hinausgehenden Veränderungen der Körperwahrnehmung. Davon bezogen sich acht 
Nennungen auf allgemeine Veränderungen, zwei weitere Nennungen auf die Atmung 
und eine auf die verbesserte Körperwahrnehmung bei körperlicher Betätigung. 
 

"Die Körperwahrnehmung hat sich wesentlich gebessert. Ich hab am Anfang 
immer das Gefühl gehabt, ich muß meinen Körper anfassen, um ihn zu 
spüren. Während des Kurses hab ich dann immer mehr gewußt wie ich 
aussehe, also ohne mich im Spiegel anzukucken oder anfassen zu müssen. 
Also ich hab jetzt ein Bild davon, wie ich aussehe (...) Ich schwimm also 
sehr gern, da spür ich meinen Körper mehr, das gleitet so richtig durchs 
Wasser, und ich streck mich da manchmal so richtig und genieß das. Und je 
mehr ich mich auf die Bewegung konzentriere, desto leichter fällt's mir. Ich 
kann mir vorstellen, daß sich das durch die Übungen so verändert hat." (Frau 
AD, Bulimia nervosa, S. 5) 8 
 
"Jetzt merk ich wieder, daß ich Beine hab und daß ich Füße hab und Finger 
hab und einfach das, was ich vorher gar nicht mehr gekannt hab (....) Und 
mit der Atmung, ich konnte doch sonst nur durch den Mund atmen. Das war 
glaub ich, in der 3.Stunde, auf einmal war die Nase frei, und seitdem atme 
ich durch die Nase." (Frau DO, Bulimia nervosa, S. 7) 
 
"Das ist ein Verlauf. Es ist also nicht so bei mir, daß, wenn ich jetzt eine 
Stunde gemacht hab, daß ich dann meinen Körper total wahrnehme oder so, 
sondern ich achte einfach mehr und mehr drauf. Es ist zwar noch sehr selten, 
aber auf jeden Fall ist es in Bewegung gekommen." (Frau RE, Bulimia 
nervosa, S. 4) 

 
Aus den Zitaten läßt sich erkennen, daß der eigene Körper und die Atmung durch die 
Bewegungslektionen im allgemeinen und bei körperlicher Betätigung bewußter 
wahrgenommen und erlebt wird. Es zeigt sich der Beginn eines Entwicklungsprozesses 

                                                   
8  In den Beispielen sind Auslassungen von Textteilen, die zugunsten einer strafferen Darstellung 
ausgespart bleiben, mit '(...)' gekennzeichnet. Erläuterungen des Verfassers befinden sich in eckigen 
Klammern '[ ]', Fragestellungen des Interviewers sind in spitzen Klammern '< >' gesetzt. Die angegebenen 
Seitenzahlen beziehen sich auf das vollständig verschriftete Datenmaterial (vgl. Anhang C). 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 96 

- wie er typischerweise von der Feldenkrais-Methode angeregt wird - in dem sich u.a. 
eine Veränderung und Vervollständigung des Körperbildes andeutet. 
 
 
9.7.2  Kategorie 2: Spezifische kinästhetische Erfahrungen  
 
Zwanzig Nennungen beschreiben methodenspezifische kinästhetische Erfahrungen (vgl. 
Kap. 2.4.2), die als Folge der Anleitungen während einer Bewegungslektion gemacht 
wurden. Darunter fallen Empfindungen von Leichtigkeit, Schwere, Wärme und 
Durchblutung; unterschiedliche Wahrnehmung der Körperhälften; bewußtere 
Wahrnehmung des Bodens; veränderte Empfindung der Qualität einer Bewegung; 
veränderte Wahrnehmung einzelner Körperteile, Organe und der Atmung; sowie 
Wirkungen der Imaginationsübungen. 
 

"...Und ich hab auch einmal, das war die letzte Stunde, die Wahrnehmung 
gehabt, als wie wenn die ganzen Glieder einzeln dagelegen wären. Alles 
einzeln, Füße, Beine und Bauch, das war alles weg von mir, das war alles 
einzeln dagelegen. Als wie wenn man's wieder zusammenbauen müßte. Ich 
bin ja ganz ebenerdig dagelegen und da hab ich das Gefühl gehabt, als wie 
wenn da beim Kopf ein Loch gewesen wäre, und der Kopf wär quasi in der 
Luft gewesen. Wärme und Durchblutung hab ich auch gemerkt, und ich 
merk es auch jetzt noch, wenn ich Sport treib, das wird alles warm, das war 
vorher nicht. Das schreib ich hundertprozentig den Übungen zu, weil ich hab 
ja gar nicht mehr gewußt, was ich habe. <Wie, was ich habe?> Ja, welche 
Organe ich hab, das hab ich einfach wieder alles gespürt. Oder das Herz 
schlagen gehört." (Frau DO, Bulimia nervosa, S. 8) 
 
"Während der Stunden fielen mir manche Sachen ein bißchen schwer, das 
fühlte sich irgendwie plump an. Und das wird ja immer wiederholt bis zum 
Schluß und am Ende fiel's mir leicht, fast automatisch. Obwohl es dieselbe 
Bewegung war, hatte ich das Gefühl, es geht fast von alleine." (Frau AD, 
Bulimia nervosa, S. 6) 
 
"Zum Beispiel, wo die Übung dran war, sich in den Boden sinken zu lassen, 
wurde ich also regelrecht, das hab ich gemerkt, schwer. Ich hab gedacht, 
irgendwann gibt jetzt was nach. Und danach hab ich eine wahnsinnige 
Leichtigkeit gehabt. (...) Da war ich also schwerelos, wenn man so sagen 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 97 

will. Ich hab zwar meine einzelnen Körperteile gespürt, aber leicht, 
regelrecht leicht." (Frau RO, Anorexia nervosa, S. 1) 
 
"... Da hab ich mir gedacht, bist du ausgeleiert, bist du steif, irgendwie, 
faules Fleisch. Das war auf der rechten Seite ganz extrem." (Frau HE, 
Adipositas, S. 11) 

 
Aus den obigen Interviewpassagen wird ersichtlich, daß - neben einer sich im Verlauf 
des Kurses verändernden Körperwahrnehmung (vgl. Kategorie 1, Kap. 9.7.1) - während 
den einzelnen Stunden spezifische kinästhetische Erfahrungen gemacht wurden. 
Typische Wirkungen von Feldenkrais-Stunden sind die ungewohnte und ungewöhnliche 
Wahrnehmung einzelner Körperteile, die Empfindungen von Schwere, Leichtigkeit, 
Wärme und Durchblutung sowie die unterschiedliche Wahrnehmung der Körperhälften. 
Bewegungen, die am Anfang einer Stunde schwerfallen, werden häufig am Ende mit 
großer Leichtigkeit ausgeführt. 
 
 
9.7.3  Kategorie 3: Entspannende und beruhigende Wirkung  
 
Elf Äußerungen beziehen sich speziell auf die entspannende und beruhigende Wirkung 
der Bewegungslektionen während einer Stunde. Diese Kategorie unterscheidet sich 
damit von Kategorie 4 (vgl. Kap. 9.7.4), in der insbesondere angenehme Empfindungen 
angesprochen werden. 
 

"An allererster Stelle war's entspannend für mich, total. Und ich merk halt, 
daß mir das fehlt, daß ich mich schon entspannen will und daß ich mir 
Entspannung immer nur übers Essen hole, aber im Grunde das auch keine 
Entspannung ist. Und selber gebe ich mir da immer keinen Raum dafür, und 
da war es halt gut, daß es ein Kurs ist, und dann war das gegeben, ich durfte 
mich jetzt entspannen. Und dann hab ich das so gern in Anspruch genommen 
und habe auch so richtig losgelassen, mich flachgelegt und genossen." (Frau 
AD, Bulimia nervosa, S. 5) 
 
"Ich hab mich also auch regelrecht gehen lassen können. Gedankenmäßig, 
problememäßig hab ich da total abgeschaltet. Da hab ich dann alles 
irgendwie hinter mir gelassen. Ich hab mich also wirklich voll nur auf das, 
was mir im Moment jetzt gekommen ist konzentriert." (Frau RO, Anorexia 
nervosa, S. 1) 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 98 

 
"Hauptsächlich war's sehr entspannend. Aber vor dem Essen war's immer 
besser, weil man da nicht so müde ist als wie nach dem Essen. Da war das so 
anstrengend, da bin ich letztes Mal eingeschlafen dabei." (Frau ZM, Bulimia 
nervosa, S. 10) 
 
"Also sehr beruhigend haben die [Übungsstunden] auf mich gewirkt." (Frau 
ST, Bulimia nervosa, S. 2) 

 
In diesen Aussagen wird die entspannende und beruhigende Wirkung der Stunden 
hervorgehoben. Durch die aufmerksam ausgeführten Bewegungsfolgen entsteht ein 
meditativer Effekt und das Erleben des 'Hier und Jetzt' wird gefördert. Eine für 
Eßstörungen charakteristische Spannung, die häufig nur über Essen (und Brechen) 
entladen wird, kann mit Hilfe von körperlicher Entspannung abgebaut werden. 
 
 
9.7.4  Kategorie 4: Angenehme Übungen und sonstige angenehme Empfindungen  
 
Zwölf Kursteilnehmer beschreiben hier allgemeine angenehme Empfindungen bei den 
Übungen, z.B. daß sie die Stunden einfach genießen konnten oder daß ihnen die 
Zwanglosigkeit bei den Übungen gutgetan hat. Zu dieser Kategorie gehören zudem 
Äußerungen, die angenehme Empfindungen bei bestimmten Übungselementen 
beschreiben, wie z.B. beim Kopfdrehen, bei Atemübungen oder beim Berühren des 
eigenen Bauchs. 
 

"Angenehm war noch diese Atemübung, wo wir den Bauch berührt haben, 
weil ich normalerweise meinen Bauch gar nicht anfasse." (Frau HE, 
Adipositas, S. 11) 
 
"Die ganzen Stunden waren eigentlich angenehm, hinterher fühlte man sich 
freier, leichter." (Herr BA, Adipositas, S. 10) 
 
"Das war gut, daß da kein Zwang war mitzumachen. Da war ich angenehm 
davon überrascht, daß es so frei ist..." (Frau ZI, Bulimia nervosa, S. 2) 

 
In Feldenkrais-Stunden wird immer wieder darauf hingewiesen, daß es nicht um 
Leistung und das Erreichen eines bestimmten Ziels, sondern um den Prozeß an sich und 
die Qualität einer Bewegung geht. Die Stunden sollen angenehm sein, wodurch der 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 99 

Lernprozeß gefördert wird. Die obigen Zitate lassen erkennen, daß verschiedene 
Elemente von Übungen oder die Stunden insgesamt als angenehm empfunden wurden. 
 
 
9.7.5  Kategorie 5: Tranceinduzierende Wirkung  
 
Acht Kursteilnehmer schilderten tranceähnliche Zustände während mancher Übungen, 
wobei vier Teilnehmer von inneren, bildlichen Erlebnissen oder einem Verlust des 
Zeitgefühls, und weitere vier von der beruhigenden, entspannenden Wirkung der 
Stimme des Kursleiters berichteten. 
 

"Also mir hat das ganz viel gebracht, das Daliegen, Loslassen, keine 
Gedanken festhalten, von allem lösen, da sind richtig Filme abgelaufen. 
<Was für Filme waren das?> Ja, ein Durcheinander. Das ist für mich richtig 
wie Hypnose gewesen. Das waren mal bunte Bilder, und ich hab's auch nicht 
festgehalten. Was Finsteres hab ich eigentlich gar nicht gesehen. <Wie 
meinen Sie, fast wie Hypnose?> Dadurch, daß ich alles loslassen konnte. 
Und ich nur Sie gehört habe und ich hab mich da voll hingegeben. Das ist 
alles leicht gegangen dann." (Frau DO, Bulimia nervosa, S. 7)  
 
"... einfach nur wahrnehmen, wie mein Körper auf diese Übungen reagiert, 
oder auf die Sprache reagiert von jemand, der so spricht, wie Du in den 
Übungen gesprochen hast. Die Sprache hat mich dabei doch am meisten 
beruhigt. Dieses sehr langsame, deutliche Sprechen und die Ruhe, die ich so 
nicht kannte (...) <Manchmal in den Stunden hatte es den Anschein, als 
wenn Sie irgendwie weggegangen sind. Sind Ihnen da irgendwelche Bilder, 
Erinnerungen oder Gefühle gekommen?> Ich war gedanklich da irgendwo 
ganz woanders. Wie in so einem Traumbild. (...) Durch diese Konzentration 
kam ich da unweigerlich ran. Ich hab da also nicht geschlafen, sondern hab 
mehr so Phantasiebilder gehabt (...) Das sind einfach Wunschbilder, und es 
war gut da reinzugehen. Vom Ablauf der Stunde bekam ich halt nichts mit in 
diesem Fall..." (Herr WD, Adipositas, S. 9) 
 
"...und manchmal hab ich ein Gefühl gehabt, wie wenn ich vier Stunden 
geschlafen hätte, auch wenn ich nicht geschlafen hab. Insgesamt war's, wie 
wenn ich etliche Stunden ganz woanders war. (Frau ZM, Bulimia nervosa, S. 
10) 

 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 100 

Die Aussagen zeigen, daß während mancher Stunden tranceähnliche Zustände erlebt 
werden. Die Stimme des Kursleiters und die ruhige Art des Sprechens fördern die 
Erfahrung von Ruhe und tiefer Erholung teilweise verbunden mit einem Verlust des 
Zeitgefühls. Dabei können Bilder und 'Filme' vor dem inneren Auge erscheinen. Eine 
Kursteilnehmerin vergleicht diesen Zustand mit einer Art Hypnose. Sie führt das darauf 
zurück, daß sie sich voll an die Stimme des Kursleiters hingegeben hat. Dies weist auf 
die tranceinduzierende Wirkung der Bewegungslektionen hin und gibt einen Hinweis 
auf die Möglichkeiten hypnotherapeutischer Interventionen in der Feldenkrais-Methode. 
 
 
9.7.6  Kategorie 6: Positive Wirkungen im Bereich der Eßstörungs-Problematik  
 
Sieben Teilnehmer berichteten von Wirkungen des Kurses in bezug auf ihr Eßverhalten. 
Die angesprochenen Bereiche der Eßstörungsproblematik sind dabei die übermäßige 
gedankliche Beschäftigung mit Essen, Figur und Gewicht, die Veränderungen des 
Körperbildes, die Wahrnehmung innerer Reize wie Hunger und Sattheit sowie 
alternative Verhaltensweisen bei einem Heißhungeranfall. Die Stellen der Interviews, 
die diese Kategorie bilden werden hier vollständig wiedergegeben, da sie für die 
Untersuchung von besonderem Interesse sind. 
 
 
Übermäßige gedankliche Beschäftigung mit Essen, Figur und Gewicht 
 

Zitat 1 
"Oder es war einmal, da, eben weil ich ja unter Eßstörung leide, da ist es mir 
nicht so gut gegangen, und ich hab ziemlich oft ans Essen gedacht und war 
eben da in Feldenkrais dringelegen und konnte tatsächlich dann abschalten, 
das hat mir unheimlich gutgetan. [Das war in der Vormittags-Stunde, also 
vor dem Essen.] Und danach bin ich zum Essen gegangen, mit einer ganz 
anderen Einstellung, das hat gutgetan, viel entspannter, nicht mit so einem 
Zwang oder Drang dahinter." (Frau ZI, Bulimia nervosa, S. 2) 
 
Zitat 2 
"Wichtig ist gewesen, daß ich kurz nach dem Mittagessen immer 
Feldenkrais gehabt hab, und daß ich dann einfach mich mit den Gedanken 
nicht immer nur aufs Essen konzentrieren konnte, einfach keine Zeit dazu 
gehabt hab, und das war ganz gut. Weil ich dann nachher einfach überhaupt 
keine Probleme mehr mit dem Essen gehabt hab. Bei mir ist ja nur das 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 101 

Mittagessen das Problem (...) Und da hab ich nicht mehr so drangedacht, daß 
ich voll wäre oder daß ich zunehmen könnte. Und auch den restlichen Tag 
hab ich's mir dann gutgehen lassen. Weil ich einfach meinen Körper bewußt 
erlebt hab, daß er einfach jetzt nicht so aufgeschwemmt ist oder nicht so 
voll." (Frau SC, Bulimia nervosa, S. 4) 

 
Die Zitate zeigen, daß Veränderungen auftreten in bezug auf die zwanghafte 
gedankliche Beschäftigung mit dem Essen, wie sie symptomatisch für Patientinnen mit 
Bulimia nervosa ist. Durch die realistischere Wahrnehmung des eigenen Körpers wird 
eine entspanntere Einstellung zum Essen gewonnen, was sich auf das Befinden 
insgesamt positiv auswirkt. 
 
 
Veränderungen des Körperbildes 
 

Zitat 3 
"Sonst hab ich immer nach dem Essen gebrochen, und montags war die 
Stunde nach dem Essen und ich konnte mich einfach nicht aufs Brechen 
konzentrieren, hab keine Zeit dazu gehabt. Und auch wenn ich [nach der 
Vormittagsstunde] zum Essen gegangen bin, hab ich auch nicht gebrochen. 
Also irgendwie hab ich einfach gemerkt, daß mein Bauch also nach dem 
Essen nicht so ist, wie ich's mir eigentlich immer vorstelle. So wie ein 
Ballon. Sondern, daß er einfach ganz normal ist." (Frau SC, Bulimia 
nervosa, S. 4) 

 
Genauer als in Zitat 2 berichtet Frau SC, daß sie durch die Feldenkrais-Stunden davon 
abgehalten wurde, sich auf das Brechen zu konzentrieren, und daß sie ihren Bauch nicht 
wie einen Ballon, sondern ganz normal wahrgenommen habe. Dies weist auf die 
Veränderung eines gestörten Körperbildes hin und zeigt, daß durch die Feldenkrais-
Methode ganz konkrete Veränderungen des Eßverhaltens bewirkt werden. 
 
 
Wahrnehmung innerer Reize wie Hunger und Sattheit 
 

Zitat 4 
"Bei einer Stunde vor dem Essen hab ich das erste Mal wieder meinen 
Magen knurren gehört. Ich mein, ich hab Eßstörungen, ich hab normal kein 
Sättigungsgefühl. Daß ich überhaupt Hunger hab, daß hab ich gar nicht mehr 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 102 

gewußt, das war mir gar nicht mehr bewußt. Und da auf einmal, ich hab's 
auch in der Stations-Gruppe erzählt, hat mir der Magen geknurrt. Das hab 
ich gar nicht mehr gekannt. Und jetzt mittlerweile knurrt er auch, das hab ich 
auch erst da wieder kennengelernt, in diesem Kurs jetzt." (Frau DO, Bulimia 
nervosa, S. 7) 

 
Frau DO schildert, daß sie in einer Stunde das erste Mal wieder ihren Magen knurren 
hörte und gespürt hat, daß sie Hunger hat. Dies weist darauf hin, daß durch eine 
Verbesserung der Körperbewußtheit wieder interozeptive Reize wie Hunger (und auch 
Sattheit) erlebt werden können, was ein elementares Anliegen bei der Therapie von 
Eßstörungen ist.  
 

Zitat 5 
"Ich muß auch sagen, nach dem Feldenkrais hab ich auch viel mehr Hunger 
gehabt. Also am Montag nicht, weil das nach dem Essen war. Aber, also am 
Dienstag [nach der Vormittagsstunde], da bin ich immer mit einem Hunger 
an den Tisch hingegangen, daß ich mir gedacht hab, na! Also das hab ich 
noch nie so mitgekriegt. Also aber nach dem Feldenkrais hab ich immer 
Hunger gehabt, weil ich total entspannt war, und dann ist der Hunger 
gekommen, nicht so verkrampft war ich dann. Da hab ich's gar nicht mehr 
erwarten können, bis es Essen gegeben hat. Da hab ich schon Kleinigkeiten 
gebraucht bis zum Essen." (Frau KO, Bulimia nervosa, S. 13) 

 
Frau KO gibt an, daß sie aufgrund der Stunden (vor dem Mittagessen) immer total 
entspannt war und dann viel mehr Hunger gehabt hat. Dies zeigt, daß durch 
Entspannung, die in Feldenkrais-Stunden erfahren wird, die Wahrnehmung von Hunger 
gefördert wird. 
 

Zitat 6 
"Ich bin jetzt auch am Phasetisch und irgendwie hat sich bei mir beim Essen 
was verändert. <Meinen Sie, daß diese Übungen etwas damit zu tun haben?> 
Gefühlsmäßig ja. Indem ich von selber schon langsamer gegessen habe. 
Mehr in mich reingehorcht habe, während dem Essen, ob Hunger oder satt." 
(Herr WD, Adipositas, S. 8) 
 

Herr WD beschreibt, daß er langsamer ißt und während des Essens mehr in sich 
hineinhorcht, ob er noch Hunger hat oder schon satt ist. Er führt diese Veränderungen 
auf die Übungen zurück. Dies läßt den Schluß zu, daß durch Verbesserung der 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 103 

Körperbewußtheit wieder Hunger und Sättigung erlebt werden und sich dadurch das 
Eßverhalten verändert. 
 
 
Alternative Verhaltensweisen bei einem Heißhungeranfall 
 

Zitat 7 
"Das hab ich auch mal gemacht, als ich mal abends so einen Hungeranfall 
kriegte. Als das dann kam und dann kam auch diese Erinnerung an einen Rat 
aus der Einzeltherapie, daß man eben versuchen sollte, die Dinge auch mal 
anders zu kompensieren, und nicht mit Essen, sondern versuchen soll, 
reinzuhorchen, was das denn wirklich ist. Als ich mir dann auch keinen 
anderen Rat mehr wußte, hab ich angefangen, mich zu entspannen, dann ließ 
das tatsächlich nach. Das war also eine eher seltsame Erfahrung, würd ich 
sagen. Weil ich gedacht habe, das kann man normalerweise nur mit Essen 
kriegen." (Frau HE, Adipositas, S. 11) 

 
Frau HE berichtet, wie sie einen Hungeranfall aufgefangen hat, indem sie sich 
entspannte und in sich hineinhorchte. Das Zitat weist darauf hin, daß durch die 
Feldenkrais-Methode die Fähigkeit zur bewußten Entspannung gefördert wird. Dies 
kann als Alternative zur Spannungsabfuhr durch übermäßiges Essen genutzt werden. 
 

Zitat 8 
"Essen war bei mir 'ne Sache, um Streß, Gefühle, alles mögliche 
wegzudrücken, mich auszuschalten. Und jetzt ist es vielleicht so, daß ich 
mich lieber hinlege und dann schaue, was jetzt eigentlich bei mir los ist. 
Aber das ist jetzt nicht nur Feldenkrais alleine. Es sind sicher die ganzen 
Sachen, z.B. Anti-Diät, daß man mal dahinterschaut, in was für einem 
Kreislauf man drin ist. Aber einfach mal von dieser Eß-Schiene wegkommen 
und hinlegen und jetzt schau mal, was bei dir los ist." (Frau RM, Bulimia 
nervosa, S. 3) 

 
Frau RM erklärt, wie sie früher Essen benützt hat, um sich auszuschalten, und daß sie 
sich jetzt statt dessen entspannt und sich bewußt macht, was bei ihr los ist. Sie führt 
diese Entwicklung zum einen auf die Feldenkrais-Stunden, zum anderen auf weitere 
Bestandteile des Therapieprogramms, wie den Anti-Diät-Kurs der Klinik (vgl. Kap. 
3.5.) zurück. 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 104 

9.7.7  Kategorie 7: Emotionale Erfahrungen während der Stunden  
 
Neun Nennungen bezogen sich allgemein auf emotionale Erfahrungen während der 
Stunden, wovon fünf Nennungen von einer Art von existentiellen Erfahrungen und 
Einsichten berichten. 
 

"Also daß wir uns nicht anstrengen sollten, das fand ich auch total schön. 
Einfach das so zu machen, wie ich's kann, und es ist okay. Das hab ich 
genossen, nicht so perfekt sein zu müssen. Weil ich halt oft merk, es muß gut 
sein, ich muß das gut machen, um Anerkennung zu bekommen... <Wie 
waren denn die Atemstunden für Sie?> Irgendwie hatte ich das Gefühl, da so 
eine Blockade freizuatmen oder sowas. Erstmal hab ich da gemerkt, wie 
flach ich atme, und als es dann mehr durchströmte, tat es auch manchmal 
weh, kribbelte und dann kam irgendwie mehr zurückgeflossen. Viele 
Gefühle kamen dann hoch. Bei dem einen Mal war ich in einer schlechten 
Phase, da kamen so die ganzen Depressionen hoch, deswegen mußt ich dann 
auch so weinen. Das war schrecklich, da dacht ich, ja was mach ich denn 
jetzt, da hab ich so den Boden verloren, und ich lag ja schon, aber es ging 
tief, tief runter, und da war ich richtig erschrocken. <Hätten Sie sich 
gewünscht, daß das irgendwie aufgefangen wird?> Ja, das Gefühl hatte ich 
oft, daß mich in diesen Stunden einfach jemand nimmt und hält und Wärme 
gibt. Da hab ich mich dann mehr wie so ein kleines Kind, bedürftig oder so 
gefühlt." (Frau AD, Bulimia nervosa, S. 5) 

 
Frau AD betont im ersten Teil des Zitats, daß sie es genossen hat, nicht so perfekt sein 
zu müssen. Es ist ein elementares Prinzip der Feldenkrais-Methode, immer wieder 
darauf hinzuweisen, die Übungen etwas weniger gut und nicht perfekt zu machen. Die 
Aussage zeigt, daß die Feldenkrais-Methode geeignet ist, in dem für manche 
Eßstörungen typischen Bereich eines übertriebenen Perfektionismus Anregungen für 
Veränderungen zu geben. Weiter schildert Frau AD, wie sie bei einer Atemstunde ein 
Strömen, dann viele Gefühle, wie Trauer und den Wunsch nach Geborgenheit und 
Wärme spürte. Dies zeigt, daß insbesondere die Lektionen der Feldenkrais-Methode, die 
mit dem Atem arbeiten, Veränderungen starrer emotionaler Muster anregen.  
 

"Vor allen Dingen bin ich also in den Stunden, also zweimal, so richtig mit 
einem Hochgefühl da raus, weil ich das Gefühl hatte, ich stehe also erst 
einmal so richtig seit längerer Zeit. Dieses Wohlbefinden, dazustehen und 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 105 

überhaupt mittendrin zu stehen. (...) Also so ein Gefühl hab ich schon 
jahrelang nicht mehr gehabt." (Frau HE, Adipositas, S. 11) 

 
Am Ende einer Feldenkrais-Stunde läßt man die Teilnehmer meist zum Stehen kommen 
und spüren, wie sie dastehen. Frau HE schildert, wie sie am Ende zweier Stunden dabei 
ein Hochgefühl und Wohlbefinden erlebt hat, daß sie jahrelang nicht mehr gehabt hat. 
Grundlegende körperliche Funktionen, wie z.B. das Stehen werden häufig am Ende 
einer Feldenkrais-Stunde mit einer völlig neuen Qualität erlebt. Dies kann dann zu 
emotionalen Reaktionen oder existentiellen Erfahrungen führen, wie in diesem Fall zu 
einem Hochgefühl 'mittendrin zu stehen'. 
 
 
9.7.8  Kategorie 8: Weitere Wirkungen  
 
Fünf Nennungen beziehen sich auf sonstige Wirkungen, die durch die anderen 
Kategorien nicht erfaßt werden, wie besseres Einschlafen oder vermindertes 
Zähneknirschen. 
 

"Und gut schlafen konnt ich auch. Sonst kann ich immer nicht einschlafen, 
und in der Zeit, wo ich Feldenkrais hatte, hab ich mich so entspannen 
können, da konnt ich total gut einschlafen. Den ganzen Tag war ich dann 
besser drauf. (...) Und das mit dem Zähneknirschen ist auch leichter 
geworden." (Frau KO, Bulimia nervosa, S. 14) 

 
Frau KO schildert, daß sie in der Zeit des Feldenkrais-Kurses besser einschlafen konnte 
und ihr Zähneknirschen leichter geworden ist. Dies deutet darauf hin, daß aufgrund der 
Entwicklung des Körpergefühls und der Regulierung eines zu hohen (oder zu niedrigen) 
Muskeltonus' Veränderungen in verschiedensten Bereichen auftreten können. 
 
 
9.7.9  Kategorie 9: Probleme während der Stunden  
 
In elf Äußerungen wurden Probleme während oder nach einer Stunde beklagt. Vier 
Teilnehmer berichteten von Übelkeit und Schwindelgefühlen, weitere Nennungen 
beziehen sich auf Rückenschmerzen, Atemprobleme, Erschöpfung, Widerwillen gegen 
Entspannung, Verärgerung über die eigene Unfähigkeit sowie auf Hörprobleme. 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 106 

"Ich weiß zwar, worum's geht, aber wenn's dann heißt, konzentrieren sie sich 
auf den Arm, ich persönlich vom Verstand her bin bereit, alles schön brav 
mitzumachen. Aber es geht nicht. Es fällt mir regelrecht schwer, ich 
verkrampf mich dann. (...) Z.B. zum Schluß bei manchen Übungen fühlte ich 
mich unwohl, hatte Kopfschmerzen und Übelkeit." (Frau KL, Bulimia 
nervosa - Zusatzdiagnose: Alkohol- und Medikamentenabusus, S. 6) 
 
"Also am Anfang ist's mir immer schlecht geworden. Mit der linken Seite, da 
hab ich immer Schwierigkeiten gehabt, da hab ich nämlich immer meine 
Lähmungen [laut Diagnose psychogene Lähmungen] gehabt und da ist es 
nicht so gut gegangen. Nach einer der ersten Stunden mußt ich mich dann 
auch übergeben. Nachdem Sie mir dann aber gesagt haben, daß ich die 
Übungen dann nur mit der rechten Seite ausführen soll, hab ich das gemacht 
und dann ist's einwandfrei gewesen." (Frau KO, Bulimia nervosa, S. 13) 

 
Die Zitate machen deutlich, daß es für manche Patienten schwierig sein kann, sich auf 
die meist ruhigen und langsamen Bewegungsfolgen einzulassen. Und da bei vielen 
Lektionen insbesondere der Gleichgewichts- und Raumsinn angesprochen wird, können 
sich Probleme ergeben, wie Übelkeit, Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen. Zudem 
ist auf spezifische Einschränkungen mancher Teilnehmer zu achten. 
 
 
9.7.10  Kategorie 10: Störungen von außen  
 
Drei Interviewpartner beschwerten sich über Störungen während der Stunden durch 
laute Atemgeräusche zweier adipöser Kursteilnehmer, eine Teilnehmerin beklagte die 
ihrer Ansicht nach zu große Gruppe. 
 

"...oder wenn's vielleicht eine kleinere Gruppe wäre, dann ging's auch 
wieder, aber diese große Gruppe..." (Frau RM, Bulimia nervosa, S. 3) 
 
"Also unangenehm war das mit dem Schnarchen [der beiden adipösen 
Männer]. Wenn ich mich beim Feldenkrais entspannt habe, dann ist 
Schnarchen für mich, als würd mir jemand in den Magen reinhauen. Also 
das ist dann - zack - weil ich dann wirklich ganz offen bin. Und da bin ich 
dann total unruhig gewesen, ich hab mich auch geärgert, daß ich nichts 
gesagt habe zu den Typen." (Frau RM, Bulimia nervosa, S. 3) 

 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 107 

Die Aussagen machen deutlich, daß die Größe der Gruppe sowie laute Atem- und 
Schnarchgeräusche zweier adipöser Kursteilnehmer mit 'Pick-Wick-Syndrom'9 (vgl. 
Pschyrembel, 1990), als störend empfunden wurden. 
 
 
9.7.11  Kategorie 11: Unangenehme Übungselemente  
 
Vier Teilnehmer beklagten sich über die achte Lektion, die ihnen schwerfiel oder 
unangenehm war. 
 

"Die Übung mit dem Brett, die hat mich absolut gestört, das war mir 
unangenehm. Da hab ich so gespürt, daß mein Körper aufklappt und 
auseinanderfällt, was normal eine Einheit ist. Und mir einfach diese 
Bewegungsabläufe in dieser Übung, daliegen wie ein kleines Kind, was mit 
Händen und Füßen strampelt, zuwider waren." (Herr WD, Adipositas, S. 9) 

 
Die Aussage bezieht sich auf die achte Stunde, bei der ein imaginäres Brett in 
verschiedenen Variationen mit Händen und Füßen betastet wurde. Hier sind zwei 
Erklärungen denkbar: Entweder, weil die Stunde eher mäßig gelungen ist, oder weil 
eine Abwehr gegen die kindlichen Bewegungsmuster (Strampeln) dieser Übung 
bestand. 
 
 
9.7.12  Kategorie 12: Schwierigkeiten, einen Zugang zu finden, oder geringes 
Interesse  
 
Vier Kursteilnehmerinnen gaben an, daß es für sie schwierig war, sich auf diese Art 
Bewegungslektionen einzulassen. Eine Teilnehmerin hatte eher geringes Interesse an 
dem Kurs. 
 

"Ich hab mich angestrengt, die einzelnen Körperteile wahrzunehmen, das 
war irgendwie sehr schwierig für mich. Aber hinterher hab ich mich auch 
nicht besser gespürt." (Frau ZM, Bulimia nervosa, S. 10) 
 
"Vielleicht bereu ich das jetzt im nachhinein, daß ich die ganze Sache nicht 
ernstgenommen hab (...) In soviel Kliniken war ich jetzt schon, wo ich 

                                                   
9 Beim Pick-Wick-Syndrom kommt es aufgrund hochgradiger Fettsucht und Fettablagerung in der 
Umgebung der Lungen zu Somnolenz und anfallsweise auftretenden Schlafzuständen. 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 108 

immer ein bißchen was mitgemacht hab. Das funktioniert bei mir nicht." 
(Frau KL, Bulimia nervosa, S. 7) 

 
Die Zitate zeigen, daß es für einige Teilnehmer der Gruppe schwierig war, den eigenen 
Körper wahrzunehmen, oder daß eine eher geringe Motivation für diese Art von 
Körperarbeit vorhanden war. Dieses Ergebnis bestätigt Beobachtungen bei Feldenkrais-
Gruppen mit gesunden Personen, bei denen ebenfalls meist einige Teilnehmer sich erst 
mit der Zeit auf die ungewohnten Bewegungsfolgen einlassen können. Es scheint, daß 
gerade Personen mit noch gering entwickeltem Körpergefühl oder einem eher gestörten 
Verhältnis zum eigenen Körper hier Anfangsschwierigkeiten und Widerstände haben. 
 
 
9.7.13  Kategorie 13: Integration von Übungselementen in den Alltag  
 
Sieben Interviewpartner berichteten, daß sie Elemente aus den Übungen auch nach den 
Stunden wiederholt und genutzt haben, um besser einschlafen zu können, sich zu 
entspannen, bei Aufregung oder einfach aus Interesse. 
 

"Und wenn ich mich aufreg, dann sag ich mir jetzt ruhig, entspannen, 
entspannen, locker sehen. Oder die Atmungen hab ich auch selber gemacht, 
also wenn ich mich wieder aufgeregt hab. Ich hab viel vom Feldenkrais, da 
mach ich immer viel." (Frau KO, Bulimia nervosa, S. 13) 
 
"Meistens hab ich die Übungen am Abend dann aufgeschrieben (...) Ja, in 
den letzten Wochen hab ich schon dann gekuckt, wie liege ich oder so, und 
hab bestimmte Übungen mal gemacht." (Frau WE, Adipositas, S. 12) 
 
"Und wenn ich nicht einschlafen kann (...) Ich hab da einfach versucht, mich 
zu entspannen und einen gewissen Wortlaut aus den Stunden mir wieder 
zurückzurufen und das an mir selber auszuprobieren. Da konnte ich total gut 
einschlafen." (Frau RO, Anorexia nervosa, S. 1) 

 
Die Aussagen lassen erkennen, daß die Fähigkeit entsteht, sich z.B. bei kritischen 
Situationen oder Einschlafschwierigkeiten selbst zu entspannen, oder daß einfach 
Interesse an der Entwicklung der eigenen Körperbewußtheit geweckt wurde. Wichtige 
Prinzipien oder bestimmte Elemente von Übungen wurden bereits während des Kurses 
in den Alltag übernommen. 
 



Kapitel 9.  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 109 

9.7.14  Kategorie 14: Interesse an Weiterführung des Kurses und an weiterer 
Beschäftigung mit der Feldenkrais-Methode  
 
Sechs Kursteilnehmer äußerten ihr Interesse daran, den Kurs fortzuführen oder 
nochmals einen Kurs in der Klinik zu machen, zwei Teilnehmer wollten sich darüber 
hinaus selbständig anhand von Büchern und weiteren Kursen auch außerhalb der Klinik 
mit der Feldenkrais-Methode befassen. 
 

"Und ich kann wirklich jedem Feldenkrais empfehlen und ich möcht es auch 
weitermachen, möchte mir auch das Buch kaufen. Also ich war begeistert 
vom Feldenkrais." (Frau SC, Bulimia nervosa, S. 4) 
 
"Vier Wochen fand ich auf jeden Fall viel zu kurz. (...) Aber ich denk mir, 
wenn ich das länger machen würde, könnten stärkere Veränderungen 
passieren." (Frau AD, Bulimia nervosa, S. 5) 
 
"Mir persönlich hat's ganz viel gebracht und ich würd's auch gern wieder 
machen." (Frau SC, Bulimia nervosa, S. 8) 

 
Aus den Interviewpassagen wird das Interesse an und der Wunsch nach weitergehender 
Beschäftigung mit der Feldenkrais-Methode in der Klinik oder auch nach dem 
Klinikaufenthalt ersichtlich. Bei längerer Kursdauer werden stärkere Veränderungen für 
möglich gehalten.  



Kapitel 10.  DISKUSSION 110 

10. Diskussion 
 
Vor einer abschließenden Diskussion der Befunde sollen folgende methodische Aspekte 
in Betracht gezogen werden.  
Die Stichprobe der vorliegenden Untersuchung war mit 15 Personen je Experimental- 
und Kontrollgruppe relativ klein. Eine Vergrößerung der Gruppen hätte aber eine 
unzumutbare Wartezeit für viele Patienten zur Folge gehabt, zudem wäre es nicht 
sinnvoll gewesen, mit einer wesentlich größeren Gruppe einen Feldenkrais-Kurs 
durchzuführen, da die Überschaubarkeit der Gruppe, das Eingehen auf einzelne 
Personen und die Entwicklung eines Gruppengefühls entscheidend eingeschränkt 
gewesen wäre. Als Alternative dazu wäre ein zweiter Durchlauf des Programms 
denkbar gewesen. Dies hätte aber, obwohl wünschenswert, den zeitlichen Rahmen und 
organisatorischen Aufwand der Untersuchung gesprengt. 
Ebenfalls um eine zu lange Wartezeit für viele Patienten zu vermeiden, mußten die 
beiden Gruppen aus Patienten der verschiedenen Eßstörungsformen zusammengestellt 
werden (vgl. Kap. 7). Dadurch waren die Gruppen heterogen und Aussagen können 
nicht spezifisch für eine Eßstörungsform formuliert werden. Diese Art der 
Gruppenbildung entsprach dem Behandlungskonzept der Klinik, bei dem Patienten mit 
unterschiedlichen Eßstörungen gemeinsam auf einer Station untergebracht sind und an 
den verschiedenen Gruppentherapien teilnehmen (vgl. Kap. 3.4). 
Die vorliegenden Ergebnisse beleuchten einen relativ kurzfristigen Effekt, der mit zwei 
Messungen in einem Zeitraum von etwa einem Monat erfaßt wurde.  
Die Fragebogen-Meßinstrumente im Bereich des Verhältnisses zum eigenen Körper 
('Zufriedenheit mit dem eigenen Körper' und 'Akzeptanz des eigenen Körpers') wurden 
jeweils aus Items bestehender Fragebögen zusammengestellt, da diese entweder zu 
umfangreich, nur teilweise relevant oder unbefriedigend erschienen (vgl. Kap. 8.1 und 
8.2). In den Bereichen 'Psychische Befindlichkeit' und 'spezifische 
Eßstörungsproblematik' (EMI-B, ANIS, EDI-2, vgl. Kap. 8.3, 8.4 und 8.5) wurden 
jeweils nur die Subskalen aus den erprobten Instrumenten verwendet, die für die 
Untersuchung am interessantesten erschienen, um die Versuchspersonen nicht mit einer 
zu umfangreichen Befragung zu überfordern. 
 
 
10.1 Verhältnis zum eigenen Körper 
 
Ein allgemeines Merkmal aller Formen von Eßstörungen ist ein gestörtes Verhältnis 
zum eigenen Körper (Bruch, 1973). Eßstörungspatienten sind unzufrieden mit dem 
eigenen Körper, ihre Körperwahrnehmung ist gestört und das Körperbild verzerrt. Die 



Kapitel 10.  DISKUSSION 111 

Feldenkrais-Methode als bewegungstherapeutisches Verfahren arbeitet nun 
insbesondere auf eine Verbesserung der Körperwahrnehmung und eine Klärung des 
Körperbildes hin, wodurch sich u.a. Zufriedenheit und Akzeptanz bezüglich des 
Körpers verbessern sollen. 
 
Die vorliegenden Ergebnisse zur Zufriedenheit mit dem eigenen Körper bestätigen die 
Wirksamkeit dieser Vorgehensweise bei eßgestörten Patienten. Die im Vergleich zu den 
restlichen Items des Fragebogens zur 'Zufriedenheit mit dem eigenen Körper' niedrigen 
Rohwerte der Items 'Hüften/Oberschenkel', 'Gesäß' und 'Bauch' bestätigen die Befunde 
in der Literatur, in denen diese Körperbereiche als eßstörungstypische Problemzonen 
(insbesondere bei Anorexia nervosa und Bulimia nervosa) beschrieben werden (Garner, 
1990). Dabei ist zu bedenken, daß sich der hier verwendete Fragebogen aus Items 
zweier verschiedener Erhebungsinstrumente zusammensetzte. Die Ergebnisse zeigen 
nun eine größere Zufriedenheit gerade bei den problematischen Körperzonen 
'Hüften/Oberschenkel' und 'Gesäß' sowie bei den Items 'Oberkörper' und 'Arme' nach 
dem Feldenkrais-Kurs. Es wird zudem eine positivere Einschätzung und Einstellung 
deutlich in bezug auf 'allgemeine körperliche Erscheinung' und 'Gesundheit', was auf ein 
allgemein verbessertes Körpergefühl und Verhältnis zum eigenen Körper hinweist. 
 
Bei der Akzeptanz des eigenen Körpers zeigt sich, daß durch die Feldenkrais-Stunden 
der eigene Körper als angenehmer empfunden wird (Item 1). Die eigenen Bewegungen 
werden als weniger ungeschickt und ungelenk empfunden (Item 2), was sich aus der 
methodenspezifischen Vorgehensweise erklären läßt, die auf eine größere Qualität und 
Flexibilität von Bewegungen abzielt (Feldenkrais, 1978). Das eigene Aussehen wird 
mehr akzeptiert (Item 11), und es wird mehr Freude am eigenen Körper empfunden 
(Item 14), was die Verbesserung in der Zufriedenheit mit bestimmten Problemzonen 
und der 'allgemeinen körperlichen Erscheinung' (vgl. vorhergehenden Abschnitt) 
bestätigt. Ein besonders interessantes Ergebnis ist die Abnahme von Fremdheit und 
Furcht beim Betrachten des eigenen Spiegelbildes (Item 13), was auf die Klärung eines 
verzerrten Körperbildes hinweist. Durch die Entwicklung der Körperbewußtheit nähert 
sich das subjektive Bild des eigenen Körpers dem tatsächlichen Körperbau an und die 
Wahrnehmung des Körpers wird realistischer (Feldenkrais, 1978). Durch das Erspüren 
und Bewegen und durch das gelegentliche Betasten des eigenen Körpers wird dieser 
vertrauter. So erscheint auch das eigene Spiegelbild als weniger fremdartig. 
 
In den Vorüberlegungen zur Durchführung dieser Untersuchung wurde außerdem eine 
ganze Reihe weiterer Instrumente zur Erforschung von Veränderungen des 
Körperbildes, der Körperwahrnehmung und der Zufriedenheit mit den Körperformen 



Kapitel 10.  DISKUSSION 112 

geprüft (Thompson, Penner & Altabe, 1990). Deren Anwendung hätte aber den Rahmen 
dieser Arbeit gesprengt, zudem mußte die Belastung der Versuchspersonen durch 
zusätzliche Testverfahren in Grenzen gehalten werden.10  
 
 
10.2 Psychische Befindlichkeit 
 
Feldenkrais versteht Körper und Geist (oder Leib und Seele, oder Soma und Psyche) 
"als zwei verschiedene Aspekte ein und derselben Einheit Mensch" (Wurm, 1989, S. 7). 
Körperliches Verhalten wirkt sich daher auch auf den inneren Menschen (auf das 
Denken und Fühlen) aus, so wie sich Denken und Fühlen auf den Körper und sein 
Verhalten auswirken. Daraus leitet sich der Ansatz der Feldenkrais-Methode ab, über 
die körperliche Bewegung eine Veränderung zu bewirken in bezug auf die allgemeine 
psychische Befindlichkeit und die Abnahme von zwanghaftem und Zunahme von 
spontanem Verhalten. 
Die Messung zur psychischen Befindlichkeit zeigt keine Veränderung im Bereich des 
allgemeinen psychischen Wohlbefindens. Das Ergebnis in der Skala 'Gehemmtes vs. 
spontanes Befinden' weist jedoch auf eine Abnahme von gehemmtem und zwanghaftem 
und auf eine Zunahme von spontanem, offenem und selbstsicherem Befinden und 
Verhalten hin. 
Zwanghaftes Verhalten in verschiedenen Formen ist symptomatisch für alle 
Eßstörungen und zeigt sich immer auch als Körperverhalten in Haltung und Handlung. 
Wenn sich nun ein übermäßig erhöhter (oder schlaffer) Tonus der Muskulatur reguliert 
und rigide, gewohnheitsmäßige Haltungs- und Bewegungsmuster bewußter werden, so 
ergeben sich neue Möglichkeiten des Verhaltens und spontane, der jeweiligen Situation 
angepaßte Reaktionsmöglichkeiten (Feldenkrais, 1989). 
 
 

                                                   
 
10 Für den Bereich des Körperbildes existieren eine Reihe von apparativen Verfahren, mit denen 
verschiedene Dimensionen der subjektiven Wahrnehmung des eigenen Körpers untersucht werden, wie 
z.B. die Genauigkeit der Einschätzung eigener Körpermaße (site-estimation-accuracy) (vgl. 
zusammenfassend Cash & Brown, 1987; Slade & Russell, 1973). Ein weiterer interessanter Aspekt wäre 
die Qualität und Differenziertheit der Wahrnehmung des eigenen Körpers gewesen. Es konnten hierzu 
aber keine geeigneten Fragebogen-Verfahren gefunden werden, und beim Versuch der Entwicklung eines 
eigenen Fragebogens im Vorfeld der Untersuchung tauchten vielfältige Probleme und Fragen auf. Zur 
Einschätzung einer allgemeinen Zufriedenheit mit den Körperformen wurde außerdem die 'Body Image 
Assessment Procedure' in Erwägung gezogen (Fallon & Rozin, 1985; Keeton, Cash & Brown, 1990; 
Thompson et al., 1990). 
 



Kapitel 10.  DISKUSSION 113 

10.3 Spezifische Eßstörungsproblematik 
 
Im Bereich der Eßstörungen gab es in der letzten Zeit eine Entwicklung hin zu einem 
Verständnis insbesondere von Anorexia nervosa und Bulimia nervosa als Störungen mit 
vielfältigen Bedingungen und Dimensionen, in denen die Symptommuster nur der 
letztendliche Ausdruck einer Vielzahl von unterschiedlichen Entwicklungen sind. 
Biologische, psychologische, familiäre und soziokulturelle Faktoren sind alle für die 
Entwicklung von Eßstörungen relevant, obwohl die Bedeutung jedes einzelnen Faktors 
in der heterogenen Patientenpopulation stark variieren kann. Auch wenn die 
Eßstörungen aus verschiedenen theoretischen Perspektiven heraus beschrieben werden, 
gibt es bemerkenswerte Überschneidungen in bezug auf die charakteristischen 
klinischen Themen (Garner, 1990). Eine ganze Reihe dieser Themen findet sich in den 
in dieser Arbeit verwendeten Subskalen aus ANIS und EDI-2 wieder: 
"Figurbewußtsein", "Gefühl der Überforderung", "Drive for Thinness", "Bulimia", 
"Body Dissatisfaction", "Interoceptive Awareness", "Maturity Fears", "Asceticism", 
"Impulse Regulation" und "Social Insecurity". 
 
Wirkungen des Feldenkrais-Kurses konnten bei folgenden Aspekten festgestellt werden: 
Im Bereich des 'Gefühls der Überforderung' (ANIS Subskala 2) zeigen sich 
Verbesserungen in bezug auf Gefühle der Hilflosigkeit gegenüber äußeren 
Anforderungen, der inneren Leere, der Unruhe und der Minderwertigkeit. Das Gefühl 
der Ineffektivität ist typisch für alle Eßstörungen (Bruch, 1973) und das Ergebnis weist 
darauf hin, daß durch die Entwicklung des Körpergefühls auch das Selbstgefühl und 
Selbstvertrauen gefördert wird und damit die Fähigkeit, konstruktiv mit äußeren 
Anforderungen umzugehen. 
Eine überraschende Verbesserung der Feldenkrais-Gruppe zeigt sich bei der EDI-
Subskala 'Maturity Fears', bei der der Wunsch erfaßt wird, in die Sicherheit der frühen 
Kindheit zurückzukehren. Dies scheint eine Grundannahme der Feldenkrais-Theorie - 
wie sie in 'Body and Mature Behaviour' (1949) formuliert ist - zu bestätigen, daß durch 
die Bewegungslektionen, die ja als roten Faden die Bewegungsentwicklung des Kindes 
haben, eine Art Reifungs- oder Nachreifungsprozeß auf der körperlichen Ebene und 
damit der ganzen Persönlichkeit bewirkt wird. 
Ein weiteres (hoch-)signifikantes Ergebnis zeigt sich bei der EDI-Subskala 'Bulimia'. 
Hier geht für die Experimental- und die Kontrollgruppe die Tendenz zurück, an 
unkontrollierte Eßanfälle zu denken oder diese auszuführen. Beide Gruppen verbessern 
sich dabei in exakt dem gleichen Ausmaß, was den Schluß nahelegt, daß der 
Feldenkrais-Kurs hier keine zusätzliche Wirkung zeigt, aber das 
Standardtherapieprogramm der Klinik in diesem Bereich äußerst wirksam ist. Das sehr 



Kapitel 10.  DISKUSSION 114 

unterschiedliche Ausgangsniveau beider Gruppen bei MZP 1 zeigt die schwerere 
Beeinträchtigung der Feldenkrais-Gruppe, zugleich kann aus diesem Grund dieses 
Ergebnis nur sehr vorsichtig interpretiert werden. 
Aufgrund der Verbesserungen mit den typischen Problemzonen bei der 'Zufriedenheit 
mit dem eigenen Körper' (vgl. Kap. 10.1) würde man ein signifikantes Ergebnis auch in 
der EDI-Subskala 'Body Dissatisfaction' erwarten, die ebenfalls die Unzufriedenheit mit 
jenen Problemzonen (Bauch, Hüfte, Oberschenkel, Gesäß, allgemeine Körperformen) 
mißt. Bei Betrachtung der Mittelwerte sieht man nun auch eine Abnahme der 
Unzufriedenheit der Feldenkrais-Gruppe (und zugleich eine Zunahme der 
Unzufriedenheit der Kontrollgruppe) in diesem Bereich. 
In den weiteren Subskalen "Figurbewußtsein" (ANIS) sowie "Drive for Thinness", 
"Interoceptive Awareness", "Asceticism" und "Social Insecurity" (EDI) konnten keine 
signifikanten Veränderungen festgestellt werden. 
 
 
10.4 Offene Fragen 
 
Mit den fünf offenen Fragen sollte die persönliche Meinung der Teilnehmer in bezug 
auf den Feldenkrais-Kurs erfaßt werden. Diese Fragen wurden sehr kurzfristig 
formuliert und durch die Antworten zeigte sich, daß die Fragen 1-4 sehr ähnliche 
Bereiche ansprechen und nur wenig differenzieren. So geht es immer um verschiedene 
Aspekte von Erfahrungen und Veränderungen durch die Stunden. 
Im Hinblick auf das Fazit und bedeutsame Erfahrungen (Frage 1 und 2) wurde vor allem 
die bewußte Wahrnehmung des eigenen Körpers, von Körperfunktionen und Teilen des 
Körpers (11 Nennungen) sowie Entspannung, angenehmes Körperempfinden und die 
Erfahrung der Ruhe angegeben (11 Nennungen, Mehrfachnennungen waren möglich). 
Bei den allgemeinen Veränderungen (Frage 3) wurde wiederum das bewußtere Spüren 
des Körpers (4 Nennungen) sowie Entspannung und Ruhe (3 Nennungen) und 
bewußtere Atmung (3 Nennungen) am häufigsten angegeben. 
Hinsichtlich einer Veränderung der Körperwahrnehmung durch die Stunden (Frage 4) 
gaben wiederum elf Personen eine bewußtere Wahrnehmung des eigenen Körpers an, 
was die Nennungen bezüglich der ersten drei Fragen bestätigt. 
Die Feldenkrais-Methode arbeitet insbesondere mit gelenkter Aufmerksamkeit und dem 
Erspüren des Körpers in Ruhe und Bewegung, um eine bewußtere Wahrnehmung zu 
erreichen (Feldenkrais, 1978). Die achtsam ausgeführten Bewegungen können dabei 
einen erhöhten Muskeltonus in erstaunlichem Maß senken, wodurch sich die 
entspannende und beruhigende Wirkung ergibt (Feldenkrais, 1988a). Die Nennungen 
scheinen die Wirksamkeit dieser Vorgehensweise zu bestätigen. 



Kapitel 10.  DISKUSSION 115 

Bei der Frage 5 (Wert der Stunden für Gesundheit und allgemeine Befindlichkeit) gaben 
12 der 15 Teilnehmer eine positive Einschätzung. Die Kursteilnehmer fühlen sich 
gesünder dadurch, daß sie bewußter auf ihren Körper achten sowie gedanklich und 
körperlich viel gelöster und entspannter (z.B. auch in bezug auf die ständig aufgebaute 
Spannung bei der Bulimie). Dieses Ergebnis bestätigt die deutliche Verbesserung bei 
dem Item 'Gesundheit' aus dem Fragebogen zur Zufriedenheit mit dem eigenen Körper 
(vgl. 10.1) und weist auf das Potential der Feldenkrais-Methode bei der Therapie 
psychosomatischer Erkrankungen hin. Zudem kann die subjektive positive 
Einschätzung der eigenen Gesundheit ein starker therapiefördernder und -motivierender 
Faktor sein. 
 
 
10.5 Interviews 
 
Neben den allgemeinen Tendenzen, die mit Hilfe von Fragebogenverfahren deutlich 
werden sollten, erschienen Interviews als besonders geeignet, um spezifische 
Wirkungen und das subjektive Erleben der Kursteilnehmer zu erfassen. Aufgrund der 
Tatsache, daß zum Bereich 'Feldenkrais und Eßstörungen' kaum Untersuchungen 
vorliegen, sind qualitative Verfahren bei der Erforschung der Wirkungen des 
ganzheitlichen Ansatzes einer 'Bewegungserziehung zur Verbindung von Körper und 
Geist' (Feldenkrais, 1988a) wohl am ehesten angemessen. Der Leitfaden wurde dabei 
kurz gehalten, so daß die Interviewpartner ihr Erleben erzählend darstellen konnten. 
Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie könnte für weitere Untersuchungen in diesem 
Bereich ein ausführlicherer und differenzierterer Leitfaden entwickelt werden. 
 
Die Kategorie 1 faßt über die Übungsstunden hinausgehende Veränderungen der 
Körperwahrnehmung zusammen. Interessant ist dabei insbesondere, wie sich ein 
Entwicklungsprozeß zur Vervollständigung des Körperbildes sowie zur 
Bewußtwerdung der eigenen Atmung andeutet. Die Nennungen bestätigen dabei die 
Ergebnisse der offenen Fragen 1-3. 
 
Die Nennungen der Kategorie 2 (Häufigkeit 20) beziehen sich auf spezifische 
kinästhetische Erfahrungen während der Stunden. Dies läßt sich aus der 
Vorgehensweise der Feldenkrais-Methode erklären, bei der die Entwicklung des 
kinästhetischen Sinnes (der Wahrnehmung von Stellung der Gliedmaßen im Raum 
sowie des Spannungszustandes der Muskulatur) besonders gefördert wird (vgl. Juhan, 
1992). Hier beeindrucken Interviewpassagen, in denen alle Glieder als einzeln daliegend 
empfunden wurden, was wiederum auf Bewußtwerdung des Körperbildes hinweist 



Kapitel 10.  DISKUSSION 116 

(Feldenkrais, 1978). Interessant insbesondere für Eßstörungen sind methodenspezifische 
Empfindungen von Schwere und Leichtigkeit oder von Unterschieden der Körperhälften 
(Feldenkrais, 1988a). 
 
Die Aussagen der Kategorie 3 betonen die entspannende und beruhigende Wirkung der 
Stunden. Dies bestätigt die Nennungen bei den offenen Fragen 1-3 in bezug auf 
Entspannung und Ruhe. Hier deutet sich die Nützlichkeit von Feldenkrais-Übungen an, 
um die Hyperaktivität, innere Spannung und Unruhe, die häufig insbesondere von 
Patienten mit Anorexia nervosa und Bulimia nervosa erlebt wird (Bruch, 1973) - und oft 
nur über Essen (und Erbrechen) abgebaut werden kann - auszugleichen und zu 
beruhigen (Feldenkrais, 1988a). 
 
Im Unterschied zu den entspannenden und beruhigenden Wirkungen, die in Kategorie 3 
genannt werden, und die vermutlich auch als angenehm empfunden wurden, sprechen 
die Aussagen der Kategorie 4 explizit angenehme Empfindungen an. Insbesondere wird 
die zwanglose Atmosphäre erwähnt, die zu den grundlegenden Prinzipien der 
pädagogischen Haltung in der Feldenkrais-Methode zählt (Feldenkrais, 1988a). Dabei 
wird Leistungsdruck oder Teilnahmezwang abgelehnt. Dagegen soll eine lockere, freie 
und anregende Lernatmosphäre geschaffen werden, die das Interesse an der 
Entwicklung der eigenen Bewußtheit fördert (Feldenkrais, 1987a). Für 
Eßstörungspatienten, die im allgemeinen ihren Körper ablehnen (Bruch, 1973; Selvini 
Palazzoli, 1982), scheint diese Art von strukturbildender, sanfter Körper- und 
Bewegungstherapie besonders geeignet. Im Unterschied zu anderen Verfahren wie z.B. 
der Bioenergetik (Lowen, 1988), bei denen Grenzen überschritten und 'Panzerungen 
durchbrochen' werden, sollen hier die eigenen Grenzen gerade geachtet werden, 
wodurch der Widerstand umgangen wird (Feldenkrais, 1990). 
 
Von acht Kursteilnehmern wurden tranceähnliche Zustände berichtet (Kategorie 5). 
Dies weist auf die Parallelen der Feldenkrais-Methode zum hypnotherapeutischen 
Ansatz von M. Erickson hin (Reese, 1985). Die Art und Weise des Sprechens bei der 
Anleitung von Gruppenstunden (z.B. Rhythmus, Stimmführung, spezifische Hinweise), 
in Verbindung mit den aufmerksam ausgeführten Bewegungen scheinen dazu geeignet 
zu sein, einen Zustand tiefer Entspannung und Aufnahmebereitschaft herbeizuführen. 
Dies könnte für störungsspezifische hypnotherapeutische Interventionen genutzt 
werden.  
 
Die Aussagen zur Veränderung der Eßstörungsproblematik (Kategorie 6) sind von 
besonderem Interesse. 



Kapitel 10.  DISKUSSION 117 

Die Zitate zeigen, daß durch die Feldenkrais-Stunden eine übermäßige Beschäftigung 
mit Essen, Figur und Gewicht abnehmen kann. Aufgrund der gelenkten 
Aufmerksamkeit haben die Übungen allgemein den Charakter einer 
Bewegungsmeditation, wobei sich durch die Konzentration und gleichzeitige 
Entspannung der Kreislauf eines zwanghaften Denkens auflösen kann (Feldenkrais, 
1989). 
Indem sich außerdem zugleich ein verzerrtes Körperbild normalisiert und der Körper 
realistischer wahrgenommen wird, wird diesen Gedanken gleichsam die Basis entzogen. 
Dies kann sich dann ganz konkret in Veränderungen des Eßverhaltens (hier z.B.: 
Aufhören des selbstinduzierten Erbrechens) auswirken. 
Durch die Entwicklung der Körperbewußtheit und einer Regulierung des Muskeltonus 
werden auch wieder vermehrt innere Reize wahrgenommen, wie Magenknurren, 
Hunger oder Sattheit. Die Förderung der Wahrnehmung interozeptiver Reize ist ein 
wesentliches Ziel bei der Therapie von Eßstörungen und trägt zu einer Normalisierung 
des Eßverhaltens bei. 
Die Aussagen deuten auch darauf hin, daß die Patienten in diesen Stunden lernen, sich 
zu entspannen und in sich hineinzuhorchen. So können, anstatt zu "essen, um sich 
auszuschalten", alternative Verhaltensweisen entdeckt und erprobt werden. 
Interessante Hinweise ergaben sich auch darauf, ob die Stunden vor oder nach dem 
Mittagessen stattfanden. Hier wurde einerseits genannt, daß in der Stunde vor dem 
Essen sich die Einstellung zum anschließenden Essen oder das Körperbild veränderte, 
andererseits konnte sich eine Patientin in der Stunde nach dem Essen "einfach nicht aufs 
Brechen konzentrieren" (vgl. S. 91, in der vorliegenden Arbeit). Dies gibt Hinweise auf 
eine bewußte Berücksichtigung der Essenszeiten bei der zeitlichen Einteilung von 
Feldenkrais-Gruppen im Klinikablauf. 
 
Die Aussagen der Kategorie 7 berichten von emotionalen Erfahrungen während der 
Stunden. Es zeigt sich, daß durch die Bewußtmachung von Bewegungs-, Haltungs- und 
Atemmustern auch emotionale Muster berührt werden, was in den verschiedenen 
Körpertherapien auf unterschiedliche Weise genutzt wird (vgl. Petzold, 1988, 1992). 
Dies geschieht auch und insbesondere bei der Arbeit mit dem Atem (Grof, 1987; 
Middendorf, 1992). Drei der neun Kursstunden waren solche Atemlektionen, bei denen 
bei manchen Teilnehmern Gefühlsinhalte auftauchten. Hier wurde zudem der Wunsch 
nach Gehaltenwerden, Nähe und Geborgenheit geäußert. 
Ein charakteristisches Merkmal insbesondere für Anorexia nervosa und Bulimia 
nervosa ist ein übertriebener Perfektionismus (Karren, 1986). Eine Teilnehmerin 
schildert hier, daß sie die Atmosphäre des Nicht-perfekt-sein-müssens genossen hat. Zur 
pädagogischen Grundhaltung in der Feldenkrais-Methode gehört, daß es nicht um das 



Kapitel 10.  DISKUSSION 118 

Erreichen eines bestimmten Ziels geht (z.B. bei einer Bewegung), sondern um die 
Qualität des Weges dahin. Diese innere Haltung, alles etwas weniger gut zu machen, die 
in den Stunden vermittelt wurde, kann dabei einen übermäßigen Leistungsanspruch 
abschwächen, wodurch allgemein der Prozeß des Lernens gefördert wird (Feldenkrais, 
1987a, 1988a). 
Ein weiterer Aspekt in dieser Kategorie waren existentielle Erfahrungen. Ausgehend 
von der funktionellen Einheit von Psyche und Soma verwandeln sich durch die 
Änderung von körperlichen Mustern auch andere Aspekte der Person. So können sich 
Veränderungen im mentalen, spirituellen und emotionalen Bereich ergeben, wie z.B. 
Erfahrungen von Identität und Autonomie. Die Nennungen von Erfahrungen wie 
"...überhaupt mittendrin zu stehen...", oder "...einfach Platz einzunehmen, also meinen 
Platz mir zu suchen...", scheinen diese Vermutung zu bestätigen. 
 
In bezug auf 'weitere Wirkungen' werden in Kategorie 8 Verbesserungen bei 
Einschlafstörungen sowie bei Zähneknirschen genannt. Letzteres ist im 
Diagnosenschlüssel des ICD-10 (Dilling, Mombour & Schmidt, 1991) unter 'andere 
somatoforme Störungen' eingeteilt. Dies läßt wiederum den entspannenden und den 
Muskeltonus regulierenden Effekt der Stunden erkennen (vgl. Kategorie 3 
'Entspannende und beruhigende Wirkung'). 
 
Die Äußerungen der Kategorie 9 'Probleme während der Stunden' zeigen, daß nicht 
selten Schwindelgefühle oder Übelkeit während (oder nach) einer Stunde auftreten 
können sowie verschiedene andere Schwierigkeiten, wie sie typisch für Körperarbeit 
sind. Hier ist besonders wichtig, daß der Kursleiter diese Probleme wahrnimmt oder in 
Feedbackrunden erfragt und spezifische Einschränkungen mancher Teilnehmer 
berücksichtigt (Yalom, 1989). Ein weiteres Grundprinzip der Feldenkrais-Methode, das 
in diesem Bezug elementare Bedeutung erhält, ist dabei, die Teilnehmer nicht zu 
überfordern, sondern Schwierigkeitsgrad, Dauer und Rhythmus einer Bewegungslektion 
den Möglichkeiten einer Gruppe anzupassen, um so das Interesse an den Stunden zu 
fördern und zu erhalten und eine optimale Wirkung erzielen zu können (Feldenkrais, 
1988a). 
 
'Störungen von außen' (Kategorie 10), also z.B. aufgrund spezifischer Einschränkungen 
von Gruppenmitgliedern sind möglichst gering zu halten, indem auf diese Teilnehmer 
besonders geachtet und Rücksicht genommen wird. Zudem kann es nötig sein, derartige 
Probleme (wie z.B. laute Atemgeräusche) in der Gruppe anzusprechen, wenn der 
Verlauf einer Stunde beeinträchtigt wird oder sich manche Kursteilnehmer stark gestört 
fühlen (Yalom, 1989). Empfehlenswert wäre außerdem eine Gruppengröße von etwa 



Kapitel 10.  DISKUSSION 119 

zwölf Personen, da dies ein optimales Eingehen auf spezifische Bedürfnisse ermöglicht. 
Förderlich sind zudem ruhige, helle und angenehme Räume, wie sie in der Klinik 
Roseneck vorhanden waren. 
 
In der Kategorie 11 beklagten sich vier Teilnehmer über eine spezielle Lektion, die 
ihnen schwerfiel oder unangenehm war. Diese Stunde ist nach eigener Einschätzung des 
Kursleiters eher mäßig gelungen und beinhaltet zudem Bewegungselemente, die 
geeignet sind, eine Abwehr hervorzurufen. Auf diese Lektion sollte vielleicht deshalb in 
einer eventuellen Weiterentwicklung des Kursprogramms verzichtet werden. 
 
Die Aussagen der Kategorie 12 berichten von Schwierigkeiten, einen Zugang zu dieser 
Art von Körperarbeit zu finden. Dies deutet darauf hin, daß es wichtig ist, 
Anfangsschwierigkeiten und spezifische Widerstände (z.B. bei bestimmten 
Bewegungen) zu berücksichtigen. So ist die Ablehnung und der Widerwillen sich mit 
dem eigenen Körper zu befassen, gerade für Anorexia nervosa und Bulimia nervosa 
charakteristisch. Ein Grundprinzip der Feldenkrais-Methode ist hier, auf jeden Fall eine 
freizügige, spielerische und lockere Atmosphäre zu schaffen, Überforderung gerade in 
den ersten Stunden zu vermeiden und Interesse und Motivation der Teilnehmer 
anzuregen (Feldenkrais, 1987a, 1988a). Die Umsetzung dieses Prinzips hängt dabei vor 
allem von der Erfahrung und vom Geschick des Kursleiters und natürlich der Schwere 
der Symptomatik der Patienten ab. 
 
Die Nennungen der Kategorie 13 zeigen, daß wichtige Prinzipien oder bestimmte 
Elemente von Übungen von manchen Teilnehmern bereits während des Kurses in den 
Alltag übernommen wurden. Denkbar wäre hier, einzelne oder alle Lektionen auf Band 
aufzunehmen und diese den Teilnehmern zur Verfügung zu stellen, wenn sie sie 
selbständig wiederholen möchten. 
 
Aus den Äußerungen der Kategorie 14 geht das Interesse von acht der 15 Teilnehmer an 
einer Weiterführung des Kurses in der Klinik oder einer weiteren Beschäftigung mit der 
Feldenkrais-Methode hervor. Bei längerer Kursdauer werden stärkere Veränderungen 
für möglich gehalten. Ein Kurs mit etwa neun Terminen kann dabei einen 
Entwicklungsprozeß anregen, der in einer Fortführung vertieft werden könnte. Auch die 
Verfügbarkeit geeigneter Literatur (z.B. Transkripte von Übungen) und 
Kassettenprogrammen könnte hier förderlich sein.  
 



Kapitel 10.  DISKUSSION 120 

10.6 Zusammenfassung und Ausblick 
 
In einem Überblick über die Ergebnisse der Fragebögen zeigen sich Verbesserungen in 
der Zufriedenheit mit spezifischen Problemzonen und der eigenen Gesundheit sowie der 
Akzeptanz und Vertrautheit mit dem eigenen Körper. Weiter ergibt sich eine Zunahme 
von spontanem, offenem und selbstsicherem Verhalten, die Abnahme eines Gefühls der 
Hilflosigkeit sowie des Wunsches, in die Sicherheit der frühen Kindheit 
zurückzukehren, was auf die Entwicklung von Selbstgefühl, Selbstvertrauen und einen 
allgemeinen Reifungsprozeß der ganzen Persönlichkeit hinweist. 
Ein Überblick über die Antworten auf die offenen Fragen und Interviews deutet auf die 
Förderung der Körperbewußtheit, Klärung des Körperbildes und die entspannende und 
angenehme Wirkung der Stunden hin. Es wurden Tranceerfahrungen und emotionale 
Erlebnisse berichtet und sieben Teilnehmer gaben Veränderungen in bezug auf ihre 
Eßstörungsproblematik an. Fünf Personen hatten Schwierigkeiten mit dieser Art der 
Körperarbeit und es gab auch verschiedene Probleme wie Übelkeit, Schwindelgefühle 
oder Störungen durch andere Kursteilnehmer. Es wurde von einer Integration von 
Übungselementen in den Alltag berichtet und acht Personen bekundeten ihr Interesse an 
weiterer Beschäftigung mit der Feldenkrais-Methode. 
Die quantitativen Ergebnisse einer Studie mit einer relativ kleinen Stichprobe sind 
insbesondere interessant, um Hinweise auf allgemeine Wirkungen in den verschiedenen 
Bereichen zu geben. Eine Verbindung mit qualitativen Verfahren, die den 
ganzheitlichen Ansatz der Feldenkrais-Methode berücksichtigen, erscheint dabei 
fruchtbar und vorteilhaft, um spezifische Wirkungen zu erkennen. Für weitere 
Forschung könnten hier wiederum Interviews, Einzelfallanalysen und weitere 
qualitative Verfahren, wie z.B. eine Serie von Körperzeichnungen11 oder die 
Anfertigung von Knetfiguren12, von Interesse sein. 
Da die Stichprobe aus verschiedenen Formen von Eßstörungen bestand, war die Anzahl 
von Teilnehmern der einzelnen Störungsformen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, 

                                                   
11Die Anweisung gebräuchlicher Zeichentests lautet dabei meist "Zeichnen Sie eine Person", oder ähnlich 
(Abraham, 1978). Machover (1949) versteht diese 'Draw-A-Person'-Technik als ein projektives Verfahren 
der Persönlichkeitsdiagnostik. Frühe Anwendungen finden sich im Goodenough-Harris Draw-A-Man-
Test, wobei die Zeichnungen hier vor allem als Maß der intellektuellen Entwicklung von Kindern genützt 
wurden (Harris, 1963). 
 
12 Die Modellierung von Knetfiguren als Verfahren zur Untersuchung von Veränderungen des 
Körperbildes während eines methodenspezifischen Lernprozesses findet in der Eutonie (Alexander, 
1976), einer der Feldenkrais-Methode verwandten Bewegungsmethode, Verwendung. Die Modellierung 
von Knetfiguren vor und nach einem Feldenkrais-Kurs oder vor und nach einer Stunde erscheint reizvoll 
und interessant - auch die räumliche Komponente des Körperbilds wird erfaßt - , aber auch sehr 
aufwendig durchzuführen und schwierig auszuwerten. 
 



Kapitel 10.  DISKUSSION 121 

Adipositas) zu gering, um diese Untergruppen statistisch auswerten zu können. Hier 
wäre die Untersuchung der Wirkungen bei den einzelnen Eßstörungen von Interesse. 
Außerdem wäre ein Vergleich der Feldenkrais-Methode mit anderen Verfahren 
aufschlußreich. 
Aufgrund der Erfahrungen dieser Studie könnte das zur Anwendung gekommene 
Kursprogramm weiterentwickelt und optimiert werden. Verschiedene Elemente wie das 
Berühren und Ertasten des eigenen Körpers, das Gefühl für den inneren und äußeren 
Raum und die Körpergrenzen entwickeln, die Arbeit mit Lippen, Zunge und Mundraum, 
hypnotherapeutische Hinweise in bezug auf das Eßverhalten sowie die Arbeit mit der 
Verbindung von Atem, Haltung und Gefühlsmustern scheinen dazu geeignet.  
Denkbar wäre auch das Anbieten von weiterführenden Vertiefungskursen im stationären 
Rahmen, eventuell in Verbindung mit Feldenkrais-Einzelbehandlungen sowie die 
Durchführung von Feldenkrais-Kursen im Rahmen von Selbsthilfegruppen. 
Erfahrungen, die die Patienten während eines Kurses machen, könnten - im Rahmen 
eines stationären Aufenthaltes - auch für eine weiterführende therapeutische Arbeit in 
der Einzel- und Gruppentherapie genutzt werden. Hierzu wäre eine enge Kooperation 
mit den Bezugstherapeuten der Patienten nötig, wie sie durch Teamsitzungen gegeben 
ist. Insbesondere emotionale Erlebnisse und Tranceerfahrungen sowie Veränderungen 
in Körperwahrnehmung und Eßverhalten könnten für den Fortschritt des individuellen 
Therapieprogramms genutzt werden. 
Aufgrund der behutsamen und strukturbildenden Vorgehensweise und der Entwicklung 
von Körperbewußtheit und Selbstgefühl und den daraus folgenden Wirkungen kann die 
Feldenkrais-Gruppenmethode 'Bewußtheit durch Bewegung' als ein wertvoller 
Bestandteil eines stationären Therapieprogramms bei Eßstörungen bezeichnet werden. 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 122 

11. Literaturverzeichnis 
 
 
Abraham, A. (1978). Der Mensch-Test: Zeichentest von Machover. München:   
 Reinhardt. 
 
Alexander, G. (1976). Eutonie, ein Weg der körperlichen Selbsterfahrung. München: 
 Kösel. 
 
Alexander, F. M. (1988). Der Gebrauch des Selbst. München: Kösel. 
 
Apel, D. (1992). Stimme und Feldenkrais. In ZIST (Hrsg.), ZIST-Programm,  
 1.Halbjahr 1992 (S. 26). München: o. V. 
 
Ayres, A. J. (1984). Bausteine der kindlichen Entwicklung. Berlin: Springer. 
 
Bach-y-Rita, E. (1981). New Pathsways in the Recovery from Brain Injury. Part 1. 
 Somatics, 3 (2), 26-34. 
 
Bach-y-Rita, E. (1981). New Pathsways in the Recovery from Brain Injury. Part 2. 
 Somatics, 3 (3), 38-46. 
 
Berscheid, E., Walster, E. & Bohrnstedt, G. (1973). The Happy American Body: A  
 Survey Report. Psychology Today, 11, 119-127. 
 
Bielefeld, J. (1986). Zur Begrifflichkeit und Strukturierung der Auseinandersetzung mit 
 dem eigenen Körper. In J. Bielefeld (Hrsg.), Körpererfahrung (S. 3-33).  
 Göttingen: Hogrefe. 
 
Bortz, J. (1984). Lehrbuch der empirischen Forschung. Berlin: Springer. 
 
Bortz, J. (1989). Statistik für Sozialwissenschaftler. Berlin: Springer. 
 
Bortz, J., Lienert, A. G., & Boehnke, K. (1990). Verteilungsfreie Methoden in der 
 Biostatistik. Berlin: Springer. 
 
Bost, H. (1991). Die Feldenkrais-Methode und ihre Anwendung bei MS-Erkrankten. 
 Krankengymnastik, 43 (3), 238-241. 
 
Bräutigam, W. & Christian, P. (1981). Psychosomatische Medizin: Ein kurzgefaßtes 
 Lehrbuch für Studenten und Ärzte. Stuttgart: Thieme. 
 
Bruch, H. (1973). Eating disorders: obesity, anorexia nervosa and the person within. 
 London: Routledge & Kegan Paul. 
 
Brunner, E. (1987). Klinik Roseneck. Die stationäre Behandlung von Eßstörungen. In 
 P. Mader & B. Ness (Hrsg.), Bewältigung gestörten Eßverhaltens (S. 93-97). 
 Hamburg: Neuland. 
 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 123 

Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit (1991, in Vorbereitung). 
 Handbuch der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, Verletzungen und 
 Todesursachen (ICD), 10.Revision (in Vorbereitung). 
 
Bureau of Applied Social Research (1969). Das qualitative Interview. In R. König 
 (Hrsg.), Das Interview. Formen, Technik, Auswertung. Praktische 
 Sozialforschung, Bd.1 (S. 143-160). Köln: Kiepenheuer & Witsch. 
 
Cash, T. F. & Brown, T. A. (1987). Body image in anorexia nervosa and bulimia 
 nervosa: A review of the literature. Behaviour modification, 11, 487-521. 
 
Chester, J. B. (1982). Functional Integration - Treat or Treatment: Clinical  
 Observations. Somatics, 3 (4), 47-48. 
 
Cubley, S. (1976). Feldenkrais and Yoga. Yoga Journal, 76 (10), 40-43. 
 
Deutsche Feldenkrais-Gilde e.V. (Hrsg.). (1992). Adressenverzeichnis der Mitglieder. 
 München: o.V. 
 
Dilling, H., Mombour, W. & Schmidt, M. H. (Hrsg.). (1991). Internationale 
 Klassifikation psychischer Störungen: ICD 10, Kapitel V (F). Bern: Huber. 
 
Erickson, M. & Rossi, E. (1981). Hypnotherapie. Aufbau - Beispiele - Forschungen. 
 München: Pfeiffer. 
 
Fallon, A. E. & Rozin, P. (1985). Sex differences in perceptions of desirable body  
 shape. Journal of Abnormal Psychology, 94, 102-105. 
 
Fechner, G. T. (1964). Elemente der Psychophysik, Bd. 2. Amsterdam: Bonset. 
 
Feldenkrais, M. (1941). Practical Unarmed Combat. London: Frederick Warne & Co. 
 
Feldenkrais, M. (1944). Judo. The Art of Defense and Attack. London: Frederick Warne 
 & Co. 
 
Feldenkrais, M. (1949). Body and Mature Behaviour. London: Routledge and Kagan 
 Paul, Ltd. 
 
Feldenkrais, M. (1952). Higher Judo. London: Frederick Warne & Co. 
 
Feldenkrais, M. (1978). Bewußtheit durch Bewegung. Frankfurt: Suhrkamp. 
 
Feldenkrais, M. (1981). Abenteuer im Dschungel des Gehirns. Der Fall Doris.  
 Frankfurt: Suhrkamp. 
 
Feldenkrais, M. (1987a). Die Entdeckung des Selbstverständlichen. Frankfurt: 
 Suhrkamp. 
 
Feldenkrais, M. (1987b). Körperausdruck. Bibliothek der Feldenkrais-Gilde e.V., 1. 
 München: o. V. 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 124 

Feldenkrais, M. (1988a). Bewegungserziehung zur Verbindung von Körper und Geist. 
 In H. Petzold (Hrsg.), Psychotherapie und Körperdynamik (S. 176-194). 
 Paderborn: Junfermann. 
 
Feldenkrais, M. (1988b). Der Mensch und die Welt. Bibliothek der Feldenkrais-Gilde 
 e.V., 2, 1-10. München: o. V. 
 
Feldenkrais, M. (1988c). Über die Gesundheit. Bibliothek der Feldenkrais-Gilde e.V., 2, 
 18-23. München: o. V. 
 
Feldenkrais, M. (1989). Das starke Selbst. Anleitung zur Spontaneität. Frankfurt: Insel. 
 
Feldenkrais, M. (1990). Die Feldenkrais-Methode in Aktion. Eine ganzheitliche 
 Bewegungslehre. Paderborn: Junfermann. 
 
Fichter, M. M. & Keeser, W. (1980). Das Anorexia-nervosa-Inventar zur Selbstbe-
 urteilung (ANIS). Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten, 228, 67-89. 
 
Fichter, M. (1989). Psychologische Therapie bei Bulimia nervosa. In M. Fichter  
 (Hrsg.), Bulimia nervosa (S. 230-247). Stuttgart: Enke Verlag. 
 
Frank, R., Vaitl, D. & Walter, B. (1990). Zur Diagnostik körperlichen Wohlbefindens. 
 Diagnostica, 36, 33-37. 
 
Frydmann, M. & Frydmann, P. (1982). Repercussions psychologiques et 
 physiologiques d'un entrainement a la prise du conscience du corps. Revue de 
 psychologie appliqué, 32, 69-93. 
 
Garner, D. M. (1990). Eating Disorder Inventory-2, Professional Manual. Florida: 
 Psychological Assessment Ressources. 
 
Gerlinghoff, M. & Backmund, H. (1989). Magersucht. Anstöße für eine Krankheits-
 bewältigung. Stuttgart: TRIAS - Thieme, Hippokrates, Enke. 
 
Ginsburg, C. (1986). The Shake-A-Leg Body Awareness Training Program. Somatics,  
 5 (4), 31-42. 
 
Grof, S. (1987). Das Abenteuer der Selbstentdeckung. München: Kösel. 
 
Großklaus, R. (1990). Definition, Klassifikation und Prävalenz des Übergewichts. 
 Ernährungs-Umschau, 37 (3), 275-282. 
 
Gutman, G. M., Herbert, C. P. & Brown, S. R. (1977). Feldenkrais versus conventional 
 exercises for the elderly. Journal of Gerontology, 32 (5), 562-572. 
 
Hanna, T. (1980). A Survey of the Long-Range Effects of Functional Integration. 
 Somatics, 2 (4), 32-35. 
 
Hanna, T. (1984). The Silent Heritage. Somatics, 5 (1), 22-30. 
 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 125 

Hanna, T. (1990). Beweglich sein - ein Leben lang. München: Kösel. 
 
Harris, D. B. (1963). Children's Drawings as Measures of Intellectual Maturity. A 
 Revision and Extension of the Goodenough Draw-a-Man Test. New York: 
 Harcourt, Brace & World. 
 
Heggie, J. (1980). Awareness through movement and skiing. Somatics, 2 (4), 46-47. 
 
Heggie, J. (1992). Besser laufen. Das 30-Tage-Programm. Hamburg: Rowohlt. 
 
Hellinger, A. S. (1992). Grenzen des Gewissens. Vortrag auf Audiokassette. München: 
 ZIST. 
 
Hutchinson, M. G. (1985). Transforming Body Image. Californien 95019: The Crossing 
 Press/Freedom. 
 
Juhan, D. (1992). Körperarbeit. Die Soma-Psyche-Verbindung. Ein Lehrbuch. 
 München: Knaur. 
 
Karren, U. (1990). Die Psychologie der Magersucht. Bern: Huber. 
 
Keeton, W. P., Cash, T. F. & Brown, T. A. (1990). Body image or body images? 
 Comparative, multidimensional assessment among college students. Journal of 
 Personality Assessment, 54, 213-230. 
 
Kraiker, C. & Peter, B. (1991). (Hrsg.). Psychotherapieführer: Wege zur seelischen 
 Gesundheit. München: Beck. 
 
Leigh, W. S. (1989). A Zen Approach to Bodytherapy. From Rolf to Feldenkrais to 
 Tanouye Roshi. Vancouver: Water Margin Press. 
 
Leri, D. (1986). Moshe on Moshe on the Martial Arts. Feldenkrais Journal, 2,  
 12-26. 
 
Linklater, K. (1972). The body training of Moshe Feldenkrais. Drama review, 16,  
 23-27. 
 
Lowen, A. (1988). Bioenergetik. Therapie der Seele durch Arbeit mit dem Körper. 
 Hamburg: Rowohlt. 
 
Machover, K. (1949). Personality projection in the drawing of the human figure.  
 Illinois: Bannerston House. 
 
Mader, P. (1986). Gestörtes Eßverhalten: Adipositas - Bulimia nervosa - Anorexia 
 nervosa - latente Adipositas. Hamburg: Neuland. 
 
Mayring, P. (1990). Qualitative Inhaltsanalyse. Weinheim: Deutscher Studien-Verlag. 
 
Masters, R. & Houston, J. (1983). Bewußtsseinserweiterung über Körper und Geist. 
 München: Kösel. 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 126 

McNeely, D. A. (1992). Berührung. Die Geschichte des Körpers in der Psychotherapie. 
 München: Kösel. 
 
Meermann, R. (1981). Das Krankheitsbild der Anorexia nervosa in der heutigen 
 wissenschaftlichen Diskussion. In R. Meerman (Hrsg.), Anorexia nervosa. 
 Ursachen und Behandlung (S. 3-14). Stuttgart: Enke. 
 
Middendorf, I. (1992). Atem - und seine Bedeutung für die Entwicklung und das 
 Heilsein des Menschen. In H. Petzold (Hrsg.), Die neuen Körpertherapien  
 (S. 224-239). München: Deutscher Taschenbuch Verlag. 
 
Milz, H. (1985). Die ganzheitliche Medizin: neue Wege zur Gesundheit. Königstein/Ts: 
 Athenäum. 
 
Milz, H. (1992). Der wiederentdeckte Körper. Vom schöpferischen Umgang mit sich 
 selbst. München: Artemis & Winkler. 
 
Myers, M. (1980). Moshe Feldenkrais's awareness through movement. Dance  
 magazine, 54, 136-140. 
 
Nuntzinger, D. & de Zwaan, M. (1989). Verhaltenstherapie bei Bulimia: Rückblick und 
 Ausblick anhand der bisherigen Forschung. In M. Fichter (Hrsg.), Bulimia 
 nervosa (S. 248-261). Stuttgart: Enke. 
 
Paul, T. (1987). Bulimia Nervosa. Klinische Beschreibung, Erklärungsansätze und 
 therapeutische Möglichkeiten. In P. Mader & B. Ness (Hrsg.), Bewältigung 
 gestörten Eßverhaltens (S. 79-91). Hamburg: Neuland. 
 
Paul, T. & Pudel, V. (1985). Bulimia nervosa: Suchtartiges Eßverhalten als Folge von 
 Diätabusus? Ernährungsumschau, 32 (3), 74-79. 
 
Paulus, P. (1982). Zur Erfahrung des eigenen Körpers. Weinheim: Beltz. 
 
Petzold, H. (1985). Die "nonverbalen" Therapieverfahren. In W. Toman & R. Egg 
 (Hrsg.), Psychotherapie (S. 100-123). Stuttgart: Enke. 
 
Petzold, H. (Hrsg.). (1988). Psychotherapie und Körperdynamik. Verfahren psycho-
 physischer Bewegungs- und Körpertherapie. Paderborn: Junfermann. 
 
Petzold, H. (1992). Gegen den Mißbrauch von Körpertherapie. In H. Petzold (Hrsg.), 
 Die neuen Körpertherapien (S. 240-253). München: Deutscher Taschenbuch 
 Verlag. 
 
Pschyrembel, W. (1990). Klinisches Wörterbuch. Berlin: Walter de Gruyter. 
 
Pruzinsky, T. (1990). Somatopsychic Approaches to Psychotherapy and Personal 
 Growth. In T. F. Cash & T. Pruzinsky (Hrsg.), Body Images (S. 296-315). New 
 York: Guilford Press. 
 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 127 

Pudel, V. (1978). Zur Psychogenese und Therapie der Adipositas. Untersuchungen zum 
 menschlichen Appetitverhalten. Berlin: Springer. 
 
Pudel, V. (1987). Induziert Reduktionsdiät das "Störmuster" im Eßverhalten des 
 Adipösen? Versuch einer Re-Formulierung einer verhaltenstherapeutischen 
 Hypothese anhand empirischer Befunde. In W. Gerber, W. Miltner & K. Mayer 
 (Hrsg.), Verhaltensmedizin: Ergebnisse und Perspektiven interdisziplinärer 
 Forschung  (S. 226-243). Weinheim: VCH. 
 
Reese, M. (1985). Moshe Feldenkrais' work with movement: a parallel approach to 
 Milton Erickson's hypnotherapy. In J. K. Zeig (Hrsg.), Ericksonian 
 psychotherapy, 1 (S. 410-427). New York: Brunner/Mazel. 
 
Reese, M. (1991a). Moshe Feldenkrais' Arbeit mit Bewegung, Milton Ericksons 
 Hypnotherapie. Parallelen, Teil 2. Bibliothek der Feldenkrais - Gilde e.V., 7. 
 München: o. V. 
 
Reese, M. (1991b). A bibliography of the Feldenkrais-Method. München: Feldenkrais-
 Gilde e.V. 
 
Reich, W. (1970). Charakteranalyse. Köln: Kiepenheuer & Witsch. 
 
Reich, W. (1972). Die Entdeckung des Orgons / Die Funktion des Orgasmus. Frankfurt: 
 Fischer. 
 
Rief, W., Stock, C. & Fichter, M. M. (1991). Das Anti-Diät-Programm als integrativer 
 Therapiebaustein bei anorektischen, bulimischen und adipösen Patienten. 
 Verhaltenstherapie, 1, 47-54. 
 
Rogers, C. R. (1983). Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie. Frankfurt: 
 Fischer. 
 
Rosen, J. C. (1990). Body-Image Disturbances in Eating Disorders. In T. F. Cash & T. 
 Pruzinsky (Hrsg.), Body Images (S. 190-214). New York: Guilford Press. 
 
Rosenholtz, S. (1991). Move like the animals. San Mateo, CA 94401: Rosewood 
 Publishing Co., c/o ABA Physikal Therapy Associates. 
 
Rywerant, Y. (1981). The Problem of Pain Produced by Faulty Functioning. Somatics, 
 3 (2), 45-48. 
 
Schubö, W., Uehlinger, H. M., Perleth, Ch., Svöger, E. & Sierwald, W. (1991). SPSSX. 
 Handbuch der Programmversion 4.0 und SPSS-X 3.0. Stuttgart: Fischer. 
 
Secord, P. F. & Jourard, S. M. (1953). The Appraisal of Body-Cathexis: Body-Cathexis 
 and the Self. Journal of Consulting Psychology, 17, 343-347. 
 
Selvini Palazzoli, M. (1982). Magersucht. Stuttgart: Klett-Cotta. 
 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 128 

Shelhav-Silberbush, C. (1987). The Feldenkrais-Method for Children with Cerebral  
 palsy. Berkeley: Advanced Seminars. 
 
Slade, P. D. & Russell, G. F. M. (1973). Awareness of body dimensions in anorexia 
 nervosa. Psychological medicine, 3, 188-199. 
 
Stark, A., Aronow, S. & McGeehan, T. (1989). Dance/movement therapy with bulimic 
 patients. In L. M. Hornyak & E. K. Baker (Hrsg.), Experiental therapy for  
 eating disorders (S. 121-143). New York: Guilford Press. 
 
Stiftung Warentest. (Hrsg.). (1992). Die andere Medizin. Nutzen und Risiken sanfter 
 Heilmethoden. Berlin: Stiftung Warentest. 
 
Strauch, R. (1984). Training the Whole Person. Training and Development Journal, 38 
 (11), 82-86. 
 
Stunkard, A. & Pudel, V. (1986). Adipositas. In T. v. Uexküll (Hrsg.), Psycho-
 somatische Medizin (S. 565-574). München: Urban und Schwarzenberg. 
 
Talmi, A. (1981). Functional Integration in Psychiatric Treatment. Somatics, 3 (2), 48-
 49. 
 
Tellington-Jones, L. & Bruns, U. (1985). So erzieht man sein Pferd. Cham: Müller 
 Rüschlikon Verlag. 
 
Thompson, K. J., Penner, L. A. & Altabe, M. N. (1990). Procedures, Problems and 
 Progress in the Assessment of Body Images. In T. F. Cash & T. Pruzinsky 
 (Hrsg.), Body Images (S. 21-50). New York: Guilford Press. 
 
Triebel-Thome, A. (1991). Feldenkrais. München: Gräfe und Unzer. 
 
Ullrich de Muynck, R. & Ullrich, R. (1978a). Das Assertiveness-Trainings-Programm 
 ATP: Einübung von Selbstvertrauen und sozialer Kompetenz. München: 
 Pfeiffer. 
 
Ullrich de Muynck, R. & Ullrich, R. (1978b). Das Emotionalitätsinventar. Testmappe 
 EMI-B. München: Pfeiffer 
 
Vandereycken, W. & Pierloot, R. (1981). Ein dimensionales Modell für Eß- und 
 Gewichtsstörungen. In R. Meermann (Hrsg.), Anorexia nervosa. Ursachen und 
 Behandlung (S. 69-73). Stuttgart: Enke. 
 
Walterspiel, B. (1989). Das Abenteuer der Bewegung. Lektionen auf Tonkassetten. 
 München: Kösel. 
 
Weber, G. (1993). (Hrsg.). Zweierlei Glück. Die systemische Psychotherapie Bert 
 Hellingers. Heidelberg: Carl Auer Systeme. 
 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 129 

Wittchen, H. U., Saß, H., Zaudig, M. & Koehler, H. (1989). Diagnostisches und 
 Statistisches Manual Psychischer Störungen DSM-III-R Revision. Weinheim: 
 Beltz. 
 
Wurm, F. (1986). A Body to Mind. Somatics, 5 (4), 10-21. 
 
Wurm, F. (1989). Vorbemerkung des Übersetzers. In M. Feldenkrais, Das starke Selbst. 
 Anleitung zur Spontaneität (S. 7-11). Frankfurt: Insel. 
 
Yalom, I. D. (1989). Theorie und Praxis der Gruppentherapie. Ein Lehrbuch.  
 München: Pfeiffer. 
 
Yaron, G. (1985). Erfahrungen mit der Feldenkrais-Methode. Der Kinderarzt: 
 Mitteilungen für Kinderärzte, 6, 836-843. 
 
Zemach-Bersin, D. & Reese, M. (1990). Gesundheit und Beweglichkeit. München: 
 Kösel.  
 
Ziolko, H. U. (1982). Hyperphage Eßstörungen. Münchner Medizinische Wochenzeit-
 schrift, 124, 685-688. 



Kapitel 11.  LITERATURVERZEICHNIS 130 

 
 


