































Feldenkrais Research Journal • volume 1 (2004)

Article

Kleines Forschungshandbuch für Einsteiger

Carolin Theuring
MA

Abstract
Die Idee so eine Einführung zu schreiben entstand bei einem Feldenkrais & Wissenschaf t-Arbeitstreffen
in München, initiiert und organisiert von Roger Russell, Ulla Schläfke und Prof. Klaus Schneider im Juli
2003. Ca. 40 Feldenkrais-Leute trafen sich mit den beiden Universitätsprofessoren und Forschern Beatrix
Vereijken aus Norwegen und Klaus Schneider aus Deutschland um Ideen für Forschungsprojekte
auszuloten. Wir arbeiteten sehr eifrig und motiviert, jedoch an einem Punkt blieben wir plötzlich in der
Diskussion stecken. In dieser Situation dämmerte mir, dass hauptberufliche Wissenschaftler sich vielleicht
nicht mehr vorstellen können, wie der gewöhnliche (Feldenkrais) Mensch denkt und der gewöhnliche
(Feldenkrais) Mensch sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen kann, was im Kopf eines Wissenschaftlers
vor sich geht.  Um mehr Verständnis und Einsicht in wissenschaftliches Arbeiten für die Feldenkrais-Leute
von diesem Arbeitswochenende herzustellen, suchte ich all meine Unterlagen und Bücher zu
Forschungsmethoden heraus und versuchte eine kleine Einführung zusammenzustellen, die die
zukünftigen  Treffen mit Wissenschaftlern dadurch erleichtern soll, dass einige Basiskonzepte erklärt
werden.

Durch dieses neue IFF Research Journal gehen wir wieder ein paar Schritte weiter, wir sammeln und
präsentieren Diskussionsbeiträge und Studien zu Forschung in der Feldenkrais Methode. Daher scheint
hier wieder ein passender Ort für dieses kleine Forschungshandbuch zu sein um interessierten
Einsteigern, die bisher wenig Kontakt mit Forschung hatten, die zugrundeliegenden Prinzipien ein
bisschen näher zu bringen.

Keywords
Feldenkrais, science, research methods, quantitative, qualitative

Copyright ©: The copyright for this paper remains with the author(s).

Please cite: (First published in the) Feldenkrais Research Journal, volume 1; 2004.

Service marks: The terms Feldenkrais®, Feldenkrais Method®, Awareness Through Movement®, ATM®,
Functional Integration®, and FI® are service marked terms of the International Feldenkrais® Federation
(IFF) and Feldenkrais professional guilds and associations in many countries. In keeping with academic
conventions, they will not be service marked in the entire text as may be required in nonacademic use,
but only for the first and most prominent use of the terms. In recognition that these phrases are formal
terms referring to specific practices within the Method, and to the Method as a whole, capitalization of all
the words in each term has been retained.

Published by the International Feldenkrais® Federation (IFF) https://feldenkrais-method.org
Available online at https://feldenkraisresearchjournal.org

https://feldenkrais-method.org/
https://feldenkraisresearchjournal.org


     
IFF Academy 

Feldenkrais Research Journal 1 (2004) 
® 2004 by the author 

 
Kleines Forschungshandbuch für Einsteiger 
Von Carolin Theuring 
 
Warum überhaupt ein Forschungshandbuch für Einsteiger? 

 

Die Idee so eine Einführung zu schreiben entstand bei einem Feldenkrais & Wissenschaf t-

Arbeitstreffen in München, initiiert und organisiert von Roger Russell, Ulla Schläfke und 

Prof. Klaus Schneider im Juli 2003. Ca. 40 Feldenkrais-Leute trafen sich mit den beiden 

Universitätsprofessoren und Forschern Beatrix Vereijken aus Norwegen und Klaus Schneider 

aus Deutschland um Ideen für Forschungsprojekte auszuloten. Wir arbeiteten sehr eifrig und 

motiviert, jedoch an einem Punkt blieben wir plötzlich in der Diskussion stecken. In dieser 

Situation dämmerte mir, dass hauptberufliche Wissenschaftler sich vielleicht nicht mehr 

vorstellen können, wie der gewöhnliche (Feldenkrais) Mensch denkt und der gewöhnliche 

(Feldenkrais) Mensch sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen kann, was im Kopf eines 

Wissenschaftlers vor sich geht.  Um mehr Verständnis und Einsicht in wissenschaftliches 

Arbeiten für die Feldenkrais-Leute von diesem Arbeitswochenende herzustellen, suchte ich 

all meine Unterlagen und Bücher zu Forschungsmethoden heraus und versuchte eine kleine 

Einführung zusammenzustellen, die die zukünftigen  Treffen mit Wissenschaftlern dadurch 

erleichtern soll, dass einige Basiskonzepte erklärt werden.  

Durch dieses neue IFF Research Journal gehen wir wieder ein paar Schritte weiter, wir 

sammeln und präsentieren Diskussionsbeiträge und Studien zu Forschung in der Feldenkrais 

Methode. Daher scheint hier wieder ein passender Ort für dieses kleine Forschungshandbuch 

zu sein um interessierten Einsteigern, die bisher wenig Kontakt mit Forschung hatten, die 

zugrundeliegenden Prinzipien ein bisschen näher zu bringen.   

 

WISSENSCHAFT –FORSCHUNG – EXPERIMENT – LABOR diese Begriffe lösen üblicherweise zwei 

ganz verschiedene Reaktionen in einer Versammlung von Feldenkrais Practitionern aus: ein 

Teil wird sehr ärgerlich darüber, dass jemand versucht die Feldenkrais Methode durch 

Forschung zu verwässern und zu verfälschen, der andere Teil hingegen wird ganz aufgeregt 

und hektisch bei dem Gedanken an Studien und Experimente, die endlich den Beweis 

erbringen, dass die Methode  tatsächlich und wirklich funktioniert.  

Die paar dazwischen, die ruhig bleiben, sind entweder die Gewohnheitsschläfer dieser 

Gruppe, oder es sind Leute denen es wirklich egal ist, was passiert, außer, dass die 



 
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C.Theuring/Feldenkrais Research Journal 1 (2004) 

Krankenkassen SOFORT anfangen sollen Feldenkrais Lektionen zu bezahlen - oder aber sie 

sind  Wissenschaftler, die schon mal einen Blick auf Forschungsideen und die Fragen, die vor 

uns liegen,  geworfen haben. Es sei hier offengelassen, ob sie aus purer Vorfreude und 

Vergnügen, oder aus Frustration schweigen, das ist dann wohl eher die Frage nach halb voll 

oder halb leer und hängt von der individuellen Persönlichkeit ab. 

 

Dieses kleine Einführung möchte in Grundbegriffe zeitgenössischer Forschung einführen und 

ist für diejenigen gedacht, die noch nie in Kontakt mit Forschungsprojekten gekommen sind. 

Um so etwas kurz und einfach zu halten muss man natürlich die Materie ganz schön 

reduzieren, daher appelliere ich an das Eigeninteresse und die Eigenverantwortung des/der 

Leser/in, immer im Hinterkopf zu behalten, dass eigentlich alles viel komplexer ist, als hier 

dargestellt (wie immer...). 

Warum eigentlich Forschung? 
 

Wissenschaft hat eigene Regeln, Prinzipien und vor allem auch eine eigene Ausdrucksweise, 

durch die sie sich definiert, wie jedes andere professionelle Feld auch. Diese Standards mögen 

auf den ersten Blick vielen unserer feldenkraisischen Sichtweisen widersprechen und Unmut 

hervorrufen. Der Versuch die Feldenkrais Methode erfassbar zu machen bedeutet jedoch auf 

keinen Fall, dass wir die Methode verwässern oder unsere eignen  Standards verändern 

müssen, aber es bedeutet, dass wir versuchen einen Dialog mit tonangebenden Bereichen 

unserer Gesellschaft zu beginnen; denn ob wir es so wollen, oder nicht:  

 

Wissenschaftliche Darstellbarkeit ist in unserer Gesellschaft eine Grundlage dafür, ernst 

genommen zu werden von Medien, Medizinern, Politikern, Behörden, Krankenkassen, 

Wissenschaftlern etc. 

 

Forschung wird in vielen Bereiche durchgeführt, z.B. in Sozialwissenschaften wie 

Psychologie, Soziologie und Pädagogik, in Geisteswissenschaften, wie Philosophie und 

Geschichte oder in Naturwissenschaften wie Physik, Biologie oder Chemie. Es gibt 

verschiedene Forschungsmethoden, die je nach Gebiet der Forschung und Forschungsfrage 

angewendet werden: quantitative Methoden, mit denen mehr gezählt und gemessen wird; 

qualitative Methoden, die mehr zur Beschreibung eingesetzt werden. In beiden Richtungen 

sollen neues Wissen und neue Erkenntnisse erlangt werden und beide Richtungen sind 

relevant für Forschungsprojekte im Rahmen der Feldenkrais Methode, auch wenn sie auf sehr 



 
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verschiedenen Grundlagen/Verständnissen beruhen.  Grob kann man Forschung auch noch in 

Grundlagenforschung und Anwendungsforschung, je nach Untersuchungsgebiet und 

Fragestellung unterscheiden.  

Grundlagenforschung findet z.B. in einem Labor statt, in dem der Aufbau einer 

Muskelzelle, die Organisation von Gedächtnis, oder mathematische Formeln für die 

Beschreibung einer Wurfbewegung untersucht werden.   

Anwendungsforschung beschäftigt sich mit Fragen, die eher einen konkreten Einfluss auf 

das tägliche Leben haben können, z.B. wie ein Medikament bestimmte Zellreaktionen 

beeinflusst, wie eine Maschine Energie sparen kann, oder wie Athleten ihre Sprint–Technik 

optimieren können.  

Sowohl Grundlagen-, als auch Anwendungsforschung sind wichtig und notwendig um Wissen 

über die Welt in der wir leben zu gewinnen, sie gehen Hand in Hand.  

 

Forschung ist immer auch durch den Zeitgeist beeinflusst und wird gelegentlich dadurch 

verlangsamt  oder, im Gegenteil, vorangetrieben. Denken Sie nur daran, wie lange es dauerte, 

bis die Gelehrten überzeugt waren, dass die Erde keine Scheibe ist, ... aber andererseits auch 

an den unglaublich schnellen Fortschritt in der Entzifferung der DNA.   

In diesem Sinne war Moshe Feldenkrais, mit seiner faszinierenden Fähigkeit komplex und 

vernetzt zu denken seiner Zeit voraus und auch heute hinkt die Wissenschaft manchen seiner 

Gedankengängen noch hinterher (und so mancher Wissenschaftler seinen Fähigkeiten). Einige 

seiner Annahmen jedoch erwiesen sich auch als nicht richtig, oder wurden weiterentwickelt . 

(Siehe Schleip, 2000)  

 

Im folgenden Teil werden nun quantitative und qualitative Forschungskonzepte ein wenig 

genauer vorgestellt.  

Quantitative Forschungsmethoden 
 

Quantitative Forschungsmethoden haben den Anspruch, den Untersuchungsgegenstand 

möglichst genau zu erfassen, das schließt alle möglichen Messverfahren ein: Zeit, Gewicht, 

Größe, Wegstrecke, Länge, Anzahl, standardisierte Fragebögen etc., je nach Fragestellung. 

Durch die Messung gewonnene Daten werden mit statistischen Verfahren analysiert.  

Forscher formulieren zunächst eine Hypothese (“Hypothese” kommt aus dem Griechischen von 

“Vermutung”) und testen ihre Gültigkeit dann durch verschiedene Untersuchungen, z.B.  

überlegen sie sich Experimente, benutzen Fragebögen, machen Tests im Labor, oder gehen in 



 
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eine natürliche Umgebung, etc., all das hängt davon ab, wie sie die Hypothese formuliert 

haben und von Forschung, die schon vorher dazu gemacht wurde. Quantitative Forschung 

wird auch empirische Forschung genannt (“empirisch” kommt vom Griechischen “auf 

Erfahrung beruhend”).  

Die Art und Weise, wie Hypothesen für eine empirische Studie formuliert werden, unterliegt 

Regeln und unterscheidet sich grundlegend davon, wie man im alltäglichen Leben 

Erfahrungen und Vermutungen äußert.  Die folgende Tabelle zeigt daher zentrale 

Unterschiede: 

 

Alltagserfahrung 

 

Empirischer Forschung 

1. Art der Aussagen, mit denen man sich beschäftigt 

 

Beispiele für nicht-wissenschaftliche 

Hypothesen: 

 

Kriterien für die Wissenschaftlichkeit von 

Hypothesen: 

“Es gibt”-Sätze  

(z.B. “Es gibt Feldenkrais-Lektionen, die 

beseitigen Rückenschmerzen”) 

 

“Kann”-Sätze  (z.B.  “Durch Feldenkrais kann 

man aus einem gewöhnlichen Golf- Spieler 

einen Champion machen”) 

 

Annahmen über Objekte, Merkmale, 

Ereignisse, die weder direkt zugänglich sind, 

noch indirekt erschlossen werden können.  

(z.B. “Die Feldenkrais Methode macht 

Menschen glücklich”) –  Diese Aussagen sind 

damit nicht unbedingt falsch, aber sie sind 

unwissenschaftlich, da sie weder widerlegbar, 

noch beweisbar sind.  

Allgemeingültigkeit: Die Behauptung muss 

über den Einzelfall, oder ein einzelnes 

Ereignis hinausgehen, angestrebt wird 

Generalisierbarkeit und das Aufzeigen von 

Gesetzmäßigkeiten. 

 

Ausdruck in einem Konditionalsatz: „Wenn-

dann“-Satz,  (z.B. “Wenn eine Mutter ihr 

Baby mindestens 6 Monate stillt, dann wird 

das Kind weniger wahrscheinlich Allergien 

bekommen.”), oder “Je-desto”-Satz (z.B. “Je 

länger jemand Feldenkrais Unterricht nimmt, 

desto weniger kostet er seine Krankenkasse.“) 

 

Potentielle Falsifizierbarkeit: Es müssen 

Ereignisse denkbar sein, die dem 

Konditionalsatz widersprechen (z.B. haben 

manche Kinder Allergien, obwohl sie lange 



 
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gestillt wurden.) 

 

2. Wie präzise ist die verwendete Terminologie? 

 

Umgangssprachliche Mitteilungen, z.B. 

„Feldenkraisunterricht  hilft den Leuten zu 

entspannen. Dadurch verschwinden ihre 

Rückenschmerzen.“  

! Mangel an Präzision! 

 

Einigung auf die Bedeutung eines bestimmten 

Vokabulars. 

 

-Für die zentralen Begriffe werden 

operationale Definitionen erstellt:  

 

Mit operationalen Definitionen beschreibt 

man genau, was man damit meint, wenn man 

einen bestimmten Begriff verwendet. Moshe 

Feldenkrais hat ja beispielsweise den Begriff 

„Entspannung“ abgelehnt, weil er für alle möglichen 

verschiedenen Zustände vage benutzt wird und es 

dadurch nicht erlaubt einen bestimmten Zustand genau 

zu beschreiben, so dass man genau weiß, um was es 

sich dabei handelt.   
 

3. Wie werden Erfahrungen gesammelt und dokumentiert? 

 

Unsystematische bis zu keiner, oder nur 

ausschnitthafte Dokumentation. 

Systematische Dokumentation. 

Versuch der “Objektivierung”:  

- Die Umstände unter denen Ergebnisse 

zustande kamen müssen detailliert 

beschrieben werden, so dass sie von jedem 

überall unter den selben Bedingungen 

wiederholt werden können.  

- Forschungsmethoden helfen das 

experimentelle Vorgehen zu standardisieren 

- Vollständige Dokumentation, mit 

Nachvollziehbarkeit bis ins kleinste Detail.  
Einfach ausgedrückt: jeder soll überall in der Lage sein 

zu verstehen, was Du getan hast, um zu Deinen 

Ergebnissen zu kommen und jeder sollte auch in der 



 
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Lage sein zu denselben Ergebnissen zu kommen, wenn 

er Deine Experimente  unter denselben Bedingungen 

wiederholt.  

 

4. Auf welcher Basis wird entschieden eine Hypothese anzunehmen, oder 

abzulehnen? 

 

Subjektive Wahrscheinlichkeiten, die auf 

eigenen oder indirekten, durch andere Quellen 

vermittelten, Erfahrungen basieren.  

Zur Entscheidung werden Verfahren 

statistischen Schließens benutzt. Es gibt 

ausgeklügelte Versuche die Ergebnisse von 

kleineren Stichproben auf größere Gruppen 

(Populationen) zu übertragen.  Schutz vor 

Irrtümern durch Risikokalkulationen 

(bedingte Irrtumswahrscheinlichkeiten). 

 

5. Wie wird die Gültigkeit von Aussagen beurteilt? 

 

- Ausgehend von der Intuition 

- eigenes Weltbild 

- Einzelerfahrung  

- Anekdotisches Wissen 

- Grosse Skepsis gegenüber der 

Generalisierbarkeit von Einzelerfahrungen. 

- Forderung nah eindeutig interpretierbaren 

und generalisierbaren Ergebnissen 

-nachvollziehbare Gültigkeitsüberprüfungen 

 

6. Wie wird mit Theorien umgegangen? 

 

Bildung von “naiven Theorien”, oft 

unkritisch, wenig Bereitschaft zur 

Falsifikation 
(Falsifikation bedeutet die Widerlegung einer Theorie) 

Qualitätssicherung:  

Es findet ein permanenter Prozess der 

Überprüfung und Ermunterung zur Kritik 

statt. Die Zukunft einer Theorie ist abhängig 

vom Konsens der wissenschaftlichen 

Gemeinschaft. Ergebnisse werde in 

wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht 

und unterliegen strenger anonymer 

Begutachtung. Zudem herrscht reger 

Austausch mit Kollegen auf Kongressen und 



 
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Tagungen. 
( Aber natürlich birgt das auch den Nachteil einer 

Verlangsamung von “Revolutionen”, denn neue 

Ideen müssen einer sehr kritischen Gemeinschaft 

präsentiert und durchgefochten werden, siehe „die 

Erde ist eine Scheibe…”) 

 

Die Gültigkeit und Aussagekraft von Untersuchungsergebnissen wird an weiteren Faktoren 

festgemacht, zu denen z.B. die interne und externe Validität (= Gültigkeit) gehören.  

 

Interne Validität (= in sich logisch/richtig und gültig) 

 

Eine Untersuchung ist intern valide, wenn ihre Ergebnisse eindeutig interpretierbar sind. 

Veränderungen in den abhängigen Variablen (z.B., dass der Athlet schneller läuft) müssen 

eindeutig auf den Einfluss der unabhängigen Variablen (z.B. ein spezielles 

Trainingsprogramm für Läufer) zurückzuführen sein.  

 

Externe Validität (=Gültigkeit über Zeit und Personen hinweg) 

 

Externe Validität liegt vor, wenn das in einer Untersuchung gefundene Ergebnis auf andere 

Personen, Situationen oder Zeitpunkte übertragen werden kann.  

Qualitative Forschungsmethoden 
 

Qualitative Forschungsmethoden werden meistens in der Sozialforschung (Soziolgie, 

Pädagogik oder Psychologie ) angewendet. Der Anspruch hier ist nicht so sehr objektive 

Ergebnisse durch wiederholbare Messungen zu erhalten, sondern vielmehr komplexe soziale 

Situationen oder Phänomene durch Techniken und Methoden zu erforschen, die die 

Individualität der Beteiligten ausdrücklich erfassen und zulassen. Häufig begibt sich der 

Forscher hier direkt in das Forschungsfeld und es gibt keine künstliche Laborsituation, jedoch 

durchaus bestimmte Forschungsmethoden und Techniken, auf die man sich geeinigt hat, um 

einen gewissen wissenschaftlichen Standard zu wahren. 

Zu nennen sind hier z.B. :  

- Einzelfallstudie 

- Qualitatives Interview 

- Gruppensituation 



 
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- Inhaltsanalyse 

- Teilnehmende Beobachtung 

- Qualitatives Experiment 

- Biographische Methode 

 

Auch in der Feldenkrais Welt gibt es schon qualitative Forschungsarbeiten,  „Der Fall Doris“ 

von Moshe Feldenkrais selbst, ist das beste Beispiel dafür. Aber seitdem wurden auch viele 

andere Fallstudien veröffentlicht, z.B. die Dissertation von Assistenztrainer Robbie Ofir, der 

detailliert die Rehabilitation von zwei jungen, nach Autounfällen schwer hirngeschädigten 

Frauen durch die Feldenkrais Methode beschreibt. (Ofir, Feldenkrais Resources) 

Qualitative Forschungsmethoden werden häufig also nicht so ernstzunehmende 

Instrumente der  “weichen “ Wissenschaften, wie Geistes- und Sozialwissenschaften 

bezeichnet. Nichtsdestotrotz haben auch sie ihre große Berechtigung und liefern einen 

wichtigen Beitrag in der Forschung, da sie sich mit den realen Bedingungen befassen, nicht 

mit kontrollierten Laborbedingungen, die das Leben normalerweise ja auch nicht bereithält. 

Auch können sie oft Anstöße geben, wo man mit detaillierteren Studien und Messungen 

ansetzen kann. Sie haben das Ziel, Hypothesen in einem relativ unerforschten 

Untersuchungsbereich  zu entwickeln und sie dienen der Schaffung von theoretischen, als 

auch begrifflichen Voraussetzungen, um überhaupt erste Fragestellungen in einem 

unerforschtem Bereich formulieren zu können.  

Was bedeutet das alles für einen Feldenkrais Practitioner, der Interesse daran 
hat an eigenen Forschungsprojekten zu arbeiten? 
 

Das bedeutet zunächst, dass jede noch so kleine Fragestellung wichtig und interessant ist. Um 

wirklich in einen Forschungsprozess einzutreten, ist es nur wichtig:  

 

- ...alles genau zu dokumentieren, so dass es auch von Unbeteiligten, oder nach   einiger 

Zeit noch nachvollzogen werden kann.  

-  ...dass, wenn Sie empirisch arbeiten wollen, Sie die Daten mit geeichten Instrumenten 

erheben, (z.B. ein standardisiertes Metermass, eine Stoppuhr), was jedoch nicht 

zugleich hochtechnologisch heißen muss. (Packpapier und Tinte kann zunächst für 

Fußabdrücke genauso herhalten, wie eine computergesteuerte gait mat!) 



 
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- ...dass Sie die Fragestellung einfach halten, denn man kann in der Regel nicht die 

Entstehung des Weltalls mit einer einzigen Fragestellung  aufklären, ebenso wenig die 

Feldenkrais Methode... 

- ...dass Sie die Begriffe mit denen Sie arbeiten genau definieren. „Was meine ich , 

wenn ich von „Entspannung“ rede? Wie definiere ich, dass jemand nachher weniger 

Schmerzen hat als vorher (z.B. in einem standardisierten Fragebogen)? Was meine ich, 

wenn jemand nach einer Lektion Golfschwünge mit größerem Erfolg ausführt als 

vorher, die Trefferquote? Die Zielgenauigkeit? Die Länge des Schlages? “ …(= 

Operationalisieren!) 

- ...dass Sie keine Angst vor Statistik haben. Dafür gibt es Computerprogramme, wie 

z.B. SPSS und Experten, damit muss man sich nicht allein und von Hand 

herumschlagen.  

-  …dass Sie den Austausch mit Kollegen suchen, um die Terminologie, d.h. die 

Begriffe, die man verwendet zu klären um zu einer gemeinsamen Sprache zu finden 

und neue Ideen und Anregungen zu sammeln. Vielleicht sind manche Experimente 

noch nicht so ausgereift und ein Gespräch hilft da oft weiter. 

 

 

 

 

Das Forschungshandbuch für Einsteiger wurde ursprünglich von Carolin Theuring für die 

Teilnehmer des ersten Feldenkrais & Wissenschaft Arbeitstreffens in München im Juli 2003 

zusammengestellt. Dieses Arbeitstreffen wurde vom Feldenkrais Zentrum Heidelberg initiiert 

und organisiert  und fand in der Bundeswehrhochschule in Neubiberg mit freundlicher 

Einladung von Prof. Klaus Schneider statt.  

Herzlichen Dank an Roger Russell und Ulla Schläfke vom Feldenkrais Zentrum Heidelberg 

für ihre unermüdlichen Anstrengungen Wissenschaftler und Feldenkrais Lehrer an einem 

Tisch zusammenzubringen! Herzlichen Dank auch an Prof. Beatrix Vereijken und Prof. Klaus 

Schneider für ihre Bereitschaft und ihr Interesse unsere Neugier tatkräftig zu unterstützen! 

 

 

 

 

 



 
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C.Theuring/Feldenkrais Research Journal 1 (2004) 

Literaturvorschläge: 

 

Bortz, J. u. Lienert, G.A. (1998). Kurzgefasste Statistik für die klinische Forschung. 

Berlin: Springer Verlag.  

 

Feldenkrais, M. (1981). Abenteuer im Dschungel des Gehirns. Frankfurt a.M: 

Suhrkamp.  

 

Lamnek, S. (1995). Qualitative Sozialforschung, Bd. 1/2. Weinheim: Beltz, PVU. 

 

Ofir, R. (xxxx).Motor learning using the Feldenkrais Method in physical rehabilitation 

with traumatic brain injury. Feldenkrais Ressources Teacher’s Catalogue, p. T12. 

 

Schleip, R. (2000). Lichtblicke im Dschungel der Gehirnforschung. Von ‚Body and 

Mature Behaviour’ (1949) bis zur Gegenwart. FeldenkraisZEIT Journal für 

somatisches Lernen 1: 47-56. 

 

 

Carolin Theuring ist Feldenkrais-Lehrerin und lebt derzeit in München. Nach ihrem M.A. in 

Pädagogik, Biologie und Psychologie möchte sie nun noch eine Promotion in 

Entwicklungspsychologie anhängen, in dem Versuch ihren Forscherdrang weiter zu stillen. 

Nebenbei arbeitet sie auch für die IFF als Koordinatorin der IFF Akademie.    

 


