Focus Fall 1995.tif Book Reviews 185 THOMAS LEHR. Die Erhdrung. Berlin: Aufbau Verlag, 1995. 463 S. DM 44,00. Bei Thomas Lehrs zweitem Roman handelt es sich eigentlich um seinen erst en, der jedoch nach Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gllade veraffentlicht wurde. Zu seinem alren nellen Roman Die Erhonmg sagte der Autor, daG Vision und Wahnsinn im 20. Jahrhundert identisch seien. Sein H eld Anton Mtihsal, in Berlin ansassiger promovierter Historiker, sieht Engel und kommuniziert mit Ihnen. Er, der im H au ptberuf geschichtliche Zusammenhange aufzuspiiren sucht, erhalt von damonischen Engeln die Maglichkeit, Geschichle nicht mehr ihrem chronologischen Ablauf entsprechend und distanzie rt , sondern unmittelba r zu erleben. In diesem ProzeG erwachen Tote und der Held durchlebt ihre Todeserfahrung. Kann man "in einen anderen hineinsterben?" (209), fragt 5ich Muhsal, als er den historischen Berliner Januaraufstand "erlebt." "Stirb, bevor du stirbst!" isr die Formei, die ihn auf seinem langen \X1eg begleiter, ebenso die vier Fragen nach Wa hrheit , Politik, Ethik und Gliick. Ein Therapieversuch endet mit kaum mehr als der Diagnose, daG Antons starke Bindungan seinen GroGvarer Ursache del' Verwirrung sei. D ieser hatte selbst Visionen von Engeln, die er auch zelchnere, und del" Ro­ man beginm mit der Schilderung Yom Tod des GroG vaters, den Anton miterleht und der ihn gleichsam traumarisiert. Den Schliissel zu den Bildern soil eine Reise von Bayern nach Siidwesteuropa und schlieGlich in clas Barcelona zu r Zeit des Spanischen Burgerkriegs finden helfen . Mi.ihsals Versuehe, das Leben seines Gro.'Iarmor" bereits im Vorwege durch den Nebensatz "wenn man es poetisch ausdrucken will" ihrer Schonheit beraubt (16). Die Erzahlersprache wirkt zum einen humorvolJ, stilistischer Eigenarten wegen aber teilweise auch holprig und den Erzahlflu!1 storend . Zumindesl ungewohnlich ist etwa die wiederholte Positionierung des finiten Verbs zwischen zwei Infinitiven. Rosendorfer versetzt auf diese Weise seinen Roman al1ch stilistisch mit Zweifeln an bewu!1t auf literarischen Anspruch zielendesSchreiben und fUhrt so die inhaltlich vorgetragene Kritik auf sprachlichem Wege fort. Thematisch stehr er mit dieser Art der Parodie auf der Literaturwelt nicht allein da . Klaus Modick hat bereits in seinem 1988 erscbienenen Roman \\7eg war weg eine vergleiehbare Parodie vorgelegt. \'\furde bei Modick der Wert des Manuskripls als kunstlerisches Produkt durch das Verlegen der narrativen Betanung auf die Suche nach selbigen in den Himergrund gedrangr, so wird bei Rosenberger die Bedeutung des "graBen Werkes" nunmehr durch die Jagd auf den Verfasser desselben ersetzt. University o/North Carolina Christoph Prang ---- ---_ ..... ,-------- Book Reviews 195 WOLFGANG KOEPPEN. Ich bin gem In Venedig warum. Frankfurt: Suhrkamp, 1994. 64 S. DM 28,00. Koeppen, der spatestens mi t seinen drei Romanen Taltben im Gras (1 95 1 ~, Das Treibhalls (1953) und Der Tod ill Rom (195 4) zu literanschem Ansehen gelangt ist, legr nach Es war eil1T1lal in Masuren (1991) mit Ich bin gem in Venedig warton ein zwei tes 'Drehbuch' vor. Die Entsrehung dieser Texte liegt trotz der (spaeen) Veroffentlichung 1994 noch weit vor der des 1991 veroffenrlichten Buches· sie sind fur einen von November 1979 bis Marz 1980 im Auflrag des Westdeutschen Rllndfunks in Venedig gedrehten Film geschrieben worden. Koeppen zeigt (s)eine Reise durch Venedig in 23 kurzen Prosastucken, deren urspriingliche Verwendung als Filmvorlage schon dadurch augenfall ig wird, dag sie neb en Titeln mit kleinen Regiehinweisen wie "Allf dem Canal: Fahrt vom &hllhofzllm Riaho" (7) oder "Die beriihmten Pa/dSle" (37) versehen sind. Die Reise ist mit Ankunft und Abreise einfach aber deutlich umrissen. Neben so bekanmen Onen in Venedig wie de:n Dogenpalasr, dem Palazzo Vend ramin Calergi (Stadtisches Kasino) ocler clem Markusplarz, sueht Koeppen eher unbekannre One personlichen Tnteresses auf. Aile Orre werden in den Schilderungen mit Erlebnissen fruherer Besuche angereicherr oder konfrom ien . Diese Erlebnisse sind d}e fii~ Koeppens Venedigbi ld allsschlaggebenden; die Gegenwart an sl.ch hll1terlaBt uberwiegend Trauer lind Melaneholie. wei I sich (zu) vleles veranderr hat: "Naeh zehn Jahren kommt man wruck. Es ist wie eine Vorholle. Eine kleine Vorholle" (15). So haHe Koeppen auch den Besuch cinzelner Lokalit::iten verweigerr. waren an sie nicht schone Erinnerungen gekniipft. Tr.onder Ennauschungen gelingt ihm jedoch der GenuE des Augenbltcks, wenn er beispielsweise gebrannre Espr:sso~ohnen riecht, oder das Leben in den engen Gassen betrachter lind lI1~~tten .einer ~enge Menschen Einsamkeit Spurt. Koeppen beschwort die Anzlehungskraft Venedig s, einem "On des Gro~enwahns, der Raffgier, der Himerlist, der schon en Tauschungen, ~er L~merwahrenden Geilbeit und der ewigen Hoftnung" (3 1), der Ihn s~lI1em Wunsch naher kommen laBt, ein Gespenst in der Wasserlufr zu sell1. Dies~s B~ch kann. in erweitenem Sinne als R eisebueh gelten und hat beabslChngt alltoblographischen Charakter. Koeppens Reisebi.icher Focus on LiuralW Vol. 1, No.2 (1995) 196 Focus on LileratIlr sind haufig Vorsrudien loU Romanen, so wird seine Suche oach einer Romanfigtlf, die er setbst ist, auch hier offenbar. Koeppen nut'll den Vaneil, den eine Reise in die Fremde flir ihn hat; es fallt leichter, Uber sieh l.U sprechen, wie er in seinem Essay in An Ariel lind den Tod denken sch reib t: "Es sind andere Spiegel, vor die man sieh stellt" (Die Zeil, 26. April 1968, 46). Diese Reise ist keine Flucht, denn durch die Enrfernung vorn gewohmen Standpunkt wird ein Perspebivenwechsd im Blick auf die eigene Person moglich. Es ist eine Reise in das Innere Koeppens. Oer Ich-Erzahler spiegelt sieh in durch venezianische I mpressionen spontan ausgelosten oder neu ausgegrabenen Erinnerungen an Erlebtes, sowie in hisrorischen Gest~Jten llnd Onen. Die Umwe!t 1St Koeppen trOlZ der vieleo Erionerungen lind der vorangegangenen BeslIche fremd; doch er Ia:fh sich auf die fremde Umgebung ei n, will selbst fremd sein. Er nimmt mit allen Sinnen Eindrucke auf, versucht einfiihlend zu seio, (raumt Erinnerungen weiter oder reflektien kritisch. Auch ist das Buch eine Reise durch das Venedig versehiedener Zeilen. lm Text werden Eindrucke, Tdiume, Erinnerungen, Beob achtungen, Empfindungen und vielfache geschichtliche Remini szenzen, Bilder und Figuren aus anderen Jahrhundenen collagiert, so claB Fiktion und reales Er-Leben sich auf h6herer Ebene durchdringen: "Dber mir die vier goldenen Pferde des H eiligen . Gestohlen in Konstantinopel. Raubbeute. Kriegstribut. Orden auf die Brust cler EntfUhrergeheftec. Goethe war niche begeistert. Fand die Rosser framm wie Lammer" (40) . Koeppen begegnet auf diese Weise den Venedig.Reisenden aus Literatur und Kunst, die ihm personlich bekannt und wichtig sind. Es gelingt ihm das Hereinhalen der Mythalogie in die Gegenwart, so daB verschiedene Epochen der Gegenwan gleichzeitig sind. Dadurch vollbringt er das KU flSmlick, d ie Zeit aufgehoben erscheinen zu lassen. Oer Leser kann Jahrhunderte durchst reifen, ohne die Ausgangspunkte ganz aus seinem geistigen Auge z.u verlieren; er begegnet unter anderen historischen Gestalten und Ereignissen \,(!agner, Shakespeares Shylock, Napoleon, Carlo Goldon; lind Tintoreno. Koeppen pasit ionien sich als Beobachter, er sei in Venedig "nicht als Verfolgter, nicht als Gefangener, nicht angeklagt, nicht gerichtet, nur als eine-r. cle r nicht mehr belangt werden bnn, ... einer, cler Geschichte nicht mehr mitmacht, wenigstens nicht hier" (28). Dieser auch an anderer Textstelle ahnlich formul ierte Wunsch, sich cler Welt zu entziehen, wircl begleitet von der Relativierung des Book Reviews 197 Seins in clef Geschichte: '"Man spun hinter jeder Mauer das fremde Leben, denkt man wie lange nach menschlicher Rechnung dies schon so ist. hat man die rraurigste Geschichre, den groBen Roman unerhililer WUnsche. Ein ganzes Leben im Labyrinth" (30, 31). Was in dieser Textstelle als Tenor anklingl, wird durch den seheinbar tiber allem stehenden Tod noch verstarkt: "die Toren sind diese Stadt lind ihre Geschichte, sie sind das Kunstsrtick Venedig» (19). Hier drang( sich noch einmal ein Verweis auf die bekannten Vened ig­ Texle anderer Autoren auf, beispielsweise Thomas Manns DeT Tod in Venedig (1912). Insgesamt erscheint neben der Aufhebung der Zeit die Prase'lz des Todes als Chiffre fiir die Sinnlosigkeit des Se itlS . Eine endgu ltige Relativierung? Koep pen erlaub t sich schreibend Uneile gegenuber Orten tlnd Personen, die hochmutig wirken und mit denen er scheinbar seine Beobachterposition amplifizieren will. Dies hinterHifh den Eindruck, als wolle er das Unbeteiligt-Sein herbeischreiben und verslarkt meinen Eindruck, daB ihm die Rolle des unbereiligten Beobachters nicht sellen schwerfallt. Koeppen scheint einem schon aus seinen frilheren Reisebuchern bekannten Schema zu folgen; er vergleicht den besuchten Ort mit dem, was dieser in der Wahrnehmung und Vorstellung Koeppens z.u verspreehen seheim und offenbar nicht hait, oder gJr nicht hahen kann. Die Stucke si nd in schon von Koeppen bekanntem Prosastil geschrieben. Eindriicke und Bilder sind in haufig asyndet ischer Reihung sehr locker assoziat iv verknupft, urn dann abrupt zu enden. Es ist ein Verzicht auf aufwendige Subordination augenfallig. Die hier verwendete syndetische Parataxe mit mehreren gleichen (!) Verknupfu ngen ist die Grund lage der rhythmischen Prosa, durch die der Leser im Text dahingleiten kann; sie bedingt aber andererseits nicht nur im extrem infanti! anmutenden Satzbau und Spracharmut, wi!! beispielsweise in den folgenden Zeilen: "Wir mu~ten erst mit einem graBen Schli.issel das Eisenginer aufschlieBen, dann die andere EisenginenUr dahimen, und manchmal kam lIns ein Hlind entgegen, und erst mochte er UIlS niche und bellte sehr. lind dann waren wir sebr mit ihm befreundet" (22). Metaphern komplizieren den Satzbau vereinzelt. sie werden nichl nur ve rwendel, urn Eindriicke zu versrarken, sondern allch, urn Vorgange zu rdativieren, so daR sie als Ausdrucksmittel und weitere Verstarkung des Unbeteiligt-Seins 198 Focus on Lileratur erkennbar llnd wichrig sind. SchlieElich fallt also die recht karge Sprache auf clef einen, und die mit Sorgfalt und Prazision bearbeitete zeidiche Dimension auf def anderen SeiIe auf, welche letzdich auch aIs die lirerarisch tragende Idee erscheint. Da eine Trennung des Menschen Koeppen vom Autor Koeppen eine kiinstliche ware, verwunden es nicht, daB er in diesem Buch allch tiber 5ich als Aurar schreibt. Wie hier har Koeppen auch an anderer Stelle nichI verschwiegen, daB ihn eine Last driickr, wenn die Verleger ungeduldig sind. Er hat versucht, sich auBerhalb des deutschen "Lirerarurberriebes" zu stellen, sich nicht zu clem machen Zll lassen. was er in Ich bin gem in Venedig warum eine "'Produktionsmaschine" oennt und ablehnt (Jl). Er vermitte1t das in diesem Buch unter anderem durch seine Bewunderung fur Flauben und sein Schreibtempo. Koeppen ist mit Sicherheit keine P roduktionsmaschine von Literatll r, das zeigt nicht zuletzt die Vie1schiduigkeit seiner Venedig-Prosa. Diese Literatur verrat daruberhinaus die Fahigkeit, Leichtes lind Schweres gleichermaBen zu erschaffen. Universitdt Hamburg Ralf E. Werner ---- ---...... _------- SELIM OZDOGAN. Es ist so eimam im Sattel, seitdas P/erd tot ist. Berlin: Riitten & Laening, 1995. 171 S. DM 29,80. T his is the debut nove! of Selim Ozdogan. It is a passionate and at times angry work which depicts approximately one year in the life of Alex Elau, a 23·year-o ld resident of Cologne and self-styled "Dichter. n The story portrays the struggle of this protagonist through bouts of depression, anger, and intense feelings of alienation . Alex's anger is revealed not only within the context of the plot, but also rhrough the prose itself which is direct, uncomplicated, and at times harsh. This harshness, while at times shocking, is appropriate and perfectly suited ro the story being told. This is a work very much in the tradition of Urich PlenzdorPs Die nel/en Leiden des jungen W or J. D. Salinger's FocUJ on Literality Vol. 2, No.2 (1995) Book Reviews 199 The Catcher m the R)'e in that it portrays the inner struggle of a young man as he fights to find his place in society and to express his indi­ viduality. When we first meet Alex, he is alone in his apartment, drinking stale beer and watching the late news. Th is situation seems to have been going on for a number of days, but Alex is determined to make a change. He uses words like "Schei~dreck" and "unertraglich" to de­ scribe his life, but he also resolves to drive to Munich for a visit with Kai, olle of his best friends, in order to pull himself up OUT of rhis depression. Kai and Alex had prepared for the Abitur together and had remained very good fr iends. In fact, Alex would be w illing to cut off his right arm for Kat if necessary; and it is clear that Alex believes Kai would do the same. The visit with Kai does do Alex some good: he no longer feels so isolated and alone. But it is also during this visit that the anger with in him is first revealed to rhe reader. While at the supermarket, Alex gets into an argumenr with another customer who had bumped into him. Alex's solution to this encounter is to break a bottle over the man's head and run away. This ahercation had been preceded by one with a less violent outcome and demonstrates Alex's inability to deal with what most would consider ro be life's minor conflicts. Although he has some very good friends, A lex feels himself an outcast, and his anger and loneliness are the outward manifesta­ tions of his inner confl ict. At times he even seems 10 revel in his alien­ ation. Alex truly appreciates chaos and believes that the {nlIh of life is to be found in accidental or coi ncidenta l occurrences. This philoso­ phy does enable him to live in the moment, but often causes him not to realize the consequences of his actio ns ~lntil too late. Not that his impulsiveness always obtains a negative result: it is indeed an impul­ sive decision which brings Alex together with the woman who is to stand at the center of his life and his desire. While driving home after his visit with Kai, Alex notices a young female hitchhiker. Because he finds her attractive and feels that rhe company might do him good, he decides to pick her lip. H er name is Esther, and Alex soon finds himself falling in love with her. How­ ever, unlike [he female figure of a surreal novel such as Andre Breton's Nadja who exists on a plane somewhere outside the accepred confines of reality, Esther, although somewhat mysterious, is clearly of this world. The relationship that develops between her and Alex is very 200 FOCIiS on Literatur solidly grounded in eanhly, carnal desire. Their sexual encounters are f~e'!.uent. graphically described. and, ahhough Alex often speaks of hIS love" for Esther, that love is devoid of spi rituality. However, the reader should not be distracted by the nature of this relationship. One can see from the outset that this liaison is destined to fail, bur where the romance between Alex and Esther flounders, the relationship be· tween the reader and Alex flourishes. Alex Blau stands at the center of this work and is one of the most fully developed characters a reader is likely to encounter. His person­ ality is dominated by anger I depressio n, and melancholy, all of which a r~ at times ?eightened by drug and alcohol abuse . If a relat ionship "':lth Esther ,IS to succeed, Alex will have to repress whole regio ns of hIS personality. Although he believes this is what he wants, he is un­ ab le (Q lift himself up from the malaise which dominates his existence. In the. end, Esther.provides him not only with his greatest joy, but also hiS deepest pam. M.any,you~g readers, especially males in (heir laIC (eeos o r early tw~ntl es, I~entlfied profoundly with the protagonists of Die rlettetJ Lelde'l des Jungen W or ?be Catcher in the Rye. The same group of readers would probably identify most strongly with Alex. H e often finds himself on the fringe. Even among his closest friends he is not always comfortable and refers to himself on one occasion as an out­ si~~r among outsiders. Alex's experiences are likely to seem very fa­ miliar t~ many young males, while the countless references to popu­ lar mUSIC, books, and films place the novel in the center of today 's po~ular culrure. For those readers who are themselves still seek ing their pl,ac~, Alex Blau provides a realistic, if not frightening, example. ThIS ]S not to suggest that other readers cannot or will not find this book to be of interest, because wh ile Ozdogan is w riting the Story of Alex Blau, he is also making a Slarement about the nature of writ­ ing iudf. As in Salinger'S Catcher, the narrator in Ihis work is very much aware of his role as narrator. Alex calls himself "Dichter." He frequently mentions that he has written some poetry and that he may even be published, but except for a couple of lines w r itten on bath­ room walls, the reader is never introduced to any of his work. We do know t~at Alex truly app reciates bathroom graffiti: indeed, one such expressIOn has guided his living since he was six[een years old. The expression "No risk, no fun" has been for him quite profound. How­ ever, the most direct statement with regard to Alex's career as a writer Book Reviews 201 comes on the occasion of his birthday, when he states that he will perhaps one day be the greatest writer of his generation and that ... ich demnachst ein Bueh schreiben wurde mit dem Titel SACKGESI CHTER DEPRIMIERTER PSYCHO PATH. voller Blut und Sex und Schwei& und Gewalt, voller Musik und voller HaR. ein Meisterwerk (129). On one level this statement provides the best description of this book one is li kely to find, but it is also certain that Alex's goa l in writing­ such a book would be a highly personal one. It would be a book about him, by him, and for him-the ultimate expression of his ind io vidual ity. T his desire for freedom t hrough the exercise of writing is also revealed in the incendiary poem by Rodney Orpheus which pre· cedes the novel as well as in the "ZU-GA-BE" which follows it. The "ZU-GA-BE" is of particular interest. for in it the narrator states that it has nothing whatever to do with the novel itself and that he is now free to write whatever he pleases. However, while the "ZU-GA~BE" has nothing to do with the novel's plot, it has everything to do with the struggle for identity which Alex has been enduring. What should be a definitive expression of the individual, the telling of one's own Story, ultimately provides its own restrictions from which the author st ri ves to free himself. With this novel Ozdogan has struck the first blow in what could prove to be a captivating literary struggle. University of Cincinnati jeffery S. Hull - -----_ ..... _------ Bodo Kirchhoff. Gegen die Lallji-ichtrmg. Frankfurt: Subrkamp, 1993. 85 S. -. Der A nsager einer Stripteasenllmmer gibt nicht auf Fran kfurt: Suhrkamp, 1994. 6 l S. Jonas, ein ehemalige r Tennisprofi, wird nach Absilzen einer dreijah rigen Haftstrafe aus dem Gefangnis em lassen und kehn an den Focus on LiUflllllrVol. 2, No. 2 (1995) 202 Focus 011 LiceralUr On seines Verbrechens zuruck: ein Frankfurter Stadlcafe, in dem er eiost aus Eifersucht den neuen Liebhaber seiner Freundin Ella ersrochen haue. In diesem Cafe, dem On der Erzahlung, faszinien seine hilflos­ direkte Suche nach weiblicher Warme die Dame am Nachbanisch. Zwischen Jonas und besagter Christine-durch das bevorstehencle Ableben ihrer Tame Slark mitgenommen--erfolgt in einer Atmosphare emotionaler Anspannung das bei Kirchhoff zu Erwanende: man vereinigt sich-in diesem FaU auf der Herremoilette. Doch Jonas sucht nach roehr a!s sexueller Befriedigung. In der Tat reprasentien diese nur eine Seite seines zerrissenen Charakters, der sich seit Beginn seiner Haftstrafe in schmerzhafrer AtiseinanderSetzung mit einem gewissen Won befindet (27, 47). D ieses von Jonas nie exp! izit erwahnte Won ist zum Bipo! sei ner zwischen Abscheu lind Begierde fiir seine ehemalige Freundin hin- und hergerriebenen Exisrenz geworden. Kirchhoff fuhf{ in Jonas', Ellas und Christines Psychogramm aile Bedeutungsvariamen des "haRlichen" Begrifies vor (27) . Nur gibt es fur Jonas keine Losung seines klaffenden inneren Koofliktes. Das Erscheinen des (minelmaBig begabten) Schriftsrellers Roth am Tisch des Cafes bringt die Geschichte zu ihrcm Ende. Denn als dieser prarentiose Bekannte Christ ines jenes ominose WOrt in den Mund aufnimmt (77), erwischt er Jonas auf dem falschen FuB. Dieser falh ins Verhahensschema des Triters wriick, versucht Roth die Kehle aufzuschlinen, und flieht dann vorn Cafe in einen nahegelegenen Fixerpark, wo er sich mutwillig an einer gebrauchlen Nadel mit AIDS infizien; "nichts will er mehr, nur jenes Blut, nur jene Schande, bis zum SchluB" (85) . K irchhoffs Novelle Gegen die Laufrichllmg z.eichner das besturzende Charakcerbild eines von Erfolgsd ruck li nd Suche nac h Liebe lind Befriedigung heirngesuchten H edonisten, der in seine r eigenen Welt emotionalen lind triebbedingten Druckes scheiterr. Bis kurz vor Ende funktioniert die Novelle als psychologisch spannender Text. Die milhsamen D ialoge zwischen Jonas und Christine, verbunden mi t umfangreicher Selbstbeschau und -retlektion dieser "Heiden," fiih ren in die tiefen Schichlen ihrer Charaktere. Nu r die-wie oft in Kirchhoffs Erza hlu nge n-geradezu surrealist ische SchluBwendung wirkt diesma l uben rieben und leicht geschmacklos. Das hat er schon be.sser gemacht. NichtsdestOwenige.r steHr Kirchhoff einmal mehr seine erzahlerischen Qualitaten tinter Beweis und riihrt mit seinem "Kreul.' Book Reviews 20) Wo rt"·Ratsel an Nervenstrangen von Beziehungen zwischen den Geschle<::htern in moderner Zeit. lnsofern iSI Gegell di.e LlIIfrlchwng sowohl gelungen wie em pfehlenswert. Bodo Kirchhoffs monologische Erzahlung, die als Theaterstiick bearbeitet zu Beginn diesen Jahres im Kainer Sch.1uspielhaus uraufgefUhrt wttrde, ist die 60 Seiten lange Anki.indigung einer Srrip­ tease-Vo rstellung, die letztlich niemals st"attfinden wird. Entgegen auch seiner eigenen, du rch das lange Wanen auf die Darstellerin lou nehmenden Trr itation, such t der beredte Ansager beim Leser/ Zuschauer Spannllng all fzllbauen, ihn bei Laune ftir die Peliormance loU hal ten. Dies wird immer schwerer, denn die Dame Iafh auf 5ich wa rten. Und so beginnt ihr Herold lour Oberbrlickung der Zeit, und tim dem eigenen wie des Zuschauers Unmllt Vorschllb zu leisten, das Thema seines Sprechspiels zwischen Schein und Schonheit, Sex lind Begierde, zu erwei lern, und zw;u urn die eigene Person. Was kommen soli ist nichl zu sehen, und nur aus Sicln des Heralds ist Appttit zu machen. Mal schnoddrige, mal saloppe Kommentierungen dieser Sichl schaHen Fleisch an die Knochen cler ominosen Unsichtbaren; Fleisch aus Korper und Seele des Ansagers. Privates mischt sich ins Professionelle, und durch die Entwicklung der eigenen Person wiichst def Ansager vom Verkiinder zum Vermiuler zwischen Publikum lind Oarstellerin. Der Hohepunkt wird erreicht, als sich die scheinbar weibliche "Stripteasenummer" als mannliche ent puppt. Diese iiberraschende Wende kippt irritierend die Spannungskurve tlnd lost den weiblich­ erot ischen Schein abrupt ins Nichts au f. Ade llerr Voyeu ri st! Gleichloeitig bewirkt die platzliche Aufgabe der b isher auigebauten femi nine n Erotik einen ernuchternden Blick auf den bri.ichigen Wa{h)rencharakter der Darbiehmg. Die zuvor eingeflochtenen privaten Details entfalten nun ihre volle Bedeutung. Ansage wird krilische Selbstbeschau vo n Mittler und Zuschauer, und das ist schon so libel niche. Doeh kommt dieser Kick erst spat. Vierzig Seilen kti nnen lang werden. Auc h kann man sich haufig nicht des Eindrucks erwehren, es liegt ein Seitenprodukt bzw. Nachloiigler zu Kin:hhoffs groBem erotischen Roman Infomll vor, und Anspielungen im Text belegen diesen Verdacht (44). Leider werden solche stlitzenden Reierenzen aber 204 Focus on Literatllr nich! durch die Handlung motiviert, sondern lediglich durch d ie Identitat des Autors. Das wirkt eite!' Wahr ist: "Erotik. meine D amen und Herren, ist eine Sache des Hirns, das sol lte diese kleine Geschichre verdeurlichen ... " (30). Der Ansager dieser $uipreasenummer gibr nichtaur. Das ist wacker und redlich. Aber es ware nich! nBrig gewesen, sich ganz so lang zu muhen. Universiry 0/ California, Los Angeles Jobn. Thomas 5iehoff --------------_ ....... ------------- KERSTIN H ENSEL. Tan z am Kana!. Frankfurt: Suhrkamp, 1994. 119 S. DM 29,80. Kerstin Hensel geh6rt zu der Generation von Autorinnen, die in der DDR zu schreiben und zu publizieren begannen, aber 1989, im Jah r des sogenanmen Mauerfal! s, oaeh keinem groBeren Lesepublikum bekannt waren. Sei! Aniang def 80er Jah re hat die 1961 Geborene Gedichtbande und Erzahlungen, Essayisti sches sowie einen Roman veroffemlicht. 1991 wurde sie mit dem Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt ausgezeichneL E ntgegen den laufenden Diskussionen urn die n achha lti ge Bewertung der DD R, in denen die Vermischung unterschiedlicher Lebensgeschichten zu wenigen kollektiven MUSlern (wie Tater/Opfer, MitlauferlOppositionelle liSt) dominiert, versucht Kerstin H ensel gerade in ihren neueren Erzahlungen Entwii rfe von individuellen Lebenslaufen und dem Erleben von DDR-Wirklichkeit darin z.u ge­ stalten. In einem Interview mit Nel/em Deutschland am 22. J anuar 199) beamwonete die Aurarin die Frage nach dem Leirvers ih rer Genera­ rion mit: "\VIer, wenn ieh schriee horte mich denn .... " Hensels neueste Erzahlung Tanzam Kanal ist ganz auf die Erlebnisse und Erinnerungen einer Person abgestellt, die in konsequem durchgehaltener Jeh-Form dargebOten werden. Hensel schreibr die fiktive Autobiographie der Ga briela von H aBiau. 1m Sommer 1994 beg in nt diese Frau, einer plotzlichen Eingebung fo lgend, ihr Leben aufzusch reiben. Nach Jah ren des Focmon LitmtturVol. 2, No.2 (199;) Book Reviews 205 unfreiwilligen Vagahundierens ist sie in ihre (fiktive) H eimatsladt Leibnitz zuriickgekehn. D er existenzieJle Tiefpunkt-sie ist obdaehlos und se h liifr unter einer Briicke-wird zu r \Viedergeburt. zum buchstiiblichen Nullpunkt : "Keiner weiR mehr meinen Namen. was ich getan habe, was ich war, wer ich bi n" (17). Urn so mehr fiib lr Gabriela sich zum Schreiben berufen . 111re Erinnerungen decken einen Zeitraum ab) der von den friihen 60e r Jahren bi s in die jiingsre Gegenwart reiehr. Gabriela wird in eine priviligierte Familie hi neingeboren. Der Valer ist Obermedizinalrat am stadtischen Krankenhaus. DasMadehen wkhst heran in einem Klima, das gepdigl ist vom Standesbewufitsein des unz.ufriedenen Va lers. D essen Erwartungen vermag Gab ri ela ebensowenig zu erfiillen, wie die Anforderungen der sozialistischen Gesellschaft. in der sie als Kind cler Intelligenz stigmali siert ist. Tn der friih gef\lOdenen Erkenmnis es ni emandem recht mae hen zu konnen , versuchl Gabriela sic h clem Einflua yon Familie uod Staat zu emziehen. Das phantasiebegabte Madehen suehl d ie Nahe a nderer AuBenseiter, Kiinstl er zumeisl oder Kiinstlernalu ren, die sel bst eine standig von auGen bedrohte Zwischenexistenz fiihren. Diese Verbindungen werden schnell lind zuweilen gewahsam unterbllnden, wen n der Vater oder die Staalsmacht, vertreten durc h Lehrer und andere Offiziell e, eing reifen . Der ze ilgleieh stanfindende morali sche Verfall beider Mac htinstanzen verdeutlicht sich an einem neuralgischen Pu nkl cler Erziihlung: Gab riela wi rd durch zwei U nbekan m e ve rgewalcigl. Die Tater kennz.eichnen ih r Opfer durc h ein ei nger irz tes Kreuz. am Handgelen k, eine Szene in cler clas ofter aufgerufene Thema der Stigmatisierung Gabrielas durch ihre Umweh in fu rchtba rer Weise manifest wi rd. D ie Behorden wollen die feige Tat vertuschen. Indem Gabrielas Vater sich dazu hergibt, das Zeichen durch eine H auttrans­ plantation Zll eOlferneo, wird auch se in Versagen o ifensichttieh, seine in mancher H insicht plausible Rolle als Opfer der Sraalsraison am· bivalent. Die Rekonstruktion def Lebensgeschichte vollziehl sich in eine r einfachen, oft an kind licher bzw. jugendfieher Wahrnehmung und Bilderwell o ri entierten Sprache. D ie episodise he Bauform de r E rzahlung, die sich weirgehend auf die chronologisc he Abfolge der Ereignisse beschrankt) die Schilderung aus der Froschperspekt ive und die Bewegung der Prmagon istin in umerschiedl ichen Schichten und Milieus, schli eBlich ihr Status als Aufienseiterin und Beobaeh rerin, 206 FoClls on LiLeralllr korrespondieren mit Konzepten des Schelmenromans. Die fur diese Gattung typische ironische Distanz der erzahlenden Figur zum Dargesrellren fehlt dagegen vollig. Erzahlendes und erlebendes Ich liegen sehr nahe beieinander. uFremdes" Sprachmareriai in den Dialogen, das "gure Deutsch" des Va ters und die Phrasen der Funktionare, wird (z.1. durch die Nachahmung von Sozio- und Dialekt) wiedergegeben, ohne dal? die Monoperspekrive cler Erzahlung aufgehoben wird. Zeitgeschichtliches, wie man es von einer AutObiographie erwanet, bleibt auf den engen Blickwinkel der Ertihlerin beschrankt, es finder meist in Nebensatzen stan und bleibt weitgehend unkommentiert. D ie schmerzhaften Erinnerungsschube alternieren mit Einschiiben aus der Erzahlzeit im Nachwende-Deutschland. Gabriela beschreibt ihre Wege zwischen der Suppenkiiche der Caritas und ihrem Schlaf­ und Schreibplatz unter einer Brucke. Andere Verlierer der Einheit treten auf, "alre Kanahanzer" (15), die wie sie unter den Briicken leben. Die Portraits, die Gabriela von Ihnen enrwirft, bi lden den Konrras[ Zll der sozialen Typenreihe, die in den Erinnerungsepisoden geschildert wird. Hier wird auch der SchreibprozeB thematisiert und reflektiert. Der Kanal, mit dem die Protago nistin allch romantische Kindheitserinnerungen verbindet, ist ein inhaltlicher Bezugspunkt der Geschichte, an dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen und nicht zufallig der On, von dem aus Gabriela ihre literarische Spurensliche aufnimmt. Fortkommen und Stagnation des Schreibvorgangs spiegeln sich im Zusrand des Gewassers. Der Schreibproze~ tritt in eine Art Wende ein, als die Autobiographin von den Redakreurinnen einer westdeurschen Frauenzeitschrift entdeckt und veroffendicht wird. Die nachfolgenden Erinnerungschiibe bleiben von der Entdeckung der Autorin nicht unbeeinfluBt, die nun glaubt, fiir ihre Gesch ichte einen SchluR finden zu mussen. Ungereimtheiten sch leichen sich ein, die eine interne Fiktionalisierung des Erzahhen seitens der Autobiographin andeuten. So nimmt 5ich, nachdem Gabriela die Schule und die ihr verordnete Lehre hat vorzeitig been den mussen, die STASI ihrer an. Die ihr er6ffnete Kun stlerinnenexistenz als spitzelnde Poetin in der Kulturszene schlagt Gabriela nach kurzer Zeit aus. Dem Zugriff iruer Fi.ihrungsoffi2iere, srereoryper Agenrenfiguren, entzieht sie 5ich gewaltsam. Die verb lei bend en Jahre bis zu Wende (mehr als ein Book Reviews 207 Jah rzehnt) verlebr Gabriela unbehelligt auf einem Bauernhof in Mecklenburg. Hier erzeugt der Text Leerstellen und ladrzur Gegenlekttire ein, fordert daw heralls, die Ehrlichkeit der Ertihlenn in Frage zu stell en. Tallz am Kana! ist ei n Buch, das die Geschichte einer Einze lnen beschreibt und auf verschiedenen Ebenen fiktionalisiert. Die Frage danach, wo Rekonstruktion autnon und Konstruktion beginnt enthalt anregende Deutungsreserven fiir eine krirische Rezeption. Universiltit Hamburg Mirko Nomcheid ------------.......... ------------- BRIGITTE STRUZYK. In ·vol/en Ziigen. Riick·sichten. Berlin: Aufbau, 1994. 167 S. DM 29,80. Brigitte Slruzyk's work as a poet shines through in rhis collection of fony-four shorr prose pieces. She offers densely wrinen texts that re­ semble poetry in thei r economy of language and wealth of impres­ sions. H er title In vol/en Ziigen. Riick-sichtell is already ind icative of the mu lt iple layers of mea ning t hat enrich her images. The first part of the title offers a literal image of travel in full trains, wh ich cou ld be very full during busy periods in the former GDR, since compan­ ments on the Reichsbahn had eight seats each instead of the six of the Bunde1bahn_ Train travel connOtes a movement of individuals, groups or an entire society [award a common goal. Unwilling travelers in the exper imenr of socialism find themselves deponed rather than trans­ ported; personal goals are compromised on the road to a workers' utop ia. In a figurative se nse, the expression "in vollen Ziigen" refers to drinking life in deep draughts, or living it to the fullest. However, the verb ugenieBen" is nOt used, suggesting an -enjoyment compromised fo r the sake of societal coex istence. The second half of the ti de also has numerous implicat ions: not only that of "Rucksicht nehmen," or be­ ing considerate of other people, but also of a "'RGcksicht," a looking back, a reminiscing. This retrospection can cause a "Verriicken der Siehl" in wh ich opinions and attitudes change. Furthermore, Srruzyk's F()(IIS on LiterawrVol. 2, No.2 (1995) 208 Focus on Literatur intentional division of the word "Rlicksichten" makes possible a ref­ erence t~ the verb--"sic.fnen," which suggests not only looking, bur also. seekmg. All these shades of meaning are present in Srruzyk's col­ lection. S~ru~yk takes h~r readers on a journey through the landscape of Thurmgla, from Weimar to Berlin, from Buchenwald to the Prenzlauer Berg. She travels through time, beginning with her childhood in the immediate postwar years and then forward to the student movement of the late 1960s, the births of her children, various encounters with bureaucracy in (he GDR and in particular the problematic relation­ ship with her oldest daughter. Her playful use of language appeals to the senses: take her references to the taste of nenle soup, the sound of rock-and-roll music, .and the sight of monuments in \'(Ieimar to great figures of German history. She conveys pain as well as. joy, and fla­ vors her descriptions with colorful expressions from the colloquia l language of her childhood in Thuringia. Hers is a fullness of life in which fami ly and relationships play an important parr. . German politics and hislOry are a conspicuous back.ground against whlCh.Struzyk portrays everyday experience. From her retrospective narrative stanc7, she t:11s the. Story of an ever-present German past and of a sometimes thmly-veiled continuity from National Socialist Germany to the SED.Regime. Although this volume appeared some years after the unification, unification is themarized only in a limited way, and many of the pieces may have been written before unifica­ tion. In the schools of the Eastern bloc, Struzyk learned to be critica l of ~:r aunts, who called the height of Nazi power "unsere glucklichsre Zeit (18), and of her grandmother, who believed [hat when she had burned her stamps with the " ... Flihrerkopfen ... , wiiBte kein Mensch auf dieser Erde mehr, daB es diesen Mann, den sie verehrt hane, jemals gegeben hane" (1 1). She emphasizes the institutional simi­ larity between the National Socialist Bum/ demscher Madchen and tbe jungplOniere in the GOR. She describes how some individuals were ~stracized for their Nazi past, but says: " ... jeder haue hier eine {Iflstere Vergangenheit, denn jeder hatte eine Vergangenheit, und mit geniigend bosem Willen war auf jeder entnazifizienen \Vene noch ein dunkler .Flec~ zu e~tdecken" (20)_ Struzyk's questioning of past and present IS eV ident In [he following excerpt from [he childhood vi­ gnette entitled Zehenspitzenzeit. The last line refers to her father, who Book Reviews returned to the family emaciated after the war: Davongekommen 1.1I sein, von gekolllmen sein. Sein. Mehr nicht? Mehr. Von vorn anfangen. Alles anders m;lchen. Verb issen verbessern-Esser sein. Er war unser Voresser. Er nahm "ZuerSl, der Erniihrer ... (16) 209 Although the socialist regime called on everyone to do things differ­ endy-and better-Struzyk questions how this can occur when the same patr iarchal structures form an inlegral pan of the "new" era. Her critique of the regime which oppresses from above is later evi­ dent when she protests the arreSt of an innocent classmate, when she requeStS (and is denied) permission to end a second unwanted preg­ nancy and when her oldest daughter-the one who sees things differ­ ently-is committed to a sanatorium and essentially driven [Q insan­ ity through the inhuman treatment there. For Struzyk, not all life experiences are positive, but it is important to live them consciously. By no means does this tex t concern itself solely wit h the National Socialist past , but I have chosen the examples above from the first third of Ihe collection to show how Struzyk makes the past come alive in order to heighten the experience of the present. Similarly, Struzyk's deceased oldest daughter is very much a part of her reflec­ lion on life and death in the second half of the collectio n. On the torsos of statues which remain in ruins in Rheinsberg, she comments: " ... ein wahres Denkmal fiir den Tad. Er ist liberall don, wo elwas fehlt. Er ist regelrecht unsichtbar anwesend. Die Regel im Leben" (144). Likewise, Struzyk's daughter is absent because of her early death but ever present in her mother's mind. Strllzyk feels a passionate kinship with this daughter, whom she addresses in the text as "Du. n The birth had been extremely difficult both for mother and child, and perhaps for this reason, the daughter approached life much more vivaciously. In many other texts that thematize the search for identity within the mother-daughter relationship, it is the daughter who holds up the mother as a mirror in which to find herself. Here the opposi re occurs: Slruzyk both celebrates her daughter's life and criticizes the state ap ­ parallls, which set limits defined toO narrowly for her daughter to 210 FoCl/s on Literalw' su rvive within them. Because of her daughter's experience, she ques­ tions her own willingness to compromise, as well as her ability to live life to the fullest . In the last selection in the book, Kein Text Ai/ein, Struzyk's poetic language is heightened to a kind of stream-of--con­ sciousness narrative which I found mildly irritat ing for its density. Nevenheless, this excerpt serves to illustrate Struzyk's method as well the dynamic relationshi p between mother and daughter, between life and death. Und in Mildenberg gingn Du noch einmal hinein als ich nkln mehr konme Ich saG am Ufer sah Dir nach Deine Kreise Das Urvertrauen zwischen Dir und dem Wasser schwand in mir und ich wulhe daB es nicht in meiner Hand lage Du bist nicht zu halten Du bist nicht z:u renen Du warst umerwegs zu Dir selbst lind welcher Weg ist der Tod mitten im Leben (165). I can well imagine selecting a few of these pieces to include in a course on writers of the fo rmer G DR. Those interested in her earlier works, most of which are pOetry volumes, should look for Poesiealbum 134 (1978), Leben alif der Kippe (Gedichte, 1984-), Caroline rtnterm Freiheitsbaum. Ansichcssachell (1988) , and Der wild gewordene Tag (Gedichte, 1989). U1Iiversiry 0/ Washingron Laura M. jackson -------...... _---- --- TANKRED DORST. Die Schattenlinie. Mitarbeit Ursula Ehler. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1994.84 S. DM 26,00. "Hart denn niemand das Geschrei ringsumher?" So begins the preface to Tankred Dorst's newest play, Die Schallen/inie. Elected Playwright of the Year by 7ht!flr.er heme in 1994, Dorst has penned a play that seems to scream back at the injustices that are plaguing modern Ger­ many and other democratic nations. In what is perhaps his most po- FoCJU on Liuratlir Vol. 2, N o.2 (1995) Book Reviews 1 11 liucal piece since Toller (1968), Dom is again wresrl ing with the ques­ tion of how we live Ollr lives. As with many of the other plays Dorst has written in collabora­ tion with Ursula Ehler, Ole SciJallenfulle situates the conflict within a family (what Dorst ca ll s an '"unnatura l institution") . Mahhus, a lib­ eral who once belonged to the radical movement 01 1968, is faced with the horrible reality that his son, lens, has embraced everything that Mahhus abhors. A It hough raised in non-authoritarian fashion, Jens's rebellion aga inst his fat her and society culm inates in racist ac­ tivities and, ult imately, in his murder of a black man. But this is not only the story of a skinhead teenager who has commilted J h.uecrime. Dorst contextual izes Jens' violent cri me in fa iled social srructu res­ thus Implicating schools, the family, and the legal system. Above all, white liberal guilt ap pears to be on the line in this oudine (Schaum/uIIe) of violence. The first scene, "Nicht ich,H portrays ~Iahhus' puuling e.ncolln­ ter wnh "der Schwarze," a black man. Dorst sets up a contrast be­ tween Malthus's liberal rhetoric and his be.fuddled act ions-a nft that div ides his personality.ls well as his fam ily. "Oer Schwarze" simply shows up outside (where the audience can't see hi m) and ~ Ialthus in­ vites him in. It is never clear why he invites him Ill, or how these men know each orher, Although Mahhus' door is always unlocked and "wer rein will, kann rein" ( I I), "der Schwarze." sm.lshes in the glass door and stands barefoot on the white carpet ing, bleeding. ~ I ahhus is torn bet ween preventing his ca rpeting from being sui ned (read: keep­ ing African blood from tarnishing the white race) and his desire to connect wirh this black man. Although Mahhus is trying IO bridge a racial gap by inviting "'cler Schwane" inside his home, he nonethdess resorts to understandin g "der Schwarze" as an exoricized racial pres­ ence. Fo r exampl e, Malt hus says, "[T)ch li ebe die J.n imJli sche Sch6nheit der schwarzen Rasse .... Du bist so sc ho n!" (13). "Oer Schwarze" is immediately reduced to his racial origin and thereby linked to fetishized myths about so-called primitive races. Another moment captures op­ posing impulses in Mahhus: "Erwarrest du, daB ich N igger zu dir sage? ... Nigger! igger! N igge. r! !eh sag's aber nichl. Dieses Won wirst du von mir nicht horen. N iemals'" (13). ThegeslUre to befriend "der Schwarze" ec hoes colonial paternity, as can be seen in Mahhus' condescending tone: "du arme KreaturH (13) and "du armer AsylantH 212 FoClls on Liceratur (15). Mahhus's white liberal guilt compels him to confess: "ich bin der Schuldige, ich!" (H) , but Dorst reminds us of the vacuity of such comments with the tide of this scene, "Nicht ich." As if to signal that our dramaturgical journey in this play will nm be realistic, Dorst ends the scene with a musical number, Ii fa Brecht. Reminiscent of Dorst's earlier marionette plays. a song about shoes is sung by "der Schwarze," who dances around with shoes on his head, hands, and feet. The screaming, "das Geschrei ringsum," which Dom mentions in the foreword to the play, takes on a metaphorical presence in the character of the family's severely disabled child, Benny, who never appears in the play. "Wir haben das Geschrei gezeug! und lour Welt gebracht," confesses Malthus (14). Benny has been tucked away in an institution, like a bad family secret, but the memory of his morbid howling disturbs them nonetheless. Thus, Dorst portrays a dysfunc­ tional family that is plagued by its own misunderstanding, violence, and guilt. Mahhus' wife, Lil, is on the edge of insanity and doesn't leave the house. Jenn ifer, the daughter, is never happy at home: "lch habe so ein mulmiges Gefiihl, immer habe ich so ein mulmiges Gefiihl hier zu Hause" (36). But perhaps the greatest problem of the family is Mahhus' own hypocrisy. Malthus' personal politics contradict the liberal, pacifistic ideo logy he brings to his work at the Akademiefor Erwach5enenbildung. For example, shortly before Mahhus discusses his latest speech, "die Harmonie und Gewalt in den Kulruren der Menschheit," he slaps his wife, Lil, across the face. Malrhus preaches non-authoritarian rhetoric to his children) yet he mistrusts them. Jens is sickened by his fae her's counterfeit liberal optimism. He rebels by digging up graves and de­ facing them with svrastikas. When confronted by his father, he only laughs at what he has done. This proves too much for Malthus, who jumps Jens and punches him to the ground. This and other beatings foreshadow Jens' later violent initiation into a nationalist group. Af­ ter his head has been slammed into a wall numerous (imes by a fellow skinhead, Jens comments approvingly: "Das sind meine Leure" (40). Finally,Jens murders "der Schwarze" a&er a confrontation scene which parallels Malthus's ea rl ier meet ing with the black man. Dorst may be suggesting that Mahhus and Jens together form a deadly spectrum of deal ing with racial Others: on the one hand fetishizing them (what Book Reviews 213 Edward Said has called orientalism), on the other hand, threatening them with pure racial hatred. Dorst gives us no more explanation than this. He does not offer tidy solutions. Nor does he portray a scene of recognition or reversal (i n Aristotelian terms), where Jens discovers and changes his flawed ways. Yet, Dorst clearly illustrates our own hypocrisy, in how we disown the violent individuals who are the very products of our cul­ ture. Lil screams in the court: "Ich wollte ihn nicht haben! Ich wollte ihn nicht haben!" (59). However, Dom implies that we all mUSt take responsib ility for the horror that we have created . Jens after all uses the knife, which Malthus gave him in a gesrure of trust, to kill "der Schwarze." The cycle of violence is completed in the last few scenes. Jens becomes a fugitive, running away from the law as best he can on twO broken legs. Malthus loses touch with reality and lives alone in a filthy trailer next to a garbage dump. He is haunted by the ghost of "cler Schwarze," with whom he now identifies and speaks. This last scene repeats-the first one, only now the roles are reversed: "Komm endl ich, N igger!~Hey! H orst du, ich sage Niggerzu dir! _ .. hier gibt's keinen Teppich, komm nur her, Nigger!" says Mah hus (83). He smears cat­ sup on his bare feet and begins to dance, say ing; "5ieh mal, ich habe auch blutige Fiif~e ! Nigger eins, Nigger lowed" (tH). While the white ca rpeting no longer separates them, Dam is clear in making us see that the power relationship between blacks and whites has not changed a great deal. Malthus wants to call himself a "nigger," but he has no real wounds on his feet; he is not the victim of a racial hate crime. Because of his white privilege, catsup becomes an absu rd substitute for blood. Moreover, the rhetorica l gesture of Mahhus call ing "der Schwarze" a "nigger" is a power move that the black man cannot re­ turn. The one critical flaw in the play is the underdevelopment of the character of Lil, Malthus' wife. Like many plays authored by men, Die Schauenlinie is so absorbed wit h the confl ict between father and son that the mother disappears. Regrettably, we lose the character of Lil at the end of the play and hear of her only through other charac­ ters' exposition. At [he beginning of the play, she also fits into the stereotypical characterizalion of yel another woman who has gone mad, although to Dorst's credit, she seems to regain her sanity once , 2H FOCI/5 on Ljter-atur she is rid of her husband. Yet, because we never see her again on stage, Lil is confined to the sidelights, allowing the dramaturgical space for the baltle between father and son to take cemer stage. Overall, Dorst's Scbacrenhme is a powerful and important drama which problematizes racial violence-a topic which should be of real concern to German)" given recent nationalistic hate crimes. Dorst is sllccessful with his intent to wake his audience up, to get them ro listen [0 "'die Gerausche des Schreckens," because to take such horrors seriously ffit!ans, above all, to hear what one may not want to hear. UmverSlt), of \\'Iasbl1lgroll Kaue N Johnson • 1. '1' HERRAO SCHENK. Am Ende. Cologne: Kiepenheuer & Witsch, 199~ . 189 S. OM 3{,OO. An opinionated elderly woman desperatdy seeks to retain control over her daily life in the wake of her husband's stroke and her own deteriorating physical and mental heahh. In Am Ellde, her filth novel, Herrad Schenk (born 19 .. 8) synthesizes her training in the social sci­ ences with the art of tiction. Schenk wrote her doctoral thesis on ger­ ontology at the University of Cologne, has published several schol­ arly texts on this subject as well as on the women's movement, and was on the faculty at the University of Cologne [rom 1972 to 1980 befo re leaving academia to pursue a career as a freelance writer. As in her novels Abredmllng (1979), Ullmogfich eil'l HailS m der Gegenwarc ZII ballen (1980), and Die Unkundbarkeic der VerheissllTlg (1984) , Schenk uses a first person narrative to [ell the life story oiElii and PauL Memories of the past are intertwined wi th the everyday events of Elli's and Paul's present life in the last decade of the twenti­ eth century. Elli proudly recalls her earlier life, when she and Paul lived on thei r own in the country. She tended the garden while he pursued:l; successful ca reer in journalism. Now in a city apartment, Elli mUSt .s:uisfy her love of gardening with potted flowers on the FOt.UJ on Lituatllr Vol. 2, No.2 (1995) Book Reviews 115 balcony and care for her invalid husband at the same time. But behind these banal descriptions of everyday life lies a lifelong tale of happi­ ness, tragedy, and suffering. ElIi's dreams and daydreams transport her back (0 her childhood, her early adulthood, .l.nd the more recent past. The reader learns of happy events: of her counship with Paul, of his seventy-fifth birthday celebration, and of his journalism prize. Sporadic allusions (0 the tragic side of Elli's life-the miscarriage of her first child, the death of her eight-year-old daughter, and the death of her own sister during the war -pique the reader's curiosity about the details. But only late in Ihe novel is EJli capable of revealing the whole story. The conclusion of Am ElIde poignalllly captures the es­ sence of the deep love and pride which developed t hroughoul Elli and Paul's lifetime together and which served them well in the trials of their later life . Am Ende is more than a story about an agi ng couple's life to­ gether; it also addresses important questions about cJ.ring for (he eld­ erly. By including in the narrative Paul's daughter, his grandchildren, the housekeeper who is supposed to check periodically on Elli and Paul, and the civil servants who bring meals to the elderly, Schenk poses one of the central questions of aging: how do;!s society help the elderly maintain their dignity and sense of independence without let­ ting them harm themselves? Schenk sympathetically portrays Elli as struggling with incontinence, loss of sight, and a failing steadiness of hand, but as one who ignores her own physical weaknesses in order to ca re for her husband, her only remaining soul mate. Schenk effec­ tively captures the mental state so typical of the elderly-the fear of leaving home, the suspicion of all helpers, and the acquiescem behav­ ior they assume so as not ro bmher others. A III Ende does not crivialize t he state of the elderly. Elli is a st rong character who strives to con­ tinue her life withom olltside help, and who seeks In Paul a compan­ ion and supporter against the unfamiliar. She retains her pride and stoically faces the challenges of her changing life. She J.cceplS the fact that she is growing old and laments only the passing of time: "Das wirklich Traurige am Alterwerden ist, daB nur noch wir seiber wissen, wer wir waren und sind, und aile anderen urn um her es allmahlich vergessen" (25). Schenk's strength lies in her ability to convey El1i's three distinct worlds: her inner world, the world she shares with PJ.ul, and the ollter 216 FoCl/S on Literatur world. Schenk cl~v:r.ly follows flli's decreasing ability to deal with ~he humdrum a~uvmes?f everyday life while simultaneously creat­ I~g an entrance mto. the mner. t ho_ughts and anxieties of her protago­ ~ISt. S~e does so by interspersing lim person with third person narra­ tive, dialogue, and interior monologue. .--1m Ende is an excep ti onal novel which covers unfamiliar terri­ tory as it rep resents the thoughts of an aging woman. 10 her writings on .gerontology, Schenk .has wre.srled with the question of aging theo­ retically. Am Ende provides a different path, an insider's path to un­ derstanding the aging process. Washington Universil)' In St. Louis Jane Soko/osky 217 Contributors CYNTIlIA ApPI. completed a BA and 11A in Germanic Languages and Literatures at the Universi ty of Kansas. She is currentl y at the Uni­ versity of Peon sylvania where she is writing a dissertation on Heinricb Schirmbeck, a German author who has focussed on the relations of science and literallLre in the twentieth century. Her research imerests include science and literature in the eighteenth and twentieth centu­ ries as well as language pedagogy. STl.iI'AN Jux studied hiscory and German Literature at the Albert­ Ludw igs-Uni ve rsi tat Freiburg, Universite Paris IV-Sorbonne, and at the Pennsylvania State University. H e is currently studying at the Christian-Albrechts-Universitat Kiel. !-lis major InterestS in Gaman Literature are Klopstock as well as nineteenth :lnd twentieth Cen· tury. His historical interests are fOCUSed on the French and German Revollilions and Nationalism as well as on [he Weimar Republic. GERIIARD R EICI! is a donoral candidate in the German Deparrment at the University of Pennsylvania, where he is working on a disserta­ tion aboU[ German exi le writers in New York Ci ty during World War fl . H e earned his MA in German Li terature at rhe University of Pennsylvania in 1994. He has a Magister In Philosophy from the Universitat Hamburg.