Focus Spring 1998.tif 60 FOCUSQI/Literatllr Vielleicht entspricht die kleine Fom1 des Gedichts am ehesten meinem lite rarischen Temperament lNTEnVJEW MIT DEM AUTOR HANS GEORG BULLA 6 I Hans Georg Bulla lebt in der \'Vedemark (Niedersachsen). Er t.:erq!fentlidJle E,zähJungel'l, ßsa)&, KIltihen find wrallem Gedicbtlxil1de, danm/ey"'Landschaft mit langen Schauen" (1978), "Weite rgehen" (980), "'Der Schwimmer" (1982), "Kindheit und Kreide" (J986), sowie zahlreiche bibliophile Bücher. Zuletzt erschien der Gedicbtbcmd "Nadltgeviell" (997). EI l/la erhielt verschiedene Preise und Stipendien, H.a. den"Marburger Uteraturpreis" (982), den "Förderpreis für junge Konstanzer Künst.ler" (983), den"Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis" (1985), das~Niedersächsische KünSllerslipendium" (1990) lind den "KuI1-Morawietz-LiteralUrpreis" der Stadt Hanl1ouer(J 996). Dasjo/gendeGespräch mit Hans Geo18 BLillafiibrle Volkerlangebeine fü r FoclIS on Literatur Anfang 1998 in fla/Ulover. Langeheine: Warum schreiben Sie hauplsächlich Lyrik? Bulla: Warum ich nicht mehr Geschichten schreibe, die angefangenen Romane fonschreibe, weiß ich mir selbst nicht recht zu erklä re n. Es hat den Anschein, als sei ich nidu der geborene Erzähler, ohgleich ich für die eine oder andere Kurzgeschichte Preise erhalten habeVicUeid1l entspricht die kleine Form des Gedichts am ehesten me inem literarischen Temperament: Das Gedicht ist auf einen Blick zu überschauen und bietet dennoch Raum genug für jede sprachliche Ausdrucksmöglichke it lind für die Miue il ung von Erfahrungen, Beobachrungen und Reflexionen. Es muß keine Erwartungen an eine Story, an einen PlOt erfüllen und keine Figuren und Charakte re FOClIsoIILiler·atur VoL;, No. 10998) 62 FOCllsonLiteratur emwickeln; wenn es glückl, dann gelingt dem Amor oder der Autorin in den Dutzend Zeilen des GedichtS die nachhaltige Vergegenwärtigung von Individualität und Welt. Langehe ine: In .seinen "Meldungen vom lyrischen Betrieb" hat Hans Magnus Enzensberger die Leser von Gedichten als ~eine kleine, radikale, aber stabile Minderheit" bezeidmcr. Gibt es heute überhaupt einen Markt für Lyrik? Bulla: Einen Marl..'1 für Lyrik, vergleichbar irgendwelchen profitablen Bestsellergeschäften, gibt es im hiesigen üteranuberrieb nicht, es reicht allenfalls für e ine kleine Nische, für die dreißig Zentimeter Lyrik im Buchhändler· Regal - wenn er sie denn überhaupt noch freihält. Immer weniger große Verlage veröffentlichen regelmäßig Gedichtbände, und d ie kleinen Verlage finden mit ihren Büchern oft nicht in den BuchhandeL l.angeherne: AnläßHch der Verleihung des ~Kurt-MorawielZ-Preises" der Stadt Hannover hat johann P. Tammen in de r Laudatio Ihre Gedichte a ls "fein z ise li ene Wonschmiedewerke eines sprachbesessenen und stilbewußr ope ri erenden Wonstellers~ beschrieben. Was ist das Spezifische Ihres Schreibprozesses? Bulla: Da ich im einzelnen nicht weiß, .. vie andere ihre Gedichte jeweils verfenigen , fällt es mir schwer, das Spezifische meines Gedichteschreibens zu benennen. Und eher als von so mysteriösen Dingen wie Inspiration oder Kreativität kann ich vom Handwerk des Schreibens sprechen. Dazu vielleicht soviel: Kein Gedicht ist mit dem ersten Aufschreiben fell ig, im Gegenteil. Nach einer Phase des Nolierens und Sammelns von einzelnen Zeilen, Versen, Bildern oder Einfällen · handschriftlich in meinen ~Aufschreibheftenn - folgt das Erarbeiten von ersten Fassungen, in die auch weiter zurückliegende Notare eingehen können. Dabei ist der pe nützlich, um gegenüber den handschriftlichen Notizen einen etwas "objektivieneren" Eindruck von den Emwürfen zu gewinnen. Es braucht dann, abhängig von der selbstkritischen Distanz, mehr oder weniger zahlreiche Fassungen, bis ich das Gedicht als zunächst "fertig" ansehen kann. H in und wieder macht mich dann aber e in Lektor im Manuskript auf Interview ,nit Hans Georg Bulla 63 die Stellen aufmerksam, an denen ich noch weiter zu arbeiten habe ... Langeheine: Kann man Sie als "Naturlyriker" im weitesten Sinne bezeichnen? Bulla: Schon "Lyriker~ ist keine anständige Berufsbezeichnung, erst recht nicht "Na(urlyriker~. Niemand kann oder solhe "NarurlyrikerD sein oder werden woUen ... EmSlhafter: Natur und Landschaft kommen selbsrverständlich in meinen Gedichten vor, werden ma nchmal topographisch konkret festgemacht , zum Beispiel die Landschaft des Bodensees oder die Westfalens, in jüngster Zeit natürHch auch die hier oben in Norddeutschland. Aber mir geht es in aller Regel nidll darum, sie als e twas Solitäres, nu r für sich selbst Stehendes zu zeigen, was in de r subjekliven Gatfung "Gedicht" auch nur schwer möglich wäre. Die Landschaften in meinen Gedichten sind deshalb - id1 bine um Nach sicht für diese leicht pathetische Formel - eher ~Seelenlandschaften~ . Lallgeheine: Die Titel Ihrer jüngsten Ged ichtbände heißen "Nachtgevie rt" und "Flügel über der Landschaft". Worum geht es in diesen Bänden? Bulla: Der Titel des einen, "Nachrgevien", zieht zwei Zeilen aus dem letzten Gedicht des Bandes zusammen: ~BITrE // treiblmich keiner e in / die Nacllt gehl an / tief im Geviell // ein zu enger Mantel / will mich decken // schl ießt mich ein in / Gegenwart und Gegend". Es sind, aus meiner Sicht, darin doch recht un[erschiedlich e Gedichte versammelt, wenngle ich Bilder von Abschied, Melancholie und Tcx:J, aber auch Trost vorherrschen. Der andere Band heißt nach einem Gedicht dOll ~Flügel über der Landschaft" und ist von Peter Marggraf in seiner Handpresse als bibliophiles Buch gestahet worden. Für mich war die Arbeit an diesem Projekt eine Erfahrung künstlerischer Gemeinsamkeit. Übrigens konnte ich wie hier auch bei dem zuvor genanmen Band ~Nachlgeviert" Einnuß auf die Ges(alcung, auf Typographie und Einband nehmen, was mir recht wichtig iSI. Langeheme: Welche Bedeutung hat rur Sie die Buch-Gestalt l in der Ihre Gedichte e rscheinen? 64 Focus onLiteratJlT Bulla: Ich selbst bin sehr an Bildender Kunst interessiert, habe Essays und Kritiken über einzelne Künstlerinnen und Künstler geschrieben, habe AussleUungen organisiert und Kataloge redigiert. Und narurlich macht es mir große Freude, zusammen mü einem KünsLier ein Buch herauszugeben und zu gestalten - die bibliophile Kombination von Lyrik und GraHk hat nach wie vor einen großen Reiz für mich. Meine erSten Bücher hat der holländische Künstler, Büchermacher und J-Iandpressendrucker Eric van der \Val illustriert und herausgegeben, der nach wie vor meine aktuellen Manuskripte erhält und dann das eine oder andere Buch daraus verfertigt Bibliophile Bücher habe ich dann herausbringen können mit Ralf Escher, einem der besten deutschen Zeichner und Radierer, wie ich meine; mir Burkhart Beyerle, einem recht eigenwilligen, von vielen Kennern geschätzten, von einigen aber unterschätzten Künstler-Freund aus Konstanz , der sehr individuelle Holzschnine für unser gemeinsames Buch geschaffen har; mit Karl-Georg Hirsch, dem meiner Meinung nach bedeutendsten Buchillustrator aus der ehemaligen DDR, der entgegen seinen Gepflogenheiten keine Holzstiche, sondern Radierungen für den in Leipzig erschienenen Band "Über Land" angefertigr hat. Und jüngst, w ie gesagt, das Buch, das Peter Marggraf zusammen mit mir herausgebracht hat. Um nach dieser Aufzählung erwas allgemeiner zu werden: Für mich kommen Bildende Kunst und Poesie vor allem im Begriff des "Bildes" zusammen, im poetischen Bild wie im gemalten, gezeichneten, radierten Bild. Dies sei sowohl recht konkret als auch im übertragenen Sinn gemeint. Anschaulichkeit der Abbildung und Verdichtung, Komposition und Abstraktion, Wirklichkeitsbezug und seine Negation, Eigengesetzlichkeit des Gegenstands und radikale Subjektivierung - alle diese Begriffspaare ließen sich nicht nur auf die Bildende Kunst, sondern ebenso auf die Poesie anwenden. Aber zum Verhälmis von Kunst und Literatur haben sich bekaillluich andere weit kompetenter geäußert, zum Teil schon vor ein-, zweihunden Jahren. La.1lgeheine : Sie sind s icherlich auch ein regelmäßiger Lyrik-Leser. Welchen Einfluß haben literarische Vorbilder? Bulla: Im Gegensatz zur Bildenden Kunst gibr es hierzulande keine IntcIView mit Hans Georg Bulla 65 Akademien, in denen sich Autorinnen und Autoren in Klassen und bei Meistern zur Ausbildung ihrer literarischen Ta lente versammeln könnten. In der literatur ist man gewöhnlich zur Selbst-Ausbildung gezwungen, durch das Studium, die fortgesetz te Lektüre der Autorinnen und Autoren, die einem dafür a ls Vorbilder tauglich scheinen. Für mich gehören erwa Ingeborg Bachmann, Günter Eich und Paul Ce!an dazu, aber auch Sylvia Plath, Hafael Alberti und w. C. Wi\liams. Und natürlich Anneue von Droste-t-!ülshoff, die ja, auf welchem Wege auch immer, dafür gesorgt hat, daß ich den nach ihr benannten großen westfälischen Literaturpreis erhalten habe, und Friedrich I-lölderlin und und und ... Die e igentliche AnsLrcngung bei dieser Selbst-Ausbildung ist nach der Aneignung durch Lektüre und vielleicht der probeweisen schreibenden Nachahmung dann allerdings die Loslösung von solchen hochgeschätzten Vorbildern - es geht ja um d as e igene Schreiben, den eigenen Ton. Im übrigen gibt es unter de n hier und jetzt schreibenden Kolleginnen und Kollegen selbstverständlich auch eine ganze Reihe, deren Arbeiten ich mit Bewunderung, hin und wieder gar mit etwas Neid lese. Langeheine: Sie haben unter anderem fü r Ihre Förder- und Venuinlungsarbeit in Sachen zeitgenössischer Uterarur Ende 1996 den Morawietz-literarurpreis der Stadt Hannover erhalten. Verweist Ihre editorisch-lektorierende Tätigkeit auf eine neue Rolle des Au tors in unserer Gesellschaft? Bulla: Ich selbst habe schon relativ früh e rfuhren, wie förderlich Gespräche unter Schreibenden über die e igenen Texte sein können, habe ebenso erfahren können , was die vertrauensvolle Zusammenarbeit mir einem guten Lektor bedeuten und was die erste Veröffentlichung in Gang zu setzen kann. Aus diesen Gründen versuche ich selbst seit Jahren und mit meinen Möglichkeiten, Literarurwerkstänen zu leiten, neue Manuskripte zu lektOrieren, erste Ve röffentlichungen von jungen AUlOr innen und Autoren herauszugeben oder literarurwenbewerbe zu organisieren. Daß diese Aktivitäten hin und wieder auch öffentlich wahrgenommen werden, freut mich natürlich. Zudem war ich erst in den letzten Monaten als Mentor an einem Förderprogramm des landes Niedersachsen für junge Autorinnen und Autoren beteiligt. Literatur wird in dieser 66 HxusonI..iteratur Mediengesellschaft immer mehr zu einem l\'linderheirenprogramm, ist aber als Medium individueller wie gesellschaft licher Selbsrverständigungs- und Vergewisserungsprozesse nach wie vor unverziehtbar - so meine Überzeugung. Soll heißen: In der gegenwärtigen Siruation braucht üterarur die Förderung, und das heiß!. vor allem die Förderung ihrer Autorinnen und Autoren. langeheine: Welchen Stellenwert haben Schreibwerkslänen und Werksraugesprnche für Sie? Bulla: Werkstangespräche habe ich seil langem in Schulen durchgeführt, 2.B. in Deutsch-Leistungskursen. [n aller Regel ist es für die Schülerinnen und Schüler natürlich von größerem Interesse, einmal einen noch lebenden Autor und seine Texte zu erleben, als nur lnterpretationen zu den vorgeschriebenen Werken des schulischen Kanons zu verfassen· die dann auch noch benOlel werden. Mag sein, daß in solchen Gesprächen auch meine pädagogischen Ambilionen zum Tragen kommen; jedenfaUs waren aUe Beteiligten zumeist recht angemn von solchen Veransralrungen und wünschten eine Fortsetzung. Darüber hinaus habe ich in den letzten Jahren in Workshops und in Seminaren mit Lehrerinnen und Lehrern, aber vor allem auch mit Srudierenden versucht, Methoden und Verfahren des '"Kreativen Schreibens- auch für den Deutschumerricht anrak,iv zu machen · a ls eigenständige Möglichkeiten einer AuseinanderselZUng mit Sprache und Literarur. Bemerkenswerterweise war dabei das Interesse im Ausland noch größer als hierwlande, zum Teil auch dank der Unterstützung durch das Goethe·lnstiruc. So kon.nte ich in den USA und auch in Finnland solche Workshops anbieten, vor allem aber in halien. Mit großem Vergnügen habe ich beispielsweise Lehrauhräge an der Universität in Turin wahrgenommen und don in Intensiv· Seminaren mit Swdenten und Studeminnen für Deutsch zusammengearbeitet, geschrieben und diskutiert. !.angeheine: Gibt es Übersetzungen Ihrer Gedichte? Bulla: Bei den eben angesprochenen Aktivitäten ergeben sich narürlich eine ganze Reihe von Komakten zu interessierten Leserinnen und Lesern und auch Übersetzungs-- und VeTÖffentlichungsmöglichkeiten. Interview mit Hans Georg Bulla 67 Ins Finnische sind einige meiner Gedichte von Raija Jänicke übersetzt worden die unter anderem für ihre Übersetzungen von Manin Walser ausgez~ichnet worden ist, ins Ita lienische sind meine Gedicht~ von Anna Chiarloni, einer Germanistin und LiteraturwissenschaftJerin an der Universitä t Turin, übersetzt worden. Des Finnischen und Italienischen, ich gestehe es, bin ich nicht gerade mächtig; da beschränkt sich die Zusammenarbeit bei der Übersetzung auf Erläuterungen zu den Gedichten bzw. auf die Beantwortung entsprechender Fragen. In den USA hat Fritz König eine größere Aus\vahl meiner Gedichte für das ~Eu ropean Srudies Journal" übersetzt. Mein Englisch ist miulerweiJe vielleicht nidlt mehr das beste, aber hier traue ich mir immer noch eine dezidierte Mitbestimmung bei den Übersetzungen zu. So habe ich in den ach[ziger Jahren den komplenen Gedichtband WWeitergehen~ zusammen mit meinem englischen Freund und Autorenkollegen David H . Wüson übersetzt, der selbst eine ganze Reihe von Theaterstücken, Kinderbüdlem und Romanen geschrieben hat. Die gemeinsame Überselzungsarbeit damals war sehr freundschaftlich und kollegial, für mich bedeutete sie aber Ofl ein Neuschreiben meiner e igenen Gedichte · diesmal als äengl ische Gedichte. Denn oft ist mir selbst erst beim Übersetzen deutlich geworden, an welchen Stellen es trotZ aller Anstrengung bei der deutsehen Fassung an Präzision, Klarheit oder EntsChiedenheit noch mangelte. Dies war für mich in manchen Fällen eine heilsame Erfahrung. Lyrik zu übersetzen ist SO oder so ein schwieriges Geschäft, das nicht mit irgendwelcher professioneller Routine allein zu erledigen ist. $einerleit hauen wir beide aber das Gefühl, gute Arbeit gele istet zu haben. 1m übrigen mit dem Ergebnis, daß viele dieser Übersetzungen in englischen und amerikanischen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht wurden. Leider hat sich kein Verlag zugetraut , alls unserem Manuskript einen kompletten, eigenen Band zu machen .. langeheine: Woran arbeiten Sie momentan? Bulla: Nachdem Ende lemenJalues zwei Gedichtbände e rschienen sind habe ich natü rlich an neuen Ged ichten zu arbeiten . Aber ich bin, ~enn ich ehrlich bin, woh1 im AUhrenblick noch eher in der Notier· und Aufschreibphase, nur eine Handvoll Gedichte sind bislang fenig geworden, wobei dieses "'fertig" ja, wie erläutert, auch nur ein 68 vorläufiges sein mag. l.angeheine: Vielen Dank für dieses anregende Gespräch. HanllOtJer. den 7.januar 1998 69 Contrlbutors --------~~ ~--~~---­ HElEN FER$TENBERG did her undergradu3le work in German anel French Srudie5 at the Universily of Lanca!>ter in England. In 1992 she received a MaSler's degree in Internationa l Affairs from Columbia University, and since 1993 she has been in the Ph.D. program in Ger4 man 3l Yale Universiry. She is currently working on her dissertation on Gennan-jewish writers in [he nineteenth and early rwemiem ceo­ turies. SUSAN HUNNTCLnT is a fourth-year graduale student 3t Vanderbilt Un iversity and has recently p assed her Ph.D. exams. She came 10 Va nderbilt w ich her M.A. in band from Ihe. Universiry cf Arkansas, Fayeueville, where she also eamed her undergraduate degree. Susan Ilunnicun's dissertation topie will focus on Wolfgang Koeppen, and she hopes tO receive a shOrt-lCrm DAAD Research Grant in order 10 look at Koeppen's literary l:x:quesL JULlAN NELSON is currently a graduale sruden! in the Program in Comparative Uterature at lhe Universiry of Califomia , Davis. Julian's area of e mphasis is in Gennan, French and Brilishjln-de-sleclelitera­ tures. Julian is inlcreSled in literary lheory and lcchnology. His dis­ sertalion will be an invesligalion of how technology is used in the novel. He plans on completing his degree next June.