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Von Kreisen und Brücken: Jeanneu e Landers Ein Somrrer in der Wahe der Itke J( Markus Wust 1741 ritik~r, welche si~h mit .Je~nnette Landers 1;71 e rschien~nel1 ll,3 Erstl1l1gsroman E mSOII1JIIT mder WodlCdedrke K befassten, WIesen wiederholt auf die enge Verbi.ndung zWischen Landers Biografie und der ihrer Heidin ltke hin: beide ,vuchsen wibrend des zweiten Weltkrieges in einem jüdischen Elternhaus auf und beider Väter besaßen eine n Lebensminelhandel in einemSchw.m.envienel von Adama. Wie Itke erlebte Lander das zu diesem Zeitpunkt noch meist fnedvolle Zusammenleben zweier von der weißen Gesellschaft ausgeschlossener Gruppen, und es -war eben dieses Zusa mmenleben, das als Anstoß für E m 5(11171)L"" in der \ValX' der ltke K dieme. Auf die Frage nach dem Motiv für ihren Roman antwortet sie in einem 1998 gefühnen Interview: I was tryi.ng to paint a picture. 1 didn't know anything, and these ,,"'ere a11 authent ie experiences, the people III rhe store, and the parents, these were .111 experiences wh.ich actua11y, as an ulte Iior motive, I W.1S saving from oblivion for myselJ. 1 wanted 10 recre­ ate this \",orld, which T had lefr, and 'which no longerexisted. \,\lhen I was writing it i.n 1970, I wanted to save sometlung fr0111 tllli world of the laSt ~ars of the second world W.1L This \\-'.1S a com­ plete1y different world, a complete turnover of lllteractiolls be­ tween different cultures. A case in peim uere ehe Je-<..tlS/; inuligrallls y}JO lud unr stores In Black Irifi;WrIxxx/s. 77xy dan'r fX ist any 101lfF: 77Jey are raallmuxi wfXist; ani Ihe Bidcks uJemdu:s dOn'IWH1L d::emta IV7X'11'ill ltke paints a piaml! cf a rillt": 'I1hen tlJe perp!e cf diffCl<':'Tl1. O,ÜUlß belped mdJ aher am wJen theyaaually liko1 eadJ Olher. This is sOlnething lhat I e:\.'perienced, but which is fading Out of my memory. (Krafl134- 35, meine Betonung) Foo/S on Gem/all 5111dies Volume 8 (200 1) 110 FocJls on Germall Studies Die spezielle Situation z~ischen Absonderung und Koexistenz, in welcher sich Irke und illre Familie befinden, wird von Lander bereits m den ersten Zeilen des Romans angesprochen, Um das Verhältnis zwischen der jüdischen Familie, den afroamerikanischen Bewohnern des Viertels und der dominierenden weißen Bevölkerung auf prägnante Weise zusammenzufassen, führt sie das Bild ineinanderliegender Kreise ein, welche die verschiedenen Schichten repräsentieren: "ltke mit krausem Haar, mit dwliden Augen, lebt in einem Kreis in einem Kreis in einem Kreis. Der innerste ist jiddisch. Der mittlere ist schwarzamerikanisch. Der äußere ist ~\'eißprOlestamischamerikanisch tief im Süden" (13) . Irn folgenden soll nun genauer untersucht werden, wie die Imeraktion zwischen den drei verschiedenen Kreisen, wld hierbei besonders zv.-ischen dem afroamerikanischen und dem judischen Kreis, funktioniert. Ein zweiter Punkt ist die Funktion der Sprache beinl Erschaffen ode r Verwischen von Grenzen z'Wischen den einzelnen Kreisen. Abschließend soll auf die Sonderstellung eingegangen werden, welche Itke in dem Kreissystem einnimmt. Das Geschehen des Romans konzentriert sich auf die beiden umeren Kreise; der äußere, von 'weißen Nicht juden gebildete Kreis, tritt bum m Erscheinung. Wenn dies doch geschieht, werden die weißen (]lJr:Ü .. 1:ere meist als Rassisten und Antisemiten dargestellt, gegen welche sich die beiden anderen Gruppen zusammenschließen müssen, Deutlich v..'lrd diese Opposition im drillen Kapitel: ein weißer repasf:5Sor betriu den Laden von Itkes Vater Taue. Er will einen Radioapparat zurückforde rn, ~,"Clchen ein Kunde an Taues Adresse hat liefern lassen, ohne für das Geiit zu bezahlen. Trotz der Anwesenheit des betreffenden Kunden, T y; im Laden weigen sich Taue, ihn auszuliefern. Stattdessen beginnen die Anwesenden, sich über den Weißen lustig zu machen: "Vielleicht heißt er gar nicht wirklich Jones," sagte Ty Jones. "Na, er hat den Namen angegeben. Ich nehme an, er hat sich irgendwie ausgewiesen. Ja, hier steht, er hat sich mit einem Briefumschlag ausgewiesen, der an ihn adressiert war." "So. Dann wird es stinunen," meinte Ty Jones. "Ich dachte bloß, Jones ist so'n Name, wissen Sie, den man angibt, wenn man auch Smith heißt." (84) Von Kreisen und Brücken: Jemene Landers 111 Daß der Weiße wie ein E indringling in der eigenen \'(felt wirb, zeigt sich auch an der Weise, wie die Erzählerin, Itke, die Ereignisse im dritten Kapitel bis zu seinem Eil1lreffen geschildel1 hat. Sämtliche Personen im Laden werden von ihr als nach einer festen OlOreografie agierende Musiker und Tinzer beschliehen: Durch die engen Reihen der Holzblasinsrrumeme bm das beträch tli che Gewicht der \X!agnersopranistin und Wischewascherin der Gegend, Aunt Bell. Stieß mit runden Hüften gegen den und jenen Bläser, sduniß mit Oberarmen Notenständer um In aquamarinfarbenem Kopftuch und Sonnenblumenkiuel nahm sie den Ehrenplatz auf der Bühn~ ein und sang [ .. .]. (73) Das Bild des von Tatte gefuhnen Orchesters suggeriert eine gewisse Harmonie und Kooperation z'Wischen den beiden beteiligten Gruppen. Dieser Eindruck bricht sofort zusanunen, als der Weiße den Laden betritt: Auf einmal ducbe sich ein Weißer durch die Tür. [ ... ] Mt Sich­ Umgucken und Auf- Tatte- Warten, der plötzlich nicht mehr dirigierte, sondern nur noch eine Bestellung am Telefon entgegennahm Mit Bauch und einem sich distanZierenden Blick auf Sam, der plötzlich nicht mehr tanZte, sondern nur noch die Buchse gebackener Bohnen auf den Ladentisch LU. (83) Nicht nur wechselt Itke wieder zu ihrer normalen Erahlweise zurück, sondern es kommt für einen kurLen Momem auch zu einer pOtentiell gefährlichen Situation, als der Weiße mit Waffengewalt aus dem Laden venrieben und die Harmonie durchbrcx:hen wird. Der "distanzierende Blick auf Sam" lässt erahnen, daß der Eindringling ebenfalls eine AbneiglUlg gegen die Welt empfindet, in die er eintritt, hier speziell gegen Sam, den schwarzen Angestellten. Auch in anderen Szenen zeigt sich die Kluft zwischen den heiden Welten, etwa, als Taue sich weigert, Fleisch an weiße Protestanten aus anderen Stadtvierteln zu verkaufen. Standes sen schickt er die Kunden weiter: Vill 'WO aher soll ich nenliTlen Koteleus? N1ir schieb men nur Schwanze und O iren. In Amerika is do jetzt a nele Sorte vln Schweinen. See hoben alle sieben Schwinze un z\yelli{ Oiren, ober KOleletts hoben see nicht. (127) 112 FcDlS (»I Germall Studie5 Sein ironischer Tonfall diern dazu, die selbstgewähhe Abgrenzung gegenüber der "weißprotestamischell'" \X'elt vor dieser zu übenünchen. Ein weiteres Beispiel wäre der Schulbus, der Itke in eine jüdische Schlue bringt und .. der \"on einem Neger und nicht von einem Weißen gefahren wurde, [der Itke] drei Nachmittage der Woche (abholen kam]. Das Anderssem zu pflegen" (19). Das Anderssem ~-irkt hier beinahe wie eine Zeremonie, 9.~e ein integraler Bestandteil der jüdischen Kuhur. I n diesem Zusammenhang beschreibr hke auch das Jiddische als eine Sprache, "die das Anderssem in sich aufnimmt und daraus ein .in der lleem' Iludu ( .. .J' (2 1). Besonders von Seiten der Juden wird aber andererseits der Versuch ':I.mernorrunen, Verständnis für die Lage der Schwarzen aufz.ubringen lind Ahnlichkeiten zwischen den beiden Gruppen zu finden. Als Beis piel soll hier der Boxkampf zwischen Joe Louis und Billy Conn erwäh.nt werden, den ltkes Fanulie am Radio verfolgl. Eine der anwesenden Figuren kommentiert den im Radio geschilderten Lebenslauf von Joe Louis wld kritisien deutlich die vom Komrnemalor vorgenoITUIK!ße Verschöneruno der historischen Himertriinde, die Ausbeutung der schw.uzen Pkllte~ durch die weißen Landbesitzer. Der Ein~'Urf stellt somit eine ReVISion der weißen Darstellung und Geschichtsschreibung dar, welche die Beh.llldlung der Sch~·.U"z.en durch die eigene Gruppe zu beschönigen versuchte: [ ... ] V.ller, ein Farmpächter in Ahbama, starb, als er vier JJ.hre Alt WJJ. Aberseine Karriere be ... "Farmpächter" h.ön sich vornehm an, als ob er eine FJ.rm gepachtet hat! Ha! In Abbama als Neger! Hat dürfen für den Farmer sich zu Tode arbeiten und den zv,'anzigsten Teil, wenn er Glück hane, behalten, und lehen ~~e ein Schwein in einem StaU, für den er auch noch Miele z.u zahlen [ ... ]. (61) An einer anderen Stelle weist Talle auf die ähnliche Situation hin in der sich Schwarz.~ und Juden in den USA befinden: ",Das weiß hier jede: Neger, der Sdlwarzl5r.' Lachchor der Klarinetten. ,Siehsle, Ty, Llrderfar '\\.'eeß ich es ober nicht, weil ich bin a Neger, weleche ich bin 'WeLfS'" (72). Heike Pau] schreibt zur Signifikanz von Tanes Antwort: [ ... ] inslcad of presenting a r.lcial signifier, "Negro" i.s used here 10 COßßOle a SpecUlC culrur.u, marginal positionality wilhin Atlama's urb.lll geographyin panicular and v.-;thin American societyin gen· Von Kreisen und Brücken: Jeaneue Landers 113 eral- of botb dIe African-American and the Jew. [ ... ] Kovsky's own precarious situation i.s exposed. \'(Ihile he- as J. wlute man­ is in a posilion lO act as a medialOr bet~en the black alld white communilY in favor of bis African-American custon~rs [ ... ] he is nonetheless vulnerable bath 10 white society and lo the Afri· can- A..mericans whose rage he cannot escape. (286) Die Identifikation Taues mit den Schwarzen zeigt sich noch an einer anderen Stelle, als er seinen Weg von Polen in die USA beschreibt: "Auf dem großen Meer bin ich gewesen sieben Wochen lang, WO ich lag Lm Schiffsboden tief unten im Schiffsbauch im Meerbauch mit dreiundsechzig M:l.nn. Jiddische. Krank" (16). P,ml n~rkt an, daß diese Schilderung.sehr .ln die An und Weise el;nnen, wie schwarze Skbven vor der Aufhebung der Sklaverei auf dem amerikanischen Kontinent von Afrika aus über den Allant ik transportiert wurden. Der einzige Unterschied zwischen dem Juden Taue ~d den Sch~'2rze~. besteht darin, d.ß er die Reise, um Verfolgwlg und EUlberufung ~lS Militär zu. entgehen, zu einem gewissen Maß dUS eigenem \Villen auf Sich ndhm, die Schwarzen jedoch keinen Einfluss auf ihr SchicksJ.1 halten. . . Eine \\-eitere Pdr.l.llele ist die Verfolgung bcider Gruppen durch eUle weiße Mehrheit. \'(fahrend die Umerdriid.-ung der Schw'.lfzen im Ro. nun allgegenwjnig ist- ,vie et"Wd in der Ern~nhUlg z.~eierSch wJ.rzerdurch dren Ku Klux KI~n o~er in der Beschreibung des segregienen Kr.lI1kenhauses- WIrd die Verfolgung der Juden in EuropJ. nur sehen ill1gespr~hen. S? hön die Famiüe direkt nach dem Boxkampf folgende ~Iduug lffi RadLo: ,,[ ... ] nunmehr zuverlässige Berichte. I lider und seine feden Anhänger lösen das Judenproblem' durch Verfoloung! durch Vernich.tuug! N~lrdas sclUlellste Eingreifen alllCrikanischer ß~mber[ ... ]"" ~61). \'(fahJ"en~ die sch~rL.en Nachbam noch libcrden Sieg ihres Spol"tidols Jubeln und die Hinweise auf die Unterdrückung de r anderen "Minderheit überhören, werden in Itkes Mutter Erilulenmgen an ihr }-Ieimadalld die ,,~e.ill" wach, in der sie auch schon ßenaclllciligullgen aufgrund ihrer Religion erfahren mußte. Dennoch mischt sich uiller ihre Gefühle auch Nosulgie, eine Sehnsucht nach der Heinut, in die sie nicht zurückkehren kann: "Mit de~ Grundton der Jagelsdlen \X1ehkbge fing M.m-una dann an: ,ln der I-leem 15 alles anderesch ge\\-'e'en.' Zu l-lause Wdr alles anders. In Polen W.lr ~ anders .... Anders. Und nicht umer seinesgleichen" (19). Die ku.ne RldLon~ldung über die Bonumuierungen und illre ErfahnUl"en zeIgen Itke auch die Janusköpfigkeit der y,-eißen GeselJsclldf t des Landes, t14 FOCltS CII Germall Studies das momentan im z:weiten Weltkrieg gegen Rassismus in DeulSchland • . k kämpfte, dessen Universitäten eine inoffizielle, aber ~!.r .same Zulassungsquote für Juden hahen- allgemein, und in der MedlZlluschen Fakultät ganz besonders« (21). . Die intensivste Verbindung zwischen Schwarzen und Juden zeigt sich gegen Ende des Romans, als I lke im Beisein zweier schwarzer Frel~nde, Jimmy Lee Wld Brother \Vllson, mit ihrem Vetter Sonny s~hläft. In ~rer Vorstellung runum sie während des Geschlechtsverkehrs dIe Gestalt ihrer Freundin Jimmie Lee an: "Ich war plötzlich goldblusig, braunhäutig, schillernd, Schmelze; sah ihri mit Augensch1itzwinkeln an" (242). Kurz darauf verschwimmen die Unterschiede zwischen Itke und Jimmie Lee: Sonoy küßte mir Jinunieleelippen. Itkelippen schwollen an, dWlkel von innen her, dick: Negerlippen. Sonny rieb mir mit der Zunge einen schwarzbraunen Innenmund , schwarzrote !-Iöhle , Negermund, warm mit der Zunge mn meine herum und entlang. Lehrte ihn wissen, den neuen Mund, zungenv.>issen. Ich kreiste JimmieleebriistelUldbauch, zeidUlete Kreise schwarc \Veil1e, weihe, weihe dich ein_ (244) Durch das "SchVldraeichnen" der Kreise werden die Grenzen z'Wischen den heiden inneren K reisen aufgehoben; es gibt keine Unterschiede mehr. Dieses enge Biindnis, besonders der jungen Generation, der Außenwelt gegenüber spiegelt sich auch darin wieder, ~e vi7le We~ :uf die heiden Gruppen reagieren. So ant wortet etwa em 'weißer PoliZISt auf Taues Unterstützung eines schwarzen Kunden mit folgenden \'(Iorten: ,,'n gouverdmnmter Jude bringl sein Geld hierher millen in der Nacht Vo.--egen 50'n Scheißdrecknigger. Sag mal, fickt ihr beide die gleiche Niggerhure?" (93). Die entwürdigende Behandlung richtet sich hier in ein~m ~atz im gleichen 11.aße gegen Schv.rarze und Juden. Sie werden belde m dem "Anderen« zusammengefasst, das außerhalb de r eigenen, hier weißen, Erfahrungs- lmd Lebens·welt liegt, das ohne Umerschiede auf Grundlage einer anderen Hautfarbe oder Religion diskriminiert werden kann. Wenn auch solche engen Verbindungen, wie oben beschrieben, z~~schen den heiden inneren Kreisen bestehen, so finden sich doch Siruationen, in denen es zur Abscholtung einer einzelnen Gruppe kommt. ltke etwa macht schon früh im Roman auf die se1bstgew.ihhe Isolalion der Juden aufmerksam. Sie beschreibt Juden als "Klumpen im Von Kreisen und Brücken: Jeaneue Landen:i 11 5 amerikanischen Schmelztiegel, Fremdklumpen, von der brodelnden Masse aboestOßen, sich selbst absondernd, zusammenhaltend mit dem seltsamen St~lz des Fremden, der von Angst kaum <..u unterscheiden ist" (20). Die Absonderung liegt defTUlach nicht nur in de r Ablehnung durc~l die Außenwelt begriindet. Weitere Ursachen sind, wie schon erwälult, die der ji.idischen Kultur inhärente Neigung zur Absonderung, aber auch ein fr~i­ willioer Rückzug auS Furcht "ar dem Fremden. Im Falle der Mutter zeigt sich ~in zusätz.liches Motiv: "Kann aber dafür, was sie denkt, wie sie denkt. Vielleicht auch nicht. Juden, denkt sie, sind auserwähll. Weiße sind Volk. Guisten sind Goyim. Nege r sind Kunden, muß man nett sein zu. Mammawe rt skala" (23 1) . Sie demonstriert hier ein auf ihrer G ruppenzuge hörigkeit bas ierendes Überlegepheitsdenken, ohne zu beachten, daß ein älmliches Denken innerhalb der deutschen Bevölkerung für die Verfolow10 ihrer eigenen Gruppe mitverantwortlich war. Itke macht o 0 . die Mutter daraufhin auf den Widerspruch aufmerksam: "Ein Mensch Ist ein Mensch. Ihr macht ja selber die Unterschiede, die ihr den Nicht-Juden lucht gönnt! Für die ihr den Nicht-Juden des AlllisemitisInus bezicbtigd" (62). Ebenso wendet sie sich gegen die abschätzigen Bezeichnungen, welche Juden für Nicht juden, aber auch \Xfeiße für AfroJITlerikaner verv.'enden: "Ga iSl ein häßliches \'(fon, so ungefähr WIe ,Nigger', nur cbß es nicht eine !vlinorität, sondern fast die ganze Menschheit beuuft. W,)flUl1 sagt ihr ,Goi' ? \'(fanUll sagt ihr nicht immer ,Nicht-Jude'?'"' (63). Auch wenn sie hier einen qualitativen Umersch.ied zwischen der Diskriminienmg gegen eine Nlinderheit auf der einen Ulld gegen eine Mehrheit auf der anderen Seite macht, so betOm sie doch, \\.~e die Einstellung illrer ~.llern jener der .. \'~ißen Bevölkerung älmelt. Gleichzeitig stellt sie auch eine AndenUlg dieser Uber­ zeuoulloen zumindest innerhalb der J·üdischen Gemei.nde, in Auss icht: o 0 ' "Schlug sie slellvenretend für die ganze Itkegeneration, die die erste wolr in diesen fre ien demokrat isc hen Verein igten Sta llen; schlug die stellvertretenden letzten der Generation im alL-autoritären-versklavten­ une inigen-sich-befehdenden-Europa ( ... ]" (63). Es besteht somit HoffnlUlg, daß eine neue Generation die jüdische Diaspora vom ~lspruch der moralischen Überlege nheit befreien lind dadurch eine Offnung herbeiführen werde. Daß man von einer Öffnung, ob nun z.u den Schwar.ren oder den nicht jüdischen \X'eißen hin, abe r noch weit entfernt ist, macht eine andere Szene deutlich. H er zeigt sich, wie illnerhalb der jüdischen Gemeinde Sorge getragen wird, daß die Kontah.1.e zu den heiden äußeren Kreisen selbst im Tod nicht über das Notwendigste hinaus gehe n: 116 FootS Cf1 Germall St Ildies Der Arheiterverein hat eme Begriibnisversicherung, damit die Mtglieder wuer ihresgleichen begraben werden. Eine Schule, damit ihre Kinderlach umer ihresgleichen Freunde finden, unter ihresgleichen heiraten. Vor allem das. Vor allem, daß der jüdische Bocher das jüdische Mädel nimmt. (20) Dieser Zwang zur Heirott unter Juden wird gleich darauf in den Wanen von Itkes Eltern wiederholt: "Ci, Ttkele, a SchUOl un a Schande is zi nenmlen a Goi! Abi nicht ka Goi! Abi nicht ka Schickse!" (20). Die jüdische Getneinde. wie sie von Lander dargestellt v..u-d, leimt eine Öffnung nach außen durch Heirat ab, wobei man hier beachten muß, daß vo r allem Nfitgliede r der chrisdichen weißen Bevölkerungsschicht kaum anders reagieren würden. Bei der Einstellung zur Ehe zeigt sich ein weiterer Unterschiede zwischen heiden Gruppen. Wahrend die schwarze Gemeinde uneheliche Lebensgemeinschaften durchaus tolelien , wird Liebe in der jüdischen Umgebung automatisch mit Ehe gleichgesetzt, wie Jinlluie Lee im Gespräch mit Itke klarmacht; "Du bist so komisch. Ich sage: lieben, und du verstehst heiraten. Bleibst doch eine Weiße. Her~esus" (156) . Die selbstgewJ.hlte Abgrenzung lässt sich .lber auch auf Seiten der Schw.lrzen bemerken, wenn sich Jude n und Schwarze auße rhalb Tattes Laden begegnen: [lLkes Mutter] wartete auf dem Bürgersteig unter den wartenden Negern, die überrascht still wurden, als sie hinüber kam, die sie begrüßten, aber sich nicht mit ihr unterhielten, die sog.lr etwas von ihr abrückten; denn ungewohnt war es gewiß, wenn nicht einmalig, daß Mamma draußen auf dem Bürgemeig unter den wartenden Negern auf die Straßenbahn wartete. (168) Sobald sich die Mutter aus ihrem eigenen Kreis, dem Laden, hinausbegibt, v.-ird sie wie eine Außense ite rm behandelt. Das Miss t rauen gegen Nichtschwarze im Allgemeinen, also auch gegen Juden, welches hier bereits eine Rolle spielt, wird von Brerher \'ifusen deutlich hervorgehoben: Die jungen sind auch mißtrauisch. Zunächst einmal denken sie sich, wieso setzt der sich für mich ein? Er ist v.reiß, hat keine Probleme, jedenfalls nicht meine. Meine versteht er nicht, kann sie nicht vers tehen, auch 'Wenn er woll te; ..vill abe r nicht, oc\er wenn, Von Kreisen und Brücken: Jeanette Landers 117 dann doch nur fü r seinen eigenen Voneil und nidu etwas für meinen. Also wieder Ausbeutung. Nur noch gen1einer. (207) Aufgrund der mit den Weißen gemachten Erfahnmgen befinden sie sich hier in einer Zwickmühle: sollen sie die Hilfe annehmen und dann eventuell betrogen werden oder die Hilfe ausschlagen und eine wichtige (banee verpassen? Da sie die Motive der Weißen mcht verstehen, tendieren sie daz.u, auf Unterstützung zu ver Lichten. Eine ebenso zwiespältige Halnmg lässt sich in der Einstellung zu ihrem Heinutland feststeJlen. Hierzu soll nochmals Srother 'Wilson erwähnt werden: Es is t nicht mein Lmd. Mein Vate,./an:i ist es. Hat mich gepngt, zufällig, mich ernälm, wenn du willst, kläglich, aber emährt, soLmge ich unmündig war. Mein Vaterland wird's auch bleiben; mich unmündig halten, sohmge ich lebe. Ich komme hier nie zur Vollj:ihrigkeit, und die ist Voraussetzung fü r die menschenwürd ige Wahl einer Heimat. (201, meine BelomUlgen) SeiJl Valedtll17erl,lUbt ihm zwar die physische Existenz, eine fre ie EntfalllUlg lind Entwicklung seiner Persönlichkeit Wlrd aber durch den quasi pauian:halischen, von den Weißen repräsentienen Staat verhindert. Noch stärker als bei den Jungen wird bei der älte ren GenerJ.tion dJnn auch offensichtlich, wie ihr Verhalten gegenübe r Weißen im allgemeinen inllner noch durcu das in den vorigen Jahrhunderten, wJ.hrend der Sklaverei geprägte und bis in die Er.t.äh1gegenwa.rt be~,,:ahne Schem.l des gebietenden \'(kißen und des untergebenen schwarzen Sklaven gepi.igr ist. M.rs. Stevens etwa, eine schwarze Nachbarin, v.eigen sich anLmgs, die Wolmung der Familie Kovsl..-y zu betreten; "Aber ich geh' nicht in keine weiße Wohnungen wie das junge Volk diese Zeiten, bloß weil sie haben nicht kein' Sinn rür WJ.S richtig ist und nicht" (46). Ein ähnliches Verhalten legt auch Ruth, die neue schwarLe Haushälterin, an den Tag. Sie, die sonst als sehr resolute Person beschrieben wird, ist plötzlich unfähig, J tke eine Bitte ausZlIschlagen: "Du bist wohl von Sinnen, hätte Jimmie Lee gesagt: J-Joo! Katz' ist mit dein'm Gehirn davongelaufen, hätte Jimmie Lee gesagt. Aber Rutil . Sagt einer \Xfeißen, der Tochter ilues Herrn ludu ,nein·« (179). Wieder liegt es an de r jungen Generalion, welche in eine Ze it des begin nenden Umbruchs hineingeboren v.ru rde, die althergebrachten Zustände zu ändern. 118 Fcx:us al Germall 5wdies Daß diese Zustände nicht auf ewige Zeiten festgeschrieben sind, zeigt sich, als Taues Laden nach dem Tod eines s~hw.uz~n Ma~che,~s geplündert wird. Nach dem Hochkoche,n d~r E,mou,onen m;htet Sich d~e \'(fut der Viertelbe~hner gegen alle, dIe sie mehl ihrem eigenen Kreis z.ureclUlen, das heißt hier Juden. aber auch hellhäutige Angehörige der sch'Mlrl.e.n gehobenen GesellschaftSschicht. I~ besdm:ibl in dieser~.zen.e die Verwandlung der Angreifer wld zeigt, Wie verletzlich das Verhalll~lS zwischen den heiden beteiligten Gruppen ist: "In Kovskys Krom wild wld verzerne Gesichter der Kunden, die Kovsh.-yseit Jahren gekannt. [ ... ] Es waren zu hören ohrschmenende Stirnrnen \."On Einsl-Klarinenen in schrillem Diskord" (252). Die zuvor schon einm.1.1 beschriebene Hmnonie bricht hier für h-urze Zeit, wieder durch Einwirl..-ung der weißen Außenseiter. völlig 2Usammen. Nur die der jüdischen Fa~e am nä~hs t.en stehenden Afroamerikaner halten in dieser Situation zu ihnen, Wle Sich etwa Sam schützend \'ar Itke stellt. Nach dem Abklingen der von der Außenv.-elt aus",elöslen Unruhen kehn man dann wieder zum alltdglichen Leben zurÜck, lind schwarze Kunden helfen bei der Reparatur des Ladens. . \'(fenn man das komplexe Verhältnis der heiden iJUlcren KreISe zueinander und ihre l-Ialnmg dem Außenkreis gegenüber genal\er aJl.u,sien, kommt man nicht umluIl, die von den verschiedenen OlJ.rakteren verwendeten in Betracht z.u ziehen. Interessant iSl hier, daß der Gebrauch einer Sprache nicht nur zwischen den einzelnen Gruppen trennt, sondern es bestehen auch Unterschiede innerhalb einer einzelnen Gmppe. hkes Eltern etwa sprechen nur Jiddisch, welches allerdings schon durch den lano-en Aufenthalt in den USA geprägt ist und vereinzek englische \'(föner enthält. Für ellu<>"e der afroamerikanischen Kunden wählte Lander eine Sprache, rue gra~latikalische Besonderheiten der afroaß.lerika?ischen Mundan, wie etwa doppelte Vemeinungen, im Deutschen ~>'lederglbt. Auf der anderen Seite gibt es Cll.araktere in beiden Kreisen, Wie Brother Wil­ son und Ilke, die zwar die jeweiligen Sprachvarialllen verstehen, i~n Gespnch aber immer auf die Standardsprache zurückgreifen. Tobe ~VUl schreibt zur Bedeutung dieser Multilingualität für Itke: "Because she hves in the black commun.iLy, she perceives her locale nOt as polarized bUl aS indefinite if measured by the imposs ibility of communicating in a single tongue" (255). Ein Fremder in diesem Milieu, der auf nur ~ine Sp,?che beschränkt ist, wie etwa ihr VenerSonn); muß zwangsläufig bei den meISten seiner Kornrnunikaüonsversuche scheitern: "Stein imFreitagladen wld tut so, als ob er mithilft. Versteht kaum einen Ton davon, wie die Neger die Von Kreisen und Brücken: Jeanene Landers 11 9 Woneraussprechen" (195). Durch die Interaktion der Personen inleragieren auch ihre Sprachen und beeinflussen sich gegenseitig: [ ... ] counter tO the aClUal southern city supposedly segregllted iota diSlincl cultural and linguistic entilies, le>..1.U.u Atlant .. appears to be ceaseless lychanging, and the groups 10 wh.ich stcreot)pes most easily apply-- the blacks, the Je-ws- influence one anOlher, changing each other in a process wilhollt end. (Levin 255) Itke -weist mehrfach auf diese Einflüsse der \'erschiedenen SpriIChen aufeinander hin, als sie ihren Vater auf englisdle Einflüsse in seinelllJiddisch aufmerksam macht: "Warum sagst du denn ,letter' ~md nicht ,Brief'? Sprichst du Jiddisch oderspridlSt du Englisch? Mir iS1'5 gleich. Ich verstehe ja beide. Aber- man kann nur eine Sprache auf ein Mal sprechen'"' (91). Gleichzeitig muß sie jedoch dasselbe PhänonlCn in ihrer eigenen Sprache festStellen: "Schon setzte sich in meinem Englisch eine \'(fendtUlg fest, die dem Neger-Dialel.."l eigentümlich Wolr, die JllCine Sprache i.n dem selben Maße verh:i.ßlichte, wie sie dem Dialeh.1.. Farbe gab"" (90). Au rgnmd des engen Kontal.."les zwischen den beiden Gruppen ist es nur schwer möglich, die in anderen Bereichen pr.lktiz.iene Abschotlung auch ,mf dem Gebiet der Sprache aufrecht zu erhalten. Auch die ,veiß.unerikanisclte Kultur ist vor solchen Einflüssen nicht sicher. Als Beispiel soll hier die Szene dienen, in der die Familie Kovskyam Sonmdgmorgen im Beuliegl und '("due allS einem Comicheft vorliest: .. Asoi sogt das MadeIe mit die kir~ Röckeie: ,Neen! Groiße, Slarke Phantom, v'lrnicht see alle nicht. Ich hob eenen lieb!'" (39). Indem er die im Englisch der weißen Mehrheit gesch riebenen Conucte:"1.e lnS Jiddische i.ibenriigt, nimmt er einen zentralen Teil der amerik.mischen Populärkultur für die jüdische Kultur in Anspmch. Oie Minderheit versucht somit, sich kulturelle Ikonen der Meh rheit an.weignen lind an die eigenen Anfo rderungen anzupassen. Die Sprdche der Afroamerikaner zeigt sich ebenfalls den Einflüssen des Jiddischen gegenüber offen, wie Taue und Tess ie, eine schwuz.e Kundin , demonstrieren: Oh, Tessie hat es abergehön: "George ist Jocht keine Beheeme!""' Sie kennt alle hebräischen \Voner, mit denen Taue täglich den Laden, den l lintergarten, die umliegenden Bürgersteige lind das Telefon speist. Taue sagte ihr, er käme niemals d.lrauf, George 120 FOCll$ (ß1 Germall S/udies eine Beheeme zu heißen, wenn er nicht immer wieder Tessie ilm so heißen hörte, laut und klar von ihrer Veranda und über den Damm h". (30) Der von Tessie gesprochene Satz demonsulen durch das jiddische Won und die doppelte Negation den Einfluss, welchen die beiden inneren Kreise au f die Sprache des Außeukreises ausüben. Der Hinweis auf Tessies häufigen Gebrauch jiddischer Wöner zeigt, daß das Jiddisdle bereits einen Platz. im aktiven Wortschatz der afroalTV!rikanischen Gemeinde geflUlden hat, ihre eigene Sp rache also beeinflusst und nicht nur passiv w..ahrgenommen wird. lvIanchmal korrulll es auch vor, daß der Import fremder Elemente in die eigene Sprache nicht völlig fehlerfrei abläuft, w::lS dann zur Diskussion der Ü1al'..aJ."tere über ihre Sprache, einen Diskurs über den Dish."Urs, führt, Als Beispiel soll hie r ein Dialog zwischen hkes Ellern und der Kundin Aunt Bell erw'.ihnt werden: "Hännele, we sennen da di ,Tumtacks' [ .. .)." Aunt Bell erreichte miihelos das hohe C "Gottehen, Kovb.-y. wie lange hab'n ihrsdl0n gewesen in diesem Land? \'('erd' nicht nie lemen, wie man Englisch rech. Das sind ,thumbtacks'1 ,1H'1" HännelelILlIIunelepiccoloOöte stieg [ ... ] heraus mit der festen Absicht, nicht den gleichen Sprechfehler zu machen wie Tatte. Sprechfehler vor dem Orchester waren ihr äußerst peinlich. "Hier sennen sie doch, Max, die ,thwnblbJ.cks'." [ ... ] Aum Belilrillerte: ",ll11unblackseier gesellschaftlicher Gruppen geschaffen. Sie zeigt Konflikte und Gefahrensituationen, welche aus der Koexistenz. resuhie ren lind bietet gleichzeitig mit Imegrationsfiguren wie Itke Lösungen für diese Probleme an. l\1it der Positionierung Itkes als lntegrauonsfigur fUldcl sich dann schließlich noch eine letz.te der z.u Begum erW.ilunen Pdr.lllelen zwischen ltke und ihrer Schöpferin. Jeannene Lanoer ~1.lf"(le anfJ.ngs ,'on nu.nchen Kritikern dafür kritisiert, daß sie ihre Bücher nicht U1 ihrer Mutterspr.lche, sondern der "fremden" deutschen SprJ.che schrie:b. lndenlsie mittlerweile Als Schriftstellerin akzeptiert wurde, trägt sie zu einer l.Unehmendcn Akzeptanz. von Au(Oren bei, welche Deutsch erst als Fremdspr.1che erlernten. Zugleich zeigt sie durch die zahlreichen WortSchöpfungen lUld Spraclunischungen in ihrem Ronl.lIl, welchen positiven Einfluss solche Autoren durch ihre kreativen Spr.lchgesldllUng auf die neuere deutsche LiterJ.lur haben können. 126 Focus a1 GenllQn Sllldies Anmerkungen I \X'enn JT\iIn den Versuch unternimmt, den genauen I-bndlungsz.citpunkt f~s[ZUStellen, sieht nun sich einigen Hürden gegenüber, d.a eine Untersuchung der Zeitrdercnzen zu unterschiedlichen ErgebnISsen führt. Der Bo:tkl.lnpf zwischen JOt: Louis und BillyConn f.and am 18.6.19-1 1 St.lU. Joe Louis' Alte r zum Zeitpunkt des K.ampfes WlJ"d von L.ander mit 26 Jahren angegeben, auch wenn er schon 27 Jahre alt lI,'2l" (60). Auch weist der Radlomodel"2tor .auf Joe loUIS' ersten Kampf gegen ML< Schme:hng hin, der 1936 ausgetr.tgen '\l..urde und für loUIS mit einer Niederlage endete: ,;Der braune Bomber ist nur ein einziges t.hl zu Boden gegangen, morgen genau vor acht lahren in diesem gleichen Ring gegen Max Schmdinj [ ... r (61). Diesen An~aben z.ufolge müsste sich dIe Handlung 1944 zutragen. eannette Landerer.vähnt Im Nac!l\l.on z.u dem Roman, d.aß eine genauerc Zeitangabe für den Roman auch nicht notv .. endig ge\\-'Csen .... ';ire: Was jetz( \'Dm 5lumdasein und der Arbeitslosigkeit fur Antrieb in die Bü~errechtsbewegung komrm, kann man ökonomisch begründen und politisch erkJaren, aber welche Aggressionen ger~de bei 5chw:uumerikanern d.adurch ausgelöst ",-erden, kann man erst dann verstehen, Mnn nun diese Menschen so kennenlernt, wie sie dachten, empfanden, handelten, lebten, als die Unruhe anfing, die innere und die äuf)c(C. Um meinen Lesern dieses Verstehen zu ermöglichen, versuche ich hier du Leben dieser Menschen sinnlich erfahrbar zu nuchen. Also ist die Zeit, die ich darstelle, in den vierLigcr Jahren. (21H) Literamrverzeichnis Kraft, i-ielga und Dagnur C G. Lorenz. Interview v"thJeannene Lander. Qrmm QI!llU1Iy732 (200,)): 129·44. Lander, Jeannette. E UI Saml?T in der Wal~ der Irlu K Fra.nkfurt a.M.: 5uhrlump, 1974. Lcvin, Tobe ... No Placc for ldentity. Jea.nnene Lander's Migra.ting \Xbrnen's Aes· thetic." bemllu;nJ W'al1~d WiwlE. NewLanlsrnprs cf Idl!l1lll)l Hg. Anne E. Brown und Marjann~ E. Goou, Westport: Gremwood, 1995. 25}- 63. Pa.ul, I--Ieik ... Not ,On the B3Cks of Bbcks'. U5.-America.n (lm)Migration and Jewish Diupon in me German· Language \XIritings of Jea.nnettc Lander," ]I[ IIItJURlktl A II l'nal. Tra1l5rl1IUJf1uism E u7I1iOry, aJr l tI;e Latf§ltlff!S r:{ A /lvi· Glll LltmlllM! Hg.\X'ernef 501l0rs. New York: New York UP, 1998.28 1· 96. 127