Focus Spring 1994.tif HOCHKOMlSCHE HÖCHSTLEISTUNGEN: Neue Prosa-Sammlungen von Eckhard Hensclleid und Max Goldt Thomas Ringmayr ~ er Begruf, ja das ganz.e Konzept "S:\tire" ist heute so ausgelutscht, ~ daß man sich des Wortes nur noch ungern bedient. Was soll uns auch Satire bei den herrschenden Verhältnissen, wenn ein deutscher Bundeskanzler sich des ursprünglich pejorativ auf ihn gemünzten Em­ blems der Birne in popularitätsfördernder Absicht bedient? Nur wenige Schriftsteller qualifizieren sich dellll auch heute für den Begriff "Satiri­ ker," und es sind (sieh da!) meist gerade die, die jenes Wörtchen für ihre Arbeit auf kernen Fall in Anspruch genommen wissen wollen. Die heiden wichtigsten und pOlentesten Vertreter dieser Ehrenlegion sind (dem Alter den Vortritt) Eckhard l-Ienscheid und Max Goldt, von denen je ein neuer Sammelband vorliegt. Beide yerdienen jenen besonderen Titel nicht einer aus ihren Texte ablesbaren (wohlfeilen!) ideologischen Tendenz oder gar einer (noch viel schwammigeren) "An­ prangerung bestehender Zustände" wegen, sondern ausschließlich alls dem einen Grund: weil sie es verstehen, aus dem obwaltenden Wahn­ witz des Lebens höchstkomischen Gewinn zu schlagen, und zum Be­ Sten und Originellsten zählen, was deutsche Literatur in den letzten zwei Jahrzehnten hervorgebracht hat. S:niriker, die sich selbst als solche '-'ezeichnen (und daher meistens keine sind-vgl. z.B. die Mehrheit der sog. Kabarettisten 3 la Hüsch, Freitag oder Schneyer) \-erdanken ihre Existenz "der merk würdigen Erscheinung, daß es Menschen gibt, nennen wir sie ruhig verei.nfachend Lehrer und Buchhändler, die zu dumm sind, abends in ein nettes Konzert zu gehen oder sich manierlich vol1aufen zu lassen, und statt dessen ... dafür bezahlen, i.hre "Mei­ nungen" zu gewissen Belangen auf den aktuellen Stand im linken Spek­ tnlm schieben zu lassen" (Nla:< Goldt). Das alte Dogma, Satire lasse sich am besten nach kategorisierbaren Gesinnungsinhahen bewel1en, verfängt ja längst nicht mehr. Nicht Gesinnung des Autors, sondern FOCUj 0" LitUtfTIlr Vol I. No. 1 (1994) Review Essay 45 lediglich Gekonntheit der Präsentation, Wahl und Einsatz seiner Mil­ tel, und Ergebnis seiner Bemühungen machen den Unterschied aus. Salire ist ihrem Wesen, ihrer Funktion nach immer "links," selbst bei eventuell erklärt "rechten" Zielen; man muß zu dieser Erkenntnis gar nicht erst Peter Sloterdijks :msgezeichnete Ana1yse der "zynischen Ver­ nunft" bemühen (kann es aber ... ). Die ideologische Einordnung ist aber eine müßige Übung, heute mehr denn je, und bei beiden Autoren erbringt sie nichts (wovon man sich gerne durch eigenen Augenschein überzeugen mag). Wodurch sich ei.nzelne satirische Produkte unter­ scheiden, liegt allein in ihrem "Witzigkeitsgrad," der Qualität ihrer Komik, und der Unterschied zwischen sogenanntem und echtem Satiri· ker findet sich zu\'ördem in sei.ner ThcmenwahJ, die sich beim ersteren meist auf die immerseibe Handvoll beifal lsgewisser Themenbereiche beschränkt, während der andere, der wahre Großsauri.ker, seine Rund­ umschläge so einrichtet, daß eine politische Einordnungsflilge immer in den Hintergrund rückt. Gelilde solche Arbeiten haben in den heiden, hier nun endlich zur Sprache kommenden, Bänden die Herren Henscheid und Goldt eindeutig vorgelegt. Nicht, daß die beiden hier zur Besprechung anstehenden Bände automatisch vergleichbar wären. Bei Henscheids neustem Titel, Du' LIeblichkeit des Gardascc, handelt es sich \1111 eine Anthologie von Er­ zählungen aus den letzten zwanzig Jahren, die besonders geeignet ist, gerade dem bislang mit dem Autor U!1vertliluten Leser einen umfas· senden Überblick über die stilistische Bandbreite dieses formidablen, an Keller, Dostojewskij und Kafka geschulten Erzählers zu ermög­ lichen. Der Band versammelt neunzehn schon früher an \'erschiedenen Stellen publizierten Texte (ein Teil davon war bereits im 1985 erschie­ nenen I laHmans·Band Frau Kzllenntlnll gmfi eut enthalten). Dennoch crscheint diese neuerliche Zusammenstellung lohnenswert, weil sie erstmals alle (?) wichtigen kürzeren Erzähltextc in vollständiger Form zugänglich macht. -Max Goldt hat mit lienscheid in erster Lil11e selll Wirkungsfeld gemeinsam: beide haben sich in besonderer Weise durch ihre Mitarbeit am derzeit einzigen überregionaJen bundesdeutschen Satireblan Ticallic profiliert, dessen Mitbegründer Henscheid 1979 war, und dessen bizarre Kulturkolumne ("Aus Onkel Max' Kulturtage­ buch") seil 1989 von Max Goldt mit immer frischem kaustischen Stoff versorgt ,,·ird. Sein neues Buch Quitten für d,e Memchen zWIKhen Emde1l und Zwall \>ereinigt nun ehen diese gesamten Onkel-Max· 46 Focus on Literatur Betrachtungen der Jahre 1989· 1992, insgesamt 47 Stücke herrlich fun­ kelnder und geheimnisvoll orientierungsloser Prosa. Als Glossist hohen Schärfegrades hat sich ja weiland auch schon Henscheid so manchen hlibschen Bcleidigungsprozeß (man denke an die gerade zu Ende ge­ gangene Affäre "ßäl1-Sohn") wgezogen, und seine Produktion ebenso beißender wie brillanter Texte geht in die Ilunderte. Goldt steht­ altersbedingt--ersl ziemlich am Anfang eines vermutlich dereinst eben­ so schillernden und wuchernden Oeuvres; doch trotz der Versuchung, ihn Henscheid als stilistischem Ziehsohn unterzuschieben, muß und kann ihm gomeidank das Verdienst einer \'öllig eigenen Stimme im ansonste n allzu leicht ins Epigoncnhafte abrutschende n Genre der 7eitgenössischen Universalsatire zuerkanm werden (als abschreckendes Gegenbeispiel mag hier immer der \'erwünschenswerte Lallgweiler Joseph v. Westphalen dienen). Immerhin bleibt es ein Glücksfall für den komikorientierten Leser, wenn ihm in einem Jahr gleich zwei solche Perlen des feinsten Humors gebmen werden; so what, we nn man die meisten der hier neuaufgelegIen Texte hereits kennt: Wieder· lesen macht bei gutgearbeiteter Hochkomik allemal Freude. Dement­ sprechend nun also ans kune Vorstell en einiger konkreter Inhalte, wohei dem "literarisch" vielleiclll etwas gewichtigeren Buch, Henscheids Gardmee, der Vortritt eingeräumt wird. Der leise grammatikalische Fehler aus der alltagssprachlichen Grau­ zon e im Titel kann dem I-lenscheid-unerfahrenen Leser bereits als andeutender Hinweis auf eine der wichtigsten Spezialitäten des Autors dienen: seine-in gewisser Weise erschreckend genaue-Beherrschung feinster Nuancen des alltäglich-schlampigen Sprachgebrauchs. Es ge h ör l mit zum sc h werSle n , gerade di eses vo n H enscheid so unvergleichlich eingesetzte Sti l- und Gestallungsmiuel adäquat zu beschreiben. Begriffe wie "gezielte Naivität ," Ulnfantilisie rung von Sprache und Denken" und eine Adornoeskes "Falsches Sprechen­ Falsches Denken" nähern sich dem Kern dieser Stilhaltung, bringen sie aber noch nicht auf den Punkt (vielleicht wird es einer eingehenderen Studie vorbehalten sein, Licht in dieses faszinierende Dunkel zu bringen). Weil auch nicht aJle Texle-deren Themen­ spektrum vom mini-familiären Psychoterror (in "Die Wurstzuriickgeh­ lasserin") bis zum wuchernden und wogenden, mit literarischen An­ sp ielungen und Ausschlachtungen vollgepackten Phantasiememoir der "Aufzeich nungen eines seh r schmutzigen alten Mannes" reicht-hier gewürdigt werden können, soll nur eine Geschichte ste ll venretend Kevlew I:.ssay herausgegriffen werden, dem potentiellen Leser Gusto auf diese Henscheid-Orgie im Taschenformat zu machen. Mein Lieblingstexl aus dieser Sammlung (ebenfalls schOll in einem früheren Bändchen bei Haffmans vorgelegt) ist die Reisebeschreibung "1m Puff von Paris­ Wie der Haffmans Verlag einmal einen lollen Belriebsausflug machte" (211-234)_ Nichts anderes als dieses wird hier beschrieben: ein Ausflug des gesamten männlichen Haffmans'schen Verlagsspersonals in die lust\'olle Seine-Metropole, mit dem erklärten Ziel eines kollektiyen Freudenhausbesuchs, geschildert im fast kindlich-begeisterten Ton eines Schulaufsatzes ("Erlebnisbericht"'), und vol l der reinsten Unschuld ob der hier einmal so schön ausgelebten Männerphantasie (Anmer­ kung: es ist dem Rezensenten nicht bekanlll, ob diese abenteuerliche Reise wirklich oder auch nur so ähnlich stangefu nden hat; ausschließen karm lind soll man es aber nichd): Eines Tages, es war im September 1983, hatte der Junge Zürcher Verleger Gerd llaffmans plötzlich eine ausge­ zeichnete Idee. "Wißt ihr was, l\bnner," rief er seinen Ange­ stellten und jenen seiner Autoren zu, dIe gerade im Verlage anwesend waren, "jetzt ist unser blutjunger Verlag gerade ein Jahr alt und hat schon viele schöne Bücher gemacht und sich damit in die Annalen der deutschen Literatur­ geschichte eingegraben. Und bei all dem Ist natürlich das VeT);nügen recht kur? gekommen-zu kun!Jetzt, Männer, sollten l\,-ir uns endlich auch mal \\'as Gutes gönnen! Ich habe da auch schon eine Idee. \'{fir fahren aJle-Veriag und Autoren-mit unserem Klembus nach Paris und gönnen uns don einen schönen Puffbesuch." ~Au ;a!~ schrie sofon begeisten der Lektor Tommy Bodmer. "Au fein!" echote fast gleichzeitig sein Ko-Lektor Fritz Senn. "Prima,H hinkte der I [ersleller Urs Jakob nur wenig nach, "das machen wir!H "Das nimmt mir das Won von der Zunge, H bestätigte auch ich, der ich zwecks Überprüfung meine r Schweizer Bankkonten gerade im Lektorat herumstand, "genau das ist es, was auch mir schon dauernd auf der Zunge liegt.~ (211) Der bewußt als Herrenausflug inszeniene Trip nach Tripper-City nimmt also seinen Lauf, lind es stellen sich-mit Ausnahme der Verlags- TO r()(1l.f Oll LlluITINr ukr.rerzer (mi> durfen L"r:rf das naChste A!;d ou; 7-;;ucJJc;fl1Jl,kch~ tkm l%nnienM Lt:'St'puhhlrum nvhJheK3nnreD A U(Ort'D ~s Seh R"l"I-' zer Junguntemehmens {'in,- dJ~ TeJ/nehmerlisre fit,S( sich " 'Je ein IrJ,o 1.1 Irho der geholNnen neueren deutschen Litenuur. Neben den er­ n-MImen (Senn, Bodmer) treun als Mitreisende:m: Peru Ruhmkorf, Gern Mcnsching, NorbenJolr:mnimloh, U\'e Schmidr, Hemt;um Kill der, Hemd Eilen, Roben Gernhardl und Hans W'ollsdJ/äger ("Hans \Vül/enweber M ) . Wlil7ig wird die uf1[cr der ostenr,ui\" zur Sc/tau gelr;;a genen W('ltmanll~·Auitüde du:ser Sex[OuriSlen verborgene blanke Angst und Peinbchkeit clt's gesamten Unternehmens geschildert, die sich in hochfeLnen literarischen Anspielungen, überbetont t!rfahrenen Ablenkungsgeslen oder spitzfindigen Argumentationen der Herr­ sch:lrten Ausdruck verscharft: Der Bus raste nur so dahin. Man hatte die kürzeste Route gewähh-und das war gut so, denn zumindest NorbenJohannimloh, Ilaffmans und ich schienen es schon jetzt kaum mehr er" .. arten zu können, endlich die I;mger­ sehnten !)fonen zum Paradies zu überschreiten. Freilich, Ilans Wüllenweber se;nero;eits begann jazt doch wi~r leise vor sich hin zu lamentieren, eigentlich sei ihm gar nicht wohl hei der Exkursion, eigentlich h:itte er doch nicht fahren dürfen-seit einer Viertelstunde habe er "immer drohend-traumatischer" das Gefühl, daß ihm alle seine Hausgöner-Niell.Sche, freud, Thomas Mann, GUSlav Mahler. Kraus, Joyce-andauernd stn.fend "über die Schulter schauteni" und bei diesen Wanen zog Wüllenweber wie fröstelnd den Schal noch enger um den Hals. "Aber deswegen," ~äusehe Bernd Eilert nicht unmo­ kam, "müssen Sie ja gerade nach Paris ins Puff fahren, um Ihr Trauma in Gestalt dieser Vaterfiguren endlich zu liqui­ dieren und loszu~'erden-dann er"t sind Sie ein freier Mann'" [ ... ] "Und außerdem," faßte ich mir ein Herz, "wenn Kar! Kr.luS schon einer Ihrer Hausgötter ist-der war doch. . der ... der halle doch ... "-ich kam ins Stottern und Schwitzen-"der hatte doch ttht ein Iierz für Nutt en!" "Und w-ardoch," assisierte, während Wüllenweber noch immer bedenklich den Kopf wiegte, Mensching, "andauernd im Puff von Wien, oder? Der alte Weiberhengst!" (218) Review 49 Der Eindruck, daß der 't,anu Text ledißlich eine etwas auf't,eb\a.sene Zote darstelle und seme komische Enel'ßle aus ein pur frivolen Anspie­ lungen bez.iehe, trügt. Wohl ~stlmml er sich dem ersten Eindruck nach aus dem vielleicht nicht allzu originellen Kontrast 7wischen den anerkannten Intellektuellen und ihren erklärtermaßen fleischlichen Absichten. Aber Henscheid beweist ~etne Meisterschaft IIn Detatl. Mit " .. enigen Strichen zeichnet er wundersam ßearbeitete Karikaturen der ei meinen Reiseteilnehmer, sich selbst mit inbegriffen. Wie diese hochgelehrten ~Iänner \-ersuchen, ihre eher trivialen Gelüstchen mit hochtrabenden Gespriichen 1.U \"et'iChleiern und sich dabei gerade selber verraten (der feine \'(Iüllenweber hai-neben dem seidenen Schal "um seine kostbare Rez.llationsstlmme 7U ~chonen" -auch ein Reitpellsch­ chen be i sich; Eilens kostbare " llllirntiich lein" werden be~taunt; Henscheid selbe r onaniert 3m Vorfreude in den Bus-Aschenbecher) ist in mehr als einer Weise hochkomiscll. Um den spe7iellen Humor Henscheids goutieren zu können (der sich übrigens keineswets i.n wohl­ gesetzten Obszönitäten erschöpft, wenngleich auch die immer höchst e,""prießlich ausfallen) muß der Leser allerdmgs auch Gefühl mllbnngen für seinen nuancenreichen, manchmal archaisierenden. oh das Stil­ m ittel der Wiederholung und des überflüssig wirkenden Synonrms bemühenden Schreibstil, die Ihm erst 5ell1('11 IIltrikat komische \'(' ir­ kung verleihen. Henscheid praktiZiert wie außer .hm kaum jemand auf der heutigen deutschen Lltenllurszene die KUlm des "Höheren Blödsinns": eine humoristische Kunstform, die tim in die Nähe zu Caroll, Joyce, Kafka und Arno Schnlldt stellt. Während I-Ienscheids Buch erzählerische Texte \"ersammelt, die im Bereich der überbordenden, bizarren und "erwobenen FiktIOns­ kunst angesiedelt sind, die ihre Quellen bei Jean Paul, Keller, Doswjewskij, Kafka und Schmidt nicht verbirgt, liegt uns mit Max Goldts Qt/ltltn eine zeitgemäße Variante der (kaustischen, ~aliri5chen, komischen ... ) Glossislik oder "KolumniSlik" vor. die ihre~gleichen seibH in der artähnlic hen Ilochliteralur weder hei Karl Kraus, Tucholskr, noch Pol gar auf7uwei~en 11:1.\. Goldt, oder ndmehr seine Sprechfigur Onkel Max, hat sich das Fehlen jeglicher Themenvorgabe auf die kolumnisll~che Fahne geschrieben, und man kann mit Sicher­ heit da"on ausgehen, daß nur ''''enigen heutigen Schriftstellern diese An des fl'eien ImprO\-isierens in auch nur annähernder Leichtigkeit gelingen wü rde, während "Onkel ~laxH mit staunenswerter Leiclnig­ keit in seinen Betrachtungen kulturelle Bereiche so extrem di\'ergie- 50 FoCIIs tm Literatur render Art wie Sitzsäcke und östcrreichischen VolkscharakLer zu textu· ellen Einheiten zusammenzuschmieden in der Lage ist-und 7war mit Eleganz. Wenn man auch zugeben muß, daß seine Methode des Blind­ nugs durch die schauerlichen, langweiligen, obszönen oder anrühren­ den Themen des Alltags sehr selten, Cl wa bei ununterbrochener Ge­ ~amtleklüre des Buches, für kurze Momellle das Gefühl des Gezwun­ genen nicht ganz entbehrt, so ist es, insgesamt geurtei lt , doch im höch· sten Maß erstaunlich, daß solcher Eindruck ehen flur an einer Hand,'oll Stellen und nicht weit öfter entsteht. Die Bandbreite der \'on Onkel Max behandelten Themen ist nichts weniger als atemberaubend. Des ungefähren Überblicks halber sei hier eine Aufzählung erlaubt, dem dankenswerter Weise vorhandenen Re· giSler willkürlich entnOlllmen: Abkürzungsfimmel, Aids~Kran ke, Ak­ kordeon, Alkohol, Amerikaner ohne Auto, Amputationssäge, Ander­ san (Sascha), Auto-Irrsin n, Beerdigung (von Nagetieren), Beerdigung (von Marlene Dietrich), Berghoff (Dagmar), Besuch (unangemeldeter), Biller (Maxim; = überreizte Altlinke), Bindestrich-Adjektive, Bleistift (zarter), Blut (blaues), Bowie (David), Brntbeutel, Brecht (Bertolt), Brod (M:l.x), BrüUaffen, Ehefähigkeitszeugnis, Euterpnege, Fahrrad-Irrsinn, Frauen-F rauen , Fuchs (Dr. Erika), H 'sexualität (genau!), Jelinek (Elfriede), Jacke (verqualmte), Kalligraphie, Kausalsatz ohne Inver­ sion, Kinder, Kisch (Erich Erwin Egon Emil), Männerbuchecke, Mas­ turbation, Mentholzigareuen, Mitfahrgelegenheiten, Nacktmull, Nieusche. Pe1zmantelschlampe(n), Perspektive (vennassehe), Platten­ bauweise, RechtSchreibung, Rubinowitz (Tex), Sieben·Bier-Bisexu· alität, Sonuner (Karin), Sprache (englische), Sprache (weibliche), Spi­ ralen, Super(·lIlu), Telephonkanen (Ei.nheiten entsogen). Umweltkarte (Onkel Max hat Recht: der Saum auf der "Umweltkarte" des Münchner Verkehrsverbu ndes sieht wirklich wie ei n Atompilz aus!), USA, Wien, Wuchtbrumme, Zeigefinger (erhobener). Max Goldt ist, wie Henscheid , ei n Meister desjenigen Humors, der "kein Lachen erzeugt, d:tS 'einem im Halse steckenbleibt'''' Qetzteres ist ja bloß der Humorersatz derer, die rein gar nichts kapieren, esote­ risch gehandicappter Schön- und Feingeister, also "Buchhändler & Lehrer," s.o.), sondern ein "ganz nornlales, herzliches Lachen" (